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April 3, 2018 | Author: Anonymous | Category: N/A
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Peter Szalata Umgang mit wassergefährdenden Stoffen in Dampfkesselanlagen Die gesetzlichen Regelungen für den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sind sehr streng. Die Strenge betrifft in erster Linie den Betreiber, denn er ist dafür verantwortlich, dass seine WHG - Anlagen mindestens nach den Regeln der Technik errichtet und betrieben werden (§ 19i WHG). In meinem Vortrag werde ich anhand von Beispielen erläutern, welche Anlagen im Zusammenhang mit Dampfkesselanlagen unter diese Regeln fallen und was die Betreiber beachten müssen. Hier verwendete Fachbegriffe sind in der beigefügten VAwS im §2 beschrieben.

Wassergefährdende Stoffe Als wassergefährdend sind alle Stoffe eingestuft, die das Grund- oder Oberflächenwasser in Ihren Eigenschaften nachteilig beeinflussen können. Wassergefährdende Stoffe können fest flüssig gasförmig sein. Die Aggregatzustände des wassergefährdenden Stoffes haben unterschiedlich hohe Anforderungen zur Folge . Die höchsten Anforderungen an die technischen Schutzvorkehrungen sind bei flüssigen wassergefährdenden Stoffen zu erfüllen. Es gibt 3 Wassergefährdungsklassen (WGK). Die Einstufungskriterien sind in der ”Verwaltungsvorschrift wassergefährdende Stoffe – VwVwS” vom 17.Mai 1999 festgelegt. WGK 3: WGK 2: WGK 1:

stark wassergefährdend wassergefährdend schwach wassergefährdend

1

Nicht wassergefährdend sind: •

• • •

Gemische, in denen wassergefährdende Komponenten mit nur geringer Konzentration vorkommen. Beispielsweise: WGK 1 < 3% WGK 2 und 3 < 0,2% Lebensmittel und Futtermittel Abwasser1, das in die öffentliche Kanalisation eingeleitet werden darf. Stoffe die im Anhang 1 der VwVwS genannt sind. Beispielsweise : Kohlensäure, Kohlenstoff, Butan, Propan, Schwefel als Feststoff

Vor Einführung der VwVwS im Mai 1999 waren einige dieser nicht wassergefährdenden Stoffe in WGK 0 eingestuft und damit mussten beispielsweise für Propan / Butan Lagerbehälter auch die Anforderungen der “Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbetriebe (Anlagenverordnung - VAwS) erfüllt werden. Für diese Stoffe sind aber nun aufgrund der Einstufung als “nicht wassergefährdend”, keine Anforderungen nach VAwS zu erfüllen. Es wurden die Stoffe der WGK 0 nicht generell als “nicht wassergefährdend” eingestuft. Einige wurden in WGK 1 eingestuft, bei Anlagen mit diesen Stoffen haben sich daher die wasserrechtlichen Anforderungen erhöht. Diese Anforderungserhöhung liegt beispielsweise bei Wasserstoffperoxid, Aceton, Glycol usw. vor. Wassergefährdend sind alle anderen Stoffe: Im Anhang 2 der VwVwS sind für fast 2000 Chemikalien die Wassergefährdungsklassen angegeben. Das ist nur ein kleiner Teil der vielfältigen Stoffe mit denen umgegangen wird. Für alle nicht hier genannten Stoffe ist der Betreiber verpflichtet, die Wassergefährdungsklassen der Stoffe, mit denen er umgeht, zu bestimmen. • In den meisten Fällen ist im Sicherheitsdatenblatt eine Einstufung angegeben. (Es ist zu beachten, das die Einstufung auf Grundlage der VwVwS vom17. Mai 1999 durchgeführt sein muss.) • Bei Gemischen mit bekannten Komponenten kann die Mischungs - WGK2 nach Anhang 4 der VwVwS bestimmt werden. • Für den Fall, dass die Wassergefährdungsklasse nicht sicher bestimmt werden kann, ist immer von WGK 3 auszugehen.

