Grüne wünschen sich mehr Unterricht
March 14, 2018 | Author: Anonymous | Category: N/A
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VILLINGEN-SCHWENNINGEN
Montag, 2. November 2015
Grüne wünschen sich mehr Unterricht Politiker besuchen die Erstaufnahmeeinrichtung Villingen / Schnellere Registrierung gefordert „Gibt es einen Deutschunterricht?“, ist die erste Frage von vielen Flüchtlingen, wenn sie in der Bedarfsorientierten Erstaufnahmeeinrichtung (BEA) in Villingen eintreffen. Das erfuhren die Politiker von Bündnis 90/Die Grünen bei ihrem Besuch in dieser Einrichtung. Villingen-Schwenningen. Die Delegation bestand aus Dr. Franziska Brantner, kinder- und familienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion und Vorsitzende des Unterausschusses für Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln – mit dabei waren auch Martina Braun, Kreisrätin und Landtagskandidatin für den SchwarzwaldBaar-Kreis, die Kreis- und Stadträtin Cornelia Kunkis-Becker und das Mitglied des Grünen Landesvorstands Wolfgang Kaiser, Bad Dürrheim. Die BEA sei das Überlaufbecken für die Landeserstaufnahmestellen (LEA) für Flüchtlinge, berichtete Gerhard Blassmann vom Regierungspräsidium Freiburg. Die Einrichtung besteht seit Anfang August. Die Grünen Poitiker stellten fest, dass sich die Gebäude, ehemalige Kasernen der Französischen Streitkräfte nahe der Dattenbergstraße in Villingen, in einem guten Zustand befinden. Sie habe schon deutlich schlechtere Unterkünfte für Flüchtlinge hier in Deutschland gesehen, merkte Brantner an. Derzeit seien 1092 Personen dort untergebracht. Damit sei man nahe an einer vollen Auslastung, so Blassmann. Er beklagte, dass der von allen Flüchtlingen stark nachgefragte Deutschunterricht nicht durchge-
Politiker von Bündnis 90/Die Grünen haben die Erstaufnahmeeinrichtung in Villingen besucht. führt werden kann. Die zwei vorhandenen Lehrkräfte wurden ersatzlos abgezogen. Hier sei dringend Handlungsbedarf vorhanden. Das rasche Erlernen der deutschen Sprache von
Anfang an sei die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Integration, waren sich die Gesprächspartner einig. Wolfgang Kaiser sagte zu, sich um einen Deutschunterricht im
Foto: Privat
ehrenamtlichen Bereich zu kümmern. Der Dienstleister „Europin Homecare“ ist für die Hausbetreuung der Flüchtlinge verantwortlich und mit 22 Beschäftigten präsent.
Die Enkel der Rock-‘n‘-Roll-Idole heizen ein
Dessen Angestellte Marion Beier ging auf Detailfragen der Besucher ein. Ob denn der starke Zustrom der Flüchtlinge zu bewältigen sei, fragte Martina Braun. Man arbeite am Limit. An einem Tag seien 426 Flüchtlinge in der BEA eingetroffen, so Beier. Das sei jedoch ein Extremfall gewesen. Es seien insbesondere organisatorische Probleme, die das Verfahren deutlich in die Länge ziehen. So gebe es sehr lange Wartezeiten bis zur Registrierung der Flüchtlinge. Dasselbe gelte für die Röntgenuntersuchungen, die die Abläufe stark verzögern. Da stehe der Bund in der Pflicht, endlich mehr Personal einzustellen, war die Auffassung der Grünen Politiker. Hier sei eine Beschleunigung dringend erforderlich. Überhaupt sei das Ganze ohne die Mithilfe von vielen arbeitswilligen Flüchtlingen nicht zu bewältigen. Die Bereitschaft dazu ist in hohem Maße vorhanden, führten Blassmann und Beier aus. Es gebe sogar eine lange Warteliste von Bewohnern, die sich engagieren wollen. Erfreut nahmen die Bündnis-Grünen auch zur Kenntnis, dass es relativ wenig Konflikte unter den über 1000 Flüchtlingen, die aus vielen ganz unterschiedlichen Nationen kommen, gebe. Die aus 14 Personen bestehende Security sei eher gefordert, wenn sich rechtsradikale Gruppen oder sogenannte „besorgte Bürger“ von außerhalb den Gebäuden nähern, erfuhren sie. Der Zaun sei also, so folgerte Stadträtin Kunkis-Becker, eher zum Schutz der Flüchtlinge vor Außeneinwirkungen vorhanden. Die Delegation nahm die Erkenntnis mit, dass in der BEA Villingen alle Beteiligten mit hohem Engagement daran arbeiten, den Flüchtlingen den Aufenthalt in der Enge der Kasernengebäude erträglich zu gestalten. eb
Party zieht nicht geladene Gäste an
Billy Bob & the Buzzers begeistern ihr Publikum in der Schwenninger „Bierakademie“ Man darf sie getrost die „Enkel der Rock-´n´-Roll-Idole“ nennen. Was Billy Bob & the Buzzers in den letzten Monaten in der Region präsentierten, würde sogar Jerry Lee Lewis oder Bill Haley stolz machen. Am Samstag waren sie in Schwenningen auf Tour in der „Bierakademie“.
