Kurzbiografien gesamt_skafb

March 2, 2018 | Author: Anonymous | Category: N/A
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Kultur & Politik KONFERENZ UND FEST am 29. Februar 2008 in Berlin

Kurzbiographien der Referentinnen und Referenten Hartmut Becker Geboren und ausgebildet in Berlin, arbeitet Hartmut Becker seit 1962 an diversen deutschsprachigen Bühnen. Er spielte stücktragende Rollen u.a. an den Münchner Kammerspielen, am Theater i. d. Josefstadt Wien, am Bayerischen Staatsschauspiel München, an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin (Schillertheater) und am Renaissancetheater Berlin. Dabei kam es zur Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Peter Zadek, Otto Schenk, Andras Fricsay, Klaus Maria Brandauer oder Helmuth Polixa. In deutschen und internationalen Fernseh- und Kinofilmen spielte Hartmut Becker seit 1970 Hauptrollen. Einige seiner Arbeiten als Theater- und Filmschauspieler wurden mit Preisen oder Nominationen ausgezeichnet, z. B. Bester Schauspieler (Theater Heute) oder Emmy Nomination (Los Angeles / USA). Malte Behrmann Malte Behrmann ist Mitbegründer und heute Geschäftsführer für den Bereich Politik des Bundesverbandes deutscher Computerspielentwickler (G.A.M.E. e.V.). Außerdem ist er General Secretary des Europäischen Spieleentwickler Verbandes - European Game Developer Federation (EGDF) und Mitglied des Steeringboards der NEM (Networked and Electronic Media) Initiative Malte Behrmann ist Anwalt mit Sitz in Berlin. Nach einem Jurastudium in Bonn und München führte er seine Studien im Bereich Audiovisual Communication Management in Valenciennes, Frankreich, fort. Er war verantwortlich für Rechts- und Entwicklungsangelegenheiten bei Pix.Co, einem koreanischen Animationsstudio, und lehrt zurzeit internationales Ko-Produktions- und Filmförderungsrecht in Valenciennes. Neben seiner juristischen und universitären Arbeit, ist er Dozent an der Games Academy in Berlin und an verschiedenen Instituten in Frankreich.

Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag Kultur & Politik, Konferenz und Fest am 29. Februar 2008 in Berlin Kurzbiographien der Referentinnen und Referenten

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Grietje Bettin MdB Grietje Bettin ist stellvertretende Koordinatorin des Arbeitskreises 5 – Wissen und Generationen und Sprecherin für Medienpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die Diplom-Pädagogin ist seit April 2000 Mitglied des Deutschen Bundestages. Davor war sie von 1994 bis 2001 Mitglied im Landesvorstand der Grün-Alternativen Jugend Schleswig-Holstein sowie von 1997 bis 2000 Landesgeschäftsführerin der Grün-Alternativen Jugend Schleswig-Holstein. Als Referentin für Hochschulpolitik engagierte sie sich im AStA der Uni Flensburg. Von 1999 bis 2000 war sie Mitglied des Landesvorstandes von Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein und der Ratsversammlung der Stadt Flensburg. Helga Boldt Helga Boldt studierte in Hildesheim und Bielefeld Musik, Deutsch und Kunst. Anschließend unterrichtete sie fast 20 Jahre in Bielefeld an einer der ersten Gesamtschulen Nordrhein-Westfalens, beteiligte sich parallel an der Gründung der Grünen, war bis 1995 Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Bielefeld und ehrenamtliches Vorstandsmitglied eines großen regionalen Ausbildungsbetriebes. Nach kurzer Tätigkeit bei der Bertelsmann Stiftung (u.a. zuständig für das "Netzwerk Innovativer Schulen") wechselte sie 1996 zur Stadt Münster, wo sie bis 2004 als Dezernentin für Schule, Kultur und Sport tätig war. In dieser Funktion war sie acht Jahre lang Mitglied im Schul- und Kulturausschuss des Deutschen Städtetages und Sprecherin im "Netzwerk für soziale und kulturelle Infrastruktur NRW". Von 2003 bis 2007 war sie für Bündnis 90/Die Grünen sachverständiges Mitglied in der Enquete-Kommission "Kultur in Deutschland". Sie arbeitet freiberuflich im Bildungs- und Kulturbereich. André Bücker André Bücker (Regisseur) ist seit April 2005 Intendant am Nordharzer Städtebundtheater in Halberstadt/Quedlinburg. Nach dem Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Geschichte und Philosophie in Bochum arbeitete er für das Kunstfest Weimar und inszenierte u. a. in Dortmund, Hannover, Graz, Nürnberg, Göttingen, Senftenberg, Mannheim und für das HändelFest in Halle. Zudem realisierte er zahlreiche spartenübergreifende Projekte und Theater im öffentlichen Raum. André Bücker wurde mit seinen Schauspiel- und Musiktheaterinszenierungen wiederholt zu Festivals und zahlreichen Gastspielen eingeladen, ist einer der Sprecher des Kulturrates Halberstadt und ab der Spielzeit 2009/2010 Generalintendant am Anhaltischen Theater in Dessau.