1

Ausschluß gemäß §19g WHG Abs. 6 Nr.1

2

siehe auch das beigefügte Fließschema zur Ermittlung der Mischungs-WGK

2

Anlagenarten Das Wasserhaushaltsgesetz kennt für den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen 6 Anlagenarten (§ 19 g - WHG) Für derartige Anlagen sind die Anforderungen der VAwS des jeweiligen Bundeslandes zu erfüllen. Die genannten Anlagen sind die : L A H B V U

Lageranlagen Abfüllanlagen Herstellungsanlagen Behandlungsanlagen Verwendungsanlagen Sowie Umschlaganlagen

Besorgnisgrundsatz

Best möglicher Schutz

Für Umschlaganlagen3 ist gegenüber den anderen Anlagen nur ein geringeres Sicherheitsniveau ”bestmöglicher Schutz” gefordert. Der “Besorgnisgrundsatz” bei den L, A, H, B, V- Anlagen bedeutet, dass sehr hohe Anforderungen bestehen. Die Stoffe müssen sich in einer dichten Umschließung befinden und zusätzlich muss eine 2. dichte Barriere (z. B. Auffangwanne ) vorhanden sein. Gefährdungsstufen Die Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen werden in Abhängigkeit von der Wassergefährdungsklasse und Stoffmenge in 4 Gefährdungsstufen A, B, C, D eingestuft. Anhand der Einstufung ergeben sich zusätzlich zu der Pflicht den ”Besorgnisgrundsatz” zu erfüllen, weitere Pflichten für den Betreiber. Gefährdungsstufen A B C D

Betreiberpflicht Prüfpflicht in Wasserschutzgebieten Prüfpflicht, Fachbetriebspflicht Prüfpflicht, Fachbetriebspflicht, Katasterpflicht

Anlagenart Lagerbehälter

Hohlraumvolumen

Einstufungskriterium

Abfüllanlagen

Die Menge, die in 10 min abgefüllt werden kann

H-, B-, V- Anlagen

Die Menge an wassergefährdenden Stoffen die betriebsmäßig in der Anlage ist.

3

Schiffsentladestellen und Plätze an denen verpackte wassergefährdende Stoffe umgeladen werden (siehe VAwS §2 Nr. 9).

3

Anforderungen an Anlagen Grundsatzanforderungen Für alle Anlagen sind mindestens die Grundsatzanforderungen nach § 3 der VAwS zu erfüllen. Grundsatzanforderungen sind: • Dichtheit und Standsicherheit der Anlage • Undichtheiten müssen schnell und zuverlässig erkennbar sein. (Unterirdische Behälter und Rohrleitungen dürfen nicht einwandig sein). • Austretende Stoffe müssen zurückgehalten werden (Auffangwanne) • Ausgetretene Stoffe müssen ordnungsgemäß entsorgt werden • Auffangwannen dürfen keine Abläufe haben • Betriebsanweisung ( außer bei Anlagen der Gefährdungsstufe A) Anforderungen für bestimmte Anlagen Die Anforderungen sind in den Anhängen zur VAwS niedergeschrieben. Diese Anhänge sind für die Anlagenplanung die wichtigste Erkenntnisquelle: • • • • • •

Anhang 1: Anhang 2: Anhang 3: Anhang 4: Anhang 5: Anhang 6:

Allgemeine Anforderungen an Anlagen Für oberirdische Anlagen mit flüssigen Stoffen Für Elektrizitätsversorgungsunternehmen Für Tankstellen Für Jauche, Gülle, Festmist Für Wasserkraftwerke

Anlagen: Beispiele VAwS-Bayern Deckblatt der VwVwS Fließschema zur Ermittlung einer Mischungs-WGK Tab. 1 der TRwS4: Bauausführungen für Neuanlagen (Dichtflächen)

4

Diese TRwS wird in absehbarer Zeit durch die TRwS 786 ersetzt. Bezugsquelle [email protected].

4

Beispiel 1:

Lagerung von flüssigen Brennstoffen:

Schweres Heizöl Leichtes Heizöl Altöl

WGK 1 WGK 2 WGK 3

Für die Lagerung flüssiger Stoffe sind die Anforderungen aus Anhang 2 der VAwS zu entnehmen. Nach Tabelle 2 (Seite 21 der beigefügten bayerischen VAwS) ergeben sich für einen 200 m³ Lagerbehälter mit leichtem Heizöl folgende Anforderungen: F2 + R2 + I1 +I2

