April 2010 Ausgabe 121 11. Jahrgang
Nie wieder Schnee fegen oder die Wärme aus dem Inneren der Erde! Lesen Sie unbedingt, wie und warum wir uns am Erika- und Fliederweg demnächst über karibische Bedingungen freuen können.
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Auf ein Wort ……………………………………………………………………..……… Endlich Ruhe ……..…………………………………………………………………….. „Wundexperte ICW“ Was ist das? ……………………………………………. Frühling, wo bleibt Dein blaues Band? ……………………………………….. Hasenfuß und Eiertanz ……………………………………………………………… Vernissage „Ansichtssache(n)“ …………………………………………………… Nie wieder Schnee räumen ………………………………………………………… Infos und Termine für Ehrenamtliche ………………………………………… Was ist los im April? ……….………………………………………………..…….... Das Biografiegespräch und seine Bedeutung für die Praxis …………… Alle reden über das Wetter… ……………………………………………………… Bekleidungsbeihilfe - Bin ich anspruchsberechtigt? ……………………… Bewohnerbeiratswahl 2010 im Seniorenzentrum ………………………… Gemeinnützige Seniorendienste „Stadt Hilden“ GmbH sind gefragt. Was gibt es Neues in Sachen Naturschutz rund um Haus? ……………. Nachruf …………………………………………………………………………………… Wir gratulieren im April ………….…..…….………………………………..……. Preisrätsel ……………….……..……..………..………..….……………….………...
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Impressum Der Südkurier ist die Zeitschrift der Gemeinnützigen Seniorendienste „Stadt Hilden“ GmbH, Erikaweg 9, 40723 Hilden, Telefon 02103/8902-0 / Fax: 02103/8902-15. Er erscheint monatlich in einer Auflage von 1500 Stück; zu besonderen Anlässen kann sie auf 1800 erhöht werden. Er ist politisch unabhängig und dient zur Information der Bewohner, Angehörigen, Besucher, Nachbarn, Freunde und Förderer der Einrichtung am Erikaweg. Redaktion: Barbara Clouet, Bernd Düster, Claudia Meves, Angelika Neumann, Reinhold Posthum, Holger Reinders, Angelika Wegener Textbeiträge: Monika Ahrens, Ursula Güldenberg, Eckard Häfker, Beate Klever, Wolf-Werner Klimatis, Claudia Meves, Kendra Mühlen, Angelika Neumann, Reinhold Posthum, Holger Reinders, Erik Rüttgers, Heike Strinnholm, Hans-Joachim Uthke Titelbild: Corell Müller Druck und Layout: Bernd Düster, Carsten Funck Anzeigenleitung: Bernd Düster, Tel. 02103/8902-27 E-Mail:
[email protected] ViSdPG: Holger Reinders Wir können leider keine Haftung für unverlangt eingeschickte Fotos und Manuskripte übernehmen!
Sie finden uns auch im Internet: www.seniorenzentrum-stadt-hilden.de 2
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Auf
ein
Wort
Liebe Leserinnen und Leser!
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or ein paar Tagen kamen auf Einladung der Kreisverwaltung Mettmann fast alle Leiterinnen und Leiter der Alten -und Pflegeheime sowie der Behinderteneinrichtungen im Kreis Mettmann zusammen. Anlass war ein Referat von zwei hochrangigen Ministerialbeamten des Sozialministeriums aus Düsseldorf zum sogenannten Wohn- und Teilhabegesetz (WTG). Nach der Föderalismusreform sind die Länder zuständig für die Überwachung der Heime und haben eben das WTG im letzten Jahr verabschiedet. Nun liegt ein darauf basierender neuer Rahmenprüfkatalog vor, d.h. ein Leitfaden mit vielen Fragen zur Qualität der Pflege, des Wohnens, der Verpflegung, der Betreuung etc. Dies ist nun die Grundlage für die einmal jährlich stattfindende unangemeldete Kontrolle der Mitarbeiter/innen der Heimaufsichtsbehörde.
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Im Vergleich zur oft beschriebenen Qualitätsprüfung des MDK erscheint dieser Fragenkatalog sinnvoller gestaltet zu sein, da er Qualitäten oder auch Defizite beschreibt und nicht mit einer Schulnote abbildet. Trotzdem wurde auch in dieser Sitzung Kritik laut. Im Wesentlichen gibt es zwei sehr problematische Punkte: Die Anforderung an die Heime sind im Laufe der Jahre immer mehr gestiegen, die Personalausstattung bleibt seit Jahrzehnten unverändert bzw. ist 1996 mit der Einführung des Pflegeversicherungsgesetzes verschlechtert worden. Darüber hinaus bereiten die vielen unkoordinierten Kontrollen der unterschiedlichsten Behörden Bauchschmerzen, da sie viel Zeit und Energie kosten. Wir werden im Einzelnen kontrolliert von:
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MDK, Heimaufsicht, Feuerwehr und Bauaufsicht, Amt für Arbeitsschutz, von der Unfallkasse, der Berufsgenossenschaft, dem Gesundheitsamt, dem Veterinäramt, dem TÜV, dem Finanzamt und nicht zuletzt von der Sozialversicherungsbehörde. Alle diese Institutionen kommen manchmal vollkommen unabgesprochen in engen Abständen ins Haus und bleiben zum Teil mehrere Tage zur Prüfung. Darüber hinaus lassen wir uns in unserer Rechtsform als GmbH und 100-prozentige Tochter der Stadt Hilden einmal im Jahr von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfungsinstitut überprüfen.
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Kontrolle ist sinnvoll, keine Frage, aber man muss natürlich auch die Personalressourcen zur Verfügung haben, um all diese Prüfer bedienen zu können. Übrigens, bei all diesen Prüfungen der vergangenen Jahre ist nie etwas Gravierendes gefunden worden und das ist auch gut so. Ebenfalls gut ist, dass jetzt wieder die Sonne scheint, die Blumen wachsen und wir mit den schönsten Frühlingsgefühlen in den April gehen können.
Ihr Holger Reinders Geschäftsführer
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Endlich Ruhe
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nter dieser Überschrift möchte ich den nachfolgenden Artikel stellen. Der vergangene Monat war zeitweise der lauteste, den unser Seniorenzentrum wohl bisher erlebt hat. Das lag daran, dass wir ein seit 20 Jahren bestehendes Geräuschproblem endlich beseitigt haben lassen. Wie die meisten von Ihnen, die unser Haus kennen, wissen, ist unser gesamtes Foyer gefliest. Wir haben nun in einer sehr aufwendigen Aktion die Hauptlaufwege im Foyer mit einem neuen, geräuscharmen Bodenbelag versehen. Der Grund hierfür war die bis zu Fertigstellung des neuen Bodenbelags
enorme Geräuschbelästigung, wenn z.B. unsere Küchenwagen voll mit Porzellan, die Essenswagen oder andere Transportwagen durch die Halle in die verschiedenen Wohnbereiche gefahren wurden. Dadurch, dass die Bodenfliesen im Bereich der Hauptlaufwege seinerzeit nicht fugenlos verlegt worden sind, kam es durch das Gerappel von Fuge zu Fuge zu einer solch hohen Geräuschbelästigung, dass man sich nicht mehr unterhalten konnte, geschweige unsere Bewohner und Gäste in Ruhe ihre Mahlzeiten genießen konnten. Beim Bau des Hauses vor 20 Jahren wurde wohl eher an die Optik anstatt
v.li.n.re.: Stefan Spelter von der Firma KBT-MEIS KG und Erik Rüttgers legen gemeinsam die Lauffläche für den neuen Bodenbelag der Halle fest. April 2010 | Südkurier |
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an die Funktionalität gedacht. Lange und wirklich lange haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir dieses ändern können. Wir hatten es mit langen Teppichen probiert, diese entwickelten sich aber mehr zur Stolperfalle für Bewohner und Mitarbeiter. Weiche Rollen unter den verschiedenen Transportwagen brachten auch nicht den gewünschten Erfolg, diese waren zwar etwas leiser, dafür lösten sie sich nach geraumer Zeit von alleine auf, da der Kunststoff sich nicht mit unseren Reinigern vertrug. Nachdem wir unseren Architekten Herrn Scheer zu Rate gezogen hatten, sind wir letztendlich auf die Firma KBT – MEIS KG aus Solingen gekommen. Diese hat sich darauf spezialisiert, alte Fliesen- und Keramikböden zu sanieren, in der Regel wird der alte Fliesenbelag entfernt und durch einen Epo-
xidharzboden ersetzt. Dieser ist Barriere frei und vollkommen geräuscharm. Was sich hier so einfach anhört, war dann doch sehr aufwendig, sehr laut und bis zur Fertigstellung sehr zeitintensiv. Bevor der neue Epoxidharzboden aufgetragen werden konnte, mussten die vorhandenen Fliesen erstmal runter gefräst werden. Dies war so laut, dass es kaum auszuhalten war. Mehre Tage frästen die Mitarbeiter Herbert Neumann und Stefan Spelter der Firma KBT in der Halle den Boden ab. Dies war nötig, um den Untergrund für den neuen Boden vorzubereiten und damit der neue Boden am Ende nicht höher als der vorhandene Fliesenboden ist. Zusammen mit ihrem Vorarbeiter Jürgen Autzen und Klaus Dieter Hopf, musste der gefräste Boden zu-
Wir bieten attraktive Zivistellen! Welcher junge Mann sucht für 2010/2011 noch einen Zivildienstplatz? 1. In der modernen Altenpflege 2. In der interessanten Haustechnik und dem dazugehörigen Fahrdienst 3. In der professionellen Großküche 4. In der vielseitigen Bewohnerbetreuung Wer geht gerne mit Menschen um? Wer möchte Kontakt mit Senioren? Wer liebt das direkte Gespräch mit alten Menschen? Suchst du eine spannende Herausforderung, an der du dich für dein Leben weiterentwickeln kannst? Interesse? Infos bei Frau Haufe 6
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erst grundiert, dann mit Spachtelmasse ausgeglichen werden. Im nächsten Schritt wurde der neue Epoxidharzboden mit Flächenspachtel aufgetragen. Zwischen den einzelnen Arbeitsschritten lagen immer ein bis zwei Tage Pause, um die Trocknungszeiten einzuhalten. Im letzten Schritt wurde der neue Boden dann noch versiegelt. Dies alles musste in mehreren Bauabschnitten passieren, damit wir weiterhin den Bewohnerspeisesaal und Teile des Foyers nutzen konnten. Wie schon so oft, nahmen unsere Bewohner die Unannehmlichkeiten, den Dreck, aber vor allen Dingen den enormen Lärm mit einer Gelassenheit hin, die man wohl nur im Alter haben kann.