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Dr. Thea Dückert MdB Thea Dückert studierte Volkswirtschaftslehre in Bonn und Regensburg. 1982 promovierte sie mit einer Arbeit über Beschäftigungspolitik in Regensburg und arbeitete danach mehrere Jahre als Wissenschaftliche Assistentin an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. Thea Dückert ist seit 1985 Mitglied der Grünen. Von 1986 bis 1994 war sie Mitglied des Landtags in Niedersachsen. Seit 1998 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages, von 2000 bis 2007 war sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Politische Koordinatorin des Fraktionsarbeitskreises für Wirtschaft, Arbeit, Soziales, Finanzen und Haushalt. Seit 2007 ist sie Parlamentarische Geschäftsführerin. Heinz Dürr Heinz Dürr, studierter Maschinenbaueringenieur, ist Aufsichtsratsvorsitzender der Dürr AG, einem weltweit führenden Anbieter von Produkten, Systemen und Dienstleistungen für die Automobil- und Flugzeugindustrie. Nach zehnjähriger Tätigkeit (1980-1990) als Vorsitzender des Vorstandes bei der AEG hat Dürr seit 1990 die Privatisierung des deutschen Bahnbetriebs maßgeblich mitgestaltet. Ab 1990 war er als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bundesbahn sowie der Deutschen Reichsbahn tätig. Von 1994 und 1997 war Dürr Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bahn AG. Anschließend wechselte er in den Vorsitz des Aufsichtsrats, wo er bis 1999 verblieb. Gemeinsam mit seiner Frau Heide hat Dürr 1998 die Heinz und Heide Dürr Stiftung gegründet. Eines der Stiftungsziele ist die Förderung des deutschen Theaters. Für seine Tätigkeit erhielt Heinz Dürr 1996 die Ehrendoktorwürde der RWTH Aachen und ist seit 2003 Träger des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland. Dr. Uschi Eid MdB Dr. Uschi Eid ist Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages sowie Sprecherin für Auswärtige Kulturpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Darüber hinaus ist Dr. Eid stellvertretende Vorsitzende des Beratungsgremiums des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zu Wasser und Sanitärer Grundversorgung. Von Oktober 1998 bis November 2005 war sie Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Zwischen Oktober 2001 und November 2005 war sie G8-Afrika-Beauftragte des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Von 1994 bis 1998 war Dr. Eid stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Deutschen Bundestags. Bevor sie in das Deutsche Parlament gewählt wurde, war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hohenheim tätig. Zwischenzeitlich arbeitete sie drei Jahre für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und die Deutsche Ausgleichsbank in Eritrea, Ost-Afrika.

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Kai Gehring MdB Kai Gehring, Mitglied Deutschen Bundestages seit 2005, ist jugendund hochschulpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, stellvertretendes Mitglied der Kinderkommission des Deutschen Bundestages und im Unterausschuss für Bürgerschaftliches Engagement. Kai Gehring ist DiplomSozialwissenschaftler und studierte an der Ruhr-Universität Bochum. Gehring ist seit 1998 Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen. Er ist Gründungsmitglied des Jugendverbands Grüne Jugend NRW, war 2000 bis 2002 Sprecher der Grünen Jugend NRW, 1999 bis 2002 im Landesvorstand der Grünen Jugend NRW und 2002 bis 2006 Mitglied im NRW-Landesvorstand der Grünen. Adrienne Goehler Adrienne Goehler wurde im Schwarzwald geboren, studierte Germanistik und Romanistik in Freiburg und Grenoble sowie Psychologie in Hamburg. Die Diplom Psychologin war 1985 Initiatorin der Frauenliste der GRÜNEN/GAL in Hamburg und von 1986 bis 1989 Abgeordnete der GAL-Frauenfraktion in der Hamburger Bürgerschaft. Seit 1991 ist sie parteilos. Goehler war Präsidentin der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg (1989-2001), Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Senat Berlin (2001-2002) und Kuratorin des Hauptstadtkulturfonds Berlin (2002-2006). Sie arbeitet als freie Publizistin und Kuratorin, engagiert sich im Aufsichtsrat der taz und im Kuratorium Ruhr2010. 2006 hat sie „Verflüssigungen, Wege und Umwege vom Sozialstaat zur Kulturgesellschaft“ veröffentlicht. Katrin Göring-Eckardt MdB Katrin Göring-Eckardt wurde in Friedrichroda (Thüringen) geboren. Sie hat Theologie studiert, 1989 war sie Gründungsmitglied von Demokratie jetzt und Bündnis 90. Von 1995 bis 1998 und von 2202 bis 2007 war sie Landessprecherin von Bündnis 90/Die Grünen Thüringen. Seit 1998 ist sie Bundestagsabgeordnete, von 1998 bis 2002 war sie Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion, danach bis 2005 Fraktionsvorsitzende. Seit Oktober 2005 ist sie Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und kulturpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen. Ulrike Gote MdL Ulrike Gote wurde 1965 geboren. Sie hat ihr Studium der Geoökologie mit einem Diplom an der Universität Bayreuth abgeschlossen. Während ihrer Studienzeit war sie zu Auslandsaufenthalten an der University of East Anglia in Norwich (GB) und in Guatemala. Zu dieser Zeit war sie Stipendiatin des Cusanuswerk. Gote ist seit 1998 Mitglied des Bayerischen Landtags, ihr Wahlkreis ist Oberfranken. Sie vertritt die grüne Landtagsfraktion im Ausschuss für Hochschule, Forschung und Kultur, im Landesdenkmalrat und im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks. Von 2000 bis 2002 gehörte Gote dem Landesvorstand der Bayerischen Grünen sowie bis Herbst 2003 dem Landesparteirat an. Sie Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag Kultur & Politik, Konferenz und Fest am 29. Februar 2008 in Berlin Kurzbiographien der Referentinnen und Referenten