alternativ

F1 + R3 + I1 +I2

Die Anforderungen F und R beziehen sich auf die erforderliche Rückhaltung. Die F Anforderung definiert die Dichtheitsnachweise für den Auffangraum. • F1 bedeutet - Flüssigkeitsdichte Fläche • F2 bedeutet - Flüssigkeitsdichte Fläche mit Nachweis der Beständigkeit Die technische Ausführung der beiden Abdichtmaßnahmen ist gleich, bei der Forderung F1 wird aber auf die Vorlage von Nachweisen verzichtet. Die Ausführung kann nach (TRwS 132, Tab.1) TRwS 7865 erfolgen (siehe Anlage). Bei den R- Anforderungen (Rückhaltung) gibt es 3 Abstufungen • R1 Teilauffangvolumen möglich • R2 100% Auffangvolumen erforderlich • R3 Doppelwandiger Tank daher kein weiteres Rückhaltevolumen erforderlich In diesem Fall ist aufgrund der Gefährdungsstufe der Lageranlage eine Teilrückhaltung nicht gestattet. Nur die zuständige Wasserbehörde kann dies im Rahmen einer wasserrechtlichen Eignungsfeststellung gestatten. Die infrasrukturellen Maßnahmen sind ein wichtiger Baustein im Sicherheitskonzept der VAwS. • I1 Kontrollgänge oder Leckageerkennungssonde • I2 Alarm und Maßnahmeplan Die Maßnahme I1 beutet, dass der Betreiber mit regelmäßigen Kontrollgängen (in der Regel arbeitstäglich ) überprüft, ob wassergefährdende Flüssigkeiten aus der primären Umschließung ausgelaufen sind. Wassergefährdende Flüssigkeiten die sich im Auffangraum befinden müssen unverzüglich ordnungsgemäß entfernt werden. Anstelle der Kontollgänge kann die Überwachung durch Leckageerkennungssonden erfolgen. In diesem Fall muss der Betreiber die Funktion der Sonden sicherstellen. Eine Funktionsprüfung pro Jahr ist mindestens erforderlich. Die Maßnahme I2 beutet, dass der Betreiber bereits vor Inbetriebnahme der Lageranlage mit allen Stellen, die im Falle einer Leckage eingeschaltet werden, geeignete Maßnahmen abspricht. Der Maßnahmenplan ist schriftlich zu fixieren.

5

Diese TRwS 786 wird in absehbarer Zeit die TRwS 132 ersetzen.

5

Beispiel 2:

Lagerung von Chemikalien:

Ammoniak: Gasförmig unter Druck verflüssigt In Wasser gelöst

WGK 2 WGK 2

Für die Lagerung als gasförmiger Stoff ist die Anforderung in §13 Abs.1 der VAwS formuliert. Derartige Anlagen entsprechen den wasserrechtlichen Anforderungen, wenn sie den öffentlich rechtlichen Vorschriften entsprechen. Entspricht die Ammoniaklageranlage der TRD so sind damit auch die wasserrechtlichen Anforderungen eingehalten. Gemäß §6 wird auch diese Anlage in eine Gefährdungsstufe eingestuft. Bei Einstufung in Stufe C oder D ist vor Inbetriebnahme und alle 5 Jahre wiederkehrend eine Überprüfung durch den VAwS Sachverständigen erforderlich (zusätzlich zur Prüfung durch (den Druckbehälter- und Dampfkesselsachverständigen) die zugelassene Überwachungsstelle zÜS sowie der befähigten Person6). Bei Lagerung von Ammoniak in Wasser gelöst handelt es sich um einen flüssigen wassergefährdenden Stoff. Für diesen Fall ist der Anhang 2 anzuwenden (analog zu Beispiel 1). Beispiel 3:

Kesselwasseraufbereitung

Dem Kesselwasser werden wassergefährdende Stoffe zugesetzt. Wenn es sich bei den Zusatzstoffen um Stoffe der WGK 1 handelt, muss ab einer Konzentration von 3 % das gesamte Wasser als wassergefährdende Flüssigkeit behandelt werden. Es sind dann die Anforderungen nach Tab. 2 im Anhang 2 der VAwS zu erfüllen. Bei Zusätzen von Stoffen der WGK 2 oder 3 wird das Wasser bereits bei 0,2% dieser Stoffe wassergefährdend. Bei Zusatz von WGK 2 und 3 Stoffen die zugleich krebserregend sind liegt bereits bei einer Konzentration von 0,1% eine wassergefährdende Flüssigkeit vor. Hydrazin wird dem Kesselwasser zugesetzt. Hydraziin ist in WGK 3 eingestuft und krebserregend. Bei Zudosierung von 0,1 % ist dass das gesamte Wasser als wassergefährdende Flüssigkeit der WGK 1 zu betrachten. Die Anforderungen nach Tab. 2 im Anhang 2 der VAwS sind zu erfüllen. Bei einer Wassermenge von 50 m³ muss die Anlage auf einer dichten Fläche (R1) aufgestellt sein und es muß ein Rückhaltevermögen für die gesamte Wassermenge vorhanden sein. Es ist dann ein Teilrückhaltevolumen zulässig, wenn arbeitstägliche Kontrollen durchgeführt werden, oder Leckageerkennungssonden installiert sind.

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Durch die Betriebssicherheitsverordnung wird die Überwachung neu geregelt. Es gibt Übergangsregelungen bis 2007. Die Prüfpflichten nach WHG verändern sich damit nicht.

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Wassergefährdende Stoffe in Dampfkesselanlagen

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Wassergefährdende Stoffe in Dampfkesselanlagen

WHG Wasserhaushaltsgesetz § 19 g bis § 19 i

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Wassergefährdende Stoffe in Dampfkesselanlagen

VAwS Bayern Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbetriebe

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Wassergefährdende Stoffe in Dampfkesselanlagen

Besorgnisgrundsatz

§ 19g WHG

Betreiber ist verantwortlich mindestens Regeln der Technik •Errichtung •Betrieb TÜV Industrie Service GmbH • TÜV SÜD Gruppe

§ 19i WHG. 19.01.2005

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Wassergefährdende Stoffe in Dampfkesselanlagen

Fachbegriffe siehe §2 VAwS Die VAwS liegt für sie im Foyer aus

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Wassergefährdende Stoffe Wassergefährdend sind alle Stoffe, die das Grund- oder Oberflächenwasser in Ihren Eigenschaften nachteilig beeinflussen können. TÜV Industrie Service GmbH • TÜV SÜD Gruppe

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Wassergefährdende Stoffe sind •fest •flüssig •gasförmig

höchste Anforderungen bei Flüssigkeiten TÜV Industrie Service GmbH • TÜV SÜD Gruppe

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

3 Wassergefährdungsklassen (WGK). Verwaltungsvorschrift wassergefährdende Stoffe VwVwS” vom 17. Mai 1999. •WGK 3:

stark wassergefährdend

•WGK 2:

wassergefährdend

•WGK 1:

schwach wassergefährdend

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Nicht wassergefährdend Gemische, in denen wassergefährdende Komponenten mit nur geringer Konzentration vorkommen. WGK 1

< 3%

WGK 2 und 3 < 0,2%

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Nicht wassergefährdend •Lebensmittel und Futtermittel •Abwasser •Stoffe im Anhang 1 der VwVwS z. B. Kohlensäure, Kohlenstoff, Butan, Propan, Schwefel als Feststoff TÜV Industrie Service GmbH • TÜV SÜD Gruppe

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Vor Einführung der VwVwS im Mai 1999 WGK 0 WGK 0

jetzt teilweise

WGK 1 Stoffe

Wasserstoffperoxyd, Aceton, Glykol

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Ermittlung der Wassergefährdungsklasse: •Anhang 2 der VwVwS ca. 2000 Chemikalien •Sicherheitsdatenblatt •Mischungs - WGK nach Anhang 4 der VwVwS

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

nicht sicher bestimmbar immer WGK 3

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Anlagenarten L A

Lageranlagen Abfüllanlagen

H B V

Herstellungsanlagen Besorgnisgrundsatz Behandlungsanlagen Verwendungsanlagen

U

Umschlaganlagen

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Best möglicher Schutz 19.01.2005

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Gefährdungsstufen Betreiberpflicht A B C D

Prüfpflicht in Wasserschutzgebieten Prüfpflicht, Fachbetriebspflicht Prüfpflicht, Fachbetriebspflicht, Katasterpflicht

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Einstufungskriterien Lagerbehälter

Hohlraumvolumen

Abfüllanlagen

Die Menge, die in 10 min abgefüllt werden kann

H-, B-, VAnlagen

Die betriebsmäßig Menge an wassergefährdenden Stoffen

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Gefährdungsstufen Anlagenvolumen in m3 bzw. Masse in t