Dennoch möchten wir uns auf diesem Wege bei allen für das Verständnis und die Geduld recht herzlich bedanken. Ich denke aber, dass sich das Endergebnis mit dem neuen und nahezu geräuschlosen Boden wirklich sehen lassen kann. Denn in Zukunft können alle in Ruhe zu Mittag essen und Veranstaltungen im Foyer durchgeführt werden, ohne dass es wieder klappert oder die Bewohner in ihrem Mittagsschlaf gestört werden. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen schöne und ruhige, sowie erholsame Ostertage. Erik Rüttgers
v.li.n.re.: Erik Rüttgers vom SZ, Stefan Spelter und Vorarbeiter Jürgen Autzen der Firma KBT-MAIS KG beim Aufbringen des neuen Bodenbelags vor dem großen Aufzug im Foyer des Seniorenzentrums. April 2010 | Südkurier |
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„Wundexperte ICW“ Was ist das?
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ach Schätzungen von Fachexperten leiden in der Bundesrepublik Deutschland ca. drei bis vier Millionen Menschen an chronischen Wunden. Chronische Wunden sind Hautwunden , bei denen trotz sachgerechter Behandlung die Heilungsphase länger als zwei Monate dauert . Zu den häufigsten chronischen Wunden zählt dabei das Druckgeschwür (Dekubitus): Ein Dekubitalgeschwür ist ein Bereich einer lokalen Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes. Das Dekubitalgeschwür wird auch Druckgeschwür, Wundliegegeschwür oder jeweils Ulkus … genannt. Gleichbedeutend ist auch die Bezeichnung Dekubitus. Das Beingeschwür (Ulcus cruris):
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Der medizinische Begriff Ulcus cruris (lat. Ulcus „Geschwür“ und crus „Schenkel, Unterschenkel“) bezeichnet ein seit jeher bekanntes Krankheitsbild[1]: ein Geschwür am Unterschenkel; eine offene, meistens nässende Wunde, welche über lange Zeit nicht abheilt. Umgangssprachlich wird es auch als „offenes Bein“ bezeichnet. Betroffen sind meistens ältere Menschen, denen verschiedene Grunderkrankungen zu schaffen machen. Diabetische Fußwunden (Diabetisches Fußsyndrom): Das Diabetische Fußsyndrom (DFS), umgangssprachlich auch "diabetischer Fuß" genannt, ist ein in Zusammenhang mit Diabetes mellitus stehendes Syndrom, das am häufigsten beim Patienten mit Diabetes Typ 2 auftritt.
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Für die professionelle Versorgung der unterschiedlichen Wunden benötigen die Pflegenden spezielles Fachwissen in Wunddiagnostik, -therapie und prävention. Aus diesem Grund haben Frau Helene Berg und ich das Basisseminar zum Wundexperten ICW im Dezember
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2009 besucht und mit Erfolg absolviert. Jetzt tragen auch wir mit unserem Wissen dazu bei, unsere Bewohner auch in dieser Hinsicht bestmöglich zu versorgen. Heike Strinnholm
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Frühling, wo bleibt Dein blaues Band?
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eit dem 18. Dezember haben wir nun Winter. Gut, wir haben uns in den letzten Jahren mal weiße Weihnachten gewünscht, es war aber keine Rede vom weißen März. Frühling, komm nun endlich in die Gänge, bitte! Am ersten Märzsamstag waren wir zum ersten Mal in diesem Jahr im Sinnesgarten und haben ein paar Sachen gepflanzt, die unbedingt in die Erde mussten. Wie man sehen konnte, haben wir den so genannten „Acker“ kurz vor dem Winter in ein Halbschatten-Blumenbeet verwandelt, weil dort nichts so richtig wachsen wollte. Wir haben kurz vor dem Winter 14 Sack Kompost untergearbeitet und Gräser und unempfindliche Buschrosen gepflanzt. Außerdem steht jetzt in der Ecke ein rosa Hibiskus. Diesen Samstag haben wir noch in die dunkelste Ecke ein paar Farne gepflanzt und eine Bauernhortensie in die Mitte des Beetes gesetzt. Durch das Beet führt ein kleiner Weg aus Rindenmulch, der noch etwas aufgefüllt werden muss. Die beiden zusammenfallenden Stroh10
ballen haben wir auseinander gezogen, damit sie schneller verrotten können. Das wird dann ein kleiner Hügel werden, der, wenn es so weit ist, mit Zierkürbissen und richtigen Kürbissen be- pflanzt wird. Die werden dann sicher auf dem Fliederweg in der Küche verarbeitet werden. Im Dezember habe ich am Hochbeet die Rundung, wo der alte Kirschbaum stand, gerade gemauert und mit Erde gefüllt. An der Stelle haben wir einen Duftjasmin gepflanzt, der hoffentlich im Mai schön duftet. Sonst müssen wir halt noch ein Jahr warten bis er duftet, weil er sich möglicherweise vom Umpflanzen erholen muss. Nach gut einer Stunde Arbeit hatten wir kalte Finger und kalte Nasen und haben beschlossen, die weiteren Arbeiten zu vertagen. Die nächsten beiden SinnesgartenTreffs fallen auf Feiertage (Ostern und 1. Mai). Deshalb verschieben wir die Treffen um jeweils einen Samstag auf den 27. März und den 8. Mai. Bis dahin wird es sich der Frühling wohl überlegt haben. Ihre Sinnesgärtner Eckard Häfker, Ehrenamt | Südkurier | April 2010
Hasenfuß und Eiertanz „Lütt Matten, de Has, de mokt sich een Spaß und danzt ganz alleen op de achtersten Been.“ So liest sich in norddeutscher Mundart eine Zeile aus einem Hasengedicht. Immerhin kommen beim Tanz z w e i Hinterbeine zum Einsatz. In der folgenden Redensart kennen wir aber nur den e i n e n, nämlich den „Hasenfuß“, als Bezeichnung für einen, der sich aus Furcht auf und davon macht. Wieviele Beine braucht es dann aber für den „Eiertanz“? Hier sind wohl zwei menschliche Beine gemeint, die eine schwierige Situation zu meistern haben, in der es sehr vorsichtig zu taktieren gilt. Auch, wenn sich jemand umständlich und gewunden ausdrückt, unterstellen wir ihm, einen wahren Eiertanz aufzuführen. Eigentlich, wie auf Eiern gehen, also eine Sache mehr als vorsichtig angehen, aus Angst etwas zu verpatzen. Gerade in der aktuellen politischen Situation scheint der Eiertanz einen vorderen Rang bei den Modetänzen einzunehmen.
nichts.“ Die überlieferte Methode mit dem Salz, das man auf den Hasenschwanz streuen muss, um ihn sicher zu fangen, glaubt ohnehin keiner.
Hase und Angst, Angsthase, das gehört in unserer Vorstellung vom hoppelnden Feldtier zusammen. Flucht und Davonlaufen sind nicht nur für Hasen überlebenswichtig. Gilt doch auch für uns „Rette sich, wer kann.“ Genau das meint auch die Redensart das „Hasenpanier ergreifen“. Das Panier des Hasen ist hier sein Schwänzchen, das er bei der Flucht in die Höhe reckt. Aber, wie er es auch anstellt, auch, wenn er Haken schlagen kann, um seine Verfolger abzuhängen, die Jäger „wissen, wie der Hase läuft.“ Da soll dann keiner von ihnen sagen: „Mein Name ist Hase, ich weiß von
Fehlt uns jetzt nur noch die Verbindung vom Hasen zu den Eiern. Ich
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Ein „Hasenherz“ unterstellen wir einem ängstlichen, zaghaften Liebhaber. Das kann natürlich einem „alten Hasen“ nicht passieren, der mit seiner Lebenserfahrung weiß, wie man dem Jäger immer wieder entwischen kann. Und wer von uns erinnert sich nicht gern an ein „Hasenbrot“, ein Butterbrot, das unberührt von einer Reise oder von der Arbeit wieder mit nach Hause gebracht wurde, wo man es den Kindern mit den Worten gab, man habe es einem Hasen abgenommen, dem man zuvor Salz auf den Schwanz gestreut habe, wodurch er nicht mehr fliehen konnte. Und in schlechten Zeiten, so geht eine Mär, landete so mancher Dachhase (sprich: Katze) im Bratentopf. So geschehen in dem Volksstück „Der Etappenhase“, aufgeführt und im Fernsehen übertragen vom Millowitsch-Theater in Köln.
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will jetzt nicht länger „herumeiern“, sondern gleich zur Sache kommen: „Warum kommt der Osterhase?“ Um 3000 vor Chr. feierten schon die Ägypter ein Fest, bei dem Eier und Hasen als Symbole für Fruchtbarkeit und Erneuerung des Lebens galten. D i e s e s Brauchtum übernahmen später die Christen für ihr Osterfest. Und, weil die Eier als Fastenspeise verboten waren, war der Appetit an Ostern umso größer.
