Gemeindebrief Juli 2007 Online - Evangelisch

March 1, 2018 | Author: Anonymous | Category: N/A
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Gemeindebrief Evangelisch-Freikirchl. Gemeinde (Baptisten) Feuerbachstr. 4, 69126 Heidelberg http://www.efg-heidelberg.de

Monatsspruch für Juli 2007 Jesus Christus spricht: Ihr seid das Licht der Welt. Lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Matthäus 5,14a.16 Ich stolpere beim Lesen dieses Monatsspruchs aus der Bergpredigt, blättere noch einmal nach. Was sagt Jesus seinen Jüngern? Tatsächlich: Nicht „Ich bin“, sondern „Ihr seid“, nicht „mein Licht leuchtet für euch“, sondern „lasst euer Licht leuchten“, nicht „tut Gutes im Verborgenen“, sondern „tut Gutes und redet darüber“. So bin ich nicht geprägt. Zu meiner Erziehung gehörte eher ein Satz wie „Lass die linke Hand nicht wissen, was die rechte tut.“ Niemand außer den Kassenverwaltern weiß, was ich spende und das ist auch gut so. Der Monatsspruch mahnt allerdings, diese Zurückhaltung nicht zu übertreiben. Positive Beispiele regen an. Ich ärgere mich ja auch, wenn ich in der Zeitung nur negative Nachrichten lese. Dabei geschieht doch auch viel Gutes in der Welt. Und wenn ein Christenmensch Gutes tut, dann wird er und soll er darauf hinweisen, von wem her letztlich alles Gute kommt, von Gott dem Vater im Himmel. Die letzten Wochen waren und sind bei mir und meiner Frau geprägt von der Vorbereitung des Abschieds. Viel Gutes hat es in den vergangenen zehn Jahren hier in Heidelberg gegeben. Viele Feste haben wir gefeiert, fröhliche Gottesdienste, besondere Veranstaltungen. Und jetzt schreibe ich zum letzten Mal eine Andacht für den Gemeindebrief und die nächsten Wochen sind geprägt von Veranstaltungen, die alle für mich „zum letzten Mal“ sind. Bei vielen Begegnungen erinnern wir uns und sagen uns, was gut war

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in diesen Jahren. Das einmal auszudrücken tut gut. Und dann daran zu denken: Gott, der ICH BIN DA, der Gott, der mitgeht, hat uns begleitet, hat Segen geschenkt und Gelingen. ER war da in den letzten zehn Jahren in den Stunden der Freude, aber auch den Stunden der Niedergeschlagenheit, bei Erfolgen und Niederlagen. Meine Frau Irmgard und ich haben viele schöne Stunden hier erlebt, wir haben Leben miteinander geteilt. Menschen haben uns gut getan und wir haben versucht, Gutes für andere zu tun, gut für andere zu sein. Jetzt ziehen wir weiter, Neues wächst auf. Wir wünschen uns für uns und für die Gemeinde Heidelberg, dass wir den rechten Weg erkennen, wünschen „alles Gute“ - und dass vor allem Christus immer im Mittelpunkt bleibt. „ER werde hoch gepriesen.“ Friedbert Neese

Offener Brief ! Liebe Irmgard, lieber Friedbert, „Je schöner und voller die Erinnerungen, desto schwerer die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.“ Dietrich Bonhoeffer Wie ein kostbares Geschenk sind sie für uns, die vergangenen zehn Jahre mit Euch. Ein Geschenk, für das wir von Herzen dankbar sind. Ich möchte keine einzelnen Stationen Eures Wirkens und

