Die Wirtschaft - IHK Bonn/Rhein-Sieg

March 24, 2018 | Author: Anonymous | Category: N/A
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Juni 2013 . A 12041

Ihr Wirtschaftsmagazin von der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg

Dynamischer Markt in Bonn/Rhein-Sieg

Flugplatz Hangelar

Kleiner Knotenpunkt im großen Luftfahrtnetz

ADAC HEMS Academy

Stress beim Landeanflug

IHKs Aachen und Bonn/Rhein-Sieg

Neues Schwerpunktland Indonesien

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Editorial Anders als in den meisten Regionen Nordrhein-Westfalens wird die Anzahl der Menschen, die in Bonn und im Rhein-Sieg Kreis wohnen und leben, in den nächsten Jahren steigen. Schon jetzt zeigt sich der Immobilienmarkt im Kammerbezirk dynamisch, die Nachfrage nach Büround Wohnraum sowie Gewerbeflächen wächst. Mehr über die aktuelle Entwicklung finden Sie ab Seite 8. Zurzeit wird die Erbschafts- und Schenkungssteuer für privates und betriebliches Vermögen nur vorläufig erhoben. Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit hatte die Richter des Bundesfinanzhofes zu einer Anfrage beim Bundesverfassungsgericht veranlasst. Wir berichten ab Seite 22. Hangelar ist der älteste durchgehend betriebene Flugplatz Deutschlands. Mit 19 Mitarbeitern erzielt er jährlich einen Umsatz von bis zu einer Million Euro. Ab Seite 24 portraitieren wir den „kleinen Knotenpunkt im großen Luftfahrtnetz“. Die ADAC HEMS Academy ist ein auf dem Flughafen Hangelar angesiedeltes Unternehmen. Hier trainieren Hubschrauberpiloten, Ärzte und Rettungsassistenten den Ernstfall. In zwei Hubschraubersimulatoren bereiten sich Piloten und Rettungsmannschaften aus aller Welt auf Notfall-Einsätze vor. Mehr darüber ab Seite 26. Engagement zahlt sich aus – so lautet das Credo des Bundesministers für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit Dirk Niebel. Ab Seite 28 hält er ein leidenschaftliches Plädoyer für Investitionen mittelständischer Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländer. Wer sich darauf einlasse, dem eröffne sich die Chance, schon heute in den Märkten von morgen Fuß zu fassen. Auf Seite 31 stellen wir Ihnen „EZScout“ Gerhard Weber vor: Seit Anfang Juni unterstützt er in der IHK Bonn/ Rhein-Sieg regionale Unternehmen als

Mittler zwischen Wirtschaft und Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit. So berät er u.a. über Förderprogramme und -instrumente im Rahmen deutscher Entwicklungsprojekte sowie über Möglichkeiten, einen Einstieg in neue Märkte zu finden. Indonesien ist mit über 240 Millionen Einwohnern die größte Volkswirtschaft Südostasiens. Die IHKs Bonn/Rhein-Sieg und Aachen betreuen künftig innerhalb von NRW diesen Auslandsmarkt gemeinsam. Mehr dazu lesen Sie auf Seite 32. Ab Seite 33 geht es um Schule als Standortfaktor: Wir berichten über die „Bonn International School“, die eine international anerkannte englischsprachige Ausbildung bietet und stellen ab Seite 35 Projekte wie den Arbeitskreis SchuleWirtschaft und KURS vor, die das Übergangsmanagement sowie die Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft verbessern wollen. Zwar scheint die Talsohle durchschritten, eine spürbare konjunkturelle Belebung ist jedoch noch nicht eingetreten. Dies ist das Fazit unseres aktuellen Wirtschaftslageberichtes für den Frühsommer dieses Jahres. Einzelheiten erfahren Sie ab Seite 47. Viel Spaß beim Lesen.

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DEDERICHS Projektbau GmbH Dr. Hubertus Hille Dr Hill Hauptgeschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg

53332 Bornheim-Roisdorf Johann-Philipp-Reis-Straße 9 Telefon 0 22 22/99 31-0 Telefax 0 22 22/99 31-99 Email [email protected] Internet www.dederichs-projektbau.de

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GESCHÄFTSFÜHRER

GESCHÄFTSFÜHRER

Manfred Rumi Diplom-Geologe

Uwe Kania Geotechniker

ohg

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W W W. G B U - C O N S U LT. D E / I N F O @ G B U - C O N S U LT. D E

3

INHALT

 Editorial

1

 DIHK Neues aus Berlin und Brüssel

 Aktuelles

4

 Standortpolitik

 Titelthema Dynamische Entwicklung: Der Immobilienmarkt in Bonn/Rhein-Sieg

Wirtschaftsstatistik Standortpolitik

8

Die Region wächst, die Nachfrage nach Büro-und Wohnräumen sowie Flächen für Produktionsstätten ebenfalls... Seite 8

Recht und Steuern Erbschaftssteuer verfassungswidrig?

22

Portrait Flugplatz Hangelar Kleiner Knotenpunkt...

24

ADAC HEMS Academy Stress beim Landeanflug

26

EZ-Scout Gerhard Weber: Mittler zwischen Wirtschaft und Institution der Entwicklungszusammenarbeit Seite 31

 International

Internationaler Standort Bonn Bonn International School AK SchuleWirtschaft Vorurteile abbauen

Wirtschaftslagebericht Aufschwung lässt noch auf sich warten

63 63 63

 Innovation und Umwelt

Vorstellung des EZ-Scouts: Mittler zwischen Wirtschaft und Entwicklungsinstitutionen

Außenwirtschaft EU-Info

64 64 64 65

66 66

 Börsen 33

Technologie-/Unternehmensnachfolge-/Kooperationsbörse

67

35

Kooperation Schule & Wirtschaft Projekttag zwischen Blumen und Bohrmaschine 36

Internationaler Standort Bonn Die Bonn International School Seite 33

Recht Steuern Wettbewerbsrecht

Gesundheit Multimedia Umweltschutz Innovation

IHKs Bonn/Rhein-Sieg & Aachen: Schwerpunktland Indonesien 32

61 62

 Recht und Steuern

Bundesminister Dirk Niebel über Chancen für den Mittelstand und Entwicklungsländer 28

31

60 60

 Aus- und Weiterbildung Berufsbildung Lehrgänge und Seminare

 Reportagen

Dynamische Entwicklung: Der Immobilienmarkt in Bonn/Rhein-Sieg

59

47

 Unsere Region Firmenberichte

49

Wissenschaft

57

Arbeitsjubiläen

58

 IHK Intern Veranstaltungskalender

68

Aus der Arbeit des Ehrenamtes

69

IHK von A - Z

70

Impressum

70

Fragen an...

71

Cartoon und Vorschau auf den Juli/August 2013

72

Verlag-Spezial: Das gesunde Büro

37

DIE WIRTSCHAFT MAI 2013

4

AKTUELLES

Preisverleihung am 9. Juli

für beste MitI„Ludwig“ telständler der Region

Am 10. Juli 2013

für Unternehmen: I Informationsveranstaltung 3. Marktplatz Gute Geschäfte Bonn/Rhein-Sieg Der 3. Marktplatz Gute Geschäfte Bonn/ Rhein-Sieg (www.gute-geschaefte-bonn. de) wird am Freitag, 20. September 2013, im Alten Rathaus Bonn in Kooperation mit der Bundesstadt Bonn und unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch ausgerichtet. Unternehmen unterstützen dabei Vereine oder gemeinnützige Organisationen durch Dienstleistungen, persönlichen Einsatz, logistische Hilfe oder durch Kooperationen bei einer öffentlichen Marktplatz-Veranstaltung. Vereine und Organisationen bieten dafür eine Gegenleistung an. Wie auf einem Markt handeln die Akteure Kooperationsprojekte aus, so dass

Angebot und Nachfrage überein gebracht werden - Geld darf nicht fließen! Für Unternehmen, die am kostenfreien Marktplatz in Bonns guter Stube teilnehmen möchten, ist eine Informationsveranstaltung verpflichtend. Dabei werden der Marktplatz - insbesondere Ablauf und Regeln - erläutert. Die kostenfreie Veranstaltung findet am Mittwoch, 10. Juli, 17.30 bis 19 Uhr, in der IHK Bonn/Rhein-Sieg, Bonner Talweg 17, 53113 Bonn, statt. Nähere Informationen und Anmeldung bei Michael Pieck, Telefon 0228 2284-130, E-Mail [email protected], oder im Internet unter www.ihk-bonn.de | Webcode 6491572.

BITKOM BIG DATA SUMMIT 2013

Expertise von Anwendern, IGeballte Wissenschaftlern und Anbietern in Bonn Auf dem BITKOM Big Data Summit 2013 am 24. Juni in Bonn informieren Anwender, Provider und Fraunhofer-Forscher, welchen geschäftlichen Nutzen der Einsatz von Big Data für Unternehmen bietet. Der Summit, der unter anderem in Partnerschaft mit der IHK Bonn/Rhein-Sieg durchgeführt wird, informiert über Konzepte, Technologien und Methoden, wie Unternehmen die wachsenden Datenmengen besser für fundierte und zeitnahe Entscheidungen nutzen können, um so die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Zielgruppe der Veranstaltung sind u.a. IT- und Business-Entscheider aus Unternehmen, Organisationen sowie staatlichen Verwaltungen, Entscheider aus der Informationswirtschaft und Wissenschaftler. Die Teilnahme am Big Data Summit 2013 ist kostenfrei. Die Zahl der möglichen Teilnehmer ist begrenzt, eine zeitnahe Anmeldung daher empfehlenswert. Registrierung sowie weitere Informationen auch über das Programm finden sich online unter http://www.bitkom-bigdata.de.

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

Bei den neun Unternehmen aus dem Bezirk der IHK Bonn/Rhein-Sieg, die beim 19. bundesweiten Wettbewerb um den „Großen Preis des Mittelstandes 2013“ die 2. Runde erreicht haben, geht es am Dienstag, 9. Juli, um den regionalen Zusatzpreis für die besten Mittelständler der Region. „Mit einer eigenen regionalen Preisverleihung, die unabhängig von der bundesweiten Auszeichnung von der IHK Bonn/Rhein-Sieg und der regionalen Servicestelle Bonn/Rhein-Sieg in der RheinSieg-Halle in Siegburg ausgerichtet wird, wollen wir unseren Unternehmen eine Bühne bieten und ihnen eine Auszeichnung für ihr Engagement zukommen lassen“, sagt Michael Pieck, Pressesprecher der IHK Bonn/Rhein-Sieg. Während bundesweit der „Große Preis des Mittelstands“ auch als „Oskar“ bekannt geworden ist, winkt den regionalen Gewinnern der „Ludwig“, eine Hommage an den großen Bonnerr Ludwig van Beethotho-ven. Anhand der Kriterien, diee bei der bun-desweiten Preisrunde Grundlage der Bewertung sind, wird d eine regionale ale Jury die besten ten Mit tels t ändler der Region Bonn/Rhein-Sieg auswählen. „Gewonnen haben bereits jetzt alle mitmachenden Unternehmen, denn sie leisten mit ihrer Tätigkeit einen wichtigen Beitrag zum Wachstum am Standort. Dies wollen wir mit unserem zusätzlichen „Ludwig“ unterstreichen“, erläutert Dr. Christine Lötters (SCL Bonn) für die regionale Servicestelle. Neben dem „Ludwig“ erhalten die ausgezeichneten Unternehmen auch Siegerbilder in 360-Grad-Optik, die sie z. B. auf ihre Homepage einbinden können. Zudem ist aktives Networking angesagt. Die Preisverleihung am 9. Juli, die in Kooperation mit der Telekom Deutschland GmbH, Zentrum Mehrwertdienste, Bonn, ausgerichtet wird, beginnt um 18 Uhr in der Rhein-SiegHalle, der Eintritt ist frei.