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Erst seit dem 17. Jh. ist der Hase als Eierlieferant bekannt. Wohl, weil er sich auf Futtersuche im Frühjahr bis in die Hausgärten traute, dichtete man ihm an, dass er dabei auch die Eier versteckte. Ich wünsche Ihnen viele mutige Hasen, die sich zum Eierverstecken in Ihre Nähe trauen. Und das mit dem Salz auf dem Schwanz sollten Sie der Fairness halber lieber lassen. Im Übrigen wäre es durchaus angemessen, an den Festtagen „wie aus dem Ei gepellt“ zu erscheinen. In diesem Sinne: „Viele bunte Eier und frohe Ostertage!“ Ursula Güldenberg
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Vernissage „Ansichtssache(n)“
Eine stimmungsvolle Vernissage genossen Bewohner und Gäste an einem Frühlings-Sonntag Mitte März. Vielen Dank dem Orchester „Pustekuchen“, das mit beschwingenden Melodien allen Besuchern beste Laune schenkte. Angelika Neumann Fotos: Anne Otto April 2010 | Südkurier |
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Nie wieder Schnee räumen
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rinnern Sie sich noch an die Schneefälle im Winter? Bis in den März hinein hatten wir erhebliche Schneefälle und immer musste dieser Schnee frühzeitig, manchmal mehrmals am Tag, geräumt werden. Darüber hinaus mussten die betroffenen Gehwege und Flächen gestreut und damit rutschhemmend gemacht werden. Diese Aufgaben haben die Mitarbeiter der Technik unseres Hauses ganz massiv gefordert. Dabei ging es nicht nur um die körperliche Anstrengung, sondern es gingen auch viele Arbeitsstunden verloren, die eigentlich für etwas anderes
notwendig gewesen wären. Darüber hinaus musste auch das Geld für das viele Salz bzw. das Granulat gerechnet werden. Aber in diesem Jahr werden wir das Problem lösen: Im Zuge der Baumaßnahmen des Betreuten Wohnens und der Tagespflegeeinrichtung haben wir mit unserem Architekten Herrn Scheer eine innovative Lösung gesucht und gefunden. Wir werden auf der gesamten freien Fläche, also auf den Wegen und sonstigen begehbaren Flächen, Rasenheizungen verlegen. Diese verblüffende Idee hörte sich zunächst einmal aufwendig an. Bei näherer Prüfung konn-
v.li.n.re.: Geschäftsführer Holger Reinders und der Leiter der Haustechnik Erik Rüttgers lassen sich von unserem Architekten Reinhold Scheer die Pläne für die neue Rasenheizung erläutern. 14
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ten wir aber feststellen, dass dies gar nicht der Fall ist. Die Rasenheizungen werden, so ähnlich wie Rollrasen, von der Rolle verlegt, d.h. sie werden als 5 x 10m-messende Heizungsnetze geliefert und müssten dann nur miteinander verbunden werden und an einer Stelle mit einer entsprechenden Leitung mit der Heizzentrale des Seniorenzentrums gekoppelt werden.
geführt, d.h., der Erdkern wird angebohrt. Da dieser bekanntlich aus einer unglaublich heißen, flüssigen Masse besteht, kann also die Wärme durch die Bohrleitungen nach oben strömen. Abgesehen von den Investitionskosten für diese Wärmepumpe, die freundlicherweise von den Stadtwerken Hilden getragen werden, ist diese Wärme gänzlich kostenlos!
Neben den angenehmen Auswirkungen, nämlich eben nie wieder Schnee fegen zu müssen, gab es weitere Aspekte zu berücksichtigen. Dies betrifft die Erwärmung des Bodens und aus dem Boden heraus der unmittelbaren Umgebung, also der Luft, bis zu einer Höhe von drei Metern.
Nach den erfolgreichen Planungen und Kalkulationen wird es bald losgehen. Diese Idee hat sich soweit schon durchgesetzt, dass die ausführende Firma demnächst auch an kleinen Anlagen für den privaten Garten ab ca. 200 m² arbeiten wird.
Nun mag es für die Bewohner, Mieter und Mitarbeiter des Seniorenzentrums sehr angenehm sein, zukünftig auch bei kalten Temperaturen im TShirt und einer kurzen Hose herumlaufen zu können. Dieser Effekt reicht uns allerdings nicht aus. Wir wollen die neue Wärmetechnik dafür nutzen, Wohlfühl-Oasen auf unserem Grundstück zu schaffen. Auf dem Titelfoto sehen Sie, wie das zukünftig aussehen wird. Palmen, warmes Wasser aus dem Quellstein und rund herum ein Gefühl wie beim Urlaub in der Karibik. Jetzt höre ich allerdings schon die Kritiker sagen: „Das muss doch alles sehr teuer sein und insbesondere die Energiekosten sind doch gar nicht zu bezahlen!“ Eigentlich hätten diese Kritiker recht, in unserem Fall aber eben nicht. Wie Sie wissen, werden für das Betreute Wohnen zurzeit Bohrungsarbeiten für eine Wärmepumpe durchApril 2010 | Südkurier |
Übrigens, der Architekt Herr Scheer, hat diese Methode patentieren lassen, das heißt Nachahmung zwecklos. Bitte lesen Sie auch den Kurzkommentar unseres Experten WolfWerner Klimatis: Die Wärme der Zukunft kommt aus der Erde. Niemand wird in den nächsten Jahren noch über Kohle oder Atomkraftwerke, Solaranlagen oder Windräder sprechen. Die alternative Energie befindet sich bereits unter uns. Das Seniorenzentrum „Stadt Hilden“ hat in einer bemerkenswerten Initiative gemeinsam mit einem fantasievollen Architekten etwas geschaffen, was zukünftig die Maßstäbe für eine klimafreundliche und trotzdem attraktive Umwelt setzen wird. Was hier ab April 2010 seinen Lauf nimmt, wird Experten aus aller Welt zur Besichtigung anlocken und Hilden unter den Fachleuten neuen Rang und Namen verschaffen. Wolf-Werner Klimatis 15
INFOS UND TERMINE FÜR EHRENAMTLICHE Konzerte und andere Veranstaltungen am Nachmittag: Mittwoch, 14. April, ab 14.00 Uhr Mode- Verkauf im Foyer Donnerstag, 15. April, ab 15.15 Uhr Konzert im Foyer mit dem Mu`Ha 90 Donnerstag, 22. April, ab 15.15 Uhr Tanz-Tee im Foyer mit der Oldie Band Solingen
Wochenend– Veranstaltungen Ostermontag, 5. April, ab 15.30 Uhr Konzert im Foyer mit Elena Tepper, Klavier Sonntag, 18. April, ab 15.30 Uhr Erzählnachmittag mit Erika Tietenberg „April, April“
Ehrenamt-Sprechtage Mittwoch, 14. April, 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr Mittwoch, 28. April, 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr Wer Fragen hat, Probleme, Tipps oder Anregungen, ist heute herzlich eingeladen, in aller Ruhe bei einer Tasse Kaffee mit mir ein Gespräch zu führen. Oder sind Sie am Ehrenamt in unserem Hause interessiert, dann kommen Sie vorbei! Bitte, melden Sie sich vorher bei mir an: Angelika Neumann, Ehrenamt-Koordinatorin, Tel. 890231
Liebe Ehrenamtliche, und schon ist das erste Quartal vorbei und eine neue Jahreszeit hat begonnen. Zu jedem Ende gehört ein neuer Anfang und nichts bleibt wie es ist. Die Natur wandelt sich, unsere Stimmung auch. Dieser Wandel bereitet manchem vielleicht Unbehagen, wie Frühjahrsmüdigkeit und Unlust. Ein Störenfried, dessen Auswirkung sich oft auf das Wohlgefühl auswirken kann. 16
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Was können wir dagegen tun? Was auf jeden Fall sehr wirkungsvoll ist, ist Sauerstoff. Frische Luft bewirkt Wunder. Sie stärkt die Abwehrkraft, arbeitet gegen die Müdigkeit und wirkt sich noch zusätzlich positiv auf das Wohlbefinden aus. Nun können Sie als Ehrenamtler zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Wenn Sie zusammen mit einem unserer Bewohner an die frische Luft gehen, sind Sie nicht alleine, können sich nett unterhalten, zudem noch eine gute Tat und gemeinsam etwas für das Wohlbefinden tun. Ist das nichts? Und jetzt warten wir nach unserem Angebot auf Ihr Gegenangebot. Seien Sie spontan und kommen Sie bei schönem Wetter vorbei, die Bewohner werden es Ihnen danken. Und Ihre Gesundheit auch. Wandeln Sie durch Ihren ehrenamtlichen Einsatz die jahreszeitlich bedingte Frühjahrsmüdigkeit in Aktivität um und nehmen Sie sich die Chance, Dinge zum Positiven zu verändern!
„Wandlung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling.“ Diese Worte sind von dem Maler Vincent Willem van Gogh, *30.3.1853 bei Breda in NL, † durch Suizid am 29. 7.1890 in Frankreich.