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Schaffens unter uns aufzählen, das werden andere tun in den kommenden 4 Wochen. Stattdessen möchte ich mich erinnern an Eure Wärme, mit der Ihr uns begleitet und so manches Mal aufgerichtet habt. Eure ausgleichende Art, die vieles, auch an Schwerem, leichter gemacht hat. Eure Fähigkeit, zuzuhören und Richtung zu weisen, hat uns gut getan. Ihr habt uns die Augen und vor allem die Herzen geöffnet für die Schönheit des Glaubens, Ihr habt es uns vorgelebt, wie es aussieht, ein Leben aus dem Hören auf Gott. Wir haben viel von Euch lernen dürfen und werden Euch vermissen. Wie hat Bonhoeffer noch mal gesagt ? „Die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude.“ Im Namen der Gemeindeleitung und natürlich der ganzen Gemeinde möchte ich Euch danken für Eure vorbehaltlose Liebe, mit der Ihr uns Heidelberger „adoptiert“ habt. „Bei Gott gibt es kein Abschiednehmen“, so hat es Antonin-Gilbert Sertillanges ausgedrückt. Das ist sicher richtig, dennoch möchte ich der Hoffnung Raum geben, dass wir uns nicht erst im Jenseits wieder sehen, sondern dass sich unsere Wege noch oft kreuzen mögen. In diesem Sinne wünschen Euch Eure Heidelberger von ganzem Herzen Gottes reichen Segen, seid weiter Pfützen, in denen sich der Himmel spiegelt. Euer Detlev Montua

Pastorenvakanz / Gemeindeverzeichnis Liebe Geschwister, damit auch während unserer pastorenlosen Zeit das Gemeindeverzeichnis auf dem neuesten Stand ist, bitte ich darum, mir alle Änderungen möglichst zeitnah mitzuteilen (Tel.-Nr. / eMail-Anschriften / Adressen usw.) . Detlev Montua

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Bericht von der Bundeskonferenz 2007 Vom 16.-19.05.2007 fand die diesjährige BuKo in Kassel statt. Es trafen sich 629 Delegierte des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland und sehr viele in- und ausländischen Gäste. Ich habe als Abgeordnete unserer Gemeinde daran teilgenommen und bin beschenkt und fröhlich zurück gekommen. Gott hat uns aus der „Krise“ heraus geführt und wir dürfen voll Vertrauen in die Zukunft sehen. Die Konferenz war geprägt von einer Atmosphäre des Friedens und der Verständigung. Es fanden Wahlen zum Präsidium des Bundes statt, Ergänzungswahlen von Finanzsachverständigen und die Wahl unseres neuen Präsidenten. Zum Präsidenten unseres Bundes wurde Emanuel Brandt berufen. Er ist Jurist, 56 Jahre alt und seit 1987 Vorstandsvorsitzender des Diakoniewerks Tabea. Emanuel Brandt ist verheiratet und Vater von drei Kindern im Alter von 24, 26 und 27 Jahren. Stellvertreter wurde Pastor Christoph Stiba (39 Jahre) aus Kassel. Unser herzlicher Dank gilt dem verabschiedeten Präsidenten Siegfried Großmann und dem Vizepräsidenten Raimund Utsch. Sie haben wesentlich dazu beigetragen, dem Bund aus der Krise zu helfen. Siegfried Großmann rief zu mehr Selbstbewusstsein auf und weniger Kleinglauben. Es ist wichtig, sich bewusst in Gesellschaft und Politik einzumischen. Ich wünsche mir, dass wir keine „Kirche von gestern“, sondern eine „Gemeindebewegung von morgen“ sind. Es gab verschiedene Angebote zum Thema: "Familie im gesellschaftlichen Wandel". Familie ist von Gott gewollt - mit der Ehe im Mittelpunkt, mit Kindern und einem ganzen Geflecht von Generationen und Beziehungen.

