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WB Oberösterreich
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Wirtschaft im Blick
Leitl bei WB-Klausur: Gebot der Stunde heißt beraten statt bestrafen!
Goldenes Handwerk Wir sind Europameister: Österreich verteidigte mit insgesamt 19 Medaillen seinen EM-Titel bei den EuroSkills 2014 in Lille/Frankreich. VOEST-Anlagentechniker Oliver Anibas (M.) holte drei Goldmedaillen nach Oberösterreich. Präsident Christoph Leitl (l.) sowie Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (r.) gratulieren zum Erfolg! Seite 7 Retouren an Postfach 555, 1008 Wien
www.ooe-wb.at Dezember 2014 | WB-Landesleitung | 4010 Linz, Altstadt 17, Telefon: 0732 / 77 18 55-0, e-Mail:
[email protected] Wirtschaftsbund-Journal GZ02Z031546M P.b.b. | Verlagspostamt 4020 Linz
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Editorial
Tempomacher für Betriebe
WB Wirtschaft im Blick
Journal Folge 4 | 2014 Ausgabe Dezember, P.b.b. Verlagspostamt: 4020 Linz Medieninhaber/Redaktion: OÖWB-Landesleitung 4010 Linz, Altstadt 17 Hersteller: Landesverlag Druckservice GesmbH., 4600 Wels, Boschstraße 29 Chefredaktion & Layout: Harald Engelsberger
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Foto: WB/Köchl
Inhalt
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erzeit sind ja wieder „das Wort und der Satz des Jahres“ in aller Munde – für die heimischen Unternehmer gibt es ebenfalls zwei vordergründige Forderungen, die da lauten: Entbürokratisierung und Deregulierung! Denn die beiden Begriffe „Bürokratie & Regulierung“ lähmen die Wirtschaft und gefährden somit massiv den Wirtschaftsstandort Oberösterreich! Der Wirtschaftsbund macht daher Tempo, damit etwas weiter geht in Österreichs Amtsstuben – und damit die Betriebe wieder wettbewerbsfähig werden im europaweiten Kampf der Regionen. Für uns alle muss es letztlich darum gehen, den unternehmerischen Mittelstand zu stärken, der für Arbeitsplätze, Wohlstand und Sicherheit im Land die Verantwortung übernimmt. Dazu gehört auch unser striktes Nein zu neuen Steuern wie Erbschafts-, Schenkungs- oder Vermögenssteuer! Der Wirtschaftsbund ist als stärkste Interessenvertretung der Wegweiser nach oben. Wir sind die Mittelstandskämpfer und haben uns die Lösung von deren Problemen auf die Fahnen geheftet – Mittelstandskämpfer heißt für uns: Verteidigen gegen Angriffe, offensiv agieren und Optimismus ausstrahlen! Die bisherigen Erfolge bei der Umsetzung langjähriger Forderungen geben uns recht: Nur ein Beispiel ist da der Handwerkerbonus, der so gut angenommen wurde, dass die Mittel von zehn Millionen Euro binnen weniger Monate ausgeschöpft waren. Der Wirtschaftsbund hat es mit Präsident Christoph Leitl und mit tatkräftiger Unterstützung von Finanzminister Hans Jörg Schelling nun durchgesetzt, dass es keine Unterbrechung gibt und alle eingereichten Förderanträge, für die es bis zu 600 Euro gibt, auch rückwirkend berücksichtigt werden. So schauen konstruktive Lösungen à la WirtWolfgang Greil WB-Landesgeschäftsführer schaftsbund aus!
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04 Runder Tisch – Landesrat Strugl setzt sich für das Thema Arbeitszeitkontrollen ein 06 WB-Thema – Theorie und Praxis in der Ausbildung / LR Hummer und LT-Präsident Sigl 07 EuroSkills 2014: Oberösterreichs Handwerker kamen mit neun Medaillen aus Lille zurück! 08 AUVA-Themen – Prugger fordert Entbürokratisierung des Arbeitnehmerschutzes 09 Gesundheitspreis 2014 – Preisverleihung im Linzer VKB-Kundenforum an vier Betriebe 11 WB-Gütesiegel „Ausgezeichneter Nahversorger“ holt regionale Betriebe vor den Vorhang 12 Wirtschaftsparlament: Die wichtigsten Forderungen des OÖ. Wirtschaftsbundes 14 Aus den Ortsgruppen – WB-Aktivitäten im regionalen Wirtschaftsleben 18 Im Blick – der Wirtschaftsbund im heimischen Gesellschaftsleben 22 Bezirkstage: WB-Obleute in Eferding, Gmunden, Kirchdorf und Linz stellten sich der Wahl
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Aktuell Toleranz statt Schikane!
Wirtschaftslandesrat Michael Strugl: „Mehr Kommunikation soll vermeidbare Strafen verhindern.“
Runder Tisch schafft Abhilfe bei Arbeitszeit-Problematik
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Foto: Land OÖ/Liedl
urch mehr Kommunikation zwischen allen Beteiligten soll die Unsicherheit insbesondere kleinerer Unternehmen in Bezug auf die Arbeitszeit-Gestaltung sowie vermeidbare Strafen aufgrund von Kontrollen durch das Arbeitsinspektorat künftig vermieden werden.
Wirtschaftslandesrat Michael Strugl lud zum runden Tisch und erreichte ein Einvernehmen beim heiklen Thema Arbeitszeit-Kontrollen.
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Dies ist das zentrale Ergebnis eines „Runden Tisches“ zum Thema Arbeitszeit, zu dem Wirtschaftslandesrat Michael Strugl Vertreter des Arbeitsinspektorats, der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer sowie der Bezirksverwaltungsbehörden geladen hat. „Die Organisation der Arbeitszeit hat direkte Auswirkungen auf die Produktivität unserer Betriebe“, erläutert Strugl. „Um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Oberösterreich zu erhalten und auch Arbeitsplätze abzusichern, muss es hier ein optimales Zusammenwirken von Unternehmen und Behörden geben. Da ich bei meinen Betriebsbesuchen immer wieder auf Probleme zu dieser Thematik angesprochen worden bin, habe ich alle Beteiligten zu einem ,Runden Tisch‘ gebeten, um hier rasch konkrete Lösungen zu finden.“ Erfreulicherweise habe sich bei dieser Gesprächsrunde die klare Willensbekundung aller ergeben, gemeinsam dafür zu sorgen, dass der gesetzliche Rahmen der Arbeitszeitgestaltung bestmöglich im Interesse von Arbeitgebern und Arbeitnehmern umgesetzt werden kann. Folgende MaSSnahmen sollen dabei konkret gesetzt werden: • Die Information der Betriebe über die gesetzlichen Regelungen und insbesondere über die Spielräume, die diese bieten, soll weiter verbessert werden. • Probleme sollen künftig sofort gelöst werden, indem direkt Kontakt zwischen Unternehmen und Arbeitsinspektorat aufgenommen wird und Beanstandungen auch ohne Strafen behoben werden.
LR Michael Strugl: „Ich habe vom Arbeitsinspektorat das konkrete Angebot erhalten, bei Problemfällen, die von Betrieben an mich herangetragen werden, gemeinsam mit dem Arbeitsinspektorat nach Lösungen zu suchen. Dieses Angebot nehme ich im Interesse unserer Unternehmen gerne an.“ • Es gibt seitens der zuständigen Behörden die Zusicherung, dass bei geringfügigen Überschreitungen Toleranzgrenzen zur Anwendung kommen. Wiederholungsfälle würden hingegen sehr wohl geahndet. • Alle Beteiligten wollen auch ihre Erfahrungen und Konzepte auf Bundesebene einbringen, um eine weitere Optimierung der gesetzlichen Regelungen zu erreichen. „Die Situation unserer Betriebe und auch auf dem Arbeitsmarkt wird in nächster Zeit sicher nicht einfacher“, unterstreicht Strugl. „Daher ist es wichtig, dass bei der Arbeitszeitgestaltung eine pragmatische Vorgangsweise im Vordergrund steht, im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes und der Sicherung von Jobs.“ An diesem „Runden Tisch“ haben Vertreter des Arbeitsinspektorats auf Bundesebene sowie von Linz, Wels und Vöcklabruck, der Wirtschaftskammer, der Industriellenvereinigung, der Arbeiterkammer, des ÖGB und der Bezirkshauptmannschaften teilgenommen.
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WB-Herbstklausur Aktuell
„Tempomacher“ Wirtschaftsbund, von links: WB-Direktor Wolfgang Greil, Präsident Christoph Leitl und WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner..
