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TIERSCHUTZVEREIN Dezember 2010
GELDERN UND UMGEBUNG e.V.
Aus dem Tierheimalltag
Schluss mit Langeweile
Abbys Ecke
Post von Sina
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„Nähe“ Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt. Wir machen den Weg frei. Sich ein Leben lang wohl fühlen können, wo man zu Hause ist – ein wertvolles Gut. Wir von der Volksbank an der Niers tragen auf vielfältige Weise dazu bei, dass die Lebensqualität in unserem Umfeld stimmt: durch unseren Einsatz für Ihre finanziellen Ziele, durch Verlässlichkeit in guten wie in schlechten Zeiten, durch unsere aktive Teilnahme am regionalen Leben. Weil auch wir hier einfach gern zu Hause sind!
Volksbank an der Niers
Liebe Mitglieder, liebe Tierfreunde, stellen Sie sich vor, jemand hat vor Ihrer Tür einen Hund angebunden. Vielleicht hockt der arme Kerl dort schon die ganze Nacht. Sie wissen es nicht. Gestern Abend war er jedenfalls noch nicht da. Der Hund hat Hunger und Durst. Vor allem hat er Angst und zittert deshalb am ganzen Leib. Ich frage Sie, was tun Sie in einer solchen Situation? Gehen Sie einfach weiter und hoffen, dass sich jemand anders um den fiependen Hund kümmert? Nein, das tun Sie natürlich nicht! Sie haben ein Herz und kümmern sich um das Tier. So wie Sie sich des Hundes vor Ihrer Tür annehmen, so kümmern wir uns im Tierheim um Tiere, die bei uns abgegeben werden. In den letzten Monaten sind es immer mehr geworden. Meist Hunde und Katzen, aber auch Kleintiere und Vögel. Vielfach lautet der Abgabegrund: Es fehlt an Geld. Hinzukommt, dass wir immer weniger Spenden erhalten, auf die wir aber gerade jetzt dringend angewiesen sind. Das Schlimme ist: Es wird zugleich immer schwerer, die Tiere zu vermitteln. Sie bleiben immer länger im Heim. Unser Geld reicht kaum noch, um dringende Reparaturen durchzuführen und den Betrieb in gewohnter Weise aufrecht zu erhalten. Ganz zu schweigen von den steigenden Futter- und Tierarztkosten. Wir tun, was wir können. Unsere Mitarbeiterinnen und viele Helferinnen und Helfer setzen ihre ganze Kraft und Liebe dafür ein, dass die Fellkinder nicht unter der schwierigen Situation im Tierheim leiden müssen.
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Liebe Tierfreunde, ich bitte Sie von Herzen: Helfen Sie uns mit Ihrer Spende! Wo sonst sollen die Tiere hin, wenn nicht in unsere Obhut und von da in ein neues Zuhause? Wir schaffen es aber bald nicht mehr. Bitte helfen Sie uns. Ich danke Ihnen sehr.
Ihre
Der Tierschutzkalender 2011 ist da Erstmalig bieten wir einen praktischen Wandkalender im Format DIN A4 an, der bei keinem Tierfreund fehlen sollte. Jeden Monat präsentieren wir das Foto eines ehemaligen Schützlings. Der Kalender kostet 8,95€. Der Verkaufserlös kommt dem Tierschutzverein Geldern zugute. Erhältlich ist der Kalender im Tierheim Geldern, Liebigstraße 51 und bei HEKTORMEDIA, Karmeliterstraße 5, Geldern. Sie können ihn auch per E-Mail unter
[email protected] bestellen. Gerne senden wir den Kalender zu (zuzügl. 2,20€ Versandkosten).