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„Wir brauchen Menschen und Familien, die dazu beitragen, Orte zu schaffen in denen "heimatlose Menschen Heimat finden", die "Oasen des Verstehens" bilden und "Inseln der Hoffnung", sagte Friedbert Neese in der Eröffnungspredigt am Himmelfahrtstag. Dr. Michael Rhode, der neue Dozent für AT am Theologischen Seminar in Elstal, sagte in seiner Predigt zu Luk. 8, 19-21: „Jesus erfüllt nicht unsere Erwartungen nach einem Leitbild von Familie. Er verabschiedet jedes falsche Statusdenken. Jesus bietet stattdessen die Möglichkeit, Gott zum Vater zu bekommen und ihn zum Bruder. Jeder, der Gottes Wort hören und seinen Willen tun möchte, kann ein Kind des Vaters im Himmel werden – ein Bruder oder eine Schwester Jesu! Jesus öffnet die Tür zur Familie Gottes.“ Finanzen: Der aus der Krise erwachsene Schuldenberg des Bundes wird kleiner, aber es bleibt unsere gemeinsame Anstrengung, beim Abbau weiter mitzuhelfen. Die Zahlungsmoral beim Bundesmissionsbeitrag ist allerdings in vielen Gemeinden verbesserungswürdig. Die Mindereinnahmen sind zu hoch. Für das Jahr 2008 ist der Bundesmissionsbeitrag in den neuen Bundesländern auf 42 € und in den alten Bundesländern auf 51 € festgesetzt. Eine weitere Entscheidung des Bundesrates betraf das „ ServiceWohnen“ Elstal. Es wurde an die Immanuel Diakonie Group verkauft (Ein Diakoniewerk in Trägerschaft der Gemeinde BerlinSchöneberg). Damit konnte ein Partner aus den eigenen Reihen gefunden werden und eine gute Zusammenarbeit ist geplant. Der im letzten Jahr getroffene Beschluss, die Gesellschafteranteile des Bundes am Oncken Verlag an die Oncken-Stiftung zu übertragen, ist inzwischen vollzogen worden. Allerdings verbleibt der Bund in zwei Bürgschaften – gegenüber der Sterbekasse und der Spar-und Kreditbank Bad Homburg. Die Oncken-Stiftung hat jeder Gemeinde ein „Büchergeschenk“ mitgegeben, ein kleines Sortiment zur Unterstützung der missionarischen Gemeindearbeit.

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Zwei Berufungen des Bundes betreffen unsere Gemeinde in Heidelberg hautnah. Friedbert Neese wurde zum Leiter des neuen Dienstbereichs für „Ordinierte Mitarbeiter/Innen“ und „Diakon/ Innen“ berufen. Für den Aufbau eines neuen Gemeindeseniorenwerkes wurde Irmgard Neese berufen. Viele weitere und ausführlichere Informationen können in der Zeitschrift „Die Gemeinde“ Nr.12 vom 27.05.2007 nachgelesen werden. Predigten, Referate und Grundsatzartikel sind auf der Internetseite des Bundes zu finden: www. baptisten.org. Im Rückblick denke ich an eine gute Konferenz, geprägt durch das aktuelle Thema. Es gab viele wertvolle Anregungen und Impulse, auch wenn ich mir manchmal konkretere Antworten gewünscht hätte. Ich konnte eine Menge bekannte Gesichter entdecken und habe weitere interessante Menschen kennengelernt. Die bunte Vielfalt der Stände bildete den Rahmen für alle Pausen – sie kamen mir immer viel zu kurz vor. Zum Schluss möchte ich euch mit Daniel 9,18b einladen für unseren Bund, unser neues Präsidium und unseren neuen Präsidenten zu beten: „Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.“ Bärbel Arlt

Tschüß! Lieber Friedbert, wir bedanken uns ganz herzlich für die tolle und zuverlässige Zusammenarbeit während der vergangenen Jahre. Irmgard und Du werden uns sehr fehlen – wir sind gespannt, ob und wie sich die Lücke schließt, die Du im Gemeindebrief hinterlässt, den Du in manchen Monaten durch Deine Beiträge fast alleine gefüllt hast. Wir wünschen Euch Gottes Segen und einen guten Neubeginn in Berlin! Annette Mandel für das Redaktionsteam

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Aus der Gemeindefamilie

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Terminkalender Juli 2007 10.00 Gottesdienst

So 1. Jul Mo Di Mi Do Fr Sa

2. Jul 3. Jul 4. Jul 5. Jul 6. Jul 7. Jul

• Predigt: M. Köhler • Leitung: Charlotte Hadtstein 10.00 Kindergottesdienst 19.30 Gebetskreis 15.00 Senioren-Geburtstagsfeier 20.00 Filling Station Campus für Christus 14.30 Jungschar 10.00 Gottesdienst