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war von 2003 bis 2006 im Fraktionsvorstand und Parlamentarische Geschäftsführerin. Gote ist seit 2002 Stadträtin in Bayreuth. Antye Greie AGF (D) ist das Pseudonym der deutschen Musikerin, Produzentin, Texterin und Künstlerin Antye Greie, geboren und aufgewachsen ist sie in der damaligen DDR und lebt heute in Berlin. AGF aka Antye Greie ist als Musikerin seit 1990 aktiv, sowohl mit der Band LAUB als auch als Solokünstlerin und in anderen Kollaborationen. Selbst beschreibt sie sich: «Texten nach dem digitalen Zeitalter. Jemand streitbar menschliches. Wenn Gefühle Kreise ziehen. Wie Salmiaki-Muster. Ich sammle Gedanken in jedem Kreuzgang des Elektronischen Zeitalters. Ich bin eine kraftvolle Poetin. Während ich mich bewege. Wir alle haben unseren kleinen Vogel.» AGF arbeitet zusammen mit Musikern wie Luomo, Vladislav Delay, Craig Amstrong, The Lapettites etc. Frederik Hahn (MC Torch) Das professionelle künstlerische Leben von Frederik Hahn, besser bekannt als MC Torch, begann 1980 mit einem Auftritt als Tänzer. 1985 wurde MC von Afrika Bambaataa zum ersten Zulu Chapter Leader Deutschlands ernannt. Die Gründung der legendären Rap Gruppe Advanced Chemistry 1987 markierte einen einschneidenden Punkt in der Biographie. Der erste Charterfolg der Gruppe war der Song „Fremd im eigenen Land“. 1994 gründete MC Torch sein eigenes Label, 360°-Records, und im Jahr 2000 erschien sein bislang einziges Solo-Album „Blauer Samt“, das sich 80.000mal verkaufte. Frühzeitig schloss er sich 2001 dem Brothers Keepers Projekt, das sich gegen Rassismus und Fremdenhass richtet, an. Der in Zürich und Berlin lebende Künstler ist seit 2004 als DJ Haitian Star weltweit unterwegs. Britta Haßelmann MdB Britta Haßelmann ist Sprecherin für Demografie und Altenpolitik und kommunalpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag. Von 2000 bis 2006 war sie Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen NRW. Britta Haßelmann ist Diplom-Sozialarbeiterin und arbeitete von 1985 in einem Kollektiv-Betrieb und gemeinnützigen Verein, der Bielefelder Selbsthilfe e.V., in den Bereichen Arbeit und Beschäftigung, Psychiatrie und Gesundheit. Von 1998 bis 2000 war sie Geschäftsführerin und Leiterin eines Projektes „Drogenabhängige in Arbeit“, das in Kooperation mit Projekten in anderen europäischen Ländern Betroffenen Chancen auf Wiedereingliederung in das Arbeitsleben ermöglichte.