AKTUELLES AKTUELLES

5 5

Übergangsfrist endet

IFinanzanlagenvermittler müssen sich beeilen Wer am 2. Juli keine Erlaubnis nach § 34 f Gewerbeordnung besitzt, darf keine Finanzanlagenvermittlung oder –beratung mehr durchführen. Seit 1. Januar ist der Vertrieb von Finanzanlagen in § 34 f Gewerbeordnung (GewO) geregelt. Inhaber einer Erlaubnis zur Finanzanlagenvermittlung oder –beratung nach § 34 c GewO können bis zum 1. Juli einen Antrag auf Erteilung der Erlaubnis nach § 34 f GewO im vereinfachten Erlaubnisverfahren stellen. Die Gültigkeit einer bestehenden Erlaubnis nach § 34 c GewO endet, soweit sie Finanzanlagen betrifft, mit Ablauf des 1. Juli. Für die Beantragung im vereinfachten Erlaubnisverfahren muss bis zum 1. Juli 2013 a. die Erteilung einer Erlaubnis nach § 34 f GewO sowie die Registrierung im Vermittlerregister bei der zuständigen IHK beantragt werden; der Antrag kann auf der Homepage der IHK Bonn/Rhein-Sieg unter dem Webcode 2101 heruntergeladen werden, b. die Erlaubnisurkunde nach § 34 c Abs. 1 Satz 1 GewO vorgelegt werden; dadurch entfällt in der Regel die erneute Prüfung der Zuverlässigkeit und der Vermögensverhältnisse, c. der Abschluss einer Vermögensschadenshaftpflichtversicherung durch Vorlage einer höchstens drei Monate alten Versicherungsbestätigung nachgewiesen werden, d. einer der nachstehend aufgeführten Nachweise geführt werden: – Nachweis der erfolgreich abgelegten Sachkundeprüfung (§ 34 f Abs. 2 Nr. 4 GewO) – Nachweis einer gleichgestellten Berufsqualifikation nach § 4 FinVermV – Prüfberichte (§ 16 Abs. 1 Satz 1 MaBV) für die Jahre 2006 bis 2011 Für den Nachweis der Sachkunde besteht eine Frist bis zum 1. Januar 2015. Wird die Sachkunde bis zum 1. Januar 2015 nicht nachgewiesen, so erlischt die Erlaubnis nach § 34 f GewO automatisch. Mit Ablauf des 1. Juli 2013 erlischt die Möglichkeit der Beantragung im vereinfachten Erlaubnisverfahren. Ab dem 2. Juli ist nur noch eine Beantragung des § 34 f GewO im regulären Erlaubnisverfahren mit sofortigem Nachweis der Sachkunde möglich.

9. Petersberger Industriedialog 2013

I

Von „Made in Germany“ zu „Made by Germany“: Neue Marktchancen in Europa und in den Wachstumsregionen der Welt erschliessen

Wo liegen die Wachstumsmärkte der nächsten Jahre? Wie sieht eine intelligente Globalisierungsstrategie für die mittelständische Industrie aus? Wie lassen sich die bewährten Erfolgsprinzipien des „Made in Germany“ zu einem „Made by Germany“ international ausrollen? Wie lassen sich deutsche Qualitäts- und Produktivitätsstandards in den Wachstumsmärkten umsetzen? Dies sind nur einige der Fragen, die beim diesjährigen n Petersberger Industriedialog thematisiert werden. Die Veranstaltung findet statt:

Dienstag, 2. Juli 2013, 13:30 Uhr bis ca. 19:00 Uhr Steigenberger Grandhotel Petersberg Königswinter/Bonn Nutzen Sie die Chance, beim Petersberger Industriedialog 2013 praxisbewährte Antworten auf Ihre Fragen zur erfolgreichen Nutzung neuer Wachstumschancen weltweit zu erhalten. Sie werden Gelegenheit haben, inspirierende Anregungen für die Strategieentwicklung Ihres Unternehmens zu gewinnen. Das Teilnahmeentgelt beträgt 100 Euro zzgl. MwSt./Person. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie im Veranstaltungskalender der IHK unter www.ihk.bonn.de | Webcode 6491565.

Intensivseminar

I

„Interviews fürs Fernsehen“

Am 30./31. Juli 2013 organisiert der ErnstSchneider-Preis der deutschen IHKs e.V. für Führungskräfte das Intensivseminar „Interviews fürs Fernsehen“. Die Teilnehmer üben vor der Kamera Sicherheit und Authentizität zu erlangen und in wenigen Sätzen Kernbotschaften zu formulieren. Zum Seminar gehört u. a. ein Gespräch mit der Wirtschaftsredaktion des WDR. Das Interviewtraining mit dem Fernsehmoderator und Autor Hans-Joachim Rüdel findet im „Theater im Hof“ in Köln statt. Das auf acht Teilnehmer begrenzte Seminar kostet inkl. Essen 840 Euro. Außerdem erhält jeder Teilnehmer zur Nachbereitung seine vom Seminarleiter individuell kommentierten Übungen auf DVD. Anmeldungen per Telefon 0221 1640-158 oder per E-Mail: [email protected]

Interessenvertretung in NRW

IClearingstelle Mittelstand eröffnet Wirtschaftsminister Garrelt Duin und der Präsident der IHK NRW, Paul BauwensAdenauer, haben Anfang Mai die Clearingstelle Mittelstand des Landes NRW bei IHK NRW offiziell eröffnet. Die Clearingstelle wird künftig Gesetzes- und Verordnungsvorhaben der Landesregierung in NRW schon frühzeitig im Interesse der mittelständischen Wirtschaft mit gestalten. Durch das Clearingverfahren sollen Konflikte vermieden und Verfahren vereinfacht werden. Die Wirksamkeit des Clearingverfahrens wird einmal jährlich durch einen Mittelstandsbeirat, dem Vertreter der mittelständischen Wirtschaft angehören, bewertet. Mehr Informationen im Internet unter www.clearingstelle-mittelstand.de

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

6

AKTUELLES

Unterstützung in Guatemala: Senior Experte Günter Thiermann hilft bei der Qualitätsverbesserung der Backwaren (unten).

Weiterbildung in Ruanda: Senior Experte Gerd W. Reiman erklärt Autogetriebe

SeniorExpertenServicee (SES)

2012: 2: IJahresbericht Bestes Ergebnis seit der Gründung Mit über 2.800 SES-Einsätzen weltweit und mehr als 10.500 registrierten Experten konnte der SeniorExpertenService (SES) – die Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit – in 2012 das beste Ergebnis seiner rund 30jährigen Geschichte verzeichnen. „Wir setzen bei allen Einsätzen auf Hilfe zur Selbsthilfe“, so der Vorstandsvorsitzende der SES-Stiftung Dr. Franz Schoser bei der Präsentation des Jahresberichtes Ende April in Bonn. Zwar bestehe das Kerngeschäft nach wie vor in der Organisation von Expertenein-

150.000 Euro für soziale Projekte

Jahre Bonner IFünf Spendenparlament

Das Bonner Spendenparlament hat sich fünf Jahre nach seiner Gründung bereits als feste Größe unter den wohltätigen Initiativen in der Bundesstadt etabliert. „Dass uns das in so kurzer Zeit gelingen würde, haben wir bei der formalen Gründungssitzung am 20. Mai 2008 nicht zu hoffen gewagt“, sagt der 1. Vorsitzende des Bonner Spendenparlaments e.V., Professor Dr. Hans-Martin Schmidt: „Wir können zum 5. Gründungstag eine Bilanz vorlegen, auf die wir doch ein wenig stolz sind.“ Das Bonner Spendenparlament zählt heute mehr als 310 Mitglieder. Als Parlamentarierinnen und Parlamentarier spenden sie regelmäßig mindestens fünf Euro pro Monat und haben damit Sitz und

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

sätzen im Ausland, seit einigen Jahren kümmere man sich jedoch auch in Deutschland intensiv um junge Menschen in Schule und Ausbildung. Laut SES-Geschäftsführerin Dr. Susanne Nonnen beabsichtige man künftig das in NRW erfolgreiche Schulprogramm „Neue Impulse für Schüler“ in anderen Bundesländern anzubieten, die Ausbildungsinitiative VerA weiter auszubauen und das Engagement in Afrika zu verstärken. Der Jahresbericht für 2012 kann im Internet auf der SES-Homepage www. ses-bonn.de heruntergeladen werden.

Stimme im Bonner Spendenparlament. In bislang neun Parlamentssitzungen haben die Parlamentarier demokratisch über die Verwendung ihrer Spenden für soziale Vorhaben in unserer Stadt debattiert und abgestimmt. Seit der Gründung konnten insgesamt rund 150.000 Euro an gemeinnützige Vereine zur Förderung ihrer sozialen Vorhaben ausgeschüttet werden. Bei den 71 geförderten Hilfsprojekten liegt der Fokus auf Initiativen, die von Armut, Isolation und Obdachlosigkeit betroffenen Menschen helfen, zur Integration aller Bevölkerungsgruppen beitragen, Bildung und Ausbildung junger Menschen fördern oder auf andere Weise den Menschen in Bonn zugute kommen. Auf der 9. Parlamentssitzung am 11. April 2013 konnten sich sieben gemeinnützige Vereine mit Sitz in Bonn über die Unterstützung ihrer sozialen Vorhaben mit einem Fördervolumen von insgesamt 20.594 Euro freuen.

Antrittsbesuch von IfM-Präsidentin in der IHK

und IHK wollen stärIIfM ker zusammen arbeiten Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn und die IHK Bonn/Rhein-Sieg wollen in Zukunft stärker zusammen arbeiten. Das ist das Ergebnis eines Treffens von IfM-Präsidentin Prof. Dr. Friederike Welter und IHK-Präsident Wolfgang Grießl sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille. Das IfM in Bonn beschäftige sich mit Entwicklung und Problemen des Mittelstandes und setze auf praxisnahe Forschungstätigkeit. Dabei könne die IHK sich einbringen und gleichzeitig von den Arbeiten vor Ort profitieren, so IHK-Präsident Grießl. Dies gelte insbesondere für den Bereich der Unternehmensnachfolge/übergabe, in dem das IfM mit Forschungen führend ist. Laut IfM Bonn stehe für den Zeitraum 2010 bis 2014 in rund 24.100 nordrhein-westfälischen Unternehmen eine Unternehmensnachfolge an. Von diesen Übergaben sind schätzungsweise in NRW 355.000 Mitarbeiter betroffen. „Nach Untersuchungen des IfM Bonns liegen die Ursachen für zahlreiche Probleme im Nachfolgeprozess nicht nur im ökonomischen Bereich begründet, sondern oftmals auch im Verhalten der Marktakteure. Unsere regelmäßigen empirischen Ergebnisse können daher sehr gut dazu beitragen, die Übernahmeberatung entsprechend weiterzuentwickeln“, resümierte IfM-Präsidentin Professor Friederike Welter im Anschluss an das Gespräch. Mit ihrem Netzwerk Unternehmensnachfolge will die IHK Bonn/Rhein-Sieg einen Beitrag zur Unternehmenssicherung in der Region leisten. „„Das Fortbestehen von Unternehmen in der Region durch einen gelungen Wechsel in der Unternehmensleitung und der damit verbundene Erhalt von Arbeitsplätzen sind wichtige wirtschaftspolitische Anliegen“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille: „Die Unternehmen in der Region Bonn Rhein-Sieg stehen nicht allein mit der Bewältigung der Fragen zu einer erfolgreichen Unternehmenssicherung und -nachfolge. Die Partner des von der IHK Bonn/Rhein-Sieg koordinierten Netzwerks bieten Hilfestellung durch kompetente Beratung und Begleitung.“

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Mitarbeiter stimmen für „great“ Hofmann Personal zählt zum sechsten Mal in Folge zu Deutschlands hundert besten Arbeitgebern. Durchschnittlich 15.000 Mitarbeiter beschäftigt der Personaldienstleister Hofmann Personal in Deutschland. Sie alle konnten im letzten Jahr in zwei Mitarbeiterbefragungen ihren Arbeitgeber und ihren Arbeitsplatz bewerten. Durchgeführt wurden die Umfragen von dem unabhängigen Institut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und dem Great Place to Work Institute in Kooperation mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Abschließende Beurteilung ”Wenn ich vor der Wahl stehen würde, würde ich mich wieder für Hofmann Personal als Arbeitgeber entscheiden.“ ”Ich kann mich auf meinen Arbeitgeber Hofmann Personal verlassen.” ”Ich freue mich, dass meine Meinung für meinen Arbeitgeber Hofmann Personal wichtig ist.” ”Meine derzeitige Tätigkeit entspricht meinen Fähigkeiten und Stärken.”

„Meine derzeitige Tätigkeit entspricht meinen Fähigkeiten und Stärken“; für 84 Prozent der befragten Mitarbeiter trifft diese

Seit 2008 erhielten wir jedes Jahr die Auszeichnung Deutschlands Beste Arbeitgeber. Darauf sind wir stolz und freuen uns. Das ist der Motor, der uns bei Hofmann Personal antreibt, mit Engagement und Herzblut jeden Tag alles zu geben. Wir unterstützen Sie an über 80 Standorten und mit rund 15.000 Mitarbeitern in ganz Deutschland. Egal ob Sie einen Job suchen oder für Ihr Unternehmen die richtigen Mitarbeiter finden wollen. www.hofmann.info

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94 %

”Ich gehe gerne zur Arbeit.”

94 %

”Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meinem Arbeitgeber Hofmann Personal.”