WGK 1

WGK 2

WGK 3

Stufe A

Stufe A

Stufe A

mehr als 0,13) bis 1,0

Stufe A

Stufe A

Stufe B1)

mehr als 1,0 bis 10

Stufe A

Stufe B

Stufe C2)

mehr als 10 bis 100

Stufe A

Stufe C

Stufe D

mehr als 100 bis 1.000

Stufe B

Stufe D

Stufe D

mehr als 1.000

Stufe C

Stufe D

Stufe D

bis

0,13)

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Grundsatzanforderungen § 3 der VAwS 1. Dichtheit und Standsicherheit der Anlage 2. Undichtheiten schnell und zuverlässig erkennbar 3. Austretende Stoffe zurückgehalten 4. Auffangwannen dürfen keine Abläufe haben 5. Betriebsanweisung

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Anforderungen für bestimmte Anlagen Anhänge zur VAwS Anhang 1:

Allgemeine Anforderungen

Anhang 2: Oberirdische Anlagen mit flüssigen Stoffen

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Anhang 3: Elektrizitätsversorgungsunternehmen Anhang 4:

Tankstellen

Anhang 5:

Jauche, Gülle, Festmist

Anhang 6:

Wasserkraftwerke

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Beispiel 1:

Lagerung von flüssigen Brennstoffen:

Schweres Heizöl WGK 1 Leichtes Heizöl WGK 2 Altöl WGK 3 Es gilt Anhang 2 zur VAwS TÜV Industrie Service GmbH • TÜV SÜD Gruppe

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

200 m³ Heizöl - EL

F2 + R2 + I1 +I2 alternativ

F1 + R3 + I1 +I2

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

F- Anforderungen F1 -

Flüssigkeitsdichte Fläche

F2 -

Flüssigkeitsdichte Fläche + Nachweis der Beständigkeit

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Technische Regeln wassergefährdender Stoffe TRwS 132, Tab.1 „Ausführung von Dichtflächen“

neu TRwS 786 ( zur Zeit Entwurf)

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R Anforderungen R1

Teilauffangvolumen möglich

R2

100% Auffangvolumen erforderlich

R3

Doppelwandiger Tank

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I Anforderungen I1 Kontrollgänge oder Leckageerkennungssonde

I2 Alarm und Maßnahmeplan

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200 m³ Heizöl - EL

F2 + R2 + I1 +I2 alternativ

F1 + R3 + I1 +I2

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

F0 R0

Grundsatzanforderungen §3

I0

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Beispiel 2:

Lagerung von flüssigen Chemikalien:

Ammoniak gasförmig

WGK 2

Ammoniak in Wasser gelöst

WGK 2

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200 m³ Ammoniak gasförmig WGK 2 §13 Abs.1 der VAwS öffentlich rechtliche Vorschriften TRD Prüfpflicht da Gefährdungsstufe D TÜV Industrie Service GmbH • TÜV SÜD Gruppe

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

200 m³ Ammoniak in Wasser gelöst

WGK 2

Anhang 2 ist anzuwenden Analog zu Beispiel 1

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Beispiel 3 Kesselwasseraufbereitung Bei Zusatzstoffen der WGK 1 ab 3 % ist das ganze Kesselwasser WGK 1

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Bei Zusatzstoffen der WGK 2 oder WGK 3 ab 0,2 % ist das ganze Kesselwasser wassergefährdend

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Bei Zusatzstoffen der WGK 2 oder WGK 3 die krebserregende Bestandteile enthalten ab 0,1 % ist das ganze Kesselwasser wassergefährdend

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Mischungs-WGK

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

50 m³ Kesselwasser Hydrazin

WGK 3 + krebserregend

Durch Zudosierung von 0,1 % Hydrazin wird das Kesselwasser WGK 1 Anhang 2 Tab. 1 ist anzuwenden. TÜV Industrie Service GmbH • TÜV SÜD Gruppe

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

50 m³ Kesselwasser mit 0,1 % Hydrazin WGK1 F1 + R1 + I1

alternativ

F1 + R2 + I0

alternativ

F0+R3+I0 . TÜV Industrie Service GmbH • TÜV SÜD Gruppe

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit

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Wassergefährdenden Stoffe in Dampfkesselanlagen

Behälterbau Firma

DIN 6618

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