TIERSCHUTZVEREIN GELDERN UND UMGEBUNG E.V. Vorstand
Inhalt 4
Grußwort
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Aus dem Tierheimalltag
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Vermittlung und Gratulationen
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Auch Katzen können im Alter Probleme bekommen
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Schluss mit Langeweile
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Abbys Ecke
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Post von Sina
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Danke
1.Vorsitzende Ute Pooten 2.Vorsitzender Jürgen Bey Kassenwart Werner Ungerechts Geschäftsführer Christian Franz Beisitzer Tierheimleitung Eva Kristina Breuer Stellv. Tierheimleitung und Redaktion Mitgliederzeitung Britta Franz
Tierheim und Büro Liebigstrasse 51 47608 Geldern TEL 0 28 31-58 52 FAX 0 28 31-97 66 96 www.tierheimgeldern.de
[email protected]
Bankverbindung Volksbank Gelderland BLZ 320 613 84 KTO 102 013 018 Spenden Tierheim 102 013 026 Sparkasse Krefeld BLZ 320 500 00 KTO 323 121 046
Auflage Ausgabe Dezember: 1000 Stück Druck: HEKTORMEDIA, Geldern Fotos: HEKTORMEDIA und Mitglieder Tierschutzverein
Aus dem Tierheimalltag Seit September diesen Jahres hatten wir einen neuen ehrenamtlichen Helfer. Er hieß Bo und war ein stattlicher Herdenschutzhund. Seit er ein Welpe war lebte er in einem Gelderner Möbelhaus und sorgte dort gerade nachts für Ordnung im Außenbereich. Leider wurde das Möbelhaus geschlossen und die regelmäßige Versorgung von Bo war nicht mehr sichergestellt. Wir einigten uns mit dem Besitzer darauf, Bo zu uns zu nehmen und ihn mit einer sinnvollen, seiner Natur entsprechenden Aufgabe zu betrauen. Tagsüber ruhte sich Bo jetzt von seiner Arbeit aus und genoss die ihm zu teil werdenden Kuschel- und Streicheleinheiten der Helfer und Besucher. Nachts und außerhalb der Öffnungszeiten sorgte Bo auf unserem Gelände für Ordnung. Das machte er sogar so gut, dass wir vor einiger Zeit um 1:30 Uhr ins Tierheim fahren mußten um einen Hund anzunehmen, da uns die einliefernde Behörde mitteilte, sie könne den Fundhund nicht in der dafür vorgesehenen Box unterbringen, weil auf dem Gelände ein „haushoher Hund“ herumläuft und aufpasst. Leider war Bo´s Zeit bei uns viel zu kurz bemessen. Ende Oktober hörte er auf zu fressen und einige Tage später weigerte er sich sogar zu trinken. Seine Augen sprachen sehr deutlich zu uns: “Genießt die letzte Zeit mit mir, so wie ich es mit euch tue. Lange werden wir nicht mehr zusammen sein“. Am Abend des dritten November haben wir Bo bei seinem Weg über die Regenbo-
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genbrücke begleitet. Wir wünschen ihm in der neuen Welt alles Gute. Nach einer aufregenden Fangaktion, an der das Ordnungsamt, die Polizei und die Jagdaufsicht beteiligt waren, wurde ein Rehkitz bei uns eingeliefert. Das arme, mutterlose Tier irrte bereits tagelang im Bereich der Gelderner Innenstadt herum. Da eine artgerechte Unterbringung und Versorgung im Tierheim nicht möglich ist, setzten wir uns mit der Aufzuchtstation des Tierparks Weeze in Verbindung. Dort erklärte man sich bereit das Kitz aufzuziehen und es später auch wieder auszuwildern. Ein zweites Mal musste das Kitz eingefangen werden, was sich selbst in unserer eingezäunten Freilauffläche als schwierig erwies, um dann in den Tierpark gebracht zu werden. Fast jedes Wochenende ist Inge Schreurs auf den Trödelmärkten im Gelderland unterwegs. Bei Wind und Wetter ist sie aktiv um mit ihrem verkäuferischen Talent so viel wie möglich Ware an den Mann und die Frau zu bringen. Und gleichzeitig macht sie dort auch Werbung für die Arbeit unseres Vereins. Regelmäßig dürfen wir Inge Schreurs bei uns im Tierheim begrüßen und können uns bei jedem Besuch über eine große Spende für unsere Schützlinge freuen. An dieser Stelle danken wir Inge für ihren unermüdlichen Einsatz und wünschen ihr auch weiterhin viel Erfolg und immer schönes Wetter.