Leitl: „Behörden & Betriebe müssen Partner werden!“
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ir brauchen eine neue Form des Umganges und der Unterstützung zwischen Behörden und Betrieben“, forderte WB-Landesobmann Präsident Christoph Leitl bei der Herbstklausur des OÖ. Wirtschaftsbundes in Ansfelden. „Wer dem Land dienen will, muss die Leistungsträger dieses Landes begleiten und unterstützen!“ Leitl rückte vier Punkte in den Mittelpunkt seines Aufrufes: • Beraten statt bestrafen • 10 Prozent Toleranzschwelle • Kein Multiplikator-Effekt • Würdige Form der Kontrolle „Wir müssen die Investitionsbereitschaft unserer Betriebe ankurbeln und Ihnen dabei unterstützend zur Seite stehen“, betonte WB-LO-Stv. WKOÖPräsident Rudolf Trauner. „Nur so kann der Wirtschaftsstandort Oberösterreich an der Spitze bleiben – auch in punkto
Beschäftigtenzahl. „Zwei von drei Arbeitsplätzen werden von den Kleinund Mittelbetrieben geschaffen, deshalb brauche sie auch entsprechende Hilfe bei geplanten Investitionen.“ „Bei den notwendigen Reformen zur Entlastung unserer Betriebe drückt der Wirtschaftsbund ordentlich aufs Tempo, damit etwas weitergeht bei Deregulierung und Reduzierung der hohen Steuerlast“, sagte WB-Direktor Wolfgang Greil. „Ein wichtiges Thema der WBKlausur war auch noch die Vorbereitung für die anstehenden Wirtschaftskammerwahlen. Der Wirtschaftsbund wird in allen 77 Fachgruppen mit mehr als 1.500 Kandidaten antreten.“ Mit dem Slogan „Wir sorgen für Aufschwung“ tourte der OÖ. Wirtschaftsbund bereits in der ersten Jahreshälfte durch die Bezirke. Mit den Belastungssäcken, die den signalgelben Ballon am Aufsteigen hinderten, wurden plakativ
Probleme und Hindernisse aufgezeigt, mit denen Unternehmer konfrontiert sind: zu viele bürokratische Hürden, zu hohe Steuern und Abgaben, starre Arbeitszeiten sowie fehlende Fachkräfte. gegen das „Bürokratiemonster“
macht nun auch Landeshauptmann Josef Pühringer mobil – nach dem Motto: Mehr Hausverstand und weniger Amtsverstand. „Der Vater Staat ist, was Regelungen und Normen betrifft, zur Übermutter geworden“, sagt Pühringer. Er will sich deshalb der „Daueraufgabe“ stellen und deregulieren. „Wir müssen Abschied vom gesellschaftlichen Vollkaskodenken nehmen!“ Die Bürger werden mittels Frage bogen aufgerufen, unnötige Gesetze und Normen zu finden und Vorschläge zur Deregulierung einzubringen. LH Pühringer verspricht: „Wir werden am Ende des Tages dafür sorgen, dass auch etwas rauskommt.“ Oberösterreich
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Thema Forschung Vorstellung von TheoPrax, von links: Prof. Peter Eyerer, Vorstand TheoPrax-Stiftung vom Fraunhofer Institut für Chemische Technologie, Education-Group-GF Peter Eiselmair, Bildungslandesrätin Doris Hummer und Dörthe Krause, Vorstand TheoPrax-Stiftung.
Foto: Land OÖ
Novum in OÖ: TheoPrax
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n Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut gründet das Land Oberösterreich das europaweit erste TheoPrax-Zentrum außerhalb Deutschlands. Die konsequente Umsetzung der Verbindung von Wissen und Können sowie die Schwerpunktsetzung in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik in Oberösterreichs Schulen wird somit nach Einführung der TN2MS (Technisch-Naturwissenschaftliche Neuen Mittelschule) intensiv weiter vorangetrieben.
Querdenker gesucht! Junge, innovative Köpfe aus heimischen Schulen helfen bei der Lösung von praktischen Aufgabenstellungen aus der Wirtschaft. „Gut ausgebildete Jugendliche sind nicht nur die Basis für unseren Wohlstand und die regionale Wertschöpfung – Bildung ermöglicht vor allem Verwirklichung und persönliches Lebensglück“, betont Bildungslandesrätin Doris Hummer. „Daher ist es die wichtigste Aufgabe unseres Landes junge Talente zu fördern, ihren Forschergeist möglichst früh zu wecken und ihre innovativen Ideen in
den Bereichen Naturwissenschaft und Technik zu unterstützen.“ Schüler der AHS-Oberstufe führen bei TheoPrax unter Begleitung speziell geschulter Pädagogen Projektarbeiten zu aktuellen, praktischen Problemstellungen von Unternehmen durch. Die Herausforderungen, vor denen Betriebe stehen, werden durch ein junges Projektteam mit kreativen Ansätzen und Ideen gelöst. Die Schüler werden gemäß ihrer Stärken und Talenten dank innovativem pädagogischen Konzept bestmöglich gefördert – eine Win-Win-Situation für alle!
Sigl: Duale Ausbildung fördern
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er wirtschaftliche Erfolg einer Region hängt künftig davon ab, wie es gelingt, den Fachkräftemangel zu beseitigen, sonst ist dieser die größte Konjunkturbremse für eine Region“, das betonte Landtagspräsident Viktor Sigl im Rahmen der Budgetdebatte im Oö. Landtag. „Der wirtschaftliche Erfolg einer Region hängt künftig davon ab, wie es gelingt, den akuten Fachkräftemangel zu beseitigen, sonst wird eben dieser zur größten Konjunkturbremse!“ Landtagspräsident Viktor Sigl Mit der dualen Ausbildung hat Österreich ein Erfolgsmodell im Bildungssystem in Mitteleuropa entwickelt und umgesetzt. Immerhin beginnen 45 Prozent der Jugendlichen nach der Schulpflicht eine duale Ausbildung. „Österreich hat hinter Deutschland die zweitniedrigste Jugendarbeitslosigkeit
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in der EU“, erklärt Landtagspräsident Sigl. „Dafür ist maßgeblich die praxisorientierte und innovative duale Ausbildung verantwortlich.“ Auch zur Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund trägt die duale Ausbildung wesentlich bei. Und das laut Landtagspräsident Sigl auch noch kostengünstig. Die öffentlichen Mittel für die betriebliche duale Lehrausbildung belaufen sich auf 5.654 Euro pro Lehrstelle und Jahr. Im Vergleich dazu kostet ein Schüler in den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen 9.528 Euro beziehungsweise in der überbetrieblichen Berufsausbildung im Auftrag des AMS sogar 15.635 Euro. „Nicht zu vergessen ist, dass Lehrlinge ab dem ersten Tag Sozialabgaben zahlen und für die persönliche Pensionsvorsorge sorgen“, betont Sigl. Trotz des Erfolgs des dualen Ausbildungssystems will Landtagspräsident Sigl auf die Notwendigkeit, dass Grundsätze im Bereich der dualen Ausbildung
diskutiert und behandelt werden müssen, aufmerksam machen: „Die Pflichtschule ist für jeden Jugendlichen wichtig. Künftig wird es aber noch wichtiger sein, die individuellen Fähigkeiten der Jugendlichen verstärkt zu fördern. Wenn wir das schaffen, bleibt Oberösterreich auf Erfolgskurs.“ Speziell das Job-Coaching des Landes Oberösterreich soll mit Beratung und Informationen helfen, dass Jugendliche ihre Fähigkeiten richtig einsetzen. „Ein Drittel der Jugendlichen trifft leider eine falsche Ausbildungsentscheidung“, sagt Landtagspräsident Sigl. „Die Job-Coaches sollen den Jugendlichen bei der richtigen Berufs- und Ausbildungswahl zu helfen.“
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EuroSkills 2014 Thema Prominente Gratulantenschar empfängt Oberösterreichs siegreiche EuroSkills-Teilnehmer:
Kälteanlagentechniker Lukas Zauner (Hauser Kühlanlagen GmbH, Linz) holten jeweils im Teambewerb Gold und in der Einzelwertung Silber. Versilbert wurde auch die Leistung des Braunauer Steinmetz Jeremia Bruckbauer (B&C Fritz Bruckbauer, Braunau). Mit Bronze komplettierten die beiden Mechatroniker René Hart aus Steyregg und Lukas Schmalzer aus Kaltenberg (voestalpine Stahl GmbH, Linz) den OÖ-Triumph. Unsere junge Fachkräfte-Elite hat mit neun Medaillen den Löwenanteil zu den insgesamt 19 Medaillen des EuroSkillsAustria-Team und zur Verteidigung von Österreichs EM-Titel beigetragen. Dieses exzellente Ergebnis kommt aber nicht von ungefähr. „Es sind unsere Ausbildungsbetriebe, die den Boden dafür bereiten“, sagt WB-Direktor Wolfgang Greil. „Sie ,schmieden‘ gemeinsam mit den Berufsschulen aus 15-Jährigen Spitzenfachkräfte, die sich dann auch international immer wieder bewähren.“
Ein Geschenk für Europas Besten, Oliver Anibas (oben/Mitte), gab es von LH Josef Pühringer und Landesrat Michael Strugl. WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner (unten/l.) mit den oö. EuroSkills-Medaillengewinnern, v. l.: Anton Zellinger (Gold), Jeremia Bruckbauer (Silber), Gold- und Silberlady Karin Schwendinger, Oliver Anibas, er bekam für seinen KategorieSieg sowie Best of Nation & Best of Europe gleich dreimal Gold, Lukas Zauner, ebenfalls mit dem Gold-Silber-Double sowie die bronzenen Mechatroniker Lukas Schmalzer und René Hart. Foto: WKOÖ/Mozart
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as muss uns erst einmal jemand nachmachen“, applaudiert WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner den sieben oö. EuroSkills-Teilnehmern zu ihrem tollen Abschneiden mit gleich neun Medaillen bei den Wettbewerben im französischen Lille und bedankte sich mit Geschenken. Besonders stolz sind die Präsidenten Christoph Leitl und Rudolf Trauner auf Oliver Anibas aus St. Georgen/Walde, der erstmals den Titel „Europas Punktebester“ nach Österreich holte – Anibas ist Oberösterreicher und Anlagenelektriker bei der voestalpine Stahl GmbH in Linz. Oberösterreich stellte vier Goldmedaillengewinner: Neben Oliver Anibas sicherte sich auch der Hofkirchener Spengler Anton Zellinger (Hatzmann GmbH, Hofkirchen/Trattnach) Gold im Einzelbewerb. Die Restaurantfachfrau Karin Schwendinger aus Steyregg (Restaurant Schweizerhof am See, Altmünster) und der Herzogsdorfer
Foto: Land OÖ/Kraml
OÖ-Handwerk stellt den neuen Europameister
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AUVA
Gesunde Wirtschaft
Erhard Prugger, Vorsitzender der AUVA-Landesstelle Linz, ist für eine Entbürokratisierung des Arbeitnehmerschutzes. Foto: WKOÖ/Mozart
WKOÖ-Forderung wäre ein wichtiger Erfolg im Sinne der heimischen Unternehmer: Sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische „Begehungen“ für ungefährliche Kleinbetriebe nur noch im Vierjahres-Rhythmus.
