Von der Idee zum Kreuz mit Bild 2

March 19, 2018 | Author: Anonymous | Category: N/A
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Dominik Brunner Kreuz für die Andacht zum 1. Todestag am 12. September 2010

Am 1. Todestag Dominik Brunners findet wieder eine Andacht auf dem Parkplatz des S-Bahnhofes Sollns statt. Dabei wird ein Kreuz, das die Mitte der Andacht bildet, in einer Prozession über die Brücke getragen und dort am Tatort am Geländer befestigt. Bis ein endgültiges Denkmal da ist, ist es als vorläufiges Erinnerungszeichen gedacht. Idee und Gestaltung: Ulrike Viehmann und Ruth-Andrea Wendebourg

Die Grundidee ist, die vielen Aspekte, Personen, die bei dieser Katastrophe beteiligt sind, in das Symbol mit hineinzunehmen. Aus einer Platte entstehen das Kreuz mit gleichschenkligen Balken (1 m x 12 cm) und die vier Flächen. Ursprünglich gehört alles zusammen, in dem Geschehen bricht es auseinander und wird im Kreuz neu wieder zusammengesetzt. Das Geschehen schreckt auf, rüttelt wach, lässt Initiativen entstehen und zieht Kreise.

Das Material ist bewusst Glas: durchscheinend, zerbrechlich, verletzlich. Um das Kreuz wetterfest zu machen, wird alles aus einer 1m x 1m großen Polystyrolplatte geschnitten und die Scherben mit Silikon darauf festgehalten.

Die Sollner Glas- und Mosaikwerkstätten Pütz und Brunner stellen dankenswerterweise farbige Glasscherben zur Verfügung, um das Kreuz und die Flächen zu gestalten.

Im Kindergottesdienst der Apostelkirche entstehen am 22. August, nach vielen Gesprächen mit den Kindern, das farbige Kreuz und die Flächen für das Erinnerungszeichen. Das Kreuz hat einen leuchtenden Mittelpunkt- das Kreuz Christi – umgeben von schwarzen Splittersteinen. Die Balken des Kreuzes nehmen die Farben der Flächen auf und haben aus jeder anderen Fläche eine Scherbe bei sich. Das blaue Fenster der Täter kippt fast aus dem Bild.

Die Osterkerze und die Hoffnung auf Auferstehung stehen in der Mitte. Die Kreise, die das Geschehen zieht, sind Kreise aus bunten Himmelsglassplittern und Lichtern, die uns bewusst werden lassen: die Erinnerung bleibt.

Jede/r ist auch dieses Jahr – am Tag des offenen Denkmals – eingeladen, sich ein Stück Glas mitzunehmen: gebrochenes Zeichen des Himmels, scharfkantig - und doch ein Widerschein unseres Auftrags „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ Röm 12,21

das erste Erinnerungssymbol Sollns am 16. September 2009 „Die Spirale der Gewalt durchbrechen“ auf dem Parkplatz an der S-Bahn Solln Idee und Gestaltung: R-A Wendebourg unter Mithilfe von Julia Essmann und Bernadette Kelemen

Den ganzen Abend und die Nacht über haben Menschen an der Spirale gestanden, inne gehalten, und Lichter und Blumen abgelegt

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