88 %

„Die Befragungen unserer Mitarbeiter im internen Bereich und der Mitarbeiter im Kundeneinsatz helfen uns, anschließend gezielt Maßnahmen abzuleiten“, sagt die Geschäftsführerin Ingrid Hofmann und ergänzt: „Unsere Mitarbeiter leisten einen bedeutenden Beitrag für Unternehmen, die auf Flexibilität angewiesen sind. Es wäre schön, wenn diese Dienstleistung auch in der öffentlichen Meinung die Anerkennung bekäme, die sie verdient.“

„Ich gehe gerne zur Arbeit“, sagt eine große Mehrheit (94 Prozent) der befragten Hofmann-Zeitarbeitsmitarbeiter, und mehr als drei Viertel (88 Prozent) bestätigen, dass sie mit ihrer derzeitigen Arbeit bei Hofmann zufrieden sind. Die Hofmann-Kundenunternehmen schneiden ebenfalls gut ab: Rund 90 Prozent der Hofmann-Mitarbeiter fühlen sich bei ihren Einsätzen gut integriert, respektiert, und die Unternehmen würdigen ihre Leistung. Auch „die körperliche Sicherheit am Arbeitsplatz ist gewährleistet“, sagen 94 Prozent der befragten Zeitarbeitsmitarbeiter. Dieses Ergebnis deckt sich mit den Ergebnissen der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG), die bescheinigt hat, dass die Unfallzahl bei Hofmann Personal weit unter dem Branchendurchschnitt liegt.

Quelle: GfK-Umfrage 2012

Ingrid Hofmann gratuliert Kevin Väth zu seiner bestandenen Personenzertifizierung, die gemeinsam mit dem TÜV Rheinland umgesetzt wird.

Aussage zu. „Ich empfinde diese Zahl zwar als positiv, sehe aber trotzdem Handlungsbedarf bei der Weiterqualifizierung“, sagt Ingrid Hofmann. Seit Anfang 2012 bietet Hofmann Personal seinen Mitarbeitern gemeinsam mit dem TÜV Rheinland eine Personenzertifizierung einschließlich Schulungen an. So können die Mitarbeiter ihre während der Arbeitseinsätze erworbenen Kenntnisse nachweisen und durch ein unabhängiges Institut zertifizieren lassen.

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Dynamischer Markt in Bonn/Rhein-Sieg

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TITELTHEMA REPORTAGE

Der Immobilienmarkt in Bonn/Rhein-Sieg entwickelt sich sehr dynamisch. Denn die Region wächst. Neue Unternehmen siedeln sich an. Alteingesessene Betriebe erweitern und benötigen größere Flächen. Neue Mitarbeiter, die hinzuziehen, suchen ein Dach über dem Kopf. Wie sehr einzelne Flächen sich dadurch verändern, zeigt Camp Spich in Troisdorf. Die Manager des Backwarenunternehmens Harry Brot standen auf dem Sportplatz des ehemaligen Kasernengeländes Camp Spich. Sie suchten nach einem Standort für eine weitere Großbäckerei. Dort, wo belgische Soldaten jahrzehntelang Fußball gespielt hatten, stellten sie sich mit viel Phantasie das Gebäude eines zukünftigen Tiefkühlbackwerks vor. Und entschieden sich für Troisdorf. Im Dezember 2004 unterzeichnete Harry Brot den Kaufvertrag für 6,6 Hektar im Camp Spich. „Harry Brot war die Initialzündung für den GewerbeJürgen Sturm, park Camp Spich“, Geschäftsführer Trowista erinnert sich Jürgen Sturm, Geschäftsführer der Troisdorfer Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing GmbH, kurz Trowista. „Das Unternehmen hatte es eilig, es wollte bereits im Mai 2005 mit dem Bau beginnen. Das hat der Entwicklung des gesamten Geländes Schwung gegeben.“ Projektentwickler von Camp Spich ist die Pütz Immobilien GmbH & Co KG. Inhaber Hans Werner Pütz: „Nach der Entscheidung von Harry Brot haben wir damit begonnen, das Gelände baureif zu machen. Bis zu 5.000 Soldaten waren in den Kasernen stationiert. Wir haben Hallen abgerissen, Kanäle gebaut und Baustraßen angelegt. Zum Glück gab es im Vergleich zu russischen Kasernen in Ostdeutschland nur wenig Altlasten.“ Das Gelände hat sich sehr verändert. Nur einige Verwaltungsgebäude sind geblieben. Die Kirche wird

mittlerweile von einer griechisch-orthodoxen Gemeinde genutzt. Heute ist Camp Spich ein Gewerbepark mit 60 Firmen und über 800 Mitarbeitern. Der Großteil des Areals wurde als Industriegebiet ausgewiesen, so dass sich auch Unternehmen mit einem Drei-SchichtBetrieb ansiedeln konnten. Im Gegensatz zu Harry Brot sind die wenigsten Unternehmen Inhaber. Sie mieten lieber. „Seit der Wirtschafts- und Finanzkrise scheuen viele Banken die Gewerbefinanzierung. 95 Prozent der Firmen suchen das Mietmodell“, weiß Hans Werner Pütz. Ankermieter und größter Arbeitgeber im Camp Spich ist die Firma HSP – Hochspannungsgeräte Porz, für die eine Sonderimmobilie mit 42 Kranbahnen und einem Prüfzentrum gebaut wurde.

Wo früher 5.000 belgische Soldaten stationiert waren, arbeiten heute über 800 Menschen in den unterschiedlichsten Firmen. Die meisten Firmen haben die Gebäude gemietet.

DIE WIRTSCHAFT WIRTSCHAFT JUNI JUNI 2013 2013 DIE

10

TITELTHEMA

Null auf I„Von die Überholspur.“

Die Entwicklung von Camp Spich ist ein Zeichen für die hohe Nachfrage nach Gewerbeflächen im RheinSieg-Kreis. „In neuen Gewerbegebieten, die in den vergangenen 20 Jahren entwickelt wurden, haben sich 1.700 Betriebe mit 23.000 Arbeitsplätzen angesiedelt“, sagt Dr. Hermann Tengler, Wirtschaftsförde-

Camp Spich – Wechselvolle Geschichte eines Wirtschaftsstandortes 1817: Das Rheinland gehört seit 1815 zu Preußen. Die Preußen machen einen kleinen Teil der Wahner Heide zum Truppenübungsplatz. Die in den Dörfern einquartierten Soldaten sorgen für Unruhe, die Bürger protestieren. Trotz der Proteste entscheiden die Preußen sich zu bleiben. 1861: Das Offizierskasino wird als erstes Gebäude gebaut. 1870 folgt das Felddepot. 1914: Bei Beginn des Ersten Weltkriegs nutzen ca. 4.000 Soldaten aus Artillerie und Luftwaffe das Gelände. 1920: Französische Besatzungstruppen übernehmen den Übungsplatz bis 1926. Nach ihrem Abzug ist die Wahner Heide frei von militärischer Nutzung. 1926: Wegen der großen Wohnungsnot ziehen notleidende Familien und ehemalige Beschäftigte der Dynamitfabrik auf das Gelände. 1.700 Menschen leben dort. 1931: Die Wahner Heide wird Naturschutzgebiet. 1933: Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wird der Übungsplatz wieder in Betrieb genommen. Das Gelände wird für die Zivilbevölkerung gesperrt, der Feldflughafen wieder hergerichtet. 1940: Das Kriegsgefangenenlager Hoffnungsthal entsteht. 1945: Mit dem Potsdamer Abkommen übernimmt die Royal Airforce das Gelände. 1951: Die belgischen Streitkräfte übernehmen „Camp Flandern“. 5.000 Soldaten sind dort stationiert. 2004: Das Gelände fällt an den Bund zurück. Die Stadt Troisdorf, vertreten durch die Projekt Management GmbH Camp Spich, erwirbt die ca. 60 Hektar. 80 Prozent der Fläche werden an die Unternehmensgruppe H.W. Pütz verkauft. Sie erschließt und vermarktet Camp Spich als Gewerbeund Industriegebiet.

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

rer im Rhein-SiegKreis. „Der Großteil der Investoren war schon vorher in der Region beheimatet. Denn die meisten Unternehmen, die expandieren und größere Flächen brauchen, wollen in der Region bleiben, um ihre Fachkräfte behalten zu können.“ Dem Wirtschaftsförderer zufolge braucht der RheinSieg-Kreis weitere FläDr. Hermann Tengler, chen: „Können wir keiWirtschaftsförderer ne Flächen anbieten, im Rhein-Sieg-Kreis, erstellt ein neues haben wir weniger Gewerbeflächenkonzept. Wachstumsmöglichkeiten. Flächen sind im Interesse der regionalen Wirtschaft, sonst wandern Arbeitsplätze ab.“ Dabei ist die Nachfrage im Kreis ganz unterschiedlich. Rechtsrheinisch sind vor allem Standorte entlang der Rheinschiene gefragt. Dank Autobahn, ICE und Flughafen sind sie gut angebunden. Linksrheinisch haben sich das Einzelhandelsgelände in Bornheim, der Industriepark Kottenforst in Meckenheim und die Stadt Rheinbach mit ihrer jungen Hochschule und dem Gründer- und Technologiezentrum gut entwickelt. „Rheinbach kam von Null auf die Überholspur.“ Anders sieht es im Osten des Kreises aus. Much und Windeck können auf keine nennenswerten Ansiedlungen hoffen.

Gewerbeflächenkonzept INeues im Rhein-Sieg-Kreis

Das Unternehmen Pütz Immobilien hat bereits viele Standorte im Kreis entwickelt. Zurzeit hat es etwa 500 Mieter. Laufend kommen Anfragen, weil Unternehmen entweder Grundstücke oder Gebäude suchen. Hans Werner Pütz: „Wir haben gemerkt, dass im Rhein-Sieg-Kreis ein Markt ist, den die Kölner und Bonner Entwickler nicht bedienen wollen. Diese Lücke haben wir entdeckt und nach und nach mit kleinen und mittleren Objekten gefüllt.“ Zu den Kunden gehören inzwischen Deutsche Post, DHL, KTG (Kabeltrommel GmbH), Nissan, TNT, UPS und viele mehr. Allerdings sind Grundstücke endlich. „Das Ausweisen neuer Flächen ist schwieriger geworden“, sagt Dr. Hermann Tengler. Ein Grund sind Bürgerproteste. Denn obwohl alle gern am Wohlstand teilhaben, möchte niemand ein Gewerbegebiet in der Nachbarschaft haben. Um den Neuflächenverbrauch so gering wie möglich zu halten und die Standortpolitik der einzelnen

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Kommunen zu koordinieren, erstellt der Rhein-SiegKreis ein Gewerbeflächenkonzept. Mit einem Konzept dieser Art hat der Kreis bereits Anfang der 90er Jahre gute Erfahrungen gemacht. „Wir haben sogar einen Umweltschutzpreis erhalten. Denn wir haben mit allen Kommunen zusammengearbeitet und so ein Überangebot an Flächen und einen ruinösen Wettbewerb vermieden“, erzählt Dr. Hermann Tengler. Auch für das kommende Gewerbeflächenkonzept haben bereits alle Kommunen ihre Bestände gemeldet. Die Wirtschaftsförderer erwarten für 2014 ein Gutachten, das geeignete Standorte ausweist – seien es neu zu nutzende Brach- oder Freiflächen.

Auch Hans Werner Pütz hat ein neues Ziel. Er wird das ehemalige Hauptgebäude von Dynamit Nobel in Troisdorf renovieren. Eine Herausforderung: „Das Ensemble muss entkernt werden. Ein Haus, das nach den Energiekonzepten der 70er Jahre gebaut wurde, heute wirtschaftlich zu machen, ist schwierig. Doch an einen Abriss habe ich nie gedacht. Dazu ist die historische Bedeutung des Gebäudes für Troisdorf zu wichtig.“ Ursula Katthöfer, freie Journalistin, Bonn

Coppeneur baut gläserne Schokoladenmanufaktur Die längste Pralinentheke Deutschlands entsteht in Bad Honnef. Im Gewerbepark am Dachsberg baut die Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH, die hochwertige Schokoladen und Pralinen herstellt, ihren neuen Standort. „Wir laden Kunden und Besucher ein, den Produktionsprozess vom Anbau der Kakaobohne bis zur Verpackung unserer Schokoladenkreationen zu erleben“, sagt Oliver Coppeneur, Inhaber und Gründer des Unternehmens. „Wir bauen eine gläserne Manufaktur.“ Knapp zehn Millionen Euro investiert Coppeneur in das neue 9.000 Quadratmeter große Gebäude, in dem Produktion, Verwaltung und ein Werksverkauf der besonderen Art untergebracht werden. „In unserer Tchocolatl-Bar wollen wir über 100 verschiedene Schokoladengetränke anbieten, darunter Cocktails, Frappés und alkoholische Heißgetränke“, sagt Oliver Coppeneur. Er gerät ins Schwärmen, wenn er von seinen Plänen erzählt. „Unsere Besucher können eigene Brotaufstriche und Schokoladentafeln herstellen. Sie wählen die Zutaten und Gewürze, dann wird die Schokolade individuell für sie gegossen und kann mit einer persönlichen Widmung versehen werden.“ Dem Chocolatier geht es nicht nur um den Genuss. Seine Besucher erfahren auch etwas über Anbau, Reinigung und Verarbeitung der Kakaobohnen. „In einem 20-minütigen Film zeigen wir, was auf einer Plantage passiert. Vom Kakaosamen über die Aufzucht der Bäume bis zur Ernte.“ Wer das Kino besucht hat, kann sich anschließend mit einem Headset ausgerüstet die Produktion erläutern lassen. Denn in der Produktionshalle ist auf fünf Metern Höhe eine Galerie geplant, von der aus sich das Mischen der Zutaten, das Conchieren (Rühren) der flüssigen Schokoladen und das Formen betrachten lässt. Oliver Coppeneur rechnet damit, dass Touristen aus ganz Europa in die gläserne Manufaktur kommen werden. Das Ge-

Oliver Coppeneur plant die gläserne Schokoladenmanufaktur mit vielen interessanten Extras für die Besucher aus ganz Europa. bäude liege direkt an der Autobahnausfahrt Bad Honnef/Linz der A3 und sei bereits von weitem erkennbar. „Wir verhandeln mit Busunternehmen darüber, dass sie unseren Film bereits im Bus zeigen. Dann können die Reisenden bei uns ihre Pause genießen und sich von der Galerie aus die Produktion ansehen.“ Der Bauantrag ist gestellt, bald rollen die Bagger. Die Eröffnung der Manufaktur ist für Ostern 2014 vorgesehen.