Prugger: Entbürokratisierung des Arbeitnehmerschutzes
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m 50 Prozent ist die Anzahl der Arbeitsunfälle seit den 70er-Jahren zurückgegangen – ein Erfolg, der viele Väter hat: Immer mehr Betriebe investieren bewusst in die Arbeitssicherheit, weil dadurch nicht nur menschliches Leid, sondern auch teure Krankenstandstage verringert werden. Und auch die AUVA, die alleine in Oberösterreich 19.600 KMUs betreut und damit Marktführer ist, hat ihren Anteil an diesem erfreulichen Ergebnis: Gemeinsam mit dem Betriebsinhaber und den Mitarbeitern werden im Rahmen von gesetzlich vorgeschriebenen „Begehungen“ Gefahrenquellen geortet, Anschaffungen von Arbeitsmitteln und persönlicher Schutzausrüstung beraten und über den richtigen Umgang mit gefährlichen Geräten/Stoffen informiert. Rund 300 Euro würde eine derartige Beratung am Markt kosten – für Oberösterreichs Betriebe ist sie aber kostenlos. Trotz des unbestrittenen Nutzens
der AUVA-Beratungen kritisieren viele Betriebe die Häufigkeit derselben: Laut Gesetz müssen Betriebe ab 11 Dienstnehmern jährlich, Betriebe unter 8
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dieser Grenze alle zwei Jahre für eine sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Begehung sorgen. Und das unabhängig davon, ob man einen Büro- oder Handelsbetrieb führt oder aber zum Beispiel mit hochexplosiven Stoffen hantiert oder gefährliche Maschinen betreibt. Immer wieder wird auch kritisiert, dass Sicherheitstechniker und Arbeitsmediziner nicht gemeinsam kommen, was den Arbeitgebern Zeit und Geld sparen würde. Die WKO Oberösterreich hat deshalb mit der AUVA über deren Landesstellenvorsitzenden Erhard Prugger Kontakt aufgenommen und folgende zukünftige Vorgangsweise besprochen: • Die AUVA-interne Einteilung der Betriebe in drei Gefahrenkategorien beziehungsweise die daraus resultierenden abgestuften Einsatzzeiten/ Richtzeiten werden auch zukünftig aufrechterhalten. Das bedeutet, dass die Betreuung von „ungefährlichen“ Betrieben klar kürzer ist. • Termine mit den Sicherheitsfachkräften und Arbeitsmedizinern können zukünftig auch für denselben Tag vereinbart werden.
• Die Möglichkeit des betroffenen Unternehmens, ein Feedback zu geben, soll demnächst ausgebaut werden: Statt der bisherigen Stichprobenregelung, mit der fünf Prozent der Betriebe erreicht wurden, soll es zukünftig eine lückenlose Online-Befragung geben. Und was noch wichtiger ist: Jeder Verbesserungsvorschlag wird auf seine Umsetzung hin geprüft! WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner:
„Damit wird eine grundsätzlich sinnvolle Leistung in vernünftige Bahnen gelenkt! Ja zu einem vernünftig dimensionierten Arbeitnehmerschutz, Nein zu überbordenden gesetzlichen Vorschriften, die die Firmen nur Zeit und Geld kosten.“ Darüber hinaus wird sich die WKO Oberösterreich auf Bundesebene dafür stark machen, dass Betriebe mit weniger als elf Mitarbeitern, die ein „nicht gefährliches“ Gewerbe wie ein Büro oder ein Handelsgewerbe betreiben, zukünftig nur noch alle vier Jahre (bislang alle zwei Jahre) sicherheitstechnisch und arbeitsmedizinisch betreut werden müssen. Von einem solchen Entbürokratisierungsschritt würden allein in Oberösterreich rund 20.000 Betriebe profitieren.
OÖ. Gesundheitspreis 2014 Aktion
Gesunde Mitarbeiter in erfolgreichen Betrieben
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eit 2008 wird der Oberösterreichische Gesundheitspreis verliehen. Initiiert haben diesen Wettbewerb WB-LO-Stv. und WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner, VKB-GD Albert Wagner sowie Uniqa-Landesdirektor Ernst Bamberger. Jene Unternehmen, deren Engagement auf gesunde Arbeitsbedingungen und Mitarbeiter-Fitness abzielt, werden nicht nur mit der Motivation und der Lei-
stungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter belohnt. Betriebe, die konsequent und kreativ für die betriebliche Gesundheit arbeiten, werden im Rahmen der Oberösterreichischen Gesundheitsgala mit dem Gesundheitspreis in vier Kategorien ausgezeichnet und als nachahmenswerte Beispiele vor den Vorhang geholt. „Gesunde Unternehmen haben mehr Erfolg“ war auch 2014 das Motto des Oberösterreichischen Gesundheitspreises.
Foto: cityfoto.at/Mayr
Alle Sieger beim Gesundheitspreis 2014, v. l.: Uniqa- Ernst Bamberger, Elisabeth Weiss & Rainer Lischka von Avocodo, Count-It-GF Maximilian Wurm, Thomas Uhr & Sabine Fuchs, von BRP-Powertrain, VKB-Direktor Christoph Wurm, Anja Spitzer von BRP-Powertrain, Josef & Sieglinde Groiß von Groiss Wohnkultur e.U. sowie WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner.
4 Kategorien / 4 Sieger bis 20 Mitarbeiter groiss Wohnkultur e.U. Nominiert: Malerei Schaumaier e.U., Sparkasse Kopfing
21 bis 50 Mitarbeiter Avocodo GmbH Nominiert: SYSco GmbH
51 bis 100 Mitarbeiter COUNT IT GmbH & Co KG Nominiert: Stadtgemeinde Perg
mehr als 100 Mitarbeiter BRP-Powertrain GmbH & Co KG Nominiert: hali büromöbel GmbH, GE Healthcare Austria GmbH & Co OG
www.gesundheitspreis.at
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Info
Absichern für die Zukunft Die Absicherung der eigenen Arbeitskraft ist immer noch ein Nischenthema.
Berufsunfähigkeit – die unterschätzte Gefahr!
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Foto: OÖV/Werbung
ie Berufsunfähigkeit ist derzeit noch ein Nischenthema in der privaten Vorsorge, dabei wird sie absolut unterschätzt“, betont Josef Stockinger (Bild), Generaldirektor der Oberösterreichischen Versicherung. „Lag der Fokus bisher verstärkt auf Ansparen und Kapitalbildung, sollten nunmehr verstärkt persönliche Risiken abgesichert werden.“ Angesichts eines erschwerten
Zugangs zu staatlichen Berufsunfähigkeitspensionen sollten diese Produkte eigentlich zum Grundbaustein der persönlichen Vorsorge gehören. Tatsächlich haben weniger als drei Prozent der Erwerbstätigen ein solches Versicherungsprodukt abgeschlossen, schätzt der
Chef des Keine Sorgen-Versicherers. Und auch im Bereich selbstständiger Unternehmer ist noch viel aufzuholen. Gerade für junge Menschen, die sich in der „Rush-Hour des Lebens“ befinden, ist diese Problematik besonders drängend: „Zwischen 20 und 40 ist viel in Bewegung, erste Karrieresprünge werden gemacht, unternehmerische Ideen werden zu Start-Ups, Unternehmen werden übernommen und Familien gegründet oder Wohnungseigentum geschaffen“, weiß Stockinger. „Spätestens dann sollte auch damit begonnen werden, sich selbst und die eigene Familie abzusichern.“ Nähere Infos unter www.keinesorgen.at und beim Keine Sorgen-Berater.