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Dieter Herker Dieter Herker ist gelernter Bäcker und hat auf dem zweiten Bildungsweg ein Studium der Soziologie abgeschlossen. Geprägt haben ihn seine Beteiligung an einem soziokulturellen Zentrum im Wendland, der Aufbau eines soziokulturellen Zentrums in Salzwedel (Sachsen-Anhalt) und die Gründung des Vereins Aktion Musik/local heroes e.V. Er ist seit 18 Jahren Leiter des bundesweiten Jugendkultur Projektes local-heroes.de, das die Bundeszentrale für politische Bildung 2003 mit dem „einheitspreis-Bürgerpreis zur deutschen Einheit“ für neue Initiativen und Projekte zur Gestaltung der inneren Einheit Deutschlands ausgezeichnet hat. Derzeit wird das Projekt auf benachbarte EU Länder erweitert. Diese Jahr ist das Projekt für den LEA (Live Entertainment Award) nominiert. Fritz Kuhn MdB Seit 2005 ist Kuhn Fraktionsvorsitzender der Bundestagsfraktion. Außerdem ist er seit 2000 Mitglied des Parteirats von Bündnis 90/Die Grünen und der Grundsatzkommission der Partei. Kuhn studierte Germanistik und Philosophie in München und Tübingen, wo er im Anschluss als wissenschaftlicher Assistent tätig war. Kuhn war Gründungsmitglied der Grünen und hielt 1989 bis 1992 eine Professur für sprachliche Kommunikation an der MerzAkademie Stuttgart. Von 1984 bis 1988 und 1992 - 2000 war er Fraktionsvorsitzender der Grünen im Baden-Württembergischen Landtag und 2000 bis 2002 Bundesvorsitzender der Partei. Als Abgeordneter des deutschen Bundestags war er Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Arbeit sowie außenpolitischer Sprecher der Fraktion. Renate Künast MdB Renate Künast ist seit Oktober 2005 Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Renate Künast studierte Sozialarbeit an der Fachhochschule in Düsseldorf. Von 1977 bis 1979 arbeitete sie als Sozialarbeiterin in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel, speziell mit Drogenabhängigen. Später studierte sie Jura und schloss das Studium 1985 mit dem zweiten Staatsexamen ab. Der Westberliner Alternativen Liste trat sie 1979 bei und hat seitdem in verschiedenen Funktionen für die Partei gearbeitet. Während der rot/grünen Koalition in Berlin in den Jahren 1989/90 war sie Fraktionsvorsitzende. Nach dem Ende des rot/grünen Senats arbeitete sie weiter als Abgeordnete in der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, bis 1993 und 1998 bis 2000 als deren Vorsitzende, dazwischen als rechtspolitische Sprecherin. Renate Künast war von Juni 2000 bis März 2001 Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Sie war von Januar 2001 bis zum 4. Oktober 2005 Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.

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Undine Kurth MdB Undine Kurth ist in Magdeburg aufgewachsen. Nach dem Studium in Halle an der Hochschule für Kunst und Design "Burg Giebichenstein" arbeitete sie als Innenarchitektin, seit 1987 zusammen mit ihrem Partner freiberuflich. Seit 1994 ist sie Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen und war Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen-Anhalt von 1994 bis 2000 und seit 2006. Von 1999 bis 2003 war sie Mitglied der Bildungskommission der Heinrich-Böll-Stiftung und gehörte von 2000 bis 2002 dem Bundesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen an. Seit 2002 ist Undine Kurth Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie ist Parlamentarische Geschäftsführerin sowie natur- und tierschutzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion. Als Obfrau war sie Mitglied der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ Shermin Langhoff Shermin Langhoff wurde 1969 in Bursa, Türkei, geboren. 1978 kam sie gemeinsam mit ihrer Mutter nach Deutschland. Die Kuratorin und Künstlerin hat 2003 das deutsch-türkische Kulturbüro „kulturSprünge“ gegründet, das 2004 das Filmfest „Europe in Motion“ veranstaltete. 2007 führte sie am Hebbel am Ufer ihr Theaterstück „Klassentreffen – die zweite Generation“ auf, in dem der grüne Politiker Özcan Mutlu eine Hauptrolle spielte. Außerdem war sie in die Filmprojekte „Crossing the Bridge“ und „Gegen die Wand“ involviert. Seit Januar 2008 ist Langhoff künstlerische Leiterin des Ballhauses Naunynstraße. Holger Lauinger Holger Lauinger lebt und arbeitet als freier Journalist und Filmemacher in Berlin. Seine thematischen Schwerpunkte liegen im Bereich der Stadt- u. Regionalentwicklung, insbesondere interessieren ihn die Themen „Schrumpfende Städte & vereinsamende Landschaften“. Mit den Filmen „Nicht-Mehr | Noch-Nicht“ (2004) und „Neuland“ (2007) reist er durch betroffene Regionen, um mit den Menschen vor Ort über zivilgesellschaftliche Handlungsoptionen zu diskutieren. Beide Filme entstanden in Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Daniel Kunle. Als Angebot zur offenen Diskussion werden im Pfad 8 Ausschnitte aus beiden Filmen gezeigt und erläutert. Dr. Wolfgang Lenk Dr. Wolfgang Lenk, geb. 1953, ist Bezirksverordneter von Bündnis90/Die Grünen in Friedrichshain/Kreuzberg und Mitglied in den dortigen Ausschüssen für Kultur und Bildung sowie für Integration und Migration (Vors.). Er unterrichtet Kultursoziologie an der Leibniz-Universität in Hannover und arbeitet als freier Autor über kulturelle und philosophische Themen. Als Mitglied der Loccumer Initiative Kritischer WissenschaftlerInnen hat er u.a. das Memorandum „Armut als Bedrohung" (2002) mitverfasst, von dessen Zeitdiagnose auch sein kulturpolitisches Engagement geprägt ist: mit den neuen sozialen Spaltungen beobachten wir heute auch wachsende Ungleichheiten beim Zugang zum kulturellen Leben und bei den MögBündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag Kultur & Politik, Konferenz und Fest am 29. Februar 2008 in Berlin Kurzbiographien der Referentinnen und Referenten