So 8. Jul

Mo Di Mi Do Fr

9. Jul 10. Jul 11. Jul 12. Jul 13. Jul

Sa 14. Jul So 15. Jul

• Predigt: Friedbert Neese • Leitung: Arbeitskreis AK Eine Welt Micha-Sonntag 10.00 Kindergottesdienst 18.00 Abendgottesdienst 19.30 Gebetskreis 10.00 Eltern-Kind-Kreis

ab 15.00 Abschiedsfeier für Irmgard und Friedbert Neese 10.00 Abschiedsgottesdienst • Predigt: Irmgard + Friedbert Neese • Leitung: Detlev Montua 10.00 Kindergottesdienst

Termine bitte an [email protected] schicken

Mo 16. Jul

19.30 Gebetskreis

Di 17. Jul

19.30 English-Speaking Prayer Group bei Kathleen und Ian McDonald

Mi 18. Jul

19.30 Gemeinde im Gespräch

Do 19. Jul

20.00 Filling Station Campus für Christus

Fr 20. Jul

19.30 Gemeindeleitung

Sa 21. Jul

14.30 Jungschar 10.00 Gottesdienst

So 22. Jul

• Predigt: Kerstin Schneider • Leitung: Isabel Edler 10.00 Kindergottesdienst

Mo 23. Jul Di 24. Jul

19.30 Gebetskreis

Mi 25. Jul

10.00 Eltern-Kind-Kreis

Do 26. Jul Fr 27. Jul Sa 28. Jul 10.00 Gottesdienst

So 29. Jul Mo 30. Jul

• Predigt: Detlev Montua • Leitung: Monika Peuker 10.00 Kindergottesdienst 19.30 Gebetskreis

Di 31. Jul Termine bitte an [email protected] schicken

Besondere Termine im Juli 2007 Mi 4.7. Seniorentreff So 8.7. Der Gottesdienst wird gestaltet vom AK EINE WELT (s. gesonderter Hinweis). Sondersammlung für EBM/MASA. In diesem Gottesdienst findet auch eine Kindersegnung statt. 14. und 15. Juli Verabschiedung des Pastorenehepaares Irmgard und Friedbert Neese (Programm S. 16) Mi 18.7. GiG - Gemeinde im Gespräch Fr 20.7. Gemeindeleitung

Vorschau Sa 8.9. Jahresthematag mit Klaus-Dieter Hoppe Mi 9.10. GiG - Gemeinde im Gespräch

Abenteuer Gemeinschaft Die ersten Eindrücke von Familie Nölling in der OJC An Ostern 2006 sind wir das erste Mal als Familie zur OJC nach Reichelsheim in den Odenwald gefahren, um die Menschen, den Ort und das Leben in einer Gemeinschaft kennen zu lernen. Als wir am Gründonnerstag im Jugendzentrum ankamen, war der Innenhof schon voller Menschen. Mit Groß und Klein wurde gesungen, getanzt und die Geschichte von dem Auszug der Israeliten aus Ägypten nachgespielt. Dieses Fest war unser erster Eindruck

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vor Ort und der Anfang von einem sehr eindrücklichen Osterfest. Die vier Tage waren ausgefüllt mit vielen Gesprächen und Begegnungen, immer mit der Frage, ob wir als Familie mit zwei kleinen Kindern den Schritt in diese Lebensgemeinschaft wagen sollen. Als wir wieder auf der Heimfahrt waren und eine leise Ahnung von dem Reichtum und den Herausforderungen des gemeinsamen Lebens hatten, brummte mir (Ralf) von all den Eindrücken der Schädel, während Marsha gelassen im Auto saß und wie selbstverständlich erklärte: „Ralf, das ist der richtige Ort für uns, da gehören wir hin!“ Inzwischen wohnen wir schon ein dreiviertel Jahr in Reichelsheim und leben und arbeiten in der OJC. Was hat Euch bewogen diesen Schritt zu tun?