Weil der Partyraum sich mit ungebetenen Partygästen völlig überfüllt hatte, hat der Wirt eines Bistros in der Oswald-Meder-Straße in Villingen am Samstagabend, gegen 22 Uhr, die Polizei zu Hilfe gerufen. Villingen-Schwenningen. Für die Geburtstagsparty war der angemietete Raum für 50 Personen völlig ausreichend, so die Mitteilung der Polizei. Offensichtlich hatte sich die Fete aber in den sozialen Medien herumgesprochen, sodass nach und nach immer mehr ungebetene Gäste eintrafen, sich unter die geladenen Gäste mischten und zusätzlich auf der Straße bis zu 90 Personen versammelt hatten. Mit Unterstützung von drei Polizeistreifen konnten die ungebetenen Gäste aussortiert und auf den Heimweg geschickt werden. eb
Schwenningen. „Billy Bob & the Buzzers“ haben in der letzten Zeit einen regelrechten Run auf ihre Konzerte ausgelöst. Was in den letzten 20 Jahren Formationen wie beispielsweise „Dr. Quincy“ schaffte, glückt jetzt auch der nächsten Generation. Beim NQ-Event-Gastspiel in Lothar Anders „Bierakademie“ gab es sogar einen Daumen nach oben von „Quincy“-Drummer Gilbert Kunkel, der viel Potenzial in der Gruppe um Sebastian Schnitzer sieht, die praktisch bei der Schwenninger Kulturnacht, in der Zunftstube der Narrenzunft ihren ersten großen Auftritt hatte.
Einbruch in Villinger Bäckerei Dem Publikum gefiel es, was Billy Bob & the Buzzers musikalisch präsentierten.
ORFWFOU +ULTURFORUMDER.ECKARQUELLE
Seitdem gab es regelmäßig Konzerte mit Billy Bob. „Einmal im Monat gibt es einen Auftritt“, sagt Schnitzer. Und jedes Mal kann der Veranstalter ein volles Haus verzeichnen. Einmal liegt das daran, das die Musik der 1950er- und 60er-Jahre im derzeitigen Trend liegt, zum anderen hat die Gruppe ein großes Netzwerk. „Zu unseren Konzerten
kommen immer viele Freunde und Bekannte“, verrät Schnitzer. So war es auch am Samstag in der „Bierakademie“. Die ganzen bekannten Klassiker konnte man in dem rund zwei Stunden dauernden Konzert hören. Mittanzen war hier ausdrücklich erlaubt. Der musikalische Rahmen spannte sich von „C'mon Everybody“ von Eddie Cochran bis „Great Balls of Fire“ von Jerry Lee Lewis. Dem Publikum gefiel es und spendete fleißig Applaus. „Ein toller Abend“, hörte man am Samstagabend.
Wer jetzt einen Auftritt von Billy Bob verpasst hat, muss sich noch bis nächstes Frühjahr gedulden. „Wir werden dann nach einer Winterpause wieder da sein, auch mit teilweise neuem Programm“, kündigten die Musiker an. Hinter Billy Bob Lewis steht der Villinger Musiker Sebastian Schnitzer, der in 18 Projekten, Formationen und Musikgruppen mitgewirkt hat und dem es in der Rockabilly-Formation ganz besonderen Spaß macht. Man merkt, dass sein großes Idol Jerry Lee Lewis ist.
Foto: Jochen Schwillo Weiterhin gehört zur Gruppe, Dan Cartwright (alias Daniel Beurer) dazu, ein Meister an der Gitarre, Biff Tannen (alias Gregor Lange) am Schlagzeug und Bobby Ray Burns (alias Rainer Bucher) am Kontrabass. Der Schwenninger Rainer Bucher war gleich dabei, als ihn Schnitzer fragte, ob er nicht wieder einmal Musik machen wolle. Rainer Bucher war früher bei den Buffalo-Chips erfolgreich. „Auch in der neuen Gruppe macht es großen Spaß, alle sind mit Herzblut dabei“, stellte Bucher fest. jos
In der Nacht zum Samstag sind unbekannte Täter in eine Bäckerei in der Heinrich-Hertz-Straße in Villingen gewaltsam eingedrungen und haben laut Polizei eine unbestimmte Menge an Zigarettenschachteln entwendet. Villingen-Schwenningen. Der Einbruch war gegen 3.30 Uhr entdeckt worden, so die Polizei. Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen, die im Gewerbegebiet Vockenhausen wahrgenommen wurden, nimmt das Polizeirevier Villingen 0 77 21/60 10 entgegen. eb
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