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lichkeiten, eigenständig kreativ künstlerisch tätig werden zu können. Damit kulturelle Projekte auch die sozial und kulturell Benachteiligten, wozu insbesondere viele Menschen mit Migrationshintergrund gehören, erreichen, sind drei bildungspolitische Weichenstellungen zentral: 1. Der Ausbau der stadtteilbezogenen Kulturarbeit, denn sie vermag am sensibelsten auf die lokalen Defizite zu reagieren, 2. deutlich mehr Angebote musischer und ästhetischer Bildung in den Schulen, 3. die systematische Öffnung aller öffentlich geförderten Kulturinstitutionen für education-Programme nach britischem Vorbild. Helmut Lindemann Helmut Lindemann arbeitet als freier Dozent an der Werkschule Oldenburg. Nach Studien in Freiburg und Berlin hat er eine künstlerische Ausbildung bei der Bakenhus Schülerin Marie MeyerGlaeseker in Oldenburg gemacht. Seit 1982 ist er dort als freischaffender Maler tätig. 1987-1988 hat er sich für ein Jahr in den USA aufgehalten. 1992/93 und 1999/2000 hatte er Lehraufträge an der Universität Oldenburg. Er arbeitet als freier Dozent an der Werkschule Oldenburg. Corny Littmann Einem bundesweiten Publikum wurde Corny Littmann als „Herr Schmidt” in der Schmidt Show des NDR-Fernsehens bekannt. Als Mitbegründer und Geschäftsführer von Schmidt Theater und Schmidts TIVOLI ist er vor und hinter den Kulissen aktiv: Er spielt Theater – so z. B. in „Das Geheimnis der Irma Vep”, „Ein Sommernachtstraum – das Musical”, „Fifty Fifty”, „Sixty Sixty” und „Pension Schmidt“ – und er führte Regie bei den TIVOLIHausproduktionen „Cabaret” und „Heiße Ecke“. Seit 2001 ist Corny Littmann ebenfalls künstlerischer Leiter der Firma Seelive Tivoli Entertainment & Consulting GmbH, die die Konzeption und Umsetzung von Showprogrammen an Bord modernster Clubschiffe erarbeitet. Volker Ludwig Volker Ludwig schreibt seit seiner Schulzeit satirische Texte und Lieder. 1965 gründet er das "Reichskabarett Berlin", die politischsatirische Bühne der Berliner Studentenbewegung. 1969 gründet er das GRIPS Theater Berlin, das weltweit erste realistische Kinderund Jugendtheater. Er ist Autor von zahllosen Liedern und über 30 Theaterstücken, die in ca. 1.800 Nachinszenierungen in 47 Ländern der Welt nachgespielt wurden. Er ist Mitglied der Akademie der Darstellenden Künste und seit 1979 des P.E.N.-Zentrum Bundesrepublik Deutschland. Er erhielt zahlreiche Preise - unter anderen den BrüderGrimm-Preis des Landes Berlin (1969, 1971, 1975), den Mülheimer Dramatiker-Preis (1987), die Carl-von-Ossietzky-Medaille der Internationalen Liga für Menschenrechte (1994) - und ist Träger des Bundesverdienstkreuzes (2000) sowie des Verdienstordens des Landes Berlin (2007).