In unserem Leben sind uns bisher schon verschiedene Gemeinschaften begegnet, so war Marsha nach Ihrer Schulzeit für eineinhalb Jahre in Taizé. Auch in unserer Studentenzeit in Köln haben wir mit der christlichen Studentengruppe „Navigatoren“ gemeinschaftliches Leben eingeübt. Unsere Lebenssituation hat sich dann durch den Ortswechsel nach Ladenburg, den Einstieg ins Berufsleben und die neue Rolle als Eltern in kurzer Zeit völlig verändert. Bei meiner Arbeit in der Geschäftsstelle einer Golfanlage konnte ich wertvolle Berufserfahrung sammeln, allerdings empfand ich eine zunehmende Zerrissenheit zwischen den wesentlichen Elementen in meinem Leben: Familie, Arbeit und Gemeinde waren getrennte Welten. Mein Wunsch war es vielmehr, die verschiedenen Lebensbereiche in Einklang und in Beziehung mit Gott zu bringen. Wir haben als Familie eine Heimat und ein Zuhause gesucht, einen Ort, an dem wir Gott dienen und uns mit unseren Gaben einbringen können. Allerdings wussten wir nicht recht, wo wir suchen sollten, bis wir Anfang 2006 von Freunden das „Salzkorn“ bekamen. Die Zeitschrift Salzkorn wird sechsmal im Jahr von der OJC herausgegeben. In der aktuellen Ausgabe wurde ge-

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rade ein Büroleiter gesucht. Auf diese Ausschreibung habe ich mich beworben. Meine Arbeit setzt sich aus vielen organisatorischen Aufgaben zusammen. Zum einen fungiere ich als Assistent von Dominik Klenk, dem Leiter der Kommunität. Der andere Schwerpunkt ist die Koordination für das neu entstehende missionarische Projekt „Wege zum Leben“ auf Schloss Reichenberg. Ich freue mich, dass ich jetzt mit meiner Arbeit ein Stück am Reich Gottes mitbauen kann, auch wenn es hauptsächlich hinter den Kulissen geschieht. Marsha ist in erster Linie Hausfrau und Mutter und dabei in das gemeinsame Leben eingebunden. Zudem arbeitet sie bei der „Rasselbande“, einer Gruppe für Vorschulkinder, mit. Wie gestaltet sich das Leben in einer Gemeinschaft, wie sieht euer Tagesrhythmus aus?

Während ich vorher 50km zu Arbeit gefahren bin, genieße ich es jetzt, zu Fuß zur Arbeit zu gehen. Die Gemeinschaft von rund 100 Mitlebenden teilt sich in mehrere Lebensgruppen (ähnlich wie Hauskreise) auf, die sich während der Woche regelmäßig treffen. Zu unserer Lebensgruppe gehören drei Familien mit insgesamt sechs Kindern und vier Singles, die auf drei Häuser verteilt auf einem Grundstück leben. In unserer Lebensgruppe treffen wir uns am Montagmorgen für eine halbe Stunde zum gemeinsamen Start in die Woche. Während der Woche treffen sich einmal die Frauen und einmal die Männer für

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eine Austauschrunde, in der jeder berichten kann, was einen momentan beschäftigt und bewegt. Am Donnerstag ist Hausabend, mit einem bunten Programm von geistlichen Themen und geselligem Abend. Am Freitagmorgen feiert die gesamte Gemeinschaft in der Kapelle auf Schloss Reichenberg einen Abendmahls-Gottesdienst. Dort vergewissern wir uns der Gnade Gottes und bekommen seinen Frieden zugesprochen, den wir dann an unsere Nachbarn weitergeben. Unter der Woche gibt es in den verschiedenen Zentren um 12 Uhr ein Mittagsgebet, im Eingangsgebet heißt es unter anderem: Wir gehören nicht der Arbeit, nicht den Menschen und nicht uns selbst - wir gehören DIR! Dies hilft mir immer wieder, in der Mitte des Tages innezuhalten und den richtigen Blickwinkel einzunehmen, denn all zu oft lasse ich mich von der Arbeit gefangen nehmen. Was für Erfahrungen habt ihr in der Lebensgemeinschaft gemacht?