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eine repräsentativere Adresse suchen, als auch für Neuansiedlungen Büroraum schaffen. Die positive Fachkräfteentwicklung treibt die Büromarktentwicklung an. Vor allem in den Zukunftsbranchen ITK, Gesundheit und bei wissensintensiven Dienstleistungen wie bei Anwälten und Beratern kommt es zu einer Wechselwirkung. Wenn neue Büros entstehen, können sich neue Arbeitsplätze ansiedeln.

Dr. Ulrich Ziegenhagen, Victoria Appelbe

Bürostandort Bonn: „Das Interesse wächst kontinuierlich.“ Bonn ist ein begehrter Bürostandort, die Nachfrage reißt nicht ab. Das geht aus den Büromarktdaten des Jahres 2012 hervor. Der Leerstand lag bei vergleichsweise geringen 3,38 Prozent. Über die zukünftige Entwicklung sprach „Die Wirtschaft“ mit Victoria Appelbe, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn, und ihrem Stellvertreter Dr. Ulrich Ziegenhagen. Die Postnachfolger haben viel Büroraum neugebaut. Das Rheinwerk 3 am Bonner Bogen steht kurz vor dem Abschluss. Vieles wurde entwickelt. Gehen Bonn bald die Büroflächen aus? Victoria Appelbe: Bonn ist ein hochwertiger Dienstleistungsstandort, Büroflächen sind ein hohes Gut, die uns gar nicht ausgehen dürfen. Wir müssen sowohl für ansässige Firmen, die expandieren oder

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Wo können noch Büros gebaut werden? Victoria Appelbe: Das Bundesviertel und der Bonner Bogen sind Lagen mit A-Charakter. Sie sind weitestgehend entwickelt. Jetzt werden die Flächen aufgewertet, die Investoren vor fünf Jahren nicht im Blick hatten. Dazu gehören zum Beispiel Standorte gegenüber des Bundesviertels, zwischen der B9 und der Bahnlinie. Dr. Ulrich Ziegenhagen: Wenn die Nachfrage so bleibt wie derzeit, kann es zu einem Engpass kommen. Deshalb haben wir eine Büromarktstudie in Auftrag gegeben, die den Markt sehr dezidiert betrachtet. Um strategische Entscheidungen treffen zu können, müssen wir wissen, wie hoch der Bedarf ist und was zu vermieten ist. Wo sind noch freie Flächen? Wo lässt sich Altbestand hinsichtlich seines Potentiales einschätzen? Oft ergeben sich ganz neue Möglichkeiten, wenn Flächen neu kombiniert oder Geschosshöhen verändert werden können. Wie schnell ist ein neuer Bürostandort entwickelt? Victoria Appelbe: Bei fast allen Büroprojekten muss heutzutage eine hohe Vorvermietungsquote bestehen, damit die Banken die Baufinanzierung übernehmen. Das gelingt nicht immer. Wir hatten in Bonn oft das richtige Quäntchen Glück, um zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Ankermieter zu finden. Wenn Bürogebäude neu entstehen, möchte die Stadt, dass diese Gebäude über mehrere Generationen eine hohe Wertigkeit haben. Deshalb werden bei größeren Bauvorhaben städtebauliche Wettbewerbe durchgeführt. Ist die Baugenehmigung erteilt, ist ein großer Teil des Weges bereits geschafft. Dr. Urich Ziegenhagen: Insgesamt haben wir bei Bürobauprojekten kurze Entwicklungs- und Umsetzungsphasen. Ganz anders etwa bei Einzelhandelsprojekten, etwa in der Innenstadt, bei denen der Eindruck entsteht, dass sie nicht voran kommen. Wie sind die Preise für Büro-Immobilien in Bonn? Victoria Appelbe: In einigen Lagen von Duisdorf und Bad Godesberg beginnt die Mietspanne bei 5,50 Euro. Im Bundesviertel und am Bonner Bogen werden bis zu 16,50 Euro erzielt, in Einzelfällen sogar mehr. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag 2012 bei 12,50 Euro.

Der Bürostandort am Bonner Bogen gilt als A-Lage und ist weitestgehend entwickelt. Sobald der Ausbau komplett abgeschlossen ist, werden hier ca. 4.500 Arbeitsplätze entstanden sein.

Wie betrachten nationale und internationale Investoren Bonn? Welche Eindrücke sammeln Sie auf Messen wie der Expo Real in München und der Mipim in Cannes? Victoria Appelbe: Ich bin seit Anfang 2008 Wirtschaftsförderin in Bonn. Seitdem stelle ich fest, dass das Interesse an Bonn als Immobilienstandort sowohl bei Wohnungen, Hotels als auch bei Büros kontinuierlich wächst. Wir haben nicht nur lokale In-

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Gibt es in Bonn einen Trend, nicht marktfähige Büros in Wohnraum umzuwandeln, z.B. in Studentenwohnheime? Victoria Appelbe: Ja, das ehemalige Grundbuchamt an der Kölnstraße ist inzwischen ein Studentenwohnheim. Ebenso wird in der ehemaligen Sozialabteilung des Bundesarbeitsministeriums am Burgweiher in Duisdorf das Wohnheim „Quartier West“ betrieben. Und auf dem Grundstück des ehemaligen Streitkräfteamtes in Godesberg entstehen Wohnungen.

vestoren, sondern auch nationale und internationale. Angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise gilt Deutschland als sicherer Hafen. Dr. Ulrich Ziegenhagen: Bonn wurde nach dem Bonn-Berlin-Beschluss unterschätzt. Wir mussten die Wirtschaftskraft der Stadt kommunizieren. Inzwischen betreiben wir die Standortvermarktung seit über 15 Jahren und sind sehr gut mit den Immobilienanbietern vernetzt. Bonn wird als attraktiver Standort geschätzt. Das sehen wir beispielsweise daran, dass ein Gebäude wie „brandtelf“ an der Willy-Brandt-Allee 11 bereits während des Baus an einen institutionellen Anleger verkauft wurde.

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Wo stehen Büros leer? Dr. Ulrich Ziegenhagen: Wenn wir von einem Leerstand von 3,38 Prozent sprechen, heißt das auch, dass wir Interessenten nur diese 3,38 Prozent anbieten können. Dieser geringe Leerstand verteilt sich über das gesamte Stadtgebiet. Im Bonner Bogen werden so gut wie alle Flächen genutzt.

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Beratung für Existenzgründer zur Standortwahl Der Erfolg eines Unternehmens, wird, kann sehr das neu gegründet geg abhängen. Denn vom Standort Stand wem nützt der siebte Backshop in der Fußgängerzone? Die Standortwahl sollte im Businessplan gut be-

gründet sein. Denn sie ist einer der Faktoren, nach denen Kreditgeber die Chancen eines jungen Unternehmens beurteilen. Auch sollten Existenzgründer sich überlegen, wo sie zukünftige Mitarbeiter unterbringen würden. Die Existenzgründungsberater der IHK Bonn/Rhein-Sieg beziehen die Standortwahl daher in ihre individuelle Beratung mit ein. Gerlinde Waering Telefon 0228 2284-131, [email protected] Karl Reiners Bereichsleiter Existenzgründung/-sicherung Telefon 0228 2284-166, [email protected] Jürgen Zanders Telefon 0228 2284-181, [email protected]

Bauleitplanung Baut ein Unternehmen neu oder verändert es seine Gebäude, so muss dies von der Gemeinde genehmigt werden und in die Rahmenplanung des Ortes passen. Diesen Rahmen für das einzelne Grundstück setzt der „Bebauungsplan“. Wird ein Gelände neu entwickelt, zum Beispiel für Gewerbeflächen, gibt die IHK eine Stel-

lungnahme zu dieser Bauleitplanung ab. Die Kammer informiert über den aktuellen Planungsstand und bringt Anregungen sowie Bedenken der betroffenen Unternehmen in die Planung ein. Betriebe, die aus eigenem Interesse auf die kommunale Bauleitplanung einwirken möchten, sollten dies möglichst früh tun. Das trägt zur langfristigen Standortsicherung bei. Ansprechpartner: Kurt Schmitz-Temming

Ausschuss für Immobilienwirtschaft Die Mitglieder des Gemeinschaftsausschusses für Immobilienwirtschaft der Industrie- und Handelskammern zu Köln und Bonn/Rhein-Sieg. tagten im neuen, architektonisch interessanten Restaurant auf dem Drachenfels. Der Ausschuss tauschte sich über neue Entwicklungen in der Region aus. Die Mitglieder behandelten Themen zu Gewerbe-, Büro- und Wohn-immobilien sowie Fragen zur Stadtentwicklung. Ihm gehören 52 Unternehmer an. Eines der zukünftigen Themen ist die städtebauliche Neuordnung der Bonner Weststadt. Das Projekt „NEWest“ ist eine außergewöhnliche Allianz von Privatwirtschaft sowie Politik und Verwaltung. Gemeinsam entwickelt man Pläne für ein Neuordnung des Areals rund um den

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ehemaligen Bonner Schlachthof. Die Initialzündung zum Projekt kam dabei von den Grundstückseigentümern Knauber, Eaton und Stadtwerke Bonn. Bei der städtebaulichen Neuordnung sollen zukunftsträchtige und kreative Nutzungen g aus den Bereichen Erneuerbare ae ar Energien, Recycling, freie Beru-fe, Manufakturen, Werkstätten, Labore und Dienstleistungen eine zentrale Rolle spielen.

Kurt Schmitz-Temming Telefon 0228 2284-142 [email protected]

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Moll Architektur Bonn – Entwicklung & Steuerung

„Auf der Suche nach den Perlen …“ „Die ganze Welt ist voll von Sachen, und es ist wirklich nötig, dass jemand sie findet.“ Mit diesem Satz von Pippi Langstrumpf umschreibt die Bonner Architektin Dörte Moll ihre Arbeit. Sie hat sich darauf spezialisiert, Bestandsimmobilien zu sanieren, um sie neu zu nutzen. „Unsere Erfahrung zeigt, dass in fast jedem Bauwerk eine ungeahnte Perle schlummert. Es lohnt sich, die Gebäude aus dem Dornröschenschlaf wach zu küssen.“ Bei der Entwicklung leerstehender Objekte geht es ihr u.a. darum, durch einfache architektonische Veränderungen mehrere kleinräumige Einheiten zu

schaffen, die vermietbar werden: „Totes Kapital wird wieder nutzbar gemacht.“ Erfolg messe sich nicht nur am Deckungsbeitrag, sondern auch am Umgang mit einem Gebäude, meint die Archtiektin, die sich 1992 selbstständig machte und Lehraufträge an verschiedenen Fachhochschulen wahrnimmt. „Das Gebaute wird zum Ausdruck der Unternehmenskultur.“

www.moll-architektur.de Architektin Dörte Moll: „Wir bieten kreative, nachhaltige Immobilienumgestaltung an, die leerstehende Gebäude wieder vermietbar macht.“

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Rote Kinosessel, der Duft nach Popcorn, eine Leinwand – wer den Besprechungsraum von Doering Immobilien in Königswinter betritt, glaubt sich nicht bei einem Makler. Hier heißt es „Film ab!“. Denn das Unternehmen vermittelt in sieben- bis achtminütigen Filmen einen ersten Eindruck von den Immobilien, die für den Kunden interessant sein könnten. Familienbetrieb in der Immobilienbranche: Gerda und Reinhard Doering mit ihren Kindern Anna und Benno.