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Holger Maack Holger Maack, geboren in Hamburg, beendete seine Schulzeit mit dem Abitur in Schleswig-Holstein und studierte Musik, Politik und Arbeitslehre in Hamburg und Berlin. Er ist verheiratet, hat 3 Kinder und wohnt in Gehrden bei Hannover. Seine berufliche Tätigkeit begann er 1988 mit der Gründung des RockBüro Hannover. 1989 war er Mitinitiator der Landesarbeitsgemeinschaft Rock in Niedersachsen, 1993 gründete er die gemeinnützige MusikZentrum Hannover GmbH und 1996 die Deutsche Rockmusik Stiftung. Beim MusikZentrum Hannover ist er seitdem als Geschäftsführer angestellt, bei der Deutschen Rockmusik Stiftung fungiert er als ehrenamtlicher Vorstand. Abisara Machold Abisara Machold hat in Wien Kommunikations- und Politikwissenschaften studiert. Neben einem einjährigen Aufenthalt in New York, in dem sie unter anderem ein Praktikum beim „Rolling Stone Magazine“ absolviert hat, war sie in verschiedenen Projekten tätig; so beim Kunstprojekt “SOHO-Ottakring” oder für das Kokrobitey Institute Ghana, für das sie die Konzeption der Bildungsworkshops und Betreuung von US-amerikanische Schulgruppen in Ghana übernahm. Seit zwei Jahren arbeitet Abisara Machold als Sängerin und freiberufliche Referentin u.a. für das Bildungswerk Sachsen, die ersten europäischen Bundestagung Schwarzer Frauen oder das Projekt Culture on the Road. Sie ist zudem Mitverfasserin der Brothers Keepers Petition "Das Schweigen brechen" und engagiert sich seit Februar für die Antonio Amadeu Stiftung im Bereich „Menschenfeindlichkeit entgegentreten". Omid Nouripour MdB Omid Nouripour wurde in Teheran geboren. Im Alter von dreizehn Jahren kam er mit seiner Familie nach Deutschland und lebte ab dann in Frankfurt (Main). Er verfügt über die deutsche und iranische Staatsbürgerschaft. Nouripour studierte deutsche Philologie, Politik- und Rechtswissenschaft, Soziologie, Philosophie und Volkswirtschaftslehre in Mainz. Seit 1997 ist Nouripour bei Bündnis 90/Die Grünen aktiv. Von 1999 bis 2003 war er Vorsitzender der Grünen Jugend Hessen. Im Dezember 2002 wurde Omid Nouripour zum Mitglied im Bundesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen gewählt. Dieses Amt übte er bis Dezember 2006 aus. Seit September 2006 ist Nouripour Mitglied des Bundestages. Hier bearbeitet er das Themenfeld Europäische Innen- und Rechtspolitik. Seit 2002 ist er außerdem Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft MigrantInnen und Flüchtlinge von Bündnis 90/Die Grünen.

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Jan Obornik Jan Obornik ist als freiberuflicher Künstler und Gestalter tätig. Von 1992 bis 1997 studierte er an der FH Hildesheim Produktdesign. 1999 eröffnete er die Galerie Obornik, Hildesheim. Er ist seit 2003 Mitglied im Bund Bildender Künstlerinnen & Künstler (BBK) Hildesheim und wurde 2005 dessen Vorsitzender. Seit Beginn des Jahres unterrichtet Obornik als Lehrbeauftragter an der HAWK Hildesheim. Bilkay Öney MdA Bilkay Öney wurde in Malatya (Türkei) geboren. 1973 wanderte sie gemeinsam mit ihrer Familie nach Deutschland, erst Hamburg und später Berlin, aus. Aufgewachsen ist sie in Berlin-Spandau, heute nennt sie Berlin-Neukölln ihr Zuhause. Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaftslehre und Medienberatung arbeitete sie u. a. als Bankangestellte, Pressesprecherin, Fernsehredakteurin und Moderatorin, bevor sie 2006 auf Platz 3 der grünen Landesliste in das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt wurde. Öney ist migrationspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin und Mitglied des Innenausschusses und des Ausschusses für Integration, Arbeit, Berufliche Bildung und Soziales. 2004 war sie Bundeswahlfrau. Ehrenamtlich engagierte sie sich u. a. beim Bund Deutscher Pfadfinder, ImmiGrün Berlin und der Einbürgerungskampagne „Guckst Du hier – Pass da “. Brigitte Pothmer MdB Geboren und aufgewachsen ist Brigitte Pothmer im Wendland, wo ihre Familie seit Generationen einen bäuerlichen Betrieb führt. Gelernt und studiert hat sie in Hamburg, Hildesheim und Hannover – zunächst Sozialpädagogik im Bereich der Jugend- und Erwachsenenbildung und später Sozialpsychologie. Von 1994 bis 2003 war sie Mitglied des Niedersächsischen Landtages, zuletzt als stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin. Pothmer war vom Mai 2003 bis zum November 2005 Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Niedersachsen, von 2003 bis November 2005 Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung „Leben und Umwelt“ Niedersachsen. Seit September 2005 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Neugierig auf Politik wurde Pothmer Anfang der 80er Jahre durch die Frauenbewegung und den Kampf gegen die Atommülllagerung in Gorleben. In Hildesheim gehörte sie zu den Mitbegründerinnen der Freien Frauenliste, einem Bündnis, das Mitte der achtziger Jahre ein Ratsmandat errang. Über dieses politische Engagement entstand auch der Kontakt zu den Grünen.