Für uns sind der feste Tages-Rhythmus und die räumliche Nähe sehr hilfreich. Das beginnt bei den festen Zeiten zum Essen, den Zeiten als Familie, die Anteilnahme von Marsha an meiner Arbeit, das Wissen der Kinder, wo Papa arbeitet und teilweise auch was er macht. Wir erleben eine soziale Anbindung, die wir als junge Familie anderswo mit den alltäglichen Aufgaben kaum aufbauen und gestalten könnten. Das Leben ist von einer großen Offenheit geprägt, angefangen bei den geöffneten Haustüren, bis zu dem persönlichen Anteilgeben an den eigenen Fragen und Nöten. Gleichzeitig muss man darauf achten, auch Rückzugsräume für einen selbst und Zeiten als Ehepartner und als Familie zu finden. Die Grundlage, damit das Leben miteinander gelingen kann, ist das gemeinsame Herzensanliegen, Christus ernsthaft nachzufolgen und sich immer wieder neu an der Bibel zu orientieren. In der Ausrichtung auf Christus kann Gemeinschaft über alle unterschiedliche Prägung hinweg gelingen.

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Was kennzeichnet die Offensive Junger Christen?

Im letzten Jahr wurde der gemeinsame Auftrag der Kommunität formuliert: „Wir sind eine ökumenische Lebensgemeinschaft, die christuszentriert lebt, schöpferisch denkt und gesellschaftlich handelt. Wir setzen uns offensiv für eine Erneuerung in Kirche und Gesellschaft ein. Unser Auftrag besteht darin, in einer Zeit zunehmender Orientierungslosigkeit insbesondere jungen Menschen in Jesus Christus Heimat, Freundschaft und Richtung zu geben. Unsere Stärke ist das Miteinander von gemeinsamem Leben, geistiggeistlicher Reflexion und gesellschaftlichem Wirken.“ Uns hat beeindruckt, wie sich die OJC mit viel Herz und Überzeugung für christliche Werte in einer modernen Gesellschaft engagiert und gerade bei kontroversen Themen aus biblischer Sicht eindeutig Stellung bezieht. Auch in Fragen von Ehe und Familie setzt sich die OJC entgegen dem Zeitgeist für eine Kultur des Lebens ein. Dabei erleben wir es als wohltuend, auch in einer Lebensgemeinschaft ganz Mensch sein zu dürfen. Herzliche Grüsse an euch alle von Marsha und Ralf Nölling mit Rahel und Joel Die OJC ist im Internet zu finden unter www.ojc.de Die Zeitschrift Salzkorn kann kostenfrei bestellt werden im OJCVersand, Tel. 06164-9309320 oder Email: [email protected]

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Herzliche Einladung zur Abschiedsfeier für unser Pastorenehepaar Friedbert und Irmgard Neese Samstag, 14.07.2007 Ankommen mit Sektempfang Festprogramm

Festliches Abendessen Abendmusik

ab 15.00 Uhr 16.00 – 18.00 Uhr „DANKE für 10 gesegnete Jahre“ 18.30 Uhr 20.30 Uhr „Geliebt von Gott“

Ausklang im Garten

Sonntag, 15.07.2007 Festgottesdienst

10.00 Uhr „Gott lässt seine Liebe blühen für uns“ anschließend festlicher Kirchenkaffee „Gott lässt seine Liebe blühen für uns. Wie ein frischer Tau berührt er meine Seele, und in Wurzeln legt er an, was sich dann entfalten kann. Wie ein Baum wächst sein Heil, wird auch mir zuteil.“ nach Hosea