NAHVERSORGUNG SICHERT LEBENSQUALITÄT Mit der Nahversorgungsförderung des Landes OÖ wird der tägliche Einkauf im Ort für die Zukunft gesichert - und damit auch 50.000 Arbeitsplätze in den oö. Nahversorgungsbetrieben.
Mehr Infos unter: www.nahbleiben.at 10
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Ausgezeichnete Nahversorger
Aktion
Gratulation an Guggi Stöbich vom Rohrbacher Bioladen „Grüner Zweig“, der seit kurzem ein ausgezeichneter Nahversorger ist, von links: LAbg. Patricia Alber, WB-Obmann Manfred Stallinger, WB-Bezirksobmann Herbert Mairhofer, LAbg. Georg Ecker, Nahversorgerin Guggi Stöbich, Bürgermeister Andreas Lindorfer und LR Max Hiegelsberger. Foto: WB Rohrbach
Rund 650 Betriebe haben schon das beliebte Wirtschaftsbund-Gütesiegel:
Nahversorger boomen
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er OÖ. Wirtschaftsbund holt mit seiner Aktion „Ausgezeichneter Nahversorger“ regionale Betriebe vor den Vorhang, die neben der wirtschaftlichen auch eine wichtige gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung in ihrer Gemeinde haben. „Die Sicherung der Nahversorgung und damit auch der Lebensqualität für
die Menschen in der Region sind das erklärte Ziel dieser WirtschaftsbundInitiative“, erklärt Direktor Wolfgang Greil. „Eine funktionierende Nahversorgung sichert Arbeitsplätze und entscheidet, ob es den Menschen gut geht.“ Auch Das Land Oberösterreich bekennt sich zum Erhalt des NahversorgerNetzwerks und förderte bisher mehr als 1.500 Projekte mit 80 Millionen Euro.
Im Rahmen des Bezirkstages überreichte LR Doris Hummer der Firma Hauzenberger Installationstechnik in St. Peter a.W. die WB-Urkunde „Ausgezeichneter Nahversorger“, von links: LR Doris Hummer, Gerhard Hauzenberger, Michaela Katzmaier und WB-Bezirksobmann Herbert Mairhofer. Foto: WB Rohrbach
WB-Anforderung Alle Infos und die nötigen Anmeldeformulare zum Nahversorger-Gütesiegel gibt‘s beim OÖ. Wirtschaftsbund unter Telefon 0732-771855-0 oder via Mail
[email protected] oder im Internet zum Download unter …
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Der Firma Fazeni Gmbh aus Allhaming wurde erst kürzlich das Zertifikat „Ausgezeichneter Nahversorger“ verliehen – bei der Übergabe, von links: WB-Bezirksobmann Linz-Land Manfred Benischko, Fazeni-GF Markus Neubauer sowie Allhamings WB-Obmann Franz Hinterleitner. Foto: WB Linz-Land Oberösterreich
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Aktuell WKOÖ-Wirtschaftsparlament
Wolfgang Greil
Ulrike Rabmer-Koller
Leo Jindrak
Johannes Hödlmayr
Robert Seeber
Aktuelle WB-Anträge im Wirtschaftsparlament
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• Oö. Exportaktivitäten auf Wachstumsmärkten verstärken: Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller, stellte den Antrag, dass das Wirtschaftsparlament der WKOÖ konsequent alle Maßnahmen zur Förderung der heimischen Exportwirtschaft unterstützen und sowohl die politischen als auch die behördlichen Entscheidungsträger auf allen Ebenen auffordern möge, den Export als Wachstumsmotor der heimischen
Wirtschaft zu stärken. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.
• Interessen und Grundrechte der Betroffenen bei Natura-2000-Gebietsnachnominierungen wahren: Ebenfalls einstimmig angenommen wurde der Antrag von Vizepräsident Clemens Malina-Altzinger, die Wirtschaftskammer Österreich möge sich bei der EU dafür einsetzen, dass die GebietsnachnominieFoto: LinzTV
inen wahren Schwung an Anträgen brachte das letzte Wirtschaftsparlament der WKOÖ in der laufenden Funktionsperiode: So mussten die Delegierten gleich über 23 aktuelle Anträge abstimmen. WKOÖ-Präsident Trauner forderte vor allem einen Bürokratieabbau ein. Vom OÖ. Wirtschaftsbund wurden einige für den Standort Oberösterreich sehr bedeutende Anträge gestellt:
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WKOÖ-Wirtschaftsparlament Aktuell
Thomas Mayr-Stockinger
Michaela Nimmervoll
rungen gemäß Flora-Fauna-HabitatRichtlinie unter Beachtung der EUGrundrechte-Charta, insbesondere des Eigentumsrechts, abgeführt werden und dazu den Betroffenen genügend Zeit zur Wahrung ihrer Interessen und unter Berücksichtigung ihrer Grundrechte eingeräumt wird.
• Flächendeckende Lkw-Maut als standortfeindliche Massensteuer verhindern: Die uneingeschränkte Zustimmung fand auch der in einer breiten Allianz von den Spartenobleuten Johannes Hödlmayr – der den Antrag vorbrachte –, Leo Jindrak, Günter Rübig, Christian Kutsam, Franz Gasselsberger, Robert Seeber und Angelika Sery-Froschauer eingebrachte Antrag, mit gemeinsamen Initiativen der WKO auf Bundes- und Länderebene die Einführung einer flächendeckenden LKW-Maut als standortfeindliche Massensteuer zu verhindern.
Günter Rübig
gegenüber Deutschland entstehen zu lassen, forderte WP-Delegierter Leo Jindrak in einem weiteren Antrag an das Wirtschaftsparlament. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.
• Mittelstands-Paket für Entlastung, Wachstum und Beschäftigung: Mehrheitlich an-genommen wurde der Antrag von WP-Delegiertem Wolfgang Greil, die Wirtschaftskammer Österreich möge an die Bundesregierung und die zuständigen Stellen herantreten und dazu auffordern, sich an den Eckpfeilern eines Mittelstand-Pakets zu orientieren und folgende Maßnahmen umzusetzen: > Die Entlastung der Unternehmer von Steuern, Abgaben & Bürokratie ist voranzutreiben und verstärkt umzusetzen. > Wachstumsimpulse sind schnell und unbürokratisch zu setzen. > Beschäftigung ist für Unternehmer zu erleichtern und zu attraktivieren.
• Höhere Dotierung und Erweiterung des Anwendungsbereiches für den Handwerkerbonus: Mehrheitlich angenommen wurde der Antrag des WPDelegierten Leo Jindrak, die WKO Oberösterreich möge sich dafür einsetzen, dass die Dotierung und der Anwendungsbereich der Fördermaßnahme „Handwerkerbonus“ erhöht und ohne budgetmäßige Beschränkung über das Jahr 2015 prolongiert wird.
• „Handwerkerbonus“ als Konsumationsbonus im Gastgewerbe: WPDelegierter Thomas Mayr-Stockinger stellte den Antrag, die WKOÖ möge sich dafür einsetzen, dass ähnlich dem Handwerkerbonus, Privatpersonen 15 Prozent der Konsumationsrechnung bis zu einem Rechnungsbetrag von 5.000 Euro als Konsumationsbonus für ihre Feier in einem befugten Gastgewerbebetrieb erhalten sollen. Dieser Antrag wurde mehrstimmig angenommen.
• Umsetzung des Europäischen Qualifikationsrahmens Schaffung eines nationalen NQR-Gesetzes: die WKO Oberösterreich möge sich dafür einsetzen, dass bis spätestens 2015 ein Nationaler Qualifikationsrahmen auf gesetzlicher Basis geschaffen wird, um keine zusätzlichen Wettbewerbsnachteile
• Entgeltfortzahlung neu: Mehrheitlich angenommen wurde der Antrag von WP-Delegiertem Christian Kutsam, die WKOÖ möge sich dafür einsetzen, dass die Entlastung der heimischen Arbeitgeber durch eine rasche Umsetzung einer EFZG-Novelle gewährleistet wird.