Vertragspartner am Niederrhein
Verkauf * Vermietung * Zubehör Fachwerkstatt
Liebigstr. 33 * Gewerbepark Weseler Str. * 47608 Geldern * Tel. 02831/7799 * Fax. 2021 www.freizeit-store-diepers.de * e-Mail:
[email protected]
Vermittlungen 2010
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Vermittlungsstatistik 2010 (Jan. bis Okt.) 160 137 140
130
120 100 80 60 40 27 20 0 Kleintiere
Hunde
Katzen
* Daten Stand Oktober 2010 beinhalten auch Rückgaben an die Halter
wir gratulieren zur Neumitgliedschaft: Petra Ahrens, Geldern Sabrina Bechtold, Moers Brigitte Blenkers, Kleve Kristina Breuer, Kempen Arndt Breuer, Kempen Dr. Norbert Diepers, Geldern Rainer Freund, Kevelaer N. Heinzelmann, Issum Ute Janssen, Geldern Gaby Korpok, Kerken Katja Kunze, Geldern Thomas Lauterbach, Geldern Petra Martin, Geldern Karin Martin, Geldern Ingo Morbach, Duisburg Marc Rose, Straelen Friedhelm Rötscher, Weeze Werner Schulz, Kerken Gabriele Schwarz-Lamche, Geldern Helmut u. Marita Theisejans, Kerken Sophia Tiebeke, Sonsbeck
Angelika Verhoeven, Geldern Waltraud Weise, Straelen Herbert Wewetzer, Geldern Linda Wilde, Geldern zur langjährigen Mitgliedschaft: 15 Jahre: Andrea Hrach, Straelen Franz Meyers, Straelen Ruth Molsberger-Paul, Geldern Marlene Pesch, Wachtendonk 20 Jahre: Hermann Deckers, Geldern Heinz-Josef Freitag, Geldern Ursula Klecha, Geldern Artur Sevenich, Kerken 25 Jahre: Hermann Fleuren, Geldern Wilma Fleuren, Geldern Dr. Wolfgang Helling, Geldern
Auch Katzen können im Alter Probleme bekommen Die meisten Katzen werden als Senioren ruhiger, schlafen mehr und sind weniger unternehmungslustig. Viele Besitzer sagen, dass ihre Katze verschmuster und anhänglicher geworden ist. Diese Halter haben häufig das Gefühl, dass die Beziehung inniger geworden ist. Doch leider sind nicht alle Verhaltensänderungen im Alter positiv. Denn auch Verhaltensprobleme wie Aggressionen, Ängste, Desorientierung, Nicht-Erkennen von Familienmitgliedern, Störungen des SchlafWach-Rhythmus, Unreinheit und ständiges Miauen können im Alter auftreten. Diese Verhaltensänderungen können den Menschen auf eine harte Probe stellen. Daher ist es umso wichtiger, die Probleme anzugehen. Zunächst einmal sollte man wissen, dass nicht jede Verhaltensänderung allein auf eine Senilität der Katze zurückzuführen ist. Tatsächlich gibt es verschiedene Krankheiten, die Auswirkungen auf das Verhalten haben. Der Verlust der Stubenreinheit bei älteren Katzen beispielsweise kann von Gelenkschmerzen beim Toilettengang herrühren. Bei plötzlichen Verhaltensänderungen oder Bewegungsstörungen kann z. B. auch eine Art Schlaganfall die Ursache sein. Viele Erkrankungen können völlig ausheilen oder zumindest deutlich gebessert werden, wenn die Katze rasch und professionell behandelt wird. Daher sollte man jede Katze, die ein verändertes Verhalten zeigt, von einem Tierarzt gründlich untersuchen lassen. Findet der Tierarzt keine Erkrankung, liegt der Verdacht nahe, dass eine altersbedingte Erkrankung des Gehirns zu den Verhaltensproblemen führt. Die Ursachen dieser Erkrankung sind noch nicht bekannt. Die Wissenschaftler erörtern noch, ob Durchblutungsstörungen oder Nervenzellalterung oder die Bildung abnormer Eiweiße im Gehirn die Krankheit auslösen. Die Symptome treten allmählich auf. Die Tiere fallen durch veränderte Gewohnheiten auf. Sie sind z. B. zur Schlafenszeit putzmunter und rufen
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klagend nach ihrem Besitzer. Betroffene Katzen können auch Probleme haben, sich in bekannten Räumen zurechtzufinden. Sie vergessen z.B., wo ihre Toilette ist. Manche Tiere, erkennen ihre Menschen zeitweise nicht und reagieren ängstlich oder sogar aggressiv auf jede Annäherung. Die Erkrankung ist leider nicht heilbar. Allerdings kann man versuchen, mit einer speziellen Diät den Verlauf ein wenig abzubremsen. Bei Nahrungsergänzungsmitteln, die helfen sollen, muss man aber darauf achten, dass sie auch für die Katze zugelassen sind. Nahrungsergänzungsmittel, die für Hunde bestimmt sind, dürfen bei der Katze nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt eingesetzt werden. Denn einige Präparate für den Hund enthalten die für Katzen giftige Stoffe. Bei bestimmten Symptomen der Krankheit wie Angstzuständen, Depressionen oder Gedächtnisstörungen können eventuell spezielle Medikamente helfen. Besondere Duftstoffe, sogenannte Pheromone, vermitteln vielen Katzen ein Gefühl der Geborgenheit und unterstützen so die angstlösende Therapie. Auch durchblutungsfördernde Medikamente können von Fall zu Fall positive Wirkungen entfalten. Am besten bespricht man mit dem Tierarzt, welche Maßnahmen bei der eigenen Katze sinnvoll sind. Neben den medizinischen Maßnahmen sollte man auch das Umfeld der nachlassenden Gehirnleistung des Tieres anpassen und z. B. Gefahrenstellen wie den Küchenherd oder erhöhte Liegeflächen absichern. Dabei muss man behutsam vorgehen, denn jede Veränderung in ihrer Umgebung kann die Katze zusätzlich verunsichern und ängstigen. Bei einer desorientierten Katze hilft es oft, wenn man ihren Bewegungsradius z. B. auf ihr Lieblingszimmer einschränkt und dort alles, was das Tier braucht, anbietet. Die Überschaubarkeit des begrenzten Reviers vermittelt vielen Tieren Sicherheit. Mit viel Geduld und Humor, wenn der Seniorkatze mal wieder ein Malheur passiert ist, sowie etwas Glück kann man auch mit einer senilen Samtpfote noch eine schöne und harmonische Zeit verleben.
Schluss mit Langeweile Die kalte und regenreiche Jahreszeit verleitet häufig auch unsere sonst so streiffreudigen Stubentiger dazu die warme Wohnung dem ungastlichen Außenbereich vorzuziehen. Damit für sie dann keine Langeweile aufkommt, muss man nicht viel Geld in Fachgeschäften für Spielzeug ausgeben. Mit Material, dass sich in fast jedem Haushalt finden lässt und teilweise sogar für den Müll bestimmt ist, kann man Katzen herrlich beschäftigen. Das tolle dabei ist, die Katzen dabei noch mit Leckerlies verwöhnen zu können und sie nicht nur körperlich, sondern auch noch geistig zu fordern. Und nicht nur die Katzen sind beschäftigt. Die ganze Familie kann bei gemeinsamen Bastelstunden zusammen kommen und den Tieren etwas Gutes tun. Der Kreativität sind dabei keine
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Grenzen gesetzt. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass das verwendete Material ungiftig ist und das Spielzeug keine Verletzungsgefahr darstellt. Im Folgenden haben wir zwei Beispiele samt Materialauflistung für Sie zusammengestellt. Diese können als Anregung dienen. Basteln Sie einfach mal gemeinsam mit der ganzen Familie drauflos und senden Sie uns bis 31. Januar 2011 ein Foto Ihrer Kreation. Alle Fotos werden im Tierheim ausgestellt und die drei ausgefallensten Fummelbretter prämieren wir mit einem Preis. Selbst wenn Sie keinen Stubentiger haben, können Sie teilnehmen. Über das fertige Produkt freuen sich nämlich auch unsere Schützlinge im Tierheim.
Dieses Material benötigen Sie für unsere Vorschläge: Schrauben doppelseitiges Klebeband Heißkleber Pappebogen als Unterlage Toilettenpapierrollen Plastikschale Plastikbecher eine aufgeschnittene Plastikflasche Holz Korken Und so geht’s: -
Zuerst einmal gilt es zu überlegen, wie das Fummelbrett zum Schluss aussehen soll.
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Danach werden die Materialien besorgt.
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Nun geht es ans Bohren, Aufschneiden und Befestigen.
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Alle Schnittkanten sollten mit Feile oder Schleifpapier geglättet werden, damit sich die Katze nicht verletzen kann. Ebenso sollten die verwendeten Schrauben tief genug versenkt werden. Bitte unbedingt darauf achten, dass die Spitzen der Schrauben nirgendwo herausstechen.
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Noch ein wichtiger Tipp: Bauen Sie das Fummelbrett bitte unbedingt so, dass sich Ihre Katze nirgendwo verfangen kann oder so stecken bleibt, dass sie nicht ohne fremde Hilfe wieder herauskommt.
Wir wünschen der ganzen Familie viel Spaß und freuen uns schon auf Ihre Ideen.