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Ansprechpartner in der Zeit ohne Pastor Die Gemeindeleitung hat sich in ihrer letzten Sitzung u.a. mit der Verteilung von Aufgaben beschäftigt, die bisher Friedbert Neese als Pastor wahrgenommen hat. Grundsätzlich gilt, dass im Zweifelsfall alle drei Gemeindeälteste Ansprechpartner sind. So wechseln sie sich z.B. ab bei den Mitteilungen aus dem Gemeindeleben in den Gottesdiensten, bei Begrüßungen und Verabschiedungen von Mitgliedern und Freunden, bei der Leitung des Abendmahls. Für einige Aufgaben wurde eine Federführung besprochen. Es würde die Arbeit erleichtern, wenn sie beachtet wird: • Termine: Christiane Kehrel • Allgemeine Geschäftsführung, Predigtplan: Michael Edler • Adressänderungen, Gemeinderegister: Detlev Montua Die grundsätzliche Aufgabenverteilung in der Gemeindeleitung bleibt natürlich bestehen und wir geben sie hier noch einmal zur Kenntnis: • Gottesdienst: Bärbel Arlt • Kindergottesdienst: Bärbel Arlt • Diakonie: Ulrike Klein • Musik: Ulrike Klein • Haus –und Grundstück: Michael Edler • Hauskreise: Michael Edler • Öffentlichkeitsarbeit: Christiane Kehrel • AK EINE WELT: Kerstin Schneider • Junge Generation: Kerstin Schneider • Mission: Kerstin Schneider • Seelsorge: Detlev Montua • Familien: Jürgen Weinert • Kassenverwaltung: Helga und Manfred Spielmann

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Micha-Initiative – Gemeinsam gegen die Armut Das weltweite soziale Elend ist eine Herausforderung für die Christen. Die Micha-Initiative der Evangelischen Allianz unterstützt die Bemühungen der Vereinten Nationen, nachhaltige entwicklungspolitische Fortschritte bis zum Jahr 2015 zu entwickeln. In den „Millenniums Goals“ hat die UN-Vollversammlung in New York im September 2007 ein Programm verabschiedet, das inzwischen 191 Staaten unterzeichnet haben, darunter die Bundesrepublik Deutschland. Diese Nationen haben sich verpflichtet, bis zum Jahr 2015 in acht konkreten Bereichen Fortschritte zu erreichen (z.B. Primarschulbildung, Bekämpfung von HIV/AIDS, faire Handelsbedingungen), um Armut in der Welt nachhaltig zu mindern. Die Halbzeit der Millenniumskampagne ist Anlass, wieder einmal darauf aufmerksam zu machen und zu einem verantwortungsvollen Lebensstil einzuladen. Der AK EINE WELT gestaltet zu diesem Anlass einen Gottesdienst am 8. Juli. Wir wollen erinnern an den prophetischen Ruf zu sozialer Verantwortung, den wir schon in der Bibel lesen. Wir wollen beten für Verantwortungsträger in Politik, Wirtschaft und Kultur. Wir wollen eine Sondersammlung zusammenlegen für die vielfältige Arbeit der EBM/MASA, die in verschiedenen Ländern Afrikas und Lateinamerikas einen konkreten Beitrag zur Unterstützung der Millenniumsziele leistet. Weitere Infos zur MICHA-Initiative, die übrigens auch von unserem Bund, vom Förderkreis Terra Nova Mondai und von der EBM/MASA unterstützt wird, findet Friedbert Neese ihr unter www.gemeinsam-gegen-armut.de

Fürbitte • • • •

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Pastorenberufung Neeses Neuanfang in Berlin Einsame, Alte und Kranke Bürgerkrieg in Darfur

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Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Heidelberg Feuerbachstraße 4, 69126 Heidelberg Pastor: Friedbert Neese E-Mail: [email protected] Gemeindeälteste: Michael Edler (Geschäftsführung) [email protected]

Christiane Kehrel Zähringer Str. 8

Detlev Montua Horrenberger Straße 42

Bankverbindungen: Sparkasse Heidelberg BLZ 672 500 20, Konto 1006290 SKB Bad Homburg, BLZ 500 921 00, Konto 136301 Gemeindebrief EFG Heidelberg Online Ausgabe Juli 2007 E-mail: [email protected] Redaktion: Annette und Alexander Mandel Hans-Jörg Schütte, Eberhard Stricker, Waltraud Hampel-Schütte, Jitka Kehrel Titelbild: Jitka Kehrel Redaktionsschluss für den nächsten Gemeindebrief: 22. Juli 2007 Der nächste Gemeindebrief (Doppelausgabe) erscheint am 29. Juli 2007

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