Christian Kutsam
Clemens Malina-Altzinger
• Evaluierung der Verbraucherrechte-Richtlinie vorziehen: Das Wirtschaftsparlament möge dafür eintreten, dass die seitens der EU erst für Ende des Jahres 2016 in Aussicht gestellte Evaluierung der Verbraucherrechte-Richtlinie auf 2015 vorgezogen wird, forderte WP-Delegierte Michaela Nimmervoll im mehrheitlich angenommenen Antrag. • Allergeninformationsverordnung: Die WKOÖ möge sich dafür einsetzen, dass die Bestimmungen der Allergeninformationsverordnung auch auf Veranstaltungen, die vom Geltungsbereich der Gewerbeordnung ausgenommen sind – Vereinsfeste, Feuerwehrfeste, Clubbings – anzuwenden sind. Weiters soll eine „Übertretung von Bestimmungen der Allergeninformationsverordnung“ mit einem dem Vergehen angemessenen Strafrahmen von maximal 1.000 Euro festgelegt werden, forderte WP-Delegierter Robert Seeber in einem Dringlichkeitsantrag. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. • Modulare Lehrlingsausbildung in der Schweiz als Vorbild zur Bekämpfung des Fachkräftemangels: WP-Delegierter Günter Rübig forderte in seinem Antrag auf, das oö. Wirtschaftsparlament möge zur Bekämpfung des Fachkräftemangels die österreichische Bundesregierung auffordern, ähnlich wie in der Schweiz per Gesetz eine modulare Lehrlingsausbildung einzuführen. Web-Weiser Nähere Informationen zum Wirtschaftsbund sowie zu interessanten Wirtschaftsthemen gibt‘s unter …
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Ehrungen in Neumarkt
Foto: WB Neumarkt/Mark
Neues Aus den Ortsgruppen
WB-Bezirksobfrau Gabriele Lackner-Strauss und Bezirksgeschäftsführer Gerhard Mark konnten kürzlich gemeinsam mit Ortsgruppenobmann Josef Innendorfer und Vizebürgermeister Reinhard Deibl im Namen von Landesobmann Präsident Christoph Leitl und WB-Direktor Wolfgang Greil ganz besondere Ehrungen an langjährige Mitglieder der WBOrtsgruppe Neumarkt überreichen. Für 50-jährige Treue zum Wirtschaftsbund wurden Landtagsabgeordneter aD. Alfred Obermüller – langjähriger Bürgermeister von Neumarkt, Wirtschaftskammerobmann
und WB-Bezirksobmann – sowie Glasermeister Josef Gstöttenbauer ausgezeichnet. Auf 40 Jahre Mitgliedschaft beim Wirtschaftsbund können Kfz-Mechanikermeister Rudolf Mitterhuber und Friseurmeisterin Elisabeth Wurmsdobler stolz sein. Lackner-Strauss gratulierte den Geehrten und lobte deren vorbildhafte Arbeit im und für den Wirtschaftsbund in den vergangenen Jahrzehnten.
Wie schon seit vielen Jahren präsentierte auch heuer der Wirtschaftsbund Mauthausen mit Obmann Michael Aichberger wieder seine einmal im Jahr erscheinende Zeitung „WirtschaftBunt“. Diesmal fand die Veranstaltung in den Räumen der Firma Poschacher-Baustoffe direkt an der B3 in Mauthausen statt. Viele Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft nahmen an der vor der Präsentation stattfindenden Podiumsdiskussion mit Hausherr Leonhard Helbich Poschacher, dem Logistiker Nikolaus Glisic und dem Geschäftsführer von Wienerberger Ziegel, Christian Weinhapl, teil. Diskutiert wurden auch die aktuellen und wirtschaftlich relevanten Themen wie LKW-Maut, Lehrlingsausbildung oder das Russland-Embargo durch die europäische Union. Anschließend wurde die Zeitung verteilt, gemütlich geplaudert und diskutiert. Der WB Mauthausen präsentiert „WirtschaftBunt“, hinten von links: Dietmar Heigl, Manfred, Strasser und Mauthausens WB-Obmann Michael Aichberger; vorne, v. l.: Leonhard Helbich-Poschacher und Nikolaus Glisic.
Der Ennser WB-Vorstand mit neuer Obfrau, von links: Mario Mostbauer, Thomas Galos, Obfrau Ursula Gruber, BR Gottfried Kneifel und Hannes Leitner.
WB-Enns: Mit neuer Obfrau ins neue Jahr Die gebürtige Ennserin Ursula Gruber
Foto: WB Mauthausen
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Foto: WB Enns
Mauthausens Zeitung „Wirtschaft-Bunt“
ist die neue Obfrau des Ennser Wirtschaftsbundes – und sie hat einiges vor: Sie wird sich für mehr Bewusstsein einsetzen, welche tollen Unternehmen und Arbeitgeber Enns hat, was in Enns alles vorhanden ist, was schon alles erreicht wurde, aber auch, welche Potenziale Enns hat. Für Unternehmen interessante Projekte und Ideen, wie das geplante Gesundheitszentrum, das Wirtschaftsportal oder der Ausbau des Ennshafen sollen in eigenen Infoveranstaltungen näher vorgestellt werden. „Ich möchte aktiv etwas zur Entwicklung von Enns beitragen“, beschreibt Gruber die
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Motivation für ihr Engagement. „Ich war immer und bin gerne in Enns, aber der Blick muss auch über das Stadtzentrum hinaus gehen.“ Jeder Unternehmer, sei es EPU oder Leitbetrieb, leistet einen wichtigen Beitrag für die Lebensqualität in Enns. Ursula Gruber führt zusammen mit ihrem Mann Wolfgang das Geschäft „Gruber-Mode für Freizeit und Sport“ im renovierten Haus direkt am Hauptplatz. Qualität und persönliche Beratung sind das Unternehmens-Credo. Der WB Enns bedankt sich bei Grubers Vorgängerin Anna Vyvadil für ihre intensive Arbeit. Unter ihrer Leitung wurden viele neue Ideen und Veranstaltungen umgesetzt.
Aus den Ortsgruppen Neues
Unterach: Nach 18 Jahren folgt Pölz auf Schmidinger Ehrungen für langjährige Mitglieder der WB-Ortsgruppe Neumarkt, von links: Ortsgruppenobmann Josef Innendorfer, Bezirksobfrau Gabriele Lackner-Strauss, Alfred Obermüller, Elisabeth Wurmsdobler, Rudolf Mitterhuber, Josef Gstöttenbauer und Vizebürgermeister Reinhard Deibl.
schaftsbund Bäckermeister Erich Häupl und Obmannwechsel in Unterach am Attersee: Nach 18 langen Jahren übergab Baumeister Johann Strobl. Vöcklabrucks WB-Bezirksobfrau Abg.z.NR Angelika Ernst Schmidinger die Führung des örtlichen Wirtschaftsbundes an Baumeister AlexandWinzig bedankte sich bei Ernst Schmidinger für die tolle Zusammenarbeit in den er Pölz. Zu seinem Stellvertreter wurde vergangenen Jahren. ebenfalls einstimmig Gernot Schmidt gewählt. Geehrt wurden im Zuge der Obmannwechsel in Unterach: Neo-Obmann Alexander Pölz graJahreshauptversammlung anlässlich ihrer tulierte WB-Jubilar Erich Häupl (vorne, v.l.) und WB-BO Angelika 50-jährigen Mitgliedschaft beim Wirt-
Winzig bedankte sich bei Alt-Obmann Ernst Schmidinger (v.r.).
Lasberg: 100 % für Ahorner
Foto: WB Lasberg/Mark
Glückwünsche für den alten und zugleich neuen WB-Obmann Herbert Ahorner (l.) in Lasberg von Bezirksobfrau LAbg. Gabriele Lackner-Strauss und Bürgermeister Josef Brandstätter.
Foto: WB Unterach
Brandstetter bleibt Obmann Bei der Vollversammlung des WB Windhaag/Perg wurde Sägewerksbetreiber Johann Brandstetter, der auch im Gemeindevorstand von Windhaag aktiv ist, einstimmig als
Obmann bestätigt. Unterstützt wird er von seinem Team bestehend aus Stellvertreter Johann Bernhart, Johann Schweiger und Maria-Anna Brandstetter. Brandstetter möchte sich mit seinem Team auch weiterhin für die Interessen der Windhaager Wirtschaft einsetzen. Im Rahmen der Vollversammlung wurden Gastwirt Josef Holzer für seine 35-jährige sowie Christine Amstler und Obmann Johann Brandstetter für ihre 25-jährige WB-Mitgliedschaft beim geehrt. WB-Vorstand in Windhaag, von links: Johann Schweiger, Obmann-Stv. Johann Bernhart, Obmann Johann Brandstetter, Maria-Anna Brandstetter und WB-BOStv. Hubert Schlager.
Foto: WB Windhaag
Beim Gemeindetag des WB Lasberg wurde Herbert Ahorner mit 100 Prozent Zustimmung als Obmann bestätigt. Bezirksobfrau LAbg. Gabriele LacknerStrauss, Bürgermeister Josef Brandstätter und Bezirksgeschäftsführer Gerhard Mark gratulierten. In seinen Ausführungen beleuchtete Ahorner die Herausforderungen durch den Bau der Mühlviertler Schnellstraße S10, berichtete über die Bemühungen für eine funktionierende Nahversorgung in Lasberg und informierte über zahlreiche gesellschaftliche und gesellige Aktivitäten des Lasberger Wirtschaftsbundes – wie Stammtische, Wanderungen oder Ausflugsfahrten.