Genießen Sie den Frühling aktiv und lassen Sie es sich dabei gut gehen, Ihre Ehrenamt-Koordinatorin Angelika Neumann
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Was ist los im April? Donnerstag, 01.04.10 08.00 Uhr Frühstücksgruppe im Fliederweg OG mit A. Tillmanns, Ehrenamt 10.00 Uhr Bunter Vormittag im Fliederweg OG mit A. Tillmanns, Ehrenamt 10.30 Uhr Singen im Foyer mit C. Kewitz, G. Gersbeck, I. Methner, R. Beck, S. Zimmermann und L. Schmittmann (Klavier), Ehrenamt 10.30 Uhr Kurzaktivierung in Kleingruppen auf Ebene 2 mit R. Biermann 14.00 Uhr Einzelbetreuung und Besuche im Fliederweg OG mit H. Tilgert, Ehrenamt Freitag, 02.04.10 KARFREITAG 11.00Uhr Eier färben im Fliederweg OG mit R. Biermann 15.30 Uhr Eier färben auf Ebene 1 mit R. Biermann Samstag, 03.04.10 10.15 Uhr Einzelbetreuung und Besuche auf Ebene 2 & 3 mit R. Biermann 14.00 Uhr Gesellschaftsspiele im Fliederweg OG mit R. Biermann 15.30 Uhr Kurzaktivierung im Fliederweg EG mit R. Biermann Sonntag, 04.04.10 OSTERSONNTAG 8.00 Uhr Frühstücksgruppe im Fliederweg OG mit R. Biermann 10.30 Uhr Einzelbetreuungen und Besuche auf den Ebenen mit R. Biermann
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Montag, 05.04.10 OSTERMONTAG 11.00 Uhr Gesellige Runde auf Ebene 1 mit R. Biermann 16.00 Uhr OSTER-KONZERT IM FOYER MIT ELENA TEPPER, KLAVIER Dienstag, 06.04.10 09.30 Uhr Gedächtnistraining im Gym-Raum mit E. van Ekeris und I. Spitz, Ehrenamt 09.30 Uhr Einzelbetreuung auf Ebene 3 mit U. Kranenberg, Ehrenamt 10.30 Uhr Seniorengymnastik im Gym-Raum mit E. van Ekeris, B. Carpentier, I. Spitz, Ehrenamt 10.30 Uhr Bunter Vormittag auf Ebene 2 mit R. Biermann 10.30 Uhr Einzelbetreuung : Wohlfühl-Massage auf den Ebenen 1,2,3 mit R. Tannewitz, M. Freyer und H. Dreßen, Ehrenamt 14.00 Uhr Näh– und Klöngruppe im Foyer mit C. Landeck, W. Schrader, R. Stock und H. Maas, Ehrenamt 14.00 Uhr Einzelbetreuung und Besuche im Fliederweg OG mit H. Tilgert, Ehrenamt 15:00 Uhr Themennachmittag im Fliederweg EG mit R. Biermann 16.00 Uhr Kennenlerncafe`für neue Bewohner im Gym-Raum mit Bewohnervertretung und Mitarbeitern 19.00 Uhr BINGO-Runde am Abend im Foyer mit H. Krey und C. Dommel, Ehrenamt Mittwoch, 07.04.10 09.15 Uhr Individuelle Betreuung auf der Ebene 2 10.30 Uhr Gymnastik im Fliederweg OG mit C. Meves 11.00 Uhr Evangelischer Gottesdienst im Gym-Raum 13.00 Uhr WÜNSCH DIR WAS! Wünsche und Anregungen an den Küchenchef Dietmar Schultheiß 14.00 Uhr Töpfern im Gym-Raum mit G. Marhofen und C. Sondermann, Ehrenamt 15:00 Uhr Themennachmittag auf Ebene 1 mit R. Biermann April 2010 | Südkurier |
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15.45 Uhr 16.15 Uhr
19.30 Uhr
Geschichten, Gedichte, kleine Rätsel im Fliederweg OG mit M. Nick, Ehrenamt Training verhindert Stürze! Heute Gruppe 1, Gym-Raum mit A. Neumann und P. Hoffmann, E. Kracht, K. Mittler, Ehrenamt Abendcafé im Fliederweg OG mit Monika und Gabriele Gersbeck, Ehrenamt
Donnerstag, 08.04.10 08.00 Uhr Frühstücksgruppe im Fliederweg OG mit A. Tillmanns, Ehrenamt 10.00 Uhr Bunter Vormittag im Fliederweg OG mit A. Tillmanns, Ehrenamt 10.30 Uhr Kurzaktivierung in Kleingruppen auf Ebene 2 mit R. Biermann 10.30 Uhr Singen im Foyer mit C. Kewitz, G. Gersbeck, I. Methner, R. Beck, S. Zimmermann und L. Schmittmann (Klavier), Ehrenamt 14.00 Uhr Einzelbetreuung und Besuche im Fliederweg OG mit H. Tilgert, Ehrenamt Freitag, 09.04.10 10.30 Uhr Rhythmische Sitzgymnastik im Foyer mit C. Kewitz, I. Harer, P. Hoffmann, A. Ogroske, U. Stopka, Ehrenamt 11.00 Uhr HÖRSTUDIO im Gym-Raum 16.15 Uhr Training verhindert Stürze! Heute Gruppe 2, Gym-Raum P. Hoffmann, L. Scheib, W. Langenbach, H. Häfker und A.-C. Hopp, Ehrenamt Samstag , 10.04.10 10.00 Uhr Sinnesgarten-Gärtner-Treff im Sinnesgarten Sonntag, 11.04.10 10.30 Uhr Gesellige Sonntags-Runde am Morgen im Foyer mit C. Kewitz, E. Maurer und U.Wester, Ehrenamt Montag, 12.04.10 09.00 Uhr Einzelbetreuung auf Ebene 2 mit J. Schooren, Ehrenamt 20
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09.15 Uhr 10.30 Uhr 14.30 Uhr 15.45 Uhr 15.00 Uhr 15.30 Uhr 19.30 Uhr
Stadtfahrt für die Bewohner mit ehrenamtlicher Begleitung Singen am Morgen mit G. Eierdanz (Gitarre), I. Harer, W. Langenbach, L. Scheib, A. Ogroske, Ehrenamt Skat auf Ebene 2 mit D. Döllermann und K. Breuer, Ehrenamt Gedächtnistraining im Gym-Raum mit E. Müllenberg, U. Langenbeck und K. Franck, Ehrenamt Kaffeekränzchen im Fliederweg OG mit B. Skalec und H. Tilgert & C. Tigges, Ehrenamt Besuch der Theresienschülerinnen im Fliederweg EG Abendcafé im Fliederweg OG mit Monika und Gabriele Gersbeck, Ehrenamt
Dienstag, 13.04.10 08.00 Uhr Frühstücksgruppe im Fliederweg OG mit A. Tillmanns, Ehrenamt 09.30 Uhr Gedächtnistraining im Gym-Raum mit E. van Ekeris und I. Spitz, Ehrenamt 09.30 Uhr Einzelbetreuung auf Ebene 3 mit U. Kranenberg, Ehrenamt 10.00 Uhr Bunter Vormittag im Fliederweg OG mit A. Tillmanns, Ehrenamt 10.30 Uhr Seniorengymnastik im Gym-Raum mit E. van Ekeris, B. Carpentier, I. Spitz, Ehrenamt 10.30 Uhr Bunter Vormittag auf Ebene 2 mit R. Biermann 10.30 Uhr Einzelbetreuung : Wohlfühl-Massage auf den Ebenen 1,2,3 mit R. Tannewitz, M. Freyer und H. Dreßen, Ehrenamt 14.00 Uhr Näh– und Klöngruppe im Foyer mit C. Landeck, W. Schrader, R. Stock und H. Maas, Ehrenamt 14:00 Uhr Backen im Fliederweg EG mit R. Biermann 14.00 Uhr Einzelbetreuung und Besuche im Fliederweg OG mit H. Tilgert, Ehrenamt 16.00 Uhr Kochgruppe im Fliederweg OG mit B. Skalec 19.00 Uhr BINGO-Runde am Abend im Foyer mit H. Krey und C. Dommel, Ehrenamt April 2010 | Südkurier |
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Mittwoch, 14.04.10 09.15 Uhr Individuelle Betreuung auf der Ebene 2 10.15 Uhr Bunter Vormittag auf Ebene 1 mit B. Skalec 10.30 Uhr Gymnastik im Fliederweg OG mit C. Meves 11.00 Uhr Katholischer Gottesdienst im Gym-Raum 14.00 Uhr Töpfern im Gym-Raum mit G. Marhofen und C. Sondermann, Ehrenamt 14.30 Uhr MODE-VERKAUF IM FOYER 14.30 Uhr Ehrenamt-Sprechtag mit der Ehrenamt-Koordinatorin Angelika Neumann 15:00 Uhr Themennachmittag auf Ebene 1 mit R. Biermann 15.45 Uhr Geschichten, Gedichte, kleine Rätsel im Fliederweg OG mit M. Nick, Ehrenamt 16.15 Uhr Training verhindert Stürze! Heute Gruppe 1, Gym-Raum mit A. Neumann und P. Hoffmann, E. Kracht, K. Mittler, Ehrenamt 19.30 Uhr Abendcafé im Fliederweg OG mit Monika und Gabriele Gersbeck, Ehrenamt Donnerstag, 15.04.10 08.00 Uhr Frühstücksgruppe im Fliederweg EG mit B. Skalec 08.00 Uhr Frühstücksgruppe im Fliederweg OG mit A. Tillmanns, Ehrenamt 10.00 Uhr Bunter Vormittag im Fliederweg OG mit A. Tillmanns, Ehrenamt 10.30 Uhr Kurzaktivierung in Kleingruppen auf Ebene 2 mit R. Biermann 10.30 Uhr Singen im Foyer mit C. Kewitz, G. Gersbeck, I. Methner, R. Beck, S. Zimmermann und L. Schmittmann (Klavier), Ehrenamt 14.00 Uhr Einzelbetreuung und Besuche im Fliederweg OG mit H. Tilgert, Ehrenamt 15.45 Uhr KONZERT IM FOYER MIT DEM MUHA‘ 90 „Frühling, Frühling wird es nun bald!“ 22
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Freitag, 16.04.10 10.30 Uhr Rhythmische Sitzgymnastik im Foyer mit C. Kewitz, I. Harer, P. Hoffmann, A. Ogroske, U. Stopka, Ehrenamt 11.00 Uhr Hauswirtschaftstraining im Fliederweg OG mit R. Biermann 15.30 Uhr Bunter Nachmittag auf Ebene 1 mit R. Biermann 16.15 Uhr Training verhindert Stürze! Heute Gruppe 2, Gym-Raum mit B. Skalec, P. Hoffmann, L. Scheib, W. Langenbach, H. Häfker und A.-C. Hopp, Ehrenamt Samstag, 17.04.10 10.15 Uhr Einzelbetreuung und Besuche auf Ebene 3 mit R. Biermann 14.00 Uhr Backgruppe im Fliederweg OG mit R. Biermann Sonntag, 18.04.10 08.00 Uhr Frühstücksgruppe im Fliederweg OG mit R. Biermann 10.30 Uhr Gesellige Sonntags-Runde am Morgen im Foyer mit C. Kewitz, E. Maurer und U.Wester, Ehrenamt 10.30 Uhr Gesellige Runde auf Ebene 2 mit R. Biermann 16.00 Uhr APRIL, APRIL– ERZÄHLNACHMITTAG MIT ERIKA TIETENBERG im Sinnesgarten Montag, 19.04.10 09.00 Uhr Einzelbetreuung auf Ebene 2 mit J. Schooren, Ehrenamt 09.15 Uhr Stadtfahrt für die Bewohner mit ehrenamtlicher Begleitung 10.30 Uhr Singen am Morgen mit G. Eierdanz (Gitarre), I. Harer, W. Langenbach, L. Scheib, A. Ogroske, Ehrenamt 11.00 Uhr Kurzaktivierung in Kleingruppen auf Ebene 1 mit R. Biermann 14.30 Uhr Skat auf Ebene 2 mit D. Döllermann und K. Breuer, Ehrenamt April 2010 | Südkurier |
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15.30 Uhr 15.30 Uhr 15.45 Uhr 16.15 Uhr 19.30 Uhr