Abbys Ecke
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Hallo Menschen, was habe ich doch für eine stressige Zeit hinter mir. Das war so viel, dass ich Euch davon unbedingt mal berichten muss.
Auch ich musste wieder kräftig mithelfen. Nicht nur, dass die Kleinen bei mir kuschelten, sie wollten auch beleckt werden – eigentlich ganz lecker so ein Babykatzenpo. Da kam dann meine Zunge so oft zum Einsatz, dass ich danach immer ordentlich trinken musste.
Ich arbeite ja nun schon im dritten Jahr für den Tierschutzverein und in diesem Frühjahr begann eigentlich alles wie immer, nur ein paar Wochen später.
Und wenn die Kleinen dann größer wurden, rannten die rücksichtslos herum und Respekt vor mir kannten die gar nicht. Wie soll man denn dann so einen Sack Flöhe hüten. Habe ich ja immer wieder versucht, doch die waren überall, nur nicht da, wo ich sie hinhaben wollte.
Meine Menschen sind ja, wie Ihr wisst, Pflegestelle für Katzenbabys. Und auch dieses Jahr kamen wieder welche zu uns. Es fing ganz langsam an und die wunderten sich schon darüber. Und kaum hatten die das gedacht, ging´s auch schon los. Erst eins, dann zwei, dann drei und dann kam ich mit dem Zählen nicht mehr nach. Ruckzuck waren urplötzlich alle Quarantäneboxen voll und dann kamen auch noch Mamas, die ihre Babys bei uns bekamen. Und weil auch wieder Babys dabei waren, die mit der Flasche aufgezogen werden mussten, hatten meine Leute alle Hände voll zu tun.
Und immer wenn welche ins Tierheim zur Vermittlung kamen, konnte ich davon ausgehen, dass meine Menschen bestimmt wieder Nachschub mitbrachten. So ein Jahr wie dieses habe ich noch nicht erlebt. Und es laufen noch immer jede Menge Kleine bei uns rum. Wird echt Zeit, dass die Weihnachtsfeiertage kommen und danach vielleicht mal ne Katzenpause eintritt. Bei all der vielen Arbeit mit denen haben sich meine Menschen und ich das Relaxen redlich verdient. Eure
Abby
Post von Sina Liebes Tierheimteam, schon lange will ich Euch von meiner Zeit bei meinen neuen Menschen berichten. Mittlerweile bin ich schon drei Jahre in Münster und es gefällt mir sehr gut. Ich schaue auch immer noch „Tiere suchen ein Zuhause“, dass war eine tolle Geschichte damals. Ich habe viele neue Freunde gefunden. Eigentlich mag ich fast jeden, manche mag ich aber noch lieber. Z. B. meinen besten Freund und Nachbarn Gero, einen kleinen Münsterländer. Den mag ich am allerliebsten, vor allem seinen Napf, falls ich mal durchschlüpfen kann. Denn Gero´s Frauchen mag ich auch sehr gerne. Obwohl meine Menschen schrecklich aufpassen, dass ich nichts mehr anderes als dieses langweilige, spaßbefreite nach gar nichts riechende Futter fresse. Ich darf auch keine Leute mehr auf den Wegen anbetteln, vor allem nicht die, die immer was in der Tasche haben. Ich bin nämlich seit einigen Wochen krank. Nachts hatte ich immer Bauchschmerzen und Durchfälle, oftmals mehrmals. Ich habe mich am nächsten Tag von der Nacht erholt und fast durchgeschlafen, meine Menschen liefen allerdings manchmal wie Zombies rum. Meine Tierärztin ist eine ganz Liebe und hat seltene Parasiten vermutet. Als die Therapie beendet war, ging das ganze von vorne los. Nach einer Blutuntersuchung wussten wir nun endlich was los war. Ich habe eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung, verbunden mit großen Schmerzen. Jetzt bekomme ich noch mehr Liebe als vorher. Das finde ich toll. Ich bekomme nun nach einer Antibiotikatherapie Aufbauspritzen, mehr kann man leider nicht machen. Die Spritzen sind doof, ich mag dann noch nicht einmal ein Leckerchen. Und das passiert mir nicht oft. Meine Menschen passen aber gut auf mich auf, und so habe ich auch auf kleinen Spaziergängen noch viel Spaß, nur alles seeeeehr langsam. Aber ich fange mal vorne an. Ich habe mich eigentlich schnell an mein neues Zuhause gewöhnt. Meine Menschen sagen, dass ich mich noch nach einem Jahr positiv verändert habe. Ich habe sie auch doll studiert, um auch schnell von ihnen zu lernen. Meine Zähne wurden immer schlimmer. Mir ging’s gar nicht gut. Frauchen sagte immer, das ich eine tote Ratte in der Lefze festhalte. Beim Tierarzt wurden mir alle Frontzähne im Unterkiefer gezogen, danach ging es mir wirklich besser. Und ich bekomme nun auch wieder meine Lefzen übereinander und