Oberösterreich
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Sicher3 zum Erfolg mit WB in Walding
Foto: WB Walding/Mair
Neues Aus den Ortsgruppen
Das neue Veranstaltungsformat des Wirtschaftbundes „SICHER³ zum Erfolg“ ist ein voller Erfolg. Bei bisher drei Veranstaltungen im Autohaus Loitz, Gallneukirchen, im Watzinger-Center in Reichenau und im Autohaus Eder in Walding wurden den anwesenden Unternehmern wertvolle Tipps gegeben. WB-Direktor Wolfgang Greil: „Es freut mich, dass wir mit diesem neuen Veranstaltungsformat insbesondere die lokale Zusammenarbeit der Unternehmer unterstützen können.“ Die Idee zu dieser Veranstaltungsreihe wurde von den drei Vortragenden Andreas Derntl, Thomas Staudinger und Florian Gumpinger gemeinsam mit dem OÖ. Wirtschaftsbund entwickelt und umgesetzt..
Der WB Gmunden-Stadt hat gewählt und die Weichen für die Zukunft gestellt. Stadtrat Gerhard Meingast legte das Amt des WB-Obmannes nach 6-jähriger Tätigkeit in jüngere Hände. Max Löberbauer wurde von den 50 Delegierten einstimmig zu Meingasts Nachfolger gewählt. Der gebürtige Gmundener Löberbauer ist 41 Jahre jung, verheiratet und hat drei Kinder. Seit einigen Jahren ist er als Prokurist eines großen Unternehmens in seiner Heimatstadt tätig. Die Familie Löberbauer ist seit jeher tief verwurzelt in der Wirtschaft. Bereits der Großvater, der als Lehrling in einem Eisenwarengeschäft seine Laufbahn begann, hat viel für Gmunden getan. Löberbauer stellte ein ambitioniertes Team zusammen, das sich fachlich erfahren, jung und innovativ präsentiert. Besonderes Augenmerk legt er auf drei Themen: Bewährtes wie die Stadtgespräche weiter organisieren, dem Fachkräftemangel entgegenwirken und die Bevölkerung hinsichtlich innerstädtischer Baumaßnahmen entsprechend aufzuklären. WB-Neuwahl in Gmunden, von links: WB-Stadtobmann Max Löberbauer, sein Vorgänger StR Gerhard Meingast und Wirtschaftsbund Bezirksobmann Martin Ettinger.
Foto: WB Niederneukirchen
Löberbauer ist neuer Obmann in Gmunden
WB-Neuwahl in Niederneukirchen, von links: WB-Bezirksobmann Linz-Land Manfred Benischko mit Rosa Glack und dem neuen WBObmann Hermann Haider sowie dessen Vorgänger Herbert Atzlinger
Haider übernimmt den WB in Niederneukirchen
Foto: WB Gmunden
Bei der Jahreshauptversammlung
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des Wirtschaftsbundes Niederneukirchen wurde Hermann Haider, der ein Installationsunternehmen in Niederneukirchen führt, einstimmig zum neuen WB-Obmann gewählt. Der Installateur bietet mit vier Mitarbeitern Heizungs- und Badsanierungen, Solar- und Photovoltaikanlagen sowie alle üblichen Dienstleis tungen aus dem Bereich „Gas, Wasser, Heizung“ an. Ein besonderer Dank ging an Herbert Atzlinger, der nach 21 Jahren
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die Führung des Wirtschaftsbundes Niederneukirchen an Haider übergab. Atzlinger ist Geschäftsführer des gleichnamigen Landmaschinenbauunternehmens, das auf Druckluft-, Klima- und Reifendruckregelanlagen spezialisiert ist und 35 Mitarbeiter beschäftigt. Außerdem wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung Rosa Glack für Ihre 40-jährige Mitgliedschaft im Wirtschaftsbund von Bezirksobmann Manfred Benischko ausgezeichnet.
Aus den Ortsgruppen Neues
Oktobertreff in Langenstein Die Wirtschaftsbund-Ortsgruppen
„Sicher3“ in Walding, v.l.: Franz Trumer (WB Walding), Raika-Leiter Thomas Karl, Florian Gumpinger (WB Altenberg), Andreas Derntl (WB St. Georgen), Thomas Staudinger (JW Steyr-Land), Hausherr Helmut Eder und Dieter Mackinger (WB Walding).
von Langenstein, Luftenberg und St. Georgen/Gusen luden kürzlich WB-Mitglieder und Gewerbetreibenden aller drei Gemeinden zu einem gemeinsamen Oktobertreff nach Langenstein. Dabei wurden auch die beiden WB-Ortsobleute Michael Ortner (Langenstein) und Gerald Rubmer (Luftenberg) einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Der IT-Systemintegrator Andreas Derntl wurde einstimmig zum neuen WB-Obmann von St. Georgen/
Gusen gewählt. Zusätzlich wurde eine neue Dachorganisation „WB LangensteinLuftenberg-St. Georgen/Gusen“ geschaffen, der Funktionäre aus allen drei Gemeinden angehören. Unter dieser neuen Dachorganisation wird es künftig eine ganz enge Zusammenarbeit beim Erarbeiten wirtschaftspolitischer Konzepte und Forderungen für die Region geben. WB-Treff in Langenstein, v.l.: WB-Direktor Wolfgang Greil, die Obmänner Michael Ortner, Andreas Derntl und Gerald Rubmer sowie WB-Bezirksobmann Wolfgang Wimmer.
Rund 70 Gäste folgten der Einladung von Obmann Siegfried Kepplinger zur Hauptversammlung des Wirtschaftsbundes St. Martin in den neuen Veranstaltungssaal der Marktgemeinde. WB Bezirksobmann Herbert Mairhofer knüpfte an Kepplingers WB-Rückblende an und lobte das Engagement der Ortsgruppe. Die kompetente Organisation vor Ort habe maßgeblich zur erfolgreichen Neupositionierung der St. Martiner Wirtschaft und zum höheren Stellenwert in der Bevölkerung beigetragen. Ein Vortrag von WB-Direktor Wolfgang Greil zum Thema „Wirtschaftsbund – Motor der regionalen Wirtschaft“ rundete das Programm ab. Nach der Ehrung langjähriger WB-Mitglieder und der Wahl des neuen WB-Vorstandes klang der Abend gesellig aus.
Foto: WB St. Martin
WB St. Martin wählte, von links: Obmann Siegfried Kepplinger, Matthias Hagenauer, Sabine Hofer, Thomas Hagenauer und Andreas Höllinger.
Foto: WB Langenstein
Kepplinger bleibt Obmann
WB Ried: Von der Natur lernen Tradition, Innovation und Kreativität sowie Technik und solides Handwerk prägen die Unternehmensgeschichte von Wenzel Schmidt. Mit dem Blick auf das Wesentliche präsentierte der CEO der WB-Vortrag in Ried, v.l.: Schmidt-GF Karl Dauerböck, IP-Consult-GF Schmidt Holding die 30-jährige Christian Kaiser, Christoph Estermann von Orbionic, FidW-Obfrau Firmengeschichte den Teilnehmern des Sieglinde Roithinger, CEO Wenzel Schmidt, StR Gabriele Luschner, Rieder Wirtschaftsbundes im voll StR Claudia Schossleitner und WB-Stadtobmann Christoph Zauner. besetzten MultimediaFoto: WB Ried center. Knapp 50 Personen folgten der Einladung von Rieds WB-Obmann Christoph Zauner und bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft staunten beim Vortrag von Christoph Estermann beim Thema „Lernen von den Modellen der Natur“. Oberösterreich
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Im Blick Leute
Freie Berufe sind wichtig für die Wirtschaft Die neue Sprecherin der „Plattform Freie Berufe“, Apothekerkammer-Präsidentin Ulrike Mursch-Edlmayr, die dieser Tage auch zur „Managerin des Jahres“ gekürt wurde, widmete sich bei ihrer ersten Veranstaltung gleich zwei „heißen“ Themen: Kurt Pieslinger vom Institut Wirtschaftsstandort Oberösterreich präsentierte Standort-Studien und Vorschläge, wie Oberösterreich aufgrund seiner wirtschaftlichen Situation zu einer der stärksten Regionen Europas werden kann. Hon. Prof. Leo W. Chini vom Forschungsinstitut für Freie Berufe beleuchtete eindrucksvoll die volkswirtschaftliche Bedeutung dieser Berufsgruppe. „Die Freien Berufe erwirtschaften jährlich 20 Milliarden Euro Umsatz in Österreich und damit drei Prozent des Gesamtumsatzes der österreichischen Wirtschaft“, weiß Chini. „Das rechtfertigt durchaus ein stärkeres Selbstbewusstsein.“ Die Freien Berufe – Rechtsanwälte, Ärzte, Apotheker, Architekten oder Wirtschaftstreuhänder – sind enorme Stabilitätsfaktoren auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. „Wir müssen die interdisziplinären und branchenübergreifenden Netzwerke verstärkt nutzen und uns auf konkrete gemeinsame Themen fokussieren und diese auf nationaler und auch auf EU-Ebene nachdrücklich positionieren“, ist Plattform-Sprecherin Mursch-Edlmayr voller Tatendrang.