Kurzaktivierung in Kleingruppen auf Ebene 2 mit R. Biermann Besuch der Theresienschülerinnen im Fliederweg EG Gedächtnistraining im Gym-Raum mit E. Müllenberg, U. Langenbeck und K. Franck, Ehrenamt Bunter Nachmittag im Fliederweg OG mit B. Skalec Abendcafé im Fliederweg OG mit Monika und Gabriele Gersbeck, Ehrenamt
Dienstag, 20.04.10 08.00 Uhr Frühstücksgruppe im Fliederweg OG mit A. Tillmanns, Ehrenamt 09.30 Uhr Gedächtnistraining im Gym-Raum mit E. van Ekeris und I. Spitz, Ehrenamt 09.30 Uhr Einzelbetreuung auf Ebene 3 mit U. Kranenberg, Ehrenamt 10.00 Uhr Bunter Vormittag im Fliederweg OG mit A. Tillmanns, Ehrenamt 10.30 Uhr Seniorengymnastik im Gym-Raum mit E. van Ekeris, B. Carpentier, I. Spitz, Ehrenamt 10.30 Uhr Bunter Vormittag auf Ebene 2 mit R. Biermann 10.30 Uhr Einzelbetreuung : Wohlfühl-Massage auf den Ebenen 1,2,3 mit R. Tannewitz, M. Freyer und H. Dreßen, Ehrenamt 14.00 Uhr Näh– und Klöngruppe im Foyer mit C. Landeck, W. Schrader, R. Stock und H. Maas, Ehrenamt 14.00 Uhr GROßES WAFFELBACKEN IM FOYER mit R. Willkomm und K. Hochschon, Ehrenamt 14.00 Uhr Einzelbetreuung und Besuche im Fliederweg OG mit H. Tilgert, Ehrenamt 15:00 Uhr Themennachmittag im Fliederweg EG mit R. Biermann 16.00 Uhr Kochgruppe im Fliederweg OG mit B. Skalec 19.00 Uhr BINGO-Runde am Abend im Foyer mit H. Krey und C. Dommel, Ehrenamt 24
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Mittwoch, 21.04.10 09.15 Uhr Individuelle Betreuung auf der Ebene 2 mit B. Skalec 10.30 Uhr Gymnastik im Fliederweg OG mit C. Meves 11.00 Uhr Bibelstunde im Gym-Raum mit den Christen in Hilden mit H. Neu, H. Pagel, K. Geiger, Ehrenamt 14.00 Uhr Erich, der Handwerker kommt! mit Erich Daberkow, Ehrenamt 14.00 Uhr Töpfern im Gym-Raum mit G. Marhofen und C. Sondermann, Ehrenamt 15:00 Uhr Themennachmittag auf Ebene 1 mit R. Biermann 15.45 Uhr Geschichten, Gedichte, kleine Rätsel im Fliederweg OG mit M. Nick, Ehrenamt 16.15 Uhr Training verhindert Stürze! Heute Gruppe 1, Gym-Raum mit A. Neumann und P. Hoffmann, E. Kracht, K. Mittler, Ehrenamt 19.30 Uhr Abendcafé im Fliederweg OG mit Monika und Gabriele Gersbeck, Ehrenamt Donnerstag, 22.04.10 08.00 Uhr Frühstücksgruppe im Fliederweg OG mit A. Tillmanns, Ehrenamt
Engel-Spruch im April
„Auch wer nicht an Engel glaubt, kann für andere ein Engel sein!“ Diesen Satz sagte Frau Gudrun Zydeck (*1944). Sie ist deutsche Schriftstellerin, Lyrikerin und Aphoristikerin. April 2010 | Südkurier |
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10.00 Uhr 10.30 Uhr
14.00 Uhr 15.45 Uhr
Bunter Vormittag im Fliederweg OG mit A. Tillmanns, Ehrenamt Singen im Foyer mit C. Kewitz, G. Gersbeck, I. Methner, R. Beck, S. Zimmermann und L. Schmittmann (Klavier), Ehrenamt Einzelbetreuung und Besuche im Fliederweg OG mit H. Tilgert, Ehrenamt TANZ-TEE IM FOYER MIT DER OLDIE-BAND SOLINGEN
Freitag, 23.04.10 10.30 Uhr Rhythmische Sitzgymnastik im Foyer mit C. Kewitz, I. Harer, P. Hoffmann, A. Ogroske, U. Stopka, Ehrenamt 11.30 Uhr BEWOHNERVERSAMMLUNG IM FOYER Vorstellung der Kandidaten 16.15 Uhr Training verhindert Stürze! Heute Gruppe 2, Gym-Raum P. Hoffmann, L. Scheib, W. Langenbach, H. Häfker und A.-C. Hopp, Ehrenamt Samstag, 24.04.10 15.30 Uhr Singen und Rätseln im Fliederweg EG mit B. Skalec Sonntag, 25.04.10 10.15 Uhr Einzelbetreuung und Besuche auf Ebene 1 mit B. Skalec 10.30 Uhr Gesellige Sonntags-Runde am Morgen im Foyer mit C. Kewitz, E. Maurer und U.Wester, Ehrenamt Montag, 26.04.10 09.00 Uhr Einzelbetreuung auf Ebene 2 mit J. Schooren, Ehrenamt 09.15 Uhr Stadtfahrt für die Bewohner mit ehrenamtlicher Begleitung 10.30 Uhr Singen am Morgen mit G. Eierdanz (Gitarre), I. Harer, W. Langenbach, L. Scheib, A. Ogroske, Ehrenamt 11.00 Uhr Kurzaktivierung in Kleingruppen auf Ebene 1 mit R. Biermann 14:00 Uhr Backen auf Ebene 2 mit R. Biermann 26
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14.30 Uhr 15.30 Uhr 15.30 Uhr 15.45 Uhr 16.15 Uhr 19.30 Uhr
Skat auf Ebene 2 mit D. Döllermann und K. Breuer, Ehrenamt Kurzaktivierung in Kleingruppen auf Ebene 2 mit R. Biermann Besuch der Theresienschülerinnen im Fliederweg EG Gedächtnistraining im Gym-Raum mit E. Müllenberg, U. Langenbeck und K. Franck, Ehrenamt Bunter Nachmittag im Fliederweg OG mit B. Skalec Abendcafé im Fliederweg OG mit Monika und Gabriele Gersbeck, Ehrenamt
Dienstag, 27.04.10 08.00 Uhr Frühstücksgruppe im Fliederweg OG mit A. Tillmanns, Ehrenamt 09.30 Uhr Gedächtnistraining im Gym-Raum mit E. van Ekeris und I. Spitz, Ehrenamt 09.30 Uhr Einzelbetreuung auf Ebene 3 mit U. Kranenberg, Ehrenamt 10.00 Uhr Bunter Vormittag im Fliederweg OG mit A. Tillmanns, Ehrenamt 10.30 Uhr Seniorengymnastik im Gym-Raum mit E. van Ekeris, B. Carpentier, I. Spitz, Ehrenamt 10.30 Uhr Bunter Vormittag auf Ebene 2 mit R. Biermann 10.30 Uhr Einzelbetreuung : Wohlfühl-Massage auf den Ebenen 1,2,3 mit R. Tannewitz, M. Freyer und H. Dreßen, Ehrenamt 14.00 Uhr Näh– und Klöngruppe im Foyer mit C. Landeck, W. Schrader, R. Stock und H. Maas, Ehrenamt
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14.00 Uhr 15:00 Uhr 16.00 Uhr 19.00 Uhr
Einzelbetreuung und Besuche im Fliederweg OG mit H. Tilgert, Ehrenamt Themennachmittag im Fliederweg EG mit R. Biermann Kochgruppe im Fliederweg OG mit B. Skalec BINGO-Runde am Abend im Foyer mit H. Krey und C. Dommel, Ehrenamt
Mittwoch, 28.04.10 09.15 Uhr Individuelle Betreuung auf der Ebene 2 10.15 Uhr Bunter Vormittag auf Ebene 1 mit B. Skalec 10.30 Uhr Gymnastik im Fliederweg OG mit C. Meves 11 bis 15 Uhr HEIMBEIRATS-WAHL IM GYM-RAUM 14.30 Uhr Ehrenamt-Sprechtag mit der Ehrenamt-Koordinatorin Angelika Neumann 15:00 Uhr Themennachmittag auf Ebene 1 mit R. Biermann 15.45 Uhr Geschichten, Gedichte, kleine Rätsel im Fliederweg OG mit M. Nick, Ehrenamt 16.15 Uhr Training verhindert Stürze! Heute Gruppe 1, Gym-Raum mit A. Neumann und P. Hoffmann, E. Kracht, K. Mittler, Ehrenamt 19.30 Uhr Abendcafé im Fliederweg OG mit Monika und Gabriele Gersbeck, Ehrenamt Donnerstag, 29.04.10 08.00 Uhr Frühstücksgruppe im Fliederweg EG mit B. Skalec 08.00 Uhr Frühstücksgruppe im Fliederweg OG mit A. Tillmanns, Ehrenamt 10.00 Uhr Bunter Vormittag im Fliederweg OG mit A. Tillmanns, Ehrenamt 10.30 Uhr Kurzaktivierung in Kleingruppen auf Ebene 2 mit R. Biermann 28
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10.30 Uhr
14.00 Uhr
Singen im Foyer mit C. Kewitz, G. Gersbeck, I. Methner, R. Beck, S. Zimmermann und L. Schmittmann (Klavier), Ehrenamt Einzelbetreuung und Besuche im Fliederweg OG mit H. Tilgert, Ehrenamt
Freitag, 30.04.10 10.30 Uhr Rhythmische Sitzgymnastik im Foyer mit C. Kewitz, I. Harer, P. Hoffmann, A. Ogroske, U. Stopka, Ehrenamt 11.00Uhr Hauswirtschaftstraining im Fliederweg OG mit R. Biermann 15.30 Uhr Bunter Nachmittag auf Ebene 1 mit R. Biermann 16.15 Uhr Training verhindert Stürze! Heute Gruppe 2, Gym-Raum mit B. Skalec, P. Hoffmann, L. Scheib, W. Langenbach, H. Häfker und A.-C. Hopp, Ehrenamt
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Das Biografiegespräch und seine Bedeutung für die Praxis
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ine 84jährige Frau zieht in eine Pflegeeinrichtung. Sie hat eine Osteoporose, Bluthochdruck und hatte vor einigen Jahren einen Herzinfarkt. In den letzten Jahren ist sie zunehmend vergesslicher geworden, sodass jetzt auch noch eine Demenz diagnostiziert wurde. Vor einiger Zeit hat ihre Nichte, die sich weitgehend um sie kümmerte, eine Pflegestufe beantragt. Sie bekam gleich die Pflegestufe 2. Das sind die Dinge, die wir in der Regel vor Einzug eines Bewohners erfahren. Wir erfahren, wo sie gewohnt hat, dass ihre Nichte ihre engste Vertraute ist, die sich auch darum kümmerte, dass Frau XY in ein Pflegeheim zog, da sie nun zunehmend rund um die Uhr Hilfe benötigt. Vielleicht erfahren wir noch, dass Frau XY sehr gangunsicher, schon mehrfach zuhause gestürzt ist, wobei sie sich aber zum Glück nie etwas gebrochen hat. Auch
das Trinken fällt ihr schwer, dazu muss sie immer wieder motiviert werden. In diesem Zusammenhang sagt uns die Nichte auch noch, dass Frau XY am liebsten Saft mit Wasser vermischt trinkt. Wasser pur mag sie gar nicht. Wir wissen nicht: Wer ist diese Frau? Wie war ihr Lebenslauf? Welche Höhen und Tiefen haben ihr Leben geprägt? Was sind ihre Gewohnheiten? Wie war ihr bisheriger Tagesablauf? Steht sie gerne früh auf oder ist sie eher ein Morgenmuffel und schläft am liebsten lange? Welche Interessen und Hobbys hat sie? Womit hat sie sich am liebsten beschäftigt, als es ihr noch gut ging?