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trockne dort nicht mehr aus. Ja, und dann habe ich jede Menge Spaß in den Backen. Wir haben es nur 5 Minuten weit ins Naturschutzgebiet. Dort kann ich mich nach Herzenslust einsauen. Dort gibt es auch einen kleinen Bach, an manchen Stellen ist er schön schlammig im Uferbereich, und dann…Herrchen kann es oftmals leider verhindern. Gelegentlich finde ich auch Aas, mhm..prima. Mein schönes neues Geschirr habe ich mit einem seit längerem toten Fisch im besagten Uferbereich unbrauchbar gemacht. Mich auch fast ;-)…der Gestank ging tagelang nicht aus dem Fell raus. Auf den Feldwegen gibt es tolle Schlaglöcher, oder besser gesagt, Schlammlöcher. Zum Wälzen genügt das kleinste Loch. Häufig versuche ich auch nur es leer zu trinken. Auf dem Rückweg nach Hause halte ich an jeder zweiten Tür, und wenn ich Glück habe, sehen mich die netten Leute da auch, die haben nämlich viele Leckerchen hinter der Tür.
Im Sommer werde ich immer geschoren. Meine Menschen finden die blöden Zecken leichter, Stöckchen und anderes Zeug bleibt nicht mehr hängen, ich schwitze nicht so leicht, mein Fell ist schneller trocken, und ich sehe einfach klasse aus. Finden die anderen auch. Ich bin auch die letzten zwei Jahre gerne am Rad mitgelaufen. Die Feierabendtouren haben großen Spaß gemacht. Ich bin immer ganz traurig wenn meine Leute ihren Helm aufsetzen, da ich es körperlich nicht mehr schaffe. Ich glaube aber, die schleichen sich jetzt immer heimlich davon, damit ich nichts mitkriege. Ich bin auch schon mal weggelaufen, da denke ich gar nicht gerne dran. Das ist im gleichen Jahr noch passiert als ich nach Münster kam. Es gab im Anfang auf den Spazier-
Post von Sina Fortsetzung gängen einfach so viel zu entdecken, und da habe ich die Zeit verbummelt. Die Rufe meines Herrchens habe ich nicht mehr gehört. Acht Stunden war ich weg, und alle haben mitgesucht, sagt Herrchen. Das Schlimmste aber war das Gewitter in den späten Abendstunden. Ich habe mein Zuhause nicht mehr gefunden, und es wurde immer dunkler und bedrohlicher. So geblitzt und geknallt hat es lange nicht mehr danach. Ich bin fast gestorben vor Angst… meine Menschen auch…Irgendwie habe ich es aber doch geschafft. Frauchen hat mir das Gartentörchen aufgelassen und frisches Wasser und Futter auf die Terrasse gestellt. Jede Stunde sind die Beiden aufgestanden und haben geschaut, ob ich da bin. Um drei Uhr morgens habe ich dann zitternd, nass und dreckig unter der Bank gelegen. Ich hatte es geschafft. Sie haben mich einfach so dreckig in Tücher eingewickelt und schlafen lassen. Leider wurde ich dann aber am nächsten Tag gewaschen. Die nächsten Wochen bin ich meinen Leuten draußen nicht mehr von der Seite gewichen, nicht dass die plötzlich wieder weg wären. Wir haben vom Spaziergang auch mal einen anderen Hund mitgenommen. Der lief mir einfach hinterher, und weit und breit war kein Besitzer zu sehen. Herrchen hat dann die Polizei und das Tierheim informiert, und ich habe mich zwischenzeitlich ganz lieb um den Setter gekümmert. Ich habe ihm alles gebracht woran mein Herz hängt, aber der Doof wollte damit nicht spielen. Der war zwar ganz nett, mir aber zu hektisch, und ich war froh als sein Frauchen ihn dann wieder abgeholt hat. Endlich wieder allein…;-)