Doering Immobilien:

Hauskauf als Kinoerlebnis „Unser Fotograf, der die Objekte für die Exposés und den Webauftritt fotografiert, dreht und schneidet die Filme“, sagt Inhaber Reinhard Doering. Sein Unternehmen, das Doering mit seiner Frau Gerda führt und in das inzwischen auch die beiden Kinder Anna und Benno eingestiegen sind, nutzt die Vorteile der Digitalisierung im Filmgeschäft. Einer der Schwerpunkte des Familienunternehmens ist der Verkauf von Villen und großzügigen Einfamilienhäusern. „Wir haben es häufig mit Prominenten zu tun“, erzählt der Inhaber, „gerade da erweist sich das Kino als sehr hilfreich. Denn wir möchten nicht jeden Interessenten durch Schlafzimmer und Küche der Prominenten führen.“ Doch nicht nur die Verkäufer profitieren von den Filmen. Auch die Käufer haben etwas davon. „Beim Hauskauf ist der erste Eindruck entscheidend. Der Funke springt in den ersten 60 Sekunden über“, weiß Doering. „Hat der Kunde eine lange Anfahrt gehabt und stellt bereits an der Haustür fest, dass das Haus

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ihm nicht gefällt, ist das ärgerlich. Diese Anfahrten ersparen wir ihm, in dem wir drei oder vier Häuser im Film vorstellen.“ Erst wenn der Kunde sich für eine der angebotenen Immobilien stark interessiert, vereinbart der Makler einen Besichtigungstermin. Schließlich kommen Kino und Leinwand auch dem Makler zu Gute. Denn oft erlebt er, dass Kaufinteressenten bei Besichtigungen viel zu höflich sind: „Viele trauen sich nicht zu sagen, was sie wirklich denken. Sie stehen neben dem Eigentümer und nicken freundlich, obwohl sie das Haus nicht mögen.“ Im Kino hingegen müssen keine Rücksichten genommen werden. Hier kann der Makler sogar Fotos und Grundrisse an die Leinwand werfen, die er im Exposé nicht zeigen würde, um z.B. über einen feuchten Keller zu informieren. „Der Kunde kann offen sagen, dass die Holzdecke runter kommt oder dass er die orangen Badezimmerfliesen furchtbar findet. Das ehrliche Gespräch ist mir viel lieber als das höfliche Lächeln.“

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Der Immobilienverwalter als Treuhänder und Vermögensverwalter. Gerade in der momentanen turbulenten Marktsituation ist es für Wohnungseigentümer und Immobilienbesitzer wichtig, bei der Wahl ihres Verwalters sicherzustellen, dass dieser als Treuhänder das in ihn gesetzte Vertrauen verdient.

zu beobachten, dass einzelne Verwalter, sei es aus persönlicher Not oder anderen Motiven, widerrechtlich Zugriff auf das ihnen anvertraute Vermögen nehmen. Daher sollte es für die Eigentümer essentiell sein, dass der Verwalter nicht nur über eine Vermögensschadenhaftp f l i c h tve r s i c h e Michael v. Hauff, rung, sondern zuGeschäftsführer der sätzlich über eine Firmengruppe „DIE Ve r t a u e n s s c h a FACHVERWALTER ® “ GHQKDIWSÀLFKWYHU stellt sich unseren sicherung verfügt. Fragen. Nur in diesem Fall ist sichergestellt, Worauf sollten dass ein wiederEigentümer bei der rechtlicher Zugriff Wahl ihres Verwalauf das Treuhandters achten? vermögen voll von der Versicherung In der treuhänderischen Immo- gedeckt wird und Eigentümern bilienverwaltung wird die Wich- NHLQ ¿QDQ]LHOOHU 6FKDGHQ HQW WLJNHLW GHV 9HUZDOWHUV KlX¿J steht. unterschätzt. Die Anlage in Immobilienvermögen stellt für den Welche weiteren QualitätsGroßteil unserer Bevölkerung merkmale sollten bei der Ausdie wohl größte eigene Inves- wahl im Vordergrund stehen? tition ihres Lebens dar. In der Auswahl des für die Verwaltung In den letzten Jahren ist das dieses Vermögens geeigneten Arbeitsfeld des ImmobilienverVerwalters muss die Bonität walters zunehmend komplexer des Verwalters und klare Qua- geworden und für einen einzellitätsmerkmale an erster Stelle nen in seiner Vielfalt letztlich nicht mehr zu überblicken. stehen. Wohnungseigentümer, die auf Wie können Eigentümer sicher- einen kleinen Verwaltungsbestellen, dass ihr Verwalter seiner trieb Wert legen, setzen sich Treuhandstellung gerecht wird? wirtschaftlichen Risiken aus. Für ein VerwaltungsunternehZunächst einmal ist jeder Im- men, das seine Kunden ummobilienverwalter Vermögens- fassend und optimal betreuen treuhänder. Immer wieder ist will, ist es unerlässlich, entbedauerlicherweise am Markt

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Schönherr. „Internet, Makler, Mund-zu-Mund-Propaganda. Der Markt ist sehr eng, die Auswahl war nicht groß.“ Der entscheidende Tipp kam von einer Freundin. Sie kannte einen jungen Mann, der das von der Großmutter geerbte Haus verkaufen wollte. „Die Mitarbeiter der Firmen, die sich in der Region ansiedeln, brauchen ein Dach über dem Kopf“, sagt Kurt Schmitz-Temming, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg. „Deshalb können wir den Wohnungsmarkt nicht losgelöst vom Büro- und Gewerbeflächenmarkt betrachten. Bezahlbarer Wohnraum ist ein wichtiger Standortfaktor, der zur positiven Wirtschaftsentwicklung beiträgt.“

für IWasser den Apfelbaum

Der vierte Container ist voll Schutt, das Schlimmste ist geschafft. Nun folgen kleinere Putzarbeiten, der Einbau der neuen Heizung und das Fliesen und Tapezieren sämtlicher Böden und Wände. In zwei Monaten, so schätzt Anne Schönherr, kann sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern einziehen – ins eigene Haus.

Wohnungsmarkt in Bonn/Rhein-Sieg

Noch schläft niemand unter Brücken Bisher wohnte die Familie, die vor sieben Jahren aus Berlin übersiedelte, im Bonner Stadtteil Duisdorf in einem Haus zur Miete. Im vergangenen November flatterte die Eigenbedarfskündigung auf den Küchentisch. „Wir haben sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ein Haus für uns zu finden“, sagt Anne

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Die Geschichte der Familie Schönherr ist ganz typisch für den derzeitigen Bonner Häusermarkt. „Wir verkaufen viele Häuser nach einem Todesfall. Auch Scheidungen führen hin und wieder zum Verkauf. Selten verlassen unsere Kunden Bonn aus beruflichen Gründen.“ So schildert Bettina Hucko, Inhaberin von Hucko Immobilien, die Situation. Der enge Häusermarkt führe zu einem hohen Preisniveau, viele Gebäude aus den 50er und 60er Jahren seinen sanierungsbedürftig. Das Haus von Anne Schönherr ist aus dem Baujahr 1966. Angestellt ist sie bei einer Organisation für Entwicklungszusammenarbeit im Bundesviertel, nach Feierabend fährt sie direkt zur Baustelle. Während die Handwerker ihre Sachen packen und Schluss für den Tag machen, leiht die frischgebackene Hausbesitzerin sich einen Gartenschlauch bei der Nachbarin, um den frisch gesetzten Apfelbaum zu wässern. „Es macht viel Arbeit. Aber das Ziel ist es wert.“ Ein Haus zur Miete zu finden, war aussichtslos. „Als wir 2006 aus Berlin kamen, war der Markt deutlich entspannter. In Stadtteilen wie Holzlar oder Ückesdorf stand viel zur Miete, heute findet man nichts mehr.“ Auch diese Erfahrung bestätigen die Makler. Melissa Vliegen, angestellte Immobilienkauffrau bei Hucko Immobilien: „Die Kreditzinsen sind zur Zeit sehr niedrig. Da lohnt es sich, ein Haus zu kaufen und die Tilgung zu zahlen. Oft ist die Tilgung kaum höher als die Miete. Auf der anderen Seite erwirtschaften die Vermieter nur eine relativ niedrige Rendite. Gerade die Erben wollen verkaufen.“

der IFrage Perspektive

Anders als bei den Häusern sieht es auf dem Wohnungsmarkt aus. „Manchmal vermietet sich eine Wohnung ganz flott, manchmal beißen wir uns die Zähne aus“, erzählt Bettina Hucko. Die Dachgeschosswohnung nahe des Bonner Hofgartens war kaum inseriert, da hatte ein Professor, der am Juridi-

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cum lehrt, sie schon gemietet. Bei der möblierten Wohnung in der Nähe von Tannenbusch dauerte es mehrere Wochen. Dort wohnt inzwischen ein Telekommitarbeiter, der aus Hannover einpendelt. Und Bonn wächst weiter. Dem Zensus von 2011 zufolge liegt die Einwohnerzahl zur Zeit bei etwa 307.000. Während die Bevölkerung in NRW bis zum Jahr 2030 um 3,7 Prozent sinkt, steigt sie in Bonn um 11,5 Prozent. Das prognostiziert das Statistische Landesamt NRW. Ein Ende der Wohnungsnachfrage ist also nicht absehbar. Im Gegenteil: Die Grundstücke in der Stadt werden knapp. Das treibt die Preise hoch. Das Beratungs- und Vermittlungsunternehmen Engel und Völkers Commercial beobachtet in seinem aktuellen Marktbericht stabile bis steigende Preise auf hohem Niveau. Die Kehrseite der Medaille: Vor allem preisBettina Hucko (l.), Inhaberin von Hucko werte Mietwohnungen für Arbeitnehmer Immobilien, und Mitarbeiterin Melissa Vliegen. mit geringem Einkommen, Rentner, StuMieterbund und Eigentümerschutz-Gemeinschaft sind denten und sozial Schwache fehlen. sich jedoch darüber einig, dass es an preiswertem Ob schon von Wohnungsnot gesprochen werden Wohnraum mangelt. Der Grund: Vor allem öffentlich kann, ist eine Frage der Perspektive. Dem Mietergeförderte Wohnungen werden kaum noch gebaut, bund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr e. V. zufolge müssten weil sie sich für private Investoren nicht lohnen. Denn 50.000 Wohnungen bis zum Jahr 2020 in der Region die Zinsen auf dem freien Kapigebaut werden. Helmut Hertalmarkt sind so niedrig, dass garten, Hauptgeschäftsführer öffentlich geförderte KfW-Kreder Eigentümerschutz-Gemeindite keinen Vorteil bringen, im schaft Haus und Grund Bonn/ Gegenteil: Wer einen KfW-KreRhein-Sieg, hingegen meint: dit in Anspruch nimmt, unter„Noch schläft niemand unter liegt der Mietpreisbindung, die den Bonner Brücken.“

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derzeit bei 6,25 Euro/Quadratmeter liegt. Bei frei finanzierten Neubauten lassen sich hingegen in Bonn 10 Euro und mehr pro Quadratmeter erzielen.

an IAppell die Bürger

Helmut Hergarten zufolge sind die Baukosten in Deutschland zu hoch. „Ein privater Investor, der heute baut, hat sehr hohe Kosten. Da können die Mieten nicht preiswert sein.“ So seien die Baustandards, etwa bei den energetischen Anforderungen, mit die höchsten weltweit. Helmut Hergarten schlägt vor, weniger anspruchsvoll zu bauen: „In Holland haben die meisten Häuser keinen Keller. Das wäre in Deutschland undenkbar.“ Die Verantwortung für den Mangel an preiswertem Wohnraum sieht Hergarten in der Politik. Der Staat müsse für mehr Sozialwohnungen sorgen. Auch Bernhard von Grünberg, Vorsitzender des Mieterbundes Bonn/Rhein-Sieg/Ahr e.V., sieht Städte und Kommunen in der Pflicht. Gemeinsam mit mehreren Wohlfahrtsverbänden schlägt der Mieterbund ein ganzes Bündel von Maßnahmen vor, um preiswerten Wohnraum zu schaffen. Angefangen beim Dachgeschossausbau über die Nachverdichtung von Grundstücken bis zum Verzicht auf teure Tiefgaragen. Es sei ein Schritt in die richtige Richtung gewesen, das Eigenkapital der Vereinigten Bonner Wohnungsbau AG (Vewobag) zu erhöhen, damit diese mehr Sozialwohnungen bauen könne. „Die Stadt sollte Bauherren über die Bebauungspläne dazu verpflichten, dass 30 Prozent der Neubauflächen für den öffentlich geförderten Wohnungsbau genutzt werden“, sagt von Grünberg. Er appelliert an die Bürger, im Sinne der gesamten Stadt mitzuziehen. „Häufig argumentieren Anwoh-

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30 Prozent der Neubauflächen sollten für den öffentlich geförderten Wohnungsbau genutzt werden.

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Bernhard von Grünberg Vorsitzender des Mieterbundes Bonn/ Rhein-Sieg/Ahr e.V., sieht Städte und Gemeinden in der Pflicht und fordert die Nachverdichtung von Grundstücken.