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Kathrin Röggla Kathrin Röggla wurde in Salzburg geboren und lebt seit 1992 in Berlin. Sie schreibt Prosa, Radioarbeiten und Theatertexte.

Foto: Jürgen Bauer

Zuletzt wurde sie ausgezeichnet mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch (2004) und dem Solothurner Literaturpreis (2005). Ihre letzten Buchpublikationen sind „disaster awareness fair“ im droschl Verlag (2006) und „wir schlafen nicht“ bei S. Fischer (2004), sowie die Theaterstücke „draussen tobt die dunkelziffer“ (2005) und „junk space“ (2004). Krista Sager MdB Krista Sager ist stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag und als Leiterin des Arbeitskreises 5 insbesondere für die Themen Bildung, Hochschule und Forschung, Kinder, Jugend und Familie sowie Altenpolitik zuständig. Sager studierte Deutsch und Geschichte für das Höhere Lehramt und war 1985 bis 1989 als Lehrerin in der Erwachsenenbildung tätig. Zwischen 1989 und 1994 war Sager für die Grün-Alternative Liste (GAL) in der Hamburgischen Bürgerschaft, lange Zeit als Fraktionsvorsitzende. Von 1994 bis 1996 war sie Bundesvorstandssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen und von 1996 bis 1997 Vorsitzende der Grün-Alternativen-Liste in Hamburg. Von 1997 bis 2001 war sie Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg und Senatorin für Wissenschaft und Forschung. Außerdem leitete sie das Senatsamt für die Gleichstellung. Seit 2002 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages und war bis 2005 Fraktionsvorsitzende. Manuela Sambo Manuela Sambo wurde in Luanda, Angola, geboren und siedelte 1984 in die ehemalige DDR um. Von 1985 bis 1993 absolvierte sie ihr Studium der Germanistik und Literaturwissenschaft an der Universität Leipzig. Während dieser Zeit begann sie, sich verstärkt für bildende Kunst zu interessieren und sich intensiv mit den eigenen Ursprüngen auseinanderzusetzen. 1987 nahm sie ihre künstlerische Arbeit auf. Viele ihrer Werke wurden bereits in Cottbus, Bayreuth, Bonn, Berlin, Rostock und anderen Städten im In- und Ausland ausgestellt. Manuela Sambo lebt und arbeitet in Berlin und wird durch die Galerie Peter Herrmann vertreten. Neben ihrer Tätigkeit als Künstlerin arbeitet sie auch als Übersetzerin. Ingo Schulze

Foto: Jim Rakete

Ingo Schulze studierte Klassische Philologie in Jena, arbeitete als Dramaturg am Landestheater in Altenburg und anschließend als politischer Journalist. Für sein Debüt 33 Augenblicke des Glücks erhielt er 1995 den Förderpreis des Alfred-Döblin-Wettbewerbs sowie den aspekte-Literaturpreis. Für seinen zweiten Erzählband „Simple Storys“ bekam Ingo Schulze 1998 den Berliner Literaturpreis. 2001 wurde ihm der Joseph-Breitenbach-Preis verliehen. Sein Briefroman „Neue Leben“ wurde in die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2006 gewählt. Ingo Schulze erhielt das Massimo- Stipendium 2007 und für seinen Erzählungsband Handy den Preis der