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Was hat ihr in Krisen geholfen durchzuhalten? Welche Einstellung zum Leben hat sie? Ist sie ein bejahender, positiv denkender Mensch oder sieht sie seit jeher alles eher negativ und hat viel geklagt? Ist sie ein geselliger Mensch? Ist sie am liebsten für sich? Hat der Glaube einen wichtigen Stellenwert in ihrem Leben? Hat sie sich durch die Pflegebedürftigkeit verändert? Aber auch Informationen über Alltägliches, wie Essgewohnheiten, Kleidung und gewohnte Körper- und Haarpflege sind wichtig zu erfahren. Im Falle von Frau XY sind wir bei der Erstellung der Biografie auf die Nichte angewiesen, da sie selbst aufgrund der Demenz im Rahmen eines Gesprächs nur begrenzt Auskunft geben kann. Aber warum eigentlich diese Informationsflut? Wozu dient das? Zum einen helfen die Kenntnisse des Lebenslaufs eines Menschen Bedürfnisse und Wünsche besser zu verstehen. Das In32
teresse am anderen und die Kenntnisse seiner Lebensgeschichte unterstützen eine respektvolle Haltung den inzwischen hilfebedürftigen Menschen gegenüber zu entwickeln und zu bewahren. Zum anderen helfen die biografischen Kenntnisse oftmals, bestimmte Verhaltensweisen, besonders auch bei an Demenz erkrankten Menschen, richtig einzuordnen. Diese, in manchen Situationen unpassenden Handlungen bekommen plötzlich einen Sinn und sind so verständlicher. Zudem ist es unsere Aufgabe, für die hilfebedürftigen Bewohner eine an der Biografie orientierte Pflege und Betreuung zu planen und durchzuführen. Aber auch im Pflegeheim geht das Leben weiter. Die Biografie von Frau XY ist nicht abgeschlossen. Vielleicht lernt sie ganz neue Arten der Beschäftigung kennen. Vielleicht lernt sie hier einen Menschen kennen, zu dem sie einen besonderen Zugang hat. Möglich ist aber auch, dass sich die Vorlieben und Abneigungen ändern. Dies alles gilt es zu dokumentieren und die Pflege und Betreuung darauf abzustimmen. Nun ist aber nicht jeder damit einverstanden, soviel über sich oder die Verwandten mitzuteilen oder die sehr persönlichen Daten allen Mitarbeitern im Haus zur Verfügung zu stellen. Dies wird selbstverständlich respektiert. Biografiegespräche begleiten meine Arbeit seit rund zehn Jahren. Es ist immer wieder spannend und interes| Südkurier | April 2010
sant, einen Menschen näher kennen zu lernen. Vieles ist mit Blick auf die Zeitgeschichte ähnlich, aber jeder hat etwas Besonderes, was ihn ganz individuell auszeichnet und nur mit dem biografischen Wissen ist eine individuelle, ganzheitliche Pflege und Betreuung möglich. Claudia Meves
Aus dem interreligiösen Kalender für April 2010 1.
April GRÜNDONNERSTAG (christlich) Tag der Einsetzung der Eucharistie, im Gedächtnis an das „Letzte Abendmahl“, das Jesus mit seinen Jüngern feierte.
2.
April KARFREITAG (christlich) Gedächtnis des Kreuzestodes Jesu. Ein Tag der Trauer und des mitleidenden Fastens.
3.
April OSTERSONNTAG (christlich) Erinnerung an die Auferstehung Christi und damit der höchste Feiertag der Christenheit. Das Bekenntnis, dass Jesus Christus lebt, steht im Mittelpunkt des christlichen Glaubens. In Deutschland wird der Ostermontag als zweiter Feiertag begangen..
4.
11. April JOM HA SHOA (jüdisch) Gedenktag zur Erinnerung an die Ermordung der europäischen Juden während der NS-Zeit. Ursula Güldenberg
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Alle reden über das Wetter… …wir auch! Kaum kämpften sich Anfang März die ersten Krokusse und Schneeglöckchen durch den vereisten Boden, hatte sich der Schnee wieder ausgebreitet und die Pflänzchen zugedeckt. Erneut wurde über Chaos auf den Straßen berichtet, Lastwagen standen quer und auf zahlreichen Flughäfen und Bahnhöfen kam es zu Behinderungen. „Der Frühjahrsputz kann warten.“, hieß es im Fernsehen und alle fragten sich: Wie lange noch?! Von wegen Erderwärmung….. statt Frühlingserwachen jeden Morgen eisiges Erwachen und das im März! Genau so unvorhersehbar wie das Wetter waren die Erdbeben, die in den letzten drei Monaten passierten. Im Januar in Haiti, im Februar in Chile und im März in der Türkei. Angeblich soll kein Zusammenhang zwischen diesen drei Katastrophen bestehen. „… und wenn, dann gibt es Zusammenhänge, die wir noch nicht verstehen.“, meint
der Seismologe Professor Scherbaum von der Uni Bochum. „Man kann nicht sagen, dass die nächsten 50 Jahre nun Ruhe im Karton ist!“, fügt er hinzu. „Vom „ring of fire“ im Pazifikraum können durch Horizontalverschiebungen immer wieder aufs Neue und unvorhersehbar in den Grenzbereichen der Erdplatten Beben entstehen.“ Beim letzten Beben wurden in dem Gebiet, in dem die nordanatolische und die ostanatolische Störungszone verläuft, etwa 50 Nachbeben registriert. Die Türkei liegt in einer erdbebengefährdeten Region und wird regelmäßig von Erdstößen erschüttert, weil dort die Kontinentalplatten Afrikas und Eurasiens kollidieren. Wollen wir hoffen, dass der April ruhig bleibt! Mitte März hieß es im Wetterbericht 0 -8°, über 500m Schneefall, „Nächste Woche wird´s milder, der Frühling kommt!“ Vor genau 12 Monaten waren es 12 Grad plus! Millionenfach blühten die Frühlingsblumen und die Biergärten waren überfüllt. Am 17. März heißt es im Kalender „Gertrud geht in den Garten“, es ist
Wir begrüßen in unserem Haus Hildegard Welter
Erwin u.Martha Steinfeldt
Walter Balkes
Trude Köhler
Zimmer 48
Zimmer 142
Hildegard Welter
Ingeburg Wiacker
Zimmer 237
Zimmer 138
Zimmer 237
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Zimmer 128
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der Namenstag von Gertrudis und ab dann kann man normalerweise mit dem Pflanzen der Blumen und Gemüsesorten anfangen. Tatsächlich war es an diesem Tag zum ersten Mal in diesem Jahr sehr schön warm und sonnig, aber der Boden war noch so hart von dem langen Frost, dass das Pflanzen gar nicht möglich war. Trotzdem machte es endlich wieder Spaß, draußen zu sein, das Eis schmeckte wieder in den Straßencafés und alle Menschen waren unternehmungslustiger. Das Hoch Isidor brachte als kurzes frühlingshaftes Intermezzo wärmere Temperaturen ins Land. Doch trotz aller Frühlings- Euphorie warnten die Meteorologen vor kalten Nächten und morgendlicher Glätte. Der Leuchtturmwärter Ole Janssen von der Insel Usedom ist 75 Jahre im Dienst und m e i n t : „Lassen wir erst mal Ostern vorbeigehen, dann wird’s schon besser werden….“ Fragen wir den 100-jährigen Kalender. In ihm steht Folgendes zu lesen:
Wir sind auf jeden Fall auf dem richtigen Weg zum Sommer hin! P.S. Wussten Sie schon, dass, „…wenn man bedenkt, welche praktische und psychologische Bedeutung das Wetter für nahezu alle Menschen hat, ist es eigentlich verwunderlich, dass die Meteorologie erst kurz vor Beginn des 19. Jahrhunderts zu einer richtigen Wissenschaft wurde. Den Begriff gibt es allerdings schon seit 1626, als ein gewisser T. Granger ihn in seinem Buch über Logik erstmals verwendete.“ (Quelle: „Eine kurze Geschichte von fast allem“, Bill Bryson, Goldmann, Seite 333) Angelika Neumann
„Typisch April – er macht, was er will! Der Beginn ist echt angenehm, aber ab dem 12. wird es kühl und regnerisch. Ganz übel wird’ s um den 18. herum, dann ist Sturm angesagt. Die letzten Apriltage werden wieder schön.“ April 2010 | Südkurier |
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Bekleidungsbeihilfe
Bin ich anspruchsberechtigt?
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mmer wieder taucht der Begriff Bekleidungsbeihilfe auf. Was ist das eigentlich und wer hat Anspruch darauf? In diesem Artikel finden Sie häufig gestellte Fragen einmal zusammengestellt: 1.
Habe ich Anspruch auf Bekleidungsbeihilfe? Die Rechtsgrundlage für die Gewährung von Bekleidungsbeihilfe ist das Sozialgesetzbuch XII (SBG XII). Bewohner, deren ungedeckte Heimkosten vom Sozialhilfeträger übernommen werden, haben auf Antrag einen Anspruch auf Bekleidungsbeihilfe. Den anspruchsberechtigten Bewohnern wird Beihilfe auf Antrag für die Anschaffung von Bekleidung, Wäsche, Schuhen gewährt. Socken und Strümpfe fallen nicht darunter und müssen von dem Barbetrag gekauft werden. 2.