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Helmut Hergarten Hauptgeschäftsführer der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus und Grund Bonn/Rhein-Sieg, sieht die Verantwortung für den Mangel an preiswertem Wohnraum in der Politik und fordert den Staat auf für mehr Sozialwohnungen zu sorgen. ner, dass eine Wiese im Wohngebiet eine wichtige ökologische Funktion habe und nicht bebaut werden dürfe“, erzählt er. „Angesichts der Pendlerströme, die jeden Tag über Bonn hereinbrechen, wäre es allerdings viel ökologischer, diese Wiesen zu bebauen. Das würde das Klima weitaus weniger belasten als die vielen Autofahrten.“ Auch volkswirtschaftlich sei es Wahnsinn, nicht zu verdichten. „Ich habe ausgerechnet, dass die Pendlerpauschale nach Bonn den Steuerzahler täglich 500.000 Euro kostet.“ Beim Bau von neuen Wohngebäuden müssen Alt- und Neubürger an einem Strang zeihen. Der Wohlstand, der durch das Wachstum der Region entsteht, kommt allen zugute. Ursula Katthöfer, freie Journalistin, Bonn

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AUF EIN WORT

Wachstumsschmerzen Während die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen bis 2030 schrumpft, wächst die Stadt Bonn im gleichen Zeitraum – so jedenfalls die Statistiker vom Landesbestrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW). Auch im Rhein-Sieg-Kreis setzt sich das seit vielen Jahren anhaltende Bevölkerungswachstum weiter fort, wenn man einmal von den Ausfransungen im östlichsten Teil des Kreisgebietes absieht. Deshalb sind sich alle einig, wir brauchen mehr Wohnraum – vor allem bezahlbaren Wohnraum. Schwer tut sich dabei insbesondere der sog. soziale Wohnungsbau. Private Investoren verzichten bei dem augenblicklich äußerst niedrigen Zinsniveau lieber auf öffentliche Fördergelder und refinanzieren ihre Investition über marktgerechte Mieten. Erschwerend kommt hinzu, dass der soziale Wohnungsbau bei strengeren Vorgaben gleichzeitig eine Mietdeckelung vorsieht. Damit nicht genug – die Stadt Bonn ist mit Reserveflächen nicht gerade gesegnet. Und: Neben Wohn-

raum werden auch zusätzliche Flächen für Büroräume, Produktionsstätten und Handwerk nachgefragt. Ziehen junge Leute in die Stadt, bedeutet dies mehr KitaPlätze und Schulen. Flächenkonkurrenz und Flächenengpass lassen denn auch schnell den Blick über die Stadtmauern hinweg schweifen und manche von einer kommunalen Neugliederung, sprich Eingemeindung, träumen. Regionale Raumplanung würde dadurch sicher vereinfacht. Andererseits hat sich die kommunale Selbstverwaltung, das eigenständige Planungsrecht, in der Vergangenheit bewährt und die Kommunen zu einem fruchtbaren Standortwettbewerb animiert. Was also tun? Die Umlandkommunen wird man nur dann als Kooperationspartner gewinnen können, wenn nicht auf der einen Seite Gewinner, auf der anderen Seite Verlierer stehen. Ausgleichsmechanismen sind deshalb gefragt, Anreizsysteme, von denen alle profitieren.

Kurt Schmitz-Temming Stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg

Schlossallee

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REPORTAGE

Jahre lang fortgeführt wird und die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Innerhalb dieser Fristen wirkt sich ein Verkauf ohne Reinvestition des Veräußerungserlöses ebenso schädlich aus wie eine Betriebsaufgabe oder Veräußerung wesentlicher Betriebsgrundlagen.

IArbeitsplatzklausel rechtmässig?

Erbschaftsteuer verfassungswidrig? In Kürze könnte das Erbschaftsteuerrecht erneut reformiert werden. Grund sind die (noch) legalen Gestaltungsmöglichkeiten beim Betriebsvermögen. Die Erbschaft- und Schenkungsteuer wurde zum 1. Januar 2009 umfassend novelliert. Als wichtigste Neuregelung stand damals die verkehrswertorientierte Bewertung aller Vermögensklassen im Vordergrund, mit der die vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) bemängelte Ungleichbehandlung von Kapitalanlagen gegenüber Grundbesitz und Betriebsvermögen beseitigt werden sollte. Um den Fortbestand vererbter oder verschenkter Unternehmen durch die Erbschaftsteuerreform jedoch nicht zu gefährden, gilt für Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten seither die sogenannte Arbeitsplatzklausel. Danach winken Steuervorteile, wenn der Betrieb vom Erben oder Beschenkten mindestens fünf (für eine volle Steuerbefreiung sieben)

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

Unter anderem diese Arbeitsplatzklausel hat beim Bundesfinanzhof (BFH) erneut Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes geweckt. Nach Auffassung des höchsten deutschen Finanzgerichts verstößt die weitgehende oder vollständige steuerliche Verschonung des Erwerbs beispielsweise von Betriebsvermögen, land- und forstwirtschaftlichem Vermögen und Anteilen an Kapitalgesellschaften gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz, weil aufgrund der zulässigen Stundung festgesetzter Erbschaftsteuerbeträge typischerweise keine Gefährdung der Betriebsfortführung mehr unterstellt werden kann. Zudem sich der Arbeitsplatzerhalt als äußerst fragwürdige Begründung für eine Bevorzugung von Produktivvermögen gegenüber anderen Vermögensklassen herausgestellt hat – immerhin beschäftigen weit mehr als 90 Prozent aller Betriebe nicht mehr als 20 Mitarbeiter und fallen schon aus diesem Grund nicht unter die Arbeitsplatzklausel. Und selbst bei mehr als 20 Beschäftigten lässt das derzeit geltende Erbschaftsteuerrecht auf einfachste Weise die Umgehung der Klausel beispielsweise durch Aufspaltung des Unternehmens in eine Besitz- und Betriebsgesellschaft zu. Gängige B Praxis ist hierbei die Konzentration des Betriebsvermögens bei der Besitzgesellschaft mit nur wenigen Beschäftigten, während die Betriebsgesellschaft mit beliebig viel Personal ggfs. nach Berücksichtigung von Verbindlichkeiten nur einen geringen erbschaftsteuerlichen Wert aufweist.

Vermögen wird IPrivates Betriebsvermögen

Auf Missfallen stieß bei den Finanzrichtern zudem die derzeit offen propagierte – und wohl auch gern genutzte - Möglichkeit, privates Vermögen in unbegrenzter Höhe in Betriebsvermögen umwandeln zu können, um dieses anschließend nur teils versteuert, wenn nicht gar komplett steuerfrei den Beschenkten oder Erben zu überlassen. Nicht zuletzt ist es nach derzeitig geltender Rechtslage leicht, Anteile an einer GmbH oder GmbH & Co. KG mit einem ausschließlich aus Sparanlagen und Festgeldkonten bestehenden Vermögen erbschaftsteuerfrei zu verschenken oder zu vererben. Bei diesem als „Cash-GmbH“ vermarkteten Steuersparmodell handelt es sich freilich keineswegs um einen rechtlich bedenklichen Gestaltungsmiss-

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REPORTAGE

brauch. Vielmehr stuft selbst der BFH in seiner Anfrage an das Bundesverfassungsgericht vom 27. September 2012 dieses Modell als völlig legal ein.

will IBundesrat „Cash-GmbHs“ verbieten

Zumindest der Bundesrat will angesichts drohender Steuerausfälle einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zuvorkommen und die „Cash-GmbHs“ verbieten. Auf Betreiben der Länderfinanzminister hatte der Bundesrat deshalb vorgeschlagen, noch in das Jahressteuergesetz 2013 wirkungsvolle Hürden aufzunehmen. Im Einzelnen sollen nach seinen Empfehlungen künftig auch Zahlungsmittel, Sichteinlagen, Bankguthaben und andere Forderungen zum schädlichen Verwaltungsvermögen zählen, soo fern ihr Wert insgesamt zehn Prozent des kapi-talisierten Jahresertrags, mindestens aber dess Substanzwertes übersteigt. Ausnahmen gelten dann lediglich für Forderungen aus der eigentlichen Unternehmenstätigkeit, etwa aus Lieferungen und Leistungen. Im Vermittlungsausschuss ist das Jahressteuergesetz 2013 zwar gescheitert, angesichts dringend benötigter Steuereinnahmen n erscheint die Beseitigung der Erbschaftsteuerer vorteile für Cash-GmbHs noch vor oder kurz nach der Bundestagswahl nicht unwahrscheinlich. Davon unabhängig haben die Finanzbehörden zeitnah auf die Verfassungszweifel des Bundesfinanzhofs reagiert: Nach einem gleichlautenden Ländererlass vom 14. November 2012 wird die Erbschaft- und Schenkungsteuer nur noch vorläufig erhoben – und zwar unabhängig davon, ob privates oder betriebliches Vermögen ögen übertragen wird. Bernhard Lindgenss

Ihr Ansprechpartner: r: Detlev Langer Telefon 0228 2284-134 E-Mail: [email protected]

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Betriebsvermögen und Immobilien:

Steuerstundung nach § 28 ErbStG

Um den Fortbestand vererbter Unternehmen nicht zu gefährden, müssen die Finanzämter seit 2009 die festgesetzte Erbschaftsteuer auf Antrag bis zu zehn Jahre lang stunden, soweit dies zur Erhaltung des Betriebs notwendig ist. Bei Erwerben von Todes wegen (dazu zählt u.a. der Erwerb durch Erbanfall, durch Vermächtnis oder aufgrund eines geltend gemachten Pflichtteilanspruchs) sogar zinslos! Darüber hinaus sieht das Erbschaftsteuergessetz (§ 28 ErbStG) eine zehnjährige Stundung bei zu Wohnzwecken vermieteten Grundstücken oder Grundstücksteilen sowie bei vom Erwerber zu eigenen Wohnzwecken genutzten Eigentumswohnungen und Ein- oder Zweifamilienhäusern vor. Anders als bei Betriebsvermögen ist diese Billigkeitsmaßnahme allerdings an weitaus strengere Voraussetzungen geknüpft: Zulässig ist eine Stundung nur, soweit die Erbschaftsteuer durch Veräußerung des erworbenen Vermögens aufgebracht werden kann. Das Finanzgericht Köln hat diese Messlatte kürzlich noch höher gelegt. Seiner Auffassung nach ist eine Stundung ausgeschlossen, wenn der Erbe die Steuer zwar nicht aus dem übrigen Erwerb, aber aus seinem sonstigen Eigenvermögen aufbringen kann. Mehr noch: Eine Stundung scheide selbst dann aus, wenn eine Kreditaufnahme beispielsweise aufgrund regelmäßiger Mieteinnahmen möglich erscheint (FG Köln vom 10. August 2012, Az.: 9 V 1481/12).

ZZZUSVUDLFKOHGH

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

Flugplatz Hangelar

Kleiner Knotenpunkt im großen Luftfahrtnetz Siegburg – Kassel – Cottbus. Keine Linienfluggesellschaft fliegt eine Strecke wie diese. Die Autobahn macht Umwege, die Bahn bummelt im Regionalzug. Für Geschäftsreisende, die ihre Kunden östlich des Rheinlands persönlich aufsuchen möchten, bieten sich ein Charter- oder gar ein Privatflugzeug an. Ausgangspunkt: der Flugplatz Hangelar. „Wir haben zur Zeit etwa 60.000 Starts und Landungen pro Jahr“, sagt Betriebsleiter Jürgen Unterberg. „Hier landen Geschäftspartner der Deutschen Telekom, der Bonner Ministerien und viele andere.“ Diese Fluggäste sparten in Hangelar wertvolle Zeit. „Wer in Köln/Bonn landet, muss zunächst im Flugzeug auf der Parkposition warten. Darf er aussteigen, wird er mit dem Auto zum Flughafengebäude gefahren und muss hindurch. Es kann 15 Minuten dauern, bis er im Auto zum Geschäftstermin sitzt. Jürgen Unterberg (l.) leitet den Flugplatz Hangelar seit dem Jahr 2000. 150 Flugzeuge und Hubschrauber sind hier das ganze Jahr über stationiert. Starts und Landungen überwacht Josef Klees (o.) oder einer seiner zehn Kollegen vom Tower aus.

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Bei uns steht das Auto direkt am Flugzeug.“ Mit Blick auf Start- und Landebahn sitzt Jürgen Unterberg an seinem Schreibtisch. Überall hängen Fotos, Poster und Plakate rund um die Luftfahrt. 1978 kam er mit einem Halbtagsjob als Tankwart zum Flugplatz, seit dem Jahr 2000 ist er Betriebsleiter. Das Funkgerät auf seinem Schreibtisch rauscht leise, Unterberg lauscht dem Funkverkehr des Towers, der gleich über seinem Büro liegt und über eine steile Stiege erreichbar ist. Dort sitzt Josef Klees, einer der elf Flugleiter, die sich im Schichtbetrieb abwechseln. Sie informieren die Piloten der an- und abfliegenden Maschinen über Wind, Wetter, Luftdruck und den übrigen Verkehr am Flugplatz. Ein Helicopter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) setzt zum Start an. „Das ist ein EC 135, der hier in einer Spezialwerkstatt gewartet wurde und gerade zu einem Testflug startet“, erläutert Josef Klees.