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Leipziger Buchmesse. Er lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Gustav Seibt Gustav Seibt studierte Geschichte und Literaturwissenschaften in Konstanz, München, Bielefeld und Rom. Nach mehreren Jahren als Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung arbeitete er als Kulturredakteur der Berliner Zeitung und für Die Zeit. Er lehrte als Gastprofessor in Göttingen und ist heute Autor der Süddeutschen Zeitung. 1995 erhielt Gustav Seibt den Sigmund Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa, 1999 den Förderpreis der Hamburger Warburg Stiftung. 2002 wurde er in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt aufgenommen, 2004 in die Akademie der Künste zu Berlin. Er ist Autor zahlreicher Buchpublikationen, sein wichtigstes Werk ist „Rom oder Tod. Der Kampf um die italienische Hauptstadt“ (Berlin 2001, italienisch 2005). Malte Spitz Malte Spitz, Jahrgang 1984, ist Mitglied im Bundesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen und Student der Volkswirtschaftslehre an der Humboldt Universität Berlin. Zuvor war er fast drei Jahre lang politischer Geschäftsführer der GRÜNEN JUGEND und unter anderem Webredakteur, Koordinator der Mitgliederzeitung SPUNK und Koordinator des Fachforum Wirtschaft. Schwerpunkte der politischen Arbeit von Malte Spitz sind die Themen Bürgerrechte, Medien- und Kulturpolitik, Wirtschaftspolitik und Demografie. Bis Dezember 2007 war er Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitee für Internationale Jugendarbeit (DNK), dem Zusammenschluss der deutschen Jugendverbände für die internationale Arbeit. Malte Spitz ist in Telgte aufgewachsen und war dort mehrere Jahre kommunal aktiv. Mit 15 gewann er den Bundespreis Deutsche Geschichte für eine Arbeit über Antisemitismus im ausgehenden 19. Jahrhundert. Hans-Christian Ströbele MdB Hans-Christian Ströbele MdB ist Mitglied des Rechtsausschusses, des 1. Untersuchungsausschusses der 16.WP., des Parlamentarischen Kontrollgremiums für die Geheimdienste (PKG) und stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Am Abend des 2.Juni 1967, nach den Schüssen auf Benno Ohnesorg, Eintritt in das Anwaltsbüro Mahler als Rechtsreferendar, am 1. Mai 1969 Gründung des „Sozialistischen Anwaltskollektivs“, 1970 Übernahme der Verteidigung der ersten politischen Gefangenen aus der RAF, 1975 Ausschluss von der Verteidigung. 1979 Auflösung des Anwaltkollektivs, Mitgründung der taz und der Alternativen Liste Berlin. 1985 auf der Liste der AL in den Bundestag gewählt, war er u. a. zuständig für die Bundeskultur. Seit 1998 erneut im Bundestag, machte ihn vor allem seine Tätigkeit im Untersuchungsausschuss der CDU-Spendenaffäre bekannt. 2002 gelang es ihm, das erste grüne Direktmandat zu gewinnen.

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Signe Theill Signe Theill studierte von 1980-87 freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Seit 1982 hat Theill zahlreiche internationale Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, unter anderem in Lettland, Kanada und USA übernommen. 2002/2003 war sie die Kuratorin der Ausstellung doublebind.kunst.kinder.karriere im Berliner Künstlerhaus Bethanien. Diese Ausstellung wurde nachfolgend von Museen in Bremen, Australien und den USA (teil)übernommen. Theill konzentriert sich in ihrer Arbeit vorrangig auf Neue Medien, Fotographie und Zeichnung. Diese Arbeitsschwerpunkte bearbeitet sie in konzeptionellen Serien. Theill hat ihren derzeitigen Lebensmittelpunkt in Berlin. Dr. Helga Trüpel MdEP Helga Trüpel studierte Psychologie, Germanistik- und Religionspädagogik und promovierte 1988 im Studium der Literaturwissenschaft an der Universität Bremen. Sie ist seit 1980 Mitglied der Grünen Partei und engagierte sich als Mitglied der Bremer Bürgerschaft (1987 - 1991 und 1995-2004) besonders für die Themen Kultur, Bildung und Wissenschaft. 1991 wurde sie Senatorin für Kultur und Ausländerintegration der Hansestadt Bremen und übte dieses Amt vier Jahre lang aus. Bevor sie 2004 in das Europäische Parlament gewählt wurde, arbeitete sie in ihrer Agentur Art, einer politischkulturellen Dienstleistungsfirma. Im Europäischen Parlament ist sie stellvertretende Vorsitzende des Kultur- und Bildungsausschusses und Mitglied des Haushaltausschusses. Wolfgang Wieland MdB „Diesmal wählen wir uns selbst“ war das Motto und Wielands Einstieg in aktive grüne Politik, als im Jahre 1978 die Alternative Liste (AL) in Berlin gegründet wurde. "Alternative Liste für Demokratie und Umweltschutz" war der vollständige Titel, der zugleich die beiden Hauptaufgaben beschrieb. Berufsverbote, Datensammelwut, Tendenzen zum Überwachungsstaat, Terrorismushysterie – all dies hielt ihn als jungen Anwalt in Trapp. Zugleich wuchs die Überzeugung, dem allen eine politische Antwort entgegensetzen zu müssen, die über die zahlreichen Komitees und Initiativen hinausging: Mehr als ein „Weg mit“ und „Kampf dem“, nämlich eine Konzeption hin zu mehr Demokratie, mehr Bürgerfreiheit und zu einer offenen Gesellschaft.

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