Besichtigung der Brauerei Eggenberg mit Kostprobe Zur Besichtigung der Brauerei Schloss Eggenberg in Vorchdorf lud Ende November der Wirtschaftsbund-Vorstand von Steinerkirchen-Fischlham mit WB-Obfrau Alexandra Pumpfer an der Spitze seine Mitglieder und WB-Bezirksobmann Wels-Land Franz Ziegelbäck ein. Die Führung gestaltete der ehemalige Braumeister Alfred Riedler sehr interessant. Im Anschluss wurden die verschiedenen Biere verkostet. Der Abend fand im Gasthaus „Zur Linde“ in Steinerkirchen noch einen gemütlichen Ausklang.
Brauereibesichtigung mit Kostprobe, von links: Karl Kronberger, Stefan Pumpfer, WB-Obfrau Alexandra Pumpfer, Siegfried Waldl und WBBezirksobmann Franz Ziegelbäck. Foto: WB Fischlham
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WB O b e r ö s t e r r e i c h
Foto: WBOÖ
Mittagstalk in Linz, v.l.: Rechtsanwaltskammer-Präsident Franz Mittendorfer, IWS-GF Kurt Pieslinger, Präsidentin der Kammer der Wirtschaftstreuhänder OÖ Verena Trenkwalder, PFB-Sprecherin Ulrike Mursch-Edlmay und Hon. Prof. Leo W. Chini.
Wirtschafts-Abc
Schlag nach im Wirtschafts-Abc: Das AutorenDuo Huber/ Kneifel erklärt Wirtschaftsbegriffe in aller Kürze. In der Broschüre „Wirtschaft kurz erklärt“ sind die 100 häufigsten Begriffe aus dem Wirtschaftsbereich zusammengefasst. „Dieses ,Wirtschafts-Abc‘ ist ein praktisches Nachschlagewerk und richtet sich an Schüler und Studenten sowie an alle Personen, die sich für wirtschaftliche Zusammenhänge interessieren“, erklärt BR Gottfried Kneifel, der als IWS-Geschäftsführer die Gesamtleitung dieses Projektes inne hatte und das Büchlein mit Unterstützung von HAK/HaschLandesschulinspektor Gerhard Huber und JKU-Professor Friedrich Schneider realisierte. Die im Trauner Verlag erschienene Broschüre umfasst 90 Seiten und ist unter der ISBNNummer 978-3-99033-271-9 beim Herausgeber Institut Wirtschaftsstandort OÖ gegen 5 Euro Versandkosten erhältlich – für Schüler, Studenten und Lehrer kostenlos. Infos und Bestellungen unter
[email protected] ...
Leute Im Blick
Raab-Medaille für Penz, Buchroithner und Schenner
Foto: WB-Engelsberger
Die Julius-Raab-Medaille – die nur selten vergebene und höchste Auszeichnung des OÖ. Wirtschaftsbundes – überreichte WB-Landesobmann Präsident Christoph Leitl im Rahmen des abendlichen Empfanges bei der Herbstklausur in Ansfelden an drei langjährige und verdiente Mitglieder der WB-Familie. „Wenn sich WB-Obleute wie IC-Experte Gerhard Buchroithner aus Eferding oder Handels-Profi Franz Penz aus Linz 15 Jahre für die Sache der Unternehmer einsetzen, dann gebührt ihnen eine Anerkennung, der wir mit der Überreichung der Julius-Raab-Medaille Ausdruck verleihen“, sagte Leitl in seiner Laudatio. „Für Tourismus-Urgestein Hans Schenner aus Bad Goisern gilt das umso mehr, hat er sich doch sogar Verleihung der Julius-Raab-Medaillen, v.l.: LR Michael Strugl, 20 Jahre – eine gefühlte Ewigkeit–, in den WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner, Franz Penz, Hans Schenner Dienst der Sache gestellt!“ und Gerhard Buchroithner sowie Präsident Christoph Leitl.
St. Marien lud zum WB-Stammtisch Gastgeber beim Stammtisch des Wirtschaftsbundes St. Marien war Mitte November die Firma Atzlinger GmbH in Niederneukirchen. Knapp 40 Wirtschaftstreibende aus St. Marien waren der Einladung des WB-Obmannes Walter Lazelsberger gefolgt und vom Unternehmen sehr beeindruckt. Christian Leblhuber und Herbert Atzlinger und führten durch das Unternehmen, Gattin Maria Atzlinger – geborene „Sammareinerin“ und sonst Chefin im Büro - erwies sich als charmante Gastgeberin. Aus der Schmiede des Alois Atzlinger im Jahr 1890 ist über Handel und Reparatur von Landmaschinen ein international anerkanntes Spezialunternehmen für Druckluftbremsanlagen geworden - mit derzeit 50 Mitarbeitern. Erst im Vorjahr wurde das von Architekt Christoph Haas
geplante Bürogebäude bezogen.
WB-Stammtisch in St. Marien, von links: Bürgermeister Helmut Templ, die Gastgeber Herbert und Maria Atzlinger, WB-Obmann St. Marien Walter Lazelsberger und Raiffeisenbank-Direktor Anton Forstner.
Foto: WB St. Marien
Oberösterreich
WB
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Im Blick Leute
Team Trauner tourt durch alle OÖ-Bezirke „Arbeit und FleiSS müssen sich wieder lohnen“, betonte WirtschaftsbundLandesobmann-Stv. WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner zum Auftakt seiner Bezirkstour im Bezirk Braunau. „Zwei von drei Arbeitsplätzen werden von den Klein- und Mittelbetrieben geschaffen – sie sorgen dafür, dass Ober österreich international im Spitzenfeld ist.“ Der Bezirk Braunau besticht mit seiner betrieblichen Vielfalt – von 4.668 aktiven Kammermitgliedern schaffen 1.557 Betriebe rund 26.860 Arbeitsplätze. „Wir haben noch erhebliche Nachteile in der Infrastruktur, die rasch behoben werden müssen“, fasste Bezirksobmann Steidl die Sorgen der regionalen Unternehmer zusammen. WBDirektor Wolfgang Greil lobte den Zusammenhalt im Bezirk Braunau und verwies auf 1.240 WB-Mitglieder, die sich in 36 Ortsgruppen organisieren: „Wir brauchen mehr Eigenverantwortung für unsere leistungsorientierten Unternehmer. Also weg mit unnötigen Vorschriften und Verboten!“
Das Team Trauner in Braunau, v.l.: Spartenobmann (Gewerbe und Handwerk) Leo Jindrak, WB-Direktor Wolfgang Greil, WB-LandesobmannStv. WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner, Hausherr Matthias Schnaitl und WB-Bezirksobmann Klemens Steidl.
Neue Obfrau in IC-Sparte Geordnete Übergabe in der WKOÖ-Sparte Information und Consulting: Anfang November übernahm die Leondinger Agenturchefin Angelika Sery-Froschauer die IC-Sparte in der Wirtschaftskammer Oberösterreich von Gerhard Buchroithner. Sery-Froschauer ist aktuell Bundesobfrau des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation und wird in Oberösterreich die bewährte Arbeit fortführen und kreative Impulse setzen. Als Stellvertreter stehen SeryFroschauer künftig Herbert Samhaber, Obmann der WKOÖ-Fachgruppe Finanzdienstleister, und Markus Roth, Obmann der WKOÖ-Fachgruppe Unternehmensberatung und Informationstechnologie, zur Seite. Gerhard Buchroithner leistete seit Gründung der Sparte IC vor mehr als zehn Jahren als Obmann wichtige Aufbauarbeit und er hat federführend beim Thema Breitbandausbau mitgewirkt.
Foto: WB-Engelsberger
Wechsel in der WKOÖ-Sparte Information und Consulting: Ab November ist Angelika Sery-Froschauer die neue IC-Spartenobfrau, im Bild flankiert von ihren beiden Stellvertretern Herbert Samhaber (l.) und Markus Roth.