IErinnerung an Quax

Etwa 25 Firmen haben sich rund um den Flugplatz angesiedelt. In den Werften warten, reparieren und

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REPORTAGE

Ein regelmäßiger Passagierverkehr findet nicht statt, da dazu die Allwetterbedingungen fehlen. Doch grundsätzlich hat der Flugplatz von Sonnenaufgang minus 30 Minuten bis Sonnenuntergang plus 30 Minuten (allerdings nie vor 8.00 Uhr und nie nach 20.30 Uhr) Betriebspflicht. „Wir müssen den Flugbetrieb zulassen“, sagt Jürgen Unterberg. „Wer eine Lizenz hat und starten oder landen möchte, zum Beispiel um sein einmotoriges Flugzeug aufzutanken, muss abgefertigt werden.“ Das sagt er auch den Anwohnern, die sich über den Fluglärm beschweren. Wer in Köln/Bonn anruft, um das zu tun, landet zunächst in der Warteschleife. In Han-

gelar hat er gleich den Betriebsleiter am Telefon. Unterberg versucht, den Nutzen des Flugplatzes zu vermitteln: „Wenn jemand an der Sieg ein Handtuch und ein Kinderfahrrad findet, besteht der Verdacht, dass ein Kind ertrunken ist. Dann startet sofort ein Hubschrauber der Bundespolizei, um das Gelände abzusuchen.“ Es muss nicht gleich ein ADACRettungshubschrauber sein, der ein Unfallopfer in die nächste Spezialklinik fliegt. Ohne die Kontrolle aus dem Hubschrauber würde unsere Infrastruktur weniger gut funktionieren. Denn aus dem Helikopter werden Staus beobachtet und Massenkarambolagen dokumentiert. Es werden Hochspannungsleitungen und Bahntrassen abgeflogen, um Gefahren früh zu erkennen. Vermisste Personen können mit Wärmebildkameras ausfindig gemacht werden. Der Flughafen achte darauf, die Anwohner möglichst wenig zu belasten. „Bei schwachem Wind lassen wir die Flugzeuge nach Westen starten, weil dort weniger Menschen wohnen“, sagt Flugleiter Josef Klees im Tower. Auch müssen die Piloten der Sportflugzeuge enge Lärmvorschriften einhalten, wenn sie keine Flugbetriebsbeschränkungen hinnehmen möchten. Jürgen Unterberg vergleicht den Flugplatz mit einer Landstraße. „Dort beschweren sich die Anwohner im Sommer über die vielen Motorradfahrer. So wie ich keine Straße sperren kann, weil Anwohner sich belästigt fühlen, kann ich keinen Flugplatz sperren.“ Ursula Katthöfer, freie Journalistin, Bonn

Besondere Unternehmen aus der Region:

Das ganz besondere Geschenk...

restaurieren Fluggerätemechaniker und Elektroniker sowohl Flugzeuge als auch Hubschrauber. Durch die große Glasscheibe der Werkstatt LTB Dirk Bende GmbH ist der Doppeldecker Focke-Wulf Fw 44 Stieglitz zu sehen, mit dem Heinz Rühmann als „Quax der Bruchpilot“ über die Leinwand flog. Drei Flugschulen bilden Piloten aus. „Auch Berufsluftfahrzeugführer, die später einmal einen Jumbo fliegen, fangen hier an“, sagt Jürgen Unterberg. Jugendliche interessieren sich für den Segelflugsport. Der ADAC ist mit zwei Unternehmen am Flugplatz vertreten (s. Kasten). Die Bundespolizei nutzt den Flugplatz, der bis auf wenige Tage zu Weihnachten und Neujahr das ganze Jahr über geöffnet ist.

IRettungseinsätze aus der Luft

Hubschrauber der Bundespolizei im Landeanflug.

Flugplatz Hangelar (www.edkb.de) Hangelar ist seit dem Erstflug 1909 der älteste durchgehend betriebene Flugplatz in Deutschland. Das Kerngeschäft des Unternehmens ist die Bereitstellung einer Verkehrsanlage für den Sichtflugbetrieb am Tage. Die Kunden sind Hobbypiloten und Geschäftsreisende. Mit 19 Mitarbeitern erzielt der Flugplatz einen Jahresumsatz zwischen 800.000 und einer Million Euro. Die Betreiber sind die Stadtwerke Bonn (49,6 Prozent), Rhein-Sieg-Kreis (38,4 Prozent), Stadt Sankt Augustin (10 Prozent) und die Fliegergemeinschaft Hangelar e.V. (2 Prozent) / Weitere angesiedelte Betriebe: Drei Flugschulen, mehrere Wartungsbetriebe, zwei ADAC-Betriebe, Rundflug- und Sportanbieter mit etwa 180 Arbeitsplätzen. In unregelmäßigen Abständen stellen wir in „Die Wirtschaft“ besondere Unternehmen mit dem „etwas anderen Produktportfolio“ oder außergewöhnliche Standorte vor.

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REPORTAGE

ADAC HEMS Academy

Stress beim Landeanflug Unfall auf der A 565. Das Team des ADACRettungshubschraubers birgt einen Schwerverletzten. Seine Atmung ist flach - die Sauerstoffmaske wird fest auf Mund und Nase gedrückt. Er hat zahlreiche innere Verletzungen. Die Ärztin blickt zum Überwachungsmonitor. Der Puls ist schwach. Es droht der Herzstillstand. Sie muss handeln - jetzt.

- Wie INotfalltraining im richtigen Leben

So oder ähnlich schreibt es das Drehbuch des Trainingszentrums ADAC HEMS Academy vor. In einer großen Halle am Flugplatz Hangelar trainieren Hubschrauberpiloten, Ärzte und Rettungsassistenten für ihre Notfall-Einsätze. Entweder im Mock up, wie das 1:1 Modell des Rettungshubschraubers im Fachjargon heißt. Oder im Schockraum. „Kommt ein Team bei der Übung gut klar, steigern wir das Stress-Niveau. Auch gestandene Ärzte betrachten unsere Dummys sehr schnell als echte Patienten und sind bei unseren Simulationen sofort im Geschehen“, sagt Thomas Gassmann, Leiter Vertrieb und Geschäftsentwicklung. Der ADAC fliegt 50.000 Rettungseinsätze pro Jahr. Die gut trainierten Hubschrauberpiloten kön-

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nen landen, wo immer eine Fläche von 25 mal 25 Metern frei ist. Ob Verkehrsunfall, Brandverletzung oder Herzinfarkt – die Besatzungen trainieren in Hangelar, wie sie den Patienten im bestmöglichen Zustand ins bestmögliche Krankenhaus bringen.

auf die IBlick Ölbohrinsel

In zwei Hubschraubersimulatoren üben Piloten außerdem, kritische Situationen in der Luft zu meistern. Dank Simulator verursachen sie dabei weder Lärm noch verbrauchen sie Kraftstoff. Dabei haben die Simulatoren von außen überhaupt keine Ähnlichkeit mit Hubschraubern. Wie zwei große weiße Container auf Stelzen sehen sie aus. Innen entsprechen die Cockpits den Hubschraubertypen EC135 und EC145. Vor den Augen der Piloten wechseln digital gesteuerte Panoramen: eine Ölbohrinsel in der Nordsee oder ein Unfall auf einer Autobahnbrücke. „Hubschrauberpiloten müssen zweimal im Jahr Checkflüge absolvieren, um nachzuweisen, dass sie noch für ihre Tätigkeit geeignet sind. Das ist einer der Gründe, aus denen sie zu uns kommen“, sagt Thomas Gassmann. Im Jahr 2009 öffnete die ADAC HEMS Academy gleich gegenüber der ADAC Luftfahrttechnik ALT, einer Werft, in der die Rettungshubschrauber des Unternehmens gewartet und repariert werden. 120 Mitarbeiter sind insgesamt beschäftigt. Beide Unternehmen sind längst nicht nur für die ADAC-eigenen Hubschrauber und Besatzungen tätig. Andere Kunden kommen aus dem In- und Ausland. „Bei uns trainieren inzwischen Piloten aus Australien, Japan und Argentinien“, erzählt Thomas Gassmann.

Landeanflug auf eine Bohrinsel: Im Inneren des Simulators kann die Landung auf einen beliebigen Platz von 25 mal 25 Metern geübt werden. Von außen gleichen die Hubschraubersimulatoren der ADAC HEMS Academy Containern auf Stelzen. Thomas Gassmann, Leiter Vertrieb und Geschäftsentwicklung des Unternehmens, ist stolz darauf, dass Kunden aus aller Welt inzwischen in der Academy trainieren. „Es gibt bereits Buchungen bis ins Jahr 2015.“ Unter Piloten und Rettungsmannschaften hat sich herumgesprochen, dass sie vieles lernen, wenn sie sich bei der ADAC HEMS Academy trainieren lassen. Ursula Katthöfer, freie Journalistin, Bonn

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REPORTAGE

Chancen für den Mittelstand und Entwicklungsländer

Werden Sie Zukunftsentwickler! von Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Als Entwicklungsminister habe ich seit Amtsantritt bislang mehr als siebzig Länder weltweit bereist – von Ägypten bis Peru, von Myanmar bis Tadschikistan. Es stehen aber auch immer wieder deutlich weniger exotische Ziele auf dem Programm: Magdeburg und Reutlingen, Travemünde und Berlin zum Beispiel – denn ein wichtiger Teil meiner Arbeit beginnt gewissermaßen direkt vor der eigenen Haustür: Die Besuche in den Industrie- und Handelskammern quer durch die Republik, unsere Roadshows in der Reihe „wirtschaft.entwickelt.global“. Ich bin nicht Minister für Entwicklungshilfe, sondern Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Es ist mir ein Anliegen, diesen Namen wieder mit Leben zu füllen. Und dafür brauchen wir die deutsche Wirtschaft. Wenn ich „die deutsche Wirtschaft“ sage, dann meine ich ausdrücklich nicht nur die großen, international aufgestellten global player – sondern ganz bewusst all jene Firmen, die das ökonomische Rückgrat Deutschlands bilden: all die kleineren und größeren mittelständischen Firmen, für die Entwicklungsländer auf den ersten Blick eines sicher nicht sind: Märkte nämlich, in die ausgerechnet die mittelständische Wirtschaft sich hineinwagen sollte.

schaffen, die den MenIJobs schen ein Auskommen sichern

Zunächst eine eindrucksvolle Zahl: Weltweit fließen jährlich rund 750 Milliarden US-Dollar an ausländischen Direktinvestitionen in Entwicklungsund Schwellenländer. Das ist rund das Fünffache dessen, was alle staatlichen Geber für die Entwicklungszusammenarbeit aufbringen – eine gewaltige Summe also, die illustriert: Der Einfluss privater Investitionen für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in diesen Ländern ist enorm. Es ist daher dringend geboten, unser Engagement mit dem der Wirtschaft zu verzahnen. Wir können kein Land von außen entwickeln, auch bei bester Intention. Ohne die entschiedene Initiative unserer Partnerländer selbst geht es nicht. Wirtschaftliches Wachstum ist zwingend notwendig, um die Entwicklung in unseren Partnerländern langfristig und nachhaltig anzuschieben. Als staatlicher Akteur können wir den Weg ebnen und die Rahmenbedingungen verbessern – aber Jobs schaffen, die den Menschen ein Auskommen sichern, die sie aus der Armut befreien, das können dauerhaft nur private Unternehmen. Das ist in unseren Kooperationsländern nicht anders als hier auch. Hinzu kommt: Wer arbeitet, zahlt Steuern. Staatseinnahmen sind die notwendige Voraussetzung dafür, dass ein Staat Basisdienstleistungen bereitstellen kann, zum Beispiel ein Gesundheitssystem, Infrastruktur oder Bildung.