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WDR Fernsehen. Immer wenn ich unruhig werde, schaltet Herrchen wieder um. Sehr praktisch. Manchmal gucke ich auch mit, wenn Tiere mitspielen. Meine Menschen fahren am liebsten an die See. Mir gefällt es auch. An der Nordsee habe ich versucht das Meer leer zu trinken. Frauchen war nicht amüsiert, weil ich die ganze Nacht raus musste. War im Hotel nicht so lustig. Aber Autofahren mag ich bis heute nicht. Ich kann locker 2 Stunden hecheln, deswegen muss ich das nicht so oft. So…da bin ich wieder. Ich hatte die letzten Wochen nicht so viel Zeit zum Schreiben. Außerdem musste ich regelmäßig zum Tierarzt wegen der Spritzen. War ein guter Stoff, mir geht es viiiiiiel besser. Ich wühle wieder im Dreck, jage den Mäusen hinterher und trickse wieder mein Herrchen aus, wenn er den Heimweg einschlägt. Ich merke nämlich auch, wenn er wenig Zeit hat und nur eben mit mir gehen möchte…pah, nicht mit Sina. Ach ja, das Leben ist wieder schön. Am Samstag war ich mit meinen Menschen bis 2 Uhr früh feiern. Herrlich! Ganz viele streichelnde Hände, ein Teich, wo ich aber blöderweise nicht rein durfte, und eine Küchenschublade die toll nach Leckerchen roch. Ja, daran merke ich, dass ich nicht mehr die jüngste bin. Ich brauchte den ganzen Sonntag um wieder auf die Beine zu kommen. Na ja, vielleicht war es auch das heiße Wetter ;-) Gerade tobt ein dolles Gewitter. Ich graule mich immer ganz schrecklich wenn es donnert. Ich bin bei Herrchen ins Bett gesprungen, da kann mir nämlich nichts passieren. Aber psst...nichts sagen, dann merkt er es vielleicht nicht. Bald habe ich auch Geburtstag, dann werde ich 11 Jahre alt. Da gibt´s wieder was besonders leckeres für mich. Ein Hundeleben kann auch echt schön sein. Danke, dass es Euch gibt. Danke, dass Ihr immer für uns da seid. Ich füge euch noch ein paar Bilder von mir bei, damit Ihr seht, wie gut es mir geht. Vielleicht kommen wir mal in den Ferien bei Euch vorbei, um mich drücken zu lassen. Ich weiß nur nicht ob das klappt, und ob das überhaupt geht bei Euch? Liebe Grüße Eure Sina
Beim Fernsehen bin ich wählerisch. Schieß- und andere Actionfilme mag ich gar nicht. Da kann man ja nicht bei schlafen. Am liebsten höre ich
Ach so, was meine Menschen zu meiner Geschichte sagen, könnt ihr übrigens in der nächsten Zeitung lesen.
Durch Eure Hilfe haben wir und viele unserer Freunde ein neues Zuhause gefunden.
Dafür ein gaaanz großes DANKE, ein schönes Weihnachtsfest und ein glückliches und gesundes Jahr 2011.
TIERSCHUTZ VEREIN GELDERN UND UMGEBUNG e.V. Telefon 02831-5852 Fax 02831-976696
Tierschutzverein Geldern und Umgebung e.V. Liebigstraße 51
www.tierheimgeldern.de
[email protected] Mitglied des Deutschen Tierschutzbundes und des Tierschutzverbandes NRW. Zuwendungen sind steuerlich abzugsfähig. Vom Finanzamt Geldern als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.
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Sparkasse Krefeld Kontonummer 323 121 046 Volksbank An der Niers Kontonummer 102 013 018
BLZ 320 500 00 BLZ 320 613 84
Beitrittserklärung Hiermit beantrage ich meine Aufnahme als Mitglied in den Tierschutzverein Geldern und Umgebung e.V. Na me: _________________________________
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Mitgliedsbeitrag Der Mitgliedsbeitrag beträgt zur Zeit 20,00 Euro/Kalenderjahr. Kinder und Jugendliche 10,00 Euro. Wird die Mitgliedschaft nach dem 30.06. erworben, ist der halbe Jahresbeitrag zu entrichten. _____________________________________________________________________________________ Datum Unterschrift Diesen Antrag können Sie innerhalb von 10 Tagen schriftlich widerrufen.
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