Wie kann ich einen Antrag auf Bekleidungsbeihilfe stellen?
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Krankengymnastik
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Manuelle Therapie
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Lymphdrainage
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PNF
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Massage
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Fußreflexzonen-
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Shiatsu
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Der Bewohner, der einen Antrag stellen möchte, gibt eine formlose Auflistung der anzuschaffenden Bekleidungsstücke in der Verwaltung ab. Diese Auflistung kann durch den Bewohner selbst, die Angehörigen oder aber auch durch das Pflegepersonal erfolgen. Die Mitarbeiter der Bewohnerverwaltung wiederum stellen anschließend den Antrag beim zuständigen Sozialamt. Es macht dabei Sinn, die Anträge auf Sommer- und Winterkleidung zu beziehen. 3.
Kann ich vorab schon Sonderangebote etc. wahrnehmen und anschließend Bekleidungsbeihilfe beantragen? Die Beihilfe kann nur gewährt werden, wenn der Antrag vor Anschaffung der Bekleidung gestellt wurde, der Bedarf also noch nicht gedeckt ist. 4.
Für mich wurde ein Antrag auf Bekleidungsbeihilfe gestellt, wie geht es nun weiter? Das zuständige Sozialamt prüft den gestellten Antrag, erteilt einen Bewilligungsbescheid und überweist den Betrag in Bewilligungshöhe mit der nächsten Heimkostenabrechnung an unser Haus. Zurzeit liegt der Höchstbetrag bei 600 € jährlich. Auf Grund-
Behindertengerechter Zugang · Hausbesuche · Alle Kassen und privat
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lage des Bewilligungsbescheides händigt die Einrichtung den Betrag dem Bewohner/Angehörigen zwecks Beschaffung der Kleidung aus. 5.
Kann ich, wenn ich besonders günstig eingekauft habe, den bis dahin nicht verbrauchten Betrag zu einem späteren Zeitpunkt, z.B. beim nächsten „Schlussverkauf“ ausgeben? Der Betrag muss vollständig für die bewilligte Bekleidungsbeihilfe ausgegeben werden. Die Kaufbelege sind der Einrichtung vorzulegen, da diese dort bis zu zwei Jahren aufbewahrt werden. Beträge, die nicht verbraucht werden, sind zurückzugeben. Hierbei gibt es einen Schonbetrag von Information zur Heimaufnahme Reinhold Posthum: 8902-20 Sprechzeiten: montags von 9.30 - 11.30 Uhr donnerstags von 15.00 - 18 Uhr dienstags von 16.30 - 18 Uhr im Wohn- und Pflegezentrum Verwaltung Angelika Wegener: 8902-12 Bürozeiten: montags, dienstags, mittwochs und donnerstags von 9.00 - 12.00 Uhr und donnerstags von 15.00 - 17.00 Uhr und jederzeit nach vorheriger persönlicher Vereinbarung. In dringenden Fällen wenden Sie sich außerhalb dieser Zeiten bitte an die Mitarbeiterinnen der Information/Café.
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weniger als 5 €. Liegt der nicht verbrauchte Betrag darüber, benachrichtigen die Mitarbeiter der Bewohnerverwaltung umgehend den Sozialhilfeträger. Der nicht verbrauchte Betrag wird dann von Seiten des Sozialhilfeträgers bei der nächsten Abrechnung einbehalten. Ich hoffe, dass ich Ihnen die wichtigsten Fragen beantworten konnte. Natürlich stehe ich Ihnen gerne telefonisch oder auch persönlich zur Verfügung. Darüber hinaus können Sie sich für weitergehende Fragen und Rechtsauskünfte an das zuständige Sozialamt wenden. Ihre Kendra Mühlen
Wichtige Telefonnummern Zentrale:
89 02-0
Geschäftsführer Holger Reinders:
89 02-10
Pflegedienstleitung Grazyna Halski:
89 02-29
Qualitätsbeauftragte Beate Klever:
890 2-16
Bewohnerbetreuung: Angelika Neumann: Claudia Meves Küchenleitung Dietmar Schultheiß:
89 02-31 89 02-26 89 02-41
Betreutes Wohnen, Hauswirtschaftsleitung, Seniorenwohnungen Prokuristin Barbara Clouet: 89 02-54 Hilfe zu Hause Stella Jurisa:
89 02-36 37
Bewohnerbeiratswahl 2010 im Seniorenzentrum Sehr geehrte Bewohnerinnen, sehr geehrte Bewohner, am 24. April 2010 läuft die Amtszeit des aktuellen Bewohnerbeirates ab. Daher müssen wir einen neuen Beirat wählen. Im März wurde der Wahlausschuss durch den amtierenden Bewohnerbeirat bestellt. Ruth Hölscher, Ebene 1, Erika Sauff, Ebene 3 und Otto Hammesfahr, Ebene 3 kümmern sich um die Vorbereitung und Durchführung der Wahl. Über das erste Rundschreiben des Wahlausschusses wurden Sie schon ausführlich informiert und aufgefordert, Kandidaten für die Bewohnerbeiratswahl vorzuschlagen. Die Kandidaten für die Wahl des Beirates am 28. April 2010 stehen nun fest: Frau Helga Baade Herr Otto Hammesfahr Frau Trude Köhler Herr Günther Mann Frau Waltraut Neumayer Frau Karin Noruschat Frau Elisabeth Santelmann Frau Erika Sauff Frau Hannelore Schöldgen Herr Erwin Steinfeldt Herr Reinhold Wolter
Fliederweg EG, Erikaweg 3. OG, Fliederweg 1. OG, Erikaweg 2. OG, Erikaweg 3.OG, Fliederweg OG, Erikaweg 2. OG, Erikaweg 3 OG, Erikaweg 1. OG, Fliederweg 2.OG, Fliederweg EG,
Zi. 32 Zi. 224 Zi. 142 Zi. 222 Zi. 308 Zi. 229 Zi. 202 Zi. 303 Zi. 127 Zi. 128 Zi. 55
Am 23.04.10, um 11:30 Uhr, im Foyer des Seniorenzentrums werden sich die Kandidaten im Rahmen einer Bewohnerversammlung vorstellen. Der Bewohnerbeirat als vom Gesetz vorgesehenes Mitwirkungsorgan der Bewohnerinnen und Bewohner ist ein wichtiger Gesprächspartner für den Heimträger, also die Gemeinnützigen Seniorendienste „Stadt Hilden“ GmbH und die Heimaufsicht. Eine zahlreiche Wahlbeteiligung ist daher besonders wichtig. Den Kandidaten viel Glück und den Gewinnern der Wahl schon vorab viel Erfolg für ihre Aufgabe! In der Mai-Ausgabe unseres Südkuriers werden wir Sie über die Ergebnisse der Beiratswahl informieren. Beate Klever 38
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Gemeinnützige Seniorendienste „Stadt Hilden“ GmbH sind gefragt
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ltenheime müssen sich heute in einem zunehmend umkämpften Markt behaupten und stehen in einem ständigen Wettbewerb mit ihren Konkurrenten. Sie brauchen nur regelmäßig die regionale Tagespresse zu verfolgen, um festzustellen, dass gerade auch in unserem Einzugsgebiet hier, da und dort wieder ein neues Altenheim gebaut oder gerade eröffnet wird. Gleichzeitig verschlechtern sich in Zeiten knapper Kassen die finanziellen Rahmenbedingungen. Einige Einrichtungen haben bezüglich ihrer Bettenauslastung bereits ernsthafte Probleme. Bei den Pflegesatzverhandlungen ist eine Auslastung von 98% die Rechengrundlage. Im Gegensatz zu
vielen anderen Einrichtungen erreichen wir tatsächlich noch eine solche Quote und es kann auch heute noch zu einer längeren Wartezeit bei Heimaufnahmen kommen. Sowohl für das Seniorenzentrum, als auch für das Wohn- und Pflegezentrum existiert immer eine mal längere, mal kürzere Warteliste. In aller Regel habe ich den Erstkontakt zu unseren Bewohnern bzw. ihren Angehörigen und ich frage natürlich auch immer, wie und warum sie gerade auf unsere Einrichtung gestoßen sind. Was macht uns eigentlich so attraktiv? Ich möchte versuchen, diese Frage aus meiner ganz persönlichen und subjektiven Sicht als Sozialdienst zu beant-
Demenz Beratungsagentur der Seniorendienste “Stadt Hilden“ GmbH Mittwoch, 14.04.2010 mit Claudia Meves & Sina Buhrmester Mittwoch, 28.04.2010 mit Monika Ahrens & Sina Buhrmester Ort:
Wohn- und Pflegezentrum „Stadt Hilden“ Hummelster Str. 1 Zeit:
16 Uhr bis 18 Uhr
Raum: Souterrain Kontakt und Terminabsprache mit Barbara Clouet, Tel.: 02103-8902-54 40
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worten und mich nur darauf stützen, was ich in vielen Gesprächen von Interessenten und Bewerbern erfahren habe. Dabei steht ein Punkt über allen anderen. Sowohl das Seniorenzentrum als auch das noch junge Wohn- und Pflegezentrum genießen einen sehr guten Ruf, der weit über die Hildener Stadtgrenzen hinausgeht und es besteht ein Grundvertrauen in die Pflegequalität unserer Einrichtungen. Eine nicht geringe Rolle spielt dabei die Mundpropaganda von zufriedenen Bewohnern und Angehörigen. Positiv angeführt wird auch immer wieder unsere breite Angebotspalette innerhalb der Gruppen –und Einzelbetreuung. Einen immer höheren Stellenwert genießt auch unser Internetauftritt. Was mich persönlich besonders gefreut hat, ist die Tatsache, dass auch die Anzahl und Qualität unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter sehr gut bekannt ist. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an unsere Ehrenamtlichen. Ich glaube, dass sie an unserem guten Ruf einen unverzicht-
baren Anteil haben. Das schönste Lob bekommen wir aber von der Seite, von der wir es uns am Meisten wünschen, und das sind unsere Bewohner. Man kann über das System der im Transparenzbericht dargestellten Benotung sicherlich streiten, aber nicht über das Urteil unserer Bewohner. Der Medizinische Dienst der Kassen hat in unseren beiden Häusern nach dem Zufallsprinzip Bewohner ausgewählt und nach ihrer persönlichen Zufriedenheit befragt. Und die Bewohner haben uns dabei sowohl im SZ, als auch im WPZ die Note 1,0 gegeben. Soviel Vertrauen in unsere Arbeit ehrt uns und tut einfach gut, soll uns aber auch gleichzeitig Ansporn sein, das erreichte Niveau zu sichern und uns auch unter schwierigen Rahmenbedingungen kontinuierlich zu verbessern. In diesem Sinne bis bald, Ihr Reinhold Posthum
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Was gibt es Neues in Sachen Naturschutz rund um Haus?