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Unfallfreie „Segway“-Tour nach der Büroklausur des OÖ. Wirtschaftsbundes in Linz, von links: Gregor Lugmayr, Hans Danninger, Harald Engelsberger, Sebastian Peer, Michaela Kappl, Wolfgang Greil, Christian Lengauer und Christina Schwarz; nicht im Bild: Hannes Amstler, Laurin Holzleitner und Somalia Steiner. Foto: WBOÖ
„Teambuilding“ für noch mehr WB-Service Zur Mitarbeiterklausur im Linzer ARCOTEL Nike trafen sich kürzlich alle Mitarbeiter des OÖ. Wirtschaftsbundes mit Landesdirektor Wolfgang Greil an der Spitze, um sich geschlossen im Team auf die bevorstehenden Wirtschaftskammerwahlen Anfang 2015 vorzubereiten. Ein Punkt der von Christian Rois von Edelweiß Consulting moderierten Tagung war unter anderem die Optimierung der internen Abläufe, um den
Wirtschaftsbund-Mitgliedern ein noch besseres und schnelleres Service anbieten zu können. Zum Abschluss eines arbeitsreichen Tages gab es noch eine Segway-Stadtrundfahrt unter der fachkundigen Anleitung des Linzer WK-Bezirksstellenobmannes Klaus Schobesberger, wobei sich auch ein kurzer Abstecher zum traditionellen OÖAAB-Hoffest zur Vertiefung der Kontakte ausging.
Leute Im Blick
Galanacht des OÖ Vekehrs, von links: WKÖ-Präsident Christoph Leitl, Spartenobmann Johannes Hödlmayr, Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, Minister Alois Stöger, MEP Paul Rübig und WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner.
Sonntag ist neuer Obmann
Die Galanacht der OÖ. Verkehrswirtschaft im Linzer Design Center war ein voller Erfolg. 1700 Gäste waren von Information und Unterhaltung begeistert. „Ohne Verkehrswirtschaft geht gar nichts, ihr gebühren ein hoher Stellenwert und tauglichere Rahmenbedingungen!“, lautete das Credo von WKOÖSpartenobmann Johannes Hödlmayr und Fachgruppenobmann Franz Danninger. Dazu bekannten sich auch Wirtschafts-
minister und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, EU-Abgeordneter Paul Rübig, Landeshauptmann Josef Pühringer, die Landesräte Franz Hiesl und Michael Strugl. Die beiden WK-Präsidenten Christoph Leitl und Rudolf Trauner sowie Bundesspartenobmann Alexander Klacska brachten in Talkrunden die berechtigten Forderungen nach besseren Rahmenbedingungen für die Verkehrswirtschaft klar auf den Punkt.
Foto: Land OÖ
Foto: cityfoto.at/Mayr
Galanacht des Verkehrs in Linz
Foto: cityfoto.at/Pelzl
Foto: WB-Fleischmann
WB-Senioren feierten im Bezirk Grieskirchen Volles Programm beim gemütlichen Nachmittag der aktiven Wirtschaftsbund-Senioren im Bahnhofrestaurant Boubenicek in Niederspaching, zu dem Gustl Heuberger und WB- und WK-Bezirksobmann Laurenz Pöttinger eingeladen hatten: Mit dabei Ludwig Scharinger in Doppelfunktion als Referent und Trompeter. „Oberösterreichs Stärke ist die Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg“, sagte WB-Seniorensprecher Bundesrat Gottfried Kneifel. „Der oberösterreichische Weg mit Landeshauptmann Josef Pühringer an der Spitze ist Vorbild für Vergnüglicher Wirtschaftsbund-Nachmittag im Bezirk Grieskirchen, von links: Laurenz Pöttinger, Gottfried Kneifel, Ludwig Scharinger und August Heuberger. die Bundespolitik!“
Martin Sonntag (Bild) folgte Anfang Oktober Erich Paireder als Obmann des Versand-, Internet- und allgemeinen Handels in der Wirtschaftskammer Oberösterreich.
Foto: privat
Der gebürtige Linzer wagte nach absolviertem Betriebswirtschaftsstudium 1996 den Weg in die Selbstständigkeit. Martin Sonntag ist Gemeinderat in Linz und betreibt in Pichling ein Versandhandels- und Dienstleistungsunternehmen mit derzeit 48 Beschäftigten. Seit zwei Jahrzehnten engagiert er sich in der Wirtschaftsvertretung. Bei der Bewältigung seiner Aufgaben steht Gremialobmann Sonntag als neuer Stellvertreter Gerald Walter aus Krenglbach zur Seite – er ist EU-Generalimporteur für Bio-Nonisaft. Oberösterreich
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Neues aus den Bezirken
100 Prozent der Stimmen bekam Stadträtin Susi Wegscheider bei der Neuwahl des Linzer WB-Bezirksvorstandes, von links: WK-Linz-Obmann Klaus Schobesberger, Katrin Kirchmayr, Erik Paul Papinski, Präsident Christoph Leitl, Martin Kirchmayr, WB-Bezirksobfrau StR Susi Wegscheider, GR Martin Sonntag, WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner, WB-Direktor Wolfgang Greil, WB-Linz-GF Gregor Lugmayr und Markus Redl. Foto: cityfoto.at/Pelzl
Bezirke wählten Obleute
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Foto: Ewald Schnabl
leich in vier Bezirken stellten sich zuletzt vier Obleute der Wahl und wurden jeweils mit 100 Prozent der Delegiertenstimmen als Spitzenfunktionäre in Eferding, Gmunden, Kirchdorf und Linz-Stadt bestätigt. Präsident Christoph Leitl war als Landesobmann des OÖ. Wirtschaftsbundes bei allen vier Urnengängen persönlich anwesend und freute sich besonders über die einstimmige Zustimmung innerhalb der WB-Familie. WB-Direktor Wolfgang Greil sieht darin eine Bestätigung der engagierten Arbeit der WB-Bezirksobleute sowie ein positives Zeichen hinsichtlich der bevorstehenden Wirtschaftskammer-Wahlen 2015: „Mit dieser Geschlossenheit werden wir auch im Kampf gegen die Bürokratie erfolgreich sein!“
Besondere Freude bei Michael Pecherstorfer in Eferding – zeitgleich mit seinem 40. Geburtstag wurde er für vier weitere Jahre als Obmann bestätigt, von links: Max Rumpfhuber, WB-Bezirksobmann Michael Pecherstorfer, Präsident Christoph Leitl und Karl Hemmelmayr.
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Foto: WB Gmunden
Foto: WB Eferding
WB-Bezirkstag in Kirchdorf, von links: BO-Stv. Josef Weiermair, WB-Bezirksobmann Klaus Aitzetmüller, WB-Landesobmann Präsident Christoph Leitl, BOStv. Doris Staudinger, WB-Direktor Wolfgang Greil und BO-Stv. Hannes Burger.
Gmunden wählte einen neuen WB-Bezirksobmann, von links: Martin Ettinger übernahm die Funktion des WB-Bezirksobmannes von Vzbgm. Gottfried Schrabacher – Präsident Christoph Leitl gratulierte und bedankte sich für die engagierte Arbeit der vergangenen Jahre.
Landwirtschaftskammerwahl 2015 Die Landwirtschaftskammerwahl in Oberösterreich findet am 25. Jänner 2015 statt. Rund 140.000 Landsleute sind wahlberechtigt. Gewählt werden 35 Mitglieder der Landwirtschaftskammer-Vollversammlung und 439 Ortsbauernausschüsse im ganzen Land. Der Bauernbund ist die zuverlässige Interessensvertretung, die nicht nur in Wahlzeiten den ländlichen Raum für sich entdeckt. Die Funktionärinnen und Funktionäre arbeiten mit viel Einsatz und Engagement daran, dass die Regionen gehört werden. Mit jeder Stimme für den Bauernbund bei der Landwirtschaftskammerwahl wird der ländliche Raum gestärkt, jede Stimme gestaltet so aktiv und konstruktiv mit. Dafür steht der Bauernbund • Stärkung bäuerlicher Familienbetriebe • Schutz des Eigentums • Serviceorientierte und starke Landwirtschaftskammer • Heimat wertvoll und lebenswert gestalten Wahllokale finden sich in allen Gemeinden. Erstmals kann auch von der Briefwahl Gebrauch gemacht werden. Gestalten auch Sie mit. Es geht um unsere Landwirtschaft und um unseren lebenswerten Lebensraum in diesem Land! Oberösterreichischer Bauernbund | Harrachstraße 12 | 4010 Linz Tel.: +43 (0) 732/77 38 66 ‐0 | Fax: +43 (0) 732/77 38 66‐39 E‐Mail:
[email protected] | www.ooe.bauernbund.at
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WEIL EIN BISSCHEN SICHERHEIT ZU WENIG IST.*
*Es kann nur eine österreichische Universalbank mit dem besten Rating geben. Diese Auszeichnung ging soeben an die HYPO Oberösterreich. Denn Sicherheit, Verantwortung und Transparenz sind Werte, die wir täglich leben. Das wird uns regelmäßig von unabhängigen Dritten bestätigt. Unser A+ mit stabilem Ausblick bedeutet für unsere Kundinnen und Kunden beste Bonität sowie hohe Sicherheit und für uns noch mehr Ansporn für die Zukunft. Bewertung durch die internationale Rating-Agentur Standard & Poor’s im August 2014.
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Wir schaffen mehr Wert.