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ach dem langen und sehr kalten Winter sieht es nun doch noch danach aus, als wenn der Frühling so langsam bei uns Einzug hält. Wer genauer hinsieht, erkennt schon das eine oder andere Grün und die ersten Knospen. Leider mussten wir zum Ende des vergangenen Jahres mehrere Eichenbäume, die auf unserem Grundstück standen, kurzfristig fällen lassen. Diese waren durch die sogenannte Braunfäule, eine nicht mehr aufzuhaltende Pilzerkrankung, nicht mehr standsicher und drohten, beim nächsten Sturm umzukippen. Dies ist uns sicher nicht leicht gefal-
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len, aber leider gab es hier keine andere Möglichkeit, um die Sicherheit für Alle zu gewährleisten. Dass wir mehr als richtig gehandelt haben - bei derselben Gelegenheit wurde übrigens an allen unseren Bäumen ein sogenannter Rückschnitt durchgeführt und Todholz entfernt beweist die Tatsache, dass bei dem großen Sturm am 28.2.2010 bei uns keinerlei Schäden durch entwurzelte Bäume oder herabfallende Äste entstanden sind. Wer weiß, was passiert wäre, wenn die an Braunfäule erkrankten Bäume umgefallen wären? Mittlerweile haben wir bereits eine der gefällten Eichen durch einen neugepflanzten Walnussbaum ersetzt. Bis dieser groß ist, wird es natürlich einige Jahre dauern. Wenn unsere beiden Bauvorhaben im Herbst dann fertig sind, werden mit der Gestaltung der Außenanlagen noch weitere Neuanpflanzungen vorgenommen. Somit werden wir auch weiterhin den Lebewesen in unserer heimischen Flora einen grünen und artenreichen Lebensraum bieten können. Um die Natur weiterhin zu unterstützen - und hier insbesondere die Vogelund Insektenwelt - haben wir bereits Anfang März nochmals eine große Anzahl weiterer unterschiedlichster Bruthilfen angebracht. Neben diversen Bruthöhlen für Meisen, Kleiber, Stare und weitere Vögel, haben wir auch Nisthilfen für den Zaunkönig und auch einen Fledermauskasten sowie zwei sogenannte „Insektenhotels“ angebracht. | Südkurier | April 2010
In diesen Insektenkästen finden die verschiedensten Insekten Unterschlupf und die Möglichkeit zur Eiablage. Gleichzeitig dienen die Insekten dann wieder unserer Vogelwelt als Nahrung und somit schließt sich mal wieder der Kreislauf der Natur. In meinem Büro befinden sich momentan noch sechs Bruthöhlen für einen ganz besonderen Vogel, den Mauersegler. Diese werden dieses Jahr noch an unseren Neubau für das Betreute Wohnen unter dem Dachvorsprung angebracht. Leider ist das erst mit der Fertigstellung der Fassade möglich, sodass für dieses Jahr hier keine Mauersegler mehr einziehen können. Allerdings hoffen wir, diese nimmer müden Vögel dann im nächsten Früh-
jahr bei uns als Gast begrüßen zu dürfen. Dass der Krach und Dreck und die damit verbundene Unruhe, die zur Zeit durch die beiden Baustellen entsteht, nicht nur uns Menschen stört, sondern auch die in der Natur lebenden Tiere, dürfte nicht nur mir klar sein. Wer jedoch genau hinsieht und einmal die unterschiedlichsten Vögel in unserer Gartenanlage des Seniorenzentrums beobachtet, der wird erstaunt sein, wie viele verschiedene Vogelarten sich hier trotz unserer Bauvorhaben tummeln. Bei genauerem Hinsehen wird Ihnen auffallen, dass schon einige der Bruthilfen bezogen sind. Um die noch freien Bruthöhlen wird sich noch teils heftig gestritten. Für mich wirklich erstaunlich ist, wie
Naturfreund Erik Rüttgers beim Anbringen eines „Insekten-Hotels“ im Sinnesgarten des SZ. April 2010 | Südkurier |
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die Tiere mit der Veränderung rund um unser Haus umgehen und wie anpassungsfähig sie sind. Dennoch gehe ich davon aus, dass unsere Vöglein am Ende genau so froh sind wie wir Menschen, wenn dann
alles fertig ist und endlich wieder Ruhe und Frieden rund um das Seniorenzentrum herrschen. Einen hoffentlich sonnigen April wünscht Ihnen Erik Rüttgers
Malermeister Hans-Jürgen Klöcker sichert die Leiter, für seinen Kollegen Erik Rüttgers, der in schwindelerregender Höhe einen Fledermauskasten anbringt. 44
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Nachruf Frau Annemarie Becker 27. November 1932 - 1. März 2010 Wir verabschieden uns von Frau Becker, die seit dem Sommer 2008 im Fliederweg Obergeschoss lebte. Sie mochte Musik und gesellige Runden und war mit ihrer zurückhaltenden, freundlichen, wachen Art bei Mitbewohnern und Mitarbeitern gleichermaßen beliebt. In den letzten Tagen ihres arbeitsreichen Lebens blühte sie noch einmal richtig auf, um dann die Augen für immer zu schließen. Wir werden uns gerne an sie erinnern.
Frau Inge Hendel 18. Februar 1927 - 4. März 2010 Nur kurze Zeit nach dem Tod ihres Ehemannes Siegfried, ist Frau Hendel friedlich eingeschlafen. Seit zwei Jahren lebte sie im Fliederweg Obergeschoss. Sie war eine freundliche, schlagfertige, offene und am anderen interessierte Bewohnerin. Obwohl sie oft sehr müde und schwach war und immer nur kurze Zeit in der Gemeinschaft verbringen konnte, blitzten bis zum letzten Tag ihr Witz und ihre humorvolle Art auf. Wir werden sie nicht vergessen.
Frau Johanna Schkade 18. Dezember 1919 - 10. März 2010 Nach kurzer, schwerer Krankheit, verließ Frau Schkade der Lebenswille, sodass sie am 10. März für immer ihre Augen schloss. Sie lebte seit dreieinhalb Jahren im Seniorenzentrum und die letzte Zeit im Fliederweg Obergeschoss. Mit ihr verliert unser Kreis eine Bewohnerin, die immer wusste, was sie wollte und dies selbstbewusst einforderte. Zurückhaltung war ihre Sache nicht, so kannten sie alle. Sie war aber auch sehr liebenswürdig, hatte sie doch am liebsten immer eine Person um sich, die sich um sie kümmerte. Dann freute sie sich an der Natur, Musik und erzählte gerne von früher, als es ihr noch gut ging. Wir werden sie vermissen. April 2010 | Südkurier |
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Wir gratulieren im April Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
Margarete Eichler
04.04.1929
Gertrud Rond
05.04.1920
Lydia Lewerenz
05.04.1918
Marga Busch
09.04.1928
Hannelore Küpper-Koch
11.04.1937
Waltraud Neumayer
12.04.1925
Elvira Königer
13.04.1930
Ilse Kunkel
14.04.1928
Katharina Hecker
15.04.1915
Hildegard Hummen
26.04.1923
Die Gewinner des Preisrätsels März 2010 sind: H. Bisplingert, Solingen Ruth Hölscher im Haus Freya Dietsch, Langenfeld Die Lösungsantworten lauteten: 1. Erdbeere, 2. Kirsche, 3. Aprikose, 4. Melone, 5. Banane, 6. Apfel, 7. Birne Bitte die Preise im Café des Seniorenzentrums abholen. 46
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„Osterbräuche“ Was wissen Sie über Osterbräuche und das Osterfest? Testen Sie hier Ihr Wissen. Werfen Sie den Lösungsabschnitt bitte in die Lostrommel des Kniebach-Cafés. Zu gewinnen gibt es 3 x einen Verzehr-Gutschein im Wert von je 5,00 Euro einzulösen im Kniebach-Café.
Viel Spaß und Glück wünscht Ihnen Ihr Bernd Düster
Frage 1: Beginnen wir doch ganz einfach mit der Frage: Wann feiern wir in Deutschland eigentlich Ostern?
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Nach dem 1. Frühlingsvollmond 110 Tage nach Weihnachten 30 Tage vor Christi Himmelfahrt Am 2. Aprilwochenende
Frage 2: Eine Frage, die sich sicher auch schon jeder gestellt hat: Warum gibt es an Ostern Ostereier?
1. Weil in altgermanischer Vorstellung das Ei wichtiger als das Huhn war. 2. Weil Eier früher eine Art Grundnahrungsmittel waren und für Reichtum und Wohlstand standen. 3. Weil das Ei ein Zeichen des Lebens ist. 4. Weil das Ei früher als Währung gebraucht wurde.
Frage 3: In welchem Ort Deutschlands hat der Osterhase eine Postadresse?
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Mümmeldorf Hasenheim Hoppstadt Ostereierstedt
Frage 4: Doch nicht in jedem Land bringt der Osterhase die Ostereier. Welches Tier vertritt den Osterhasen in Teilen der Schweiz?
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Fuchs Hund Kuckuck Hahn
Frage 5: Welches jüdische Fest entspricht in etwa dem christlichen Ostern?
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Pessach Yom Kippur Rosch ha Schana Purim
Frage 6: Wo wir gerade beim Glauben sind: Welches christliche Ereignis wird am Gründonnerstag gefeiert?
1. Die Gerichtsverhandlung vor Pontius Pilatus 2. Das letzte Abendmahl 3. Die Auferstehung des Lazarus 4. Den Verrat Jesu durch Judas
Lösung: 1)_______________ 2)_______________ 3)_______________ 4)_______________ 5)_______________ 6)_______________ Name:
_________________ Telefon:
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Adresse: _________________________________________ Einsendeschluss ist der 27. April 2010
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