IKnow-How einbringen

Deutsche Unternehmen gehören in vielen Schlüsselbereichen zur absoluten Weltspitze – in Medizintechnik, Umwelttechnologien oder erneuerbaren Energien zum Beispiel. Gerade Mittelständler ha-

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REPORTAGE

IAngebote nutzen

Wir brauchen Sie also – aber was haben Sie als Unternehmen davon, sich in einem Entwicklungsland zu engagieren? Blicken wir beispielsweise nach Afrika: Erst allmählich wandelt sich das Image dieses Kontinents, der für viele noch immer Inbegriff von Katastrophen, Kriegen und Hunger ist. Afrika besteht aber aus über fünfzig völlig unterschiedlichen Staaten! Viele afrikanische Länder haben enorme Fortschritte gemacht – gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich – und warten inzwischen teils mit steilen Wachstumsraten und sich dynamisch entwickelnden Märkten auf. Dennoch werden sie von Investoren und Unternehmern gemieden, denn viele Firmen schrecken vor dem Schritt in diese Länder zurück und scheuen das höhere unternehmerische Risiko. Hier setzen unsere Angebote an: Wir können Ihnen als BMZ die Hand reichen. Mit unseren staatlichen Durchführern haben wir jahrzehntelange Erfahrung in Entwicklungs- und Schwellenländern, wir sind vor Ort vernetzt und genießen das Vertrauen unserer Partner. Davon können auch Unternehmen profitieren, die mit uns zusammenarbeiten – zum Beispiel, wenn es darum geht, Investitionen mit Hilfe von Machbarkeitsstudien auf den Weg zu bringen oder Entwicklungspartnerschaften anzubahnen.

IEngagement zahlt sich aus

Wir tragen dabei einen Teil des Risikos, achten dafür aber auch auf einen echten Mehrwert für Entwicklung. Wir legen strenge Maßstäbe an und tragen nur Vorhaben mit, die eindeutig entwicklungsrelevant sind. Wer sich darauf einlässt, dem eröffnet sich

INDUSTRIEHALLEN | GEWERBEBAU LAGERHALLEN | BÜROGEBÄUDE PRODUKTIONSHALLEN

Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft

Nachhaltige Entwicklung g braucht unternehmerisches es Engagement – nicht nurr in Deutschland, sondern auch ch in Entwicklungsländern. Denn Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, sichern Einkommen, vermitteln technisches Know-how und führen zukunftsfähige Technologien ein. Für Unternehmen bieten Entwicklungsländer als Zukunftsmärkte interessante Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten. Allerdings ist das Geschäft im Ausland mit ungewohnten unternehmerischen Risiken verbunden: mangelnde Rechtssicherheit, dürftige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, bürokratische Hürden oder schlechte Infrastruktur. Hier setzt develoPPP.de an: Mit dem Programm stellt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Unternehmen, die in Entwicklungs- und Schwellenländern investieren, seit 1999 finanzielle und auf Wunsch auch fachliche Unterstützung zur Verfügung. Das Unternehmen trägt dabei mindestens die Hälfte der Gesamtkosten. Diese so genannten Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft können bis zu drei Jahre dauern und in den unterschiedlichsten Branchen und Themen angesiedelt sein – von A wie „Abwassermanagement“ bis Z wie „Zertifizierungen“. Im Rahmen von develoPPP.de kooperieren Unternehmen stets mit einem der drei öffentlichen Partner, die das Programm im Auftrag des BMZ umsetzen: DEG-Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und sequa gGmbH. Unternehmen profitieren von deren jahrzehntelangen fachlichen und regionalen Erfahrung in Entwicklungsund Schwellenländern sowie von ihren Kontakten zu Regierungen, Wirtschaftsverbänden und Unternehmen vor Ort. Damit Projekte gefördert werden können, müssen sie einige wichtige Voraussetzungen erfüllen – allen voran müssen sie mit den entwicklungspolitischen Grundsätzen der Bundesregierung in Einklang stehen, eine klare Entwicklungsrelevanz haben und umwelt- und sozialverträglich sein. Unternehmen haben so die Chance, schon heute in den Märkten von morgen aktiv zu werden – und gleichzeitig zur Entwicklung dieser Länder beizutragen. Ausführliche Informationen über das Programm und die Möglichkeiten, die es Unternehmen bietet, finden Sie unter www.develoPPP.de.

www.bosbach.de

ben dabei den entscheidenden Vorteil, dass sie ihre Produkte und Dienstleistungen flexibel an die Bedürfnisse von Entwicklungsländern anpassen können. Noch dazu bringen deutsche Unternehmen ihre oft weit höheren Umwelt- und Sozialstandards in die Kooperationsländer mit. Auch deswegen ist es gut, wenn das Know-how und Engagement dieser Firmen in die Kooperation einfließen – und deswegen versuchen wir, Sie als Unternehmer und Unternehmerinnen für eine Zusammenarbeit mit uns in Entwicklungspartnerschaften zu gewinnen.

SCHWEVERS & RAAB | Stahl - Hochbau GmbH Wöhrmannstraße 27 | 47546 Kalkar T +49 2824 97749-0 | F +49 2824 97749-32 Mail [email protected] | www.schwevers-raab.de

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REPORTAGE

Bundesminister Dirk Niebel besuchte 2012 auch Burkina Faso.

die Chance, schon heute in den Märkten von morgen Fuß zu fassen in Ländern, die großes Potenzial für die Zukunft bieten. Dazu gehört auf Unternehmerseite neben Pioniergeist und einem Gespür für Zukunftsperspektiven immer auch eine gehörige Portion Leidenschaft und Idealismus für die Sache. Dieses Engagement zahlt sich am Ende aus, und zwar für alle Seiten: Das Unternehmen erschließt sich neue Märkte, die Menschen vor Ort haben neue Chancen und Perspektiven. Ich treffe auf meinen Reisen in unseren Kooperationsländern immer wieder Unternehmer, die mir berichten, wie befriedigend es ist, tatsächlich etwas bewegt zu haben – weitab von rein monetären Gesichtspunkten. Wenn beides zusammenkommt – solider Geschäftssinn und Überzeugung in der Sache – dann können wir gemeinsam eine Menge erreichen. Ich lade Sie deshalb ein: Engagieren Sie sich in Entwicklungsländern, gemeinsam mit uns – werden Sie Zukunftsentwickler! Wir stehen Ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite.

Leistungen des BMZ für Unternehmen EZ-Scouts

Weitere Förderangebote

In zahlreiche deutsche Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und Wirtschaftsverbände hat das BMZ sogenannte „EZ-Scouts“ entsandt. So auch in die IHK Bonn/Rhein-Sieg (s. S. 31). Die EZScouts beantworten alle Fragen rund um die deutsche Entwicklungszusammenarbeit und beraten Unternehmen zu den Wachstumsmärkten in Entwicklungs- und Schwellenländern. Auch an vielen deutschen Auslandshandelskammern arbeiten Entwicklungsexpertinnen und -experten, die Unternehmen bei landesspezifischen Fragen weiterhelfen und die richtigen Ansprechpartner vor Ort nennen können.

Darüber hinaus unterstützt das BMZ Unternehmen beispielsweise durch die Mitfinanzierung von Machbarkeitsstudien, die der Vorbereitung von entwicklungspolitisch sinnvollen privatwirtschaftlichen Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern dienen. Über die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH besteht für deutsche Unternehmen, gerade auch aus dem Mittelstand, die Möglichkeit zur Finanzierung solcher Investitionen ab einem Finanzierungsbeitrag von einer Million Euro. www.deginvest.de | Unser Angebot | Deutsche Unternehmen

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REPORTAGE

Mittler zwischen Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit (EZ)

EZ-Scout Gerhard Weber Wirtschaftliches Wachstum findet heute vorwiegend in Entwicklungs- und Schwellenländern statt. Für den wirtschaftlichen Erfolg ist es wichtig, dass die Unternehmen an diesem Wachstum teilhaben. Bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg unterstützt seit dem 1. Juni 2013 Gerhard Weber als neuer EZ-Scout regionale Unternehmen bei der Auslandsmarkterschließung in Entwicklungsländern. NRW-weit ist er der erste EZ-Scout bei einer Industrieund Handelskammer. Weber steht den regionalen Unternehmen als kompetenter Ansprechpartner bei entwicklungspolitischen Fragestellungen zur Verfügung. Insbesondere bietet er eine unternehmensorientierte Beratung zu Förderinstrumenten und -möglichkeiten im Rahmen von Projekten in Ländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit an. Zudem besteht die Möglichkeit, konkrete Unterstützung bei einer geplanten Teilnahme an Förderprogrammen zu erhalten. Darüber hinaus informiert er Unternehmen über Länderschwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit mit Potenzial für Kooperationen mit der Privatwirtschaft. Auf diese Weise stellt der EZScout eine Anlaufstelle für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen sowie Entwicklungsinstitutionen dar und zeigt Möglichkeiten auf, im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit den Einstieg in neue Märkte zu finden. Mit der Entsendung von EZ-Scouts stellt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) deutschen Unternehmen fachkundige Berater mit entwicklungspolitischem Know-how zur Verfügung. Durch regelmäßigen Informationsaustausch, persönliche Arbeitskontakte und gemeinsame Veranstaltungen werden beidseitig Vorstellungen konkretisiert, wie die Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit vertieft werden kann.

Gerhard Weber war vor seiner Tätigkeit als EZ-Scout viele Jahre bei der sequa gGmbH in Bonn als Projektmanager tätig. Die sequa agiert als Bindeglied zwischen Privatwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit und mobilisiert dafür das Know-how ihrer Gesellschafter: BDA, BDI, DIHK, ZDH und GIZ. Er hat alle Facetten der Entwicklungszusammenarbeit intensiv erlebt und bringt diese Erfahrungen nun in seine neue Tätigkeit ein. Gerhard Weber, EZ-Scout bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg, Telefon 0228 2284-171, E-Mail: [email protected]

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Neues Schwerpunktland der IHKs Bonn/Rhein-Sieg und Aachen

Indonesien ist mit über 240 Millionen Einwohnern die größte Volkswirtschaft Südostasiens. Wirtschaftszentrum des Landes ist die Hauptstadt Jakarta (Foto oben). Hier leben 9,6 - in der Metropolregion etwa 28 Millionen Einwohner. Das Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 842 Milliarden US$ (2011) wird in den Sektoren verarbeitendes Gewerbe (47,2 Prozent), Dienstleistungen (38,1 Prozent) und Landwirtschaft (14,7 Prozent) erzielt.

IHK setzt mit Indonesien neue Schwerpunkte Im Rahmen einer Arbeitsteilung zwischen den nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) betreut die IHK Bonn/Rhein-Sieg gemeinsam mit der IHK Aachen künftig als neues Schwerpunktland den Auslandsmarkt Indonesien. „Indonesien ist mit über 240 Millionen Einwohnern

Rainer Ludwig (International), Tel.: 0228 2284-167, E-Mail: ludwig@ bonn.ihk.de

Alina Paczkowski (International), Tel.: 0228 2284-144, E-Mail: paczkowski@ bonn.ihk.de

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

Gerhard Weber (EZ-Scout), Tel.: 0228 2284-171, E-Mail: weber@ bonn.ihk.de

nach China, Indien und den USA das bevölkerungsreichste Land weltweit. Durch eine wachsende kaufkräftige Mittelschicht stellt der einheimische Konsum dabei einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor dar“, erläutert IHK-Außenwirtschaftsexpertin Alina Paczkowski. Zur Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung seien seitens der indonesischen Regierung umfangreiche Investitionen im Infrastrukturbereich geplant. Hier können deutsche Unternehmen profitieren. Als weitere Wachstumsbranchen gelten laut der IHK-Experten Alina Paczkowski und Rainer Ludwig z.B. auch der Maschinenbau, die Automobilindustrie sowie die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie. Als Schwerpunktkammern wollen die IHKs Bonn/ Rhein-Sieg und Aachen künftig noch intensiver mit indonesischen Institutionen zusammenarbeiten, Kontakte zu Unternehmen mit Indonesien-Bezug pflegen und NRW-Unternehmen bei speziellen Fragen zum neuen Schwerpunktland betreuen. Zudem soll es regelmäßig Veranstaltungen zu diesem Zukunftsmarkt geben. Die erste Veranstaltung ist für kommenden September in der IHK Aachen geplant. Nähere Informationen zu Indonesien gibt es unter www.bonn.ihk.de | Webcode 2249

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REPORTAGE

Der internationale Standort Bonn hat auch eine internationale Schule

Bonn International School „Wie bitte? Ein neues Job-Angebot? Wir sollen nach Deutschland ziehen? Schön für Dich, aber wie regeln wir das mit der Schule für unsere Kinder?!“ So ist die Realität mancher Fachkräfte und Manager, die sich eigentlich auf eine neue Arbeitsstelle freuen. Die Euphorie über den Aufstieg oder die berufliche Neuorientierung trifft auf die Sorgen und Bedürfnisse der Familie. Genau für solche Familien wurde im Jahr 1997 die Bonn International School e.V. (BIS) gegründet. Die Schule ist ein wichtiger Faktor bei der Entscheidungsfindung vieler Familien, ob sie nach Bonn/Rhein-Sieg umsiedeln oder lieber in New York, Genf, Singapur oder anderswo bleiben. Nach Angaben der UN-Personalabteilung ist die angemessene Bildung ihrer Kinder das entscheidende Kriterium dafür, ob ein Mitarbeiter eine Stelle in Bonn annimmt oder ablehnt.

anerkannte, IInternational englischsprachige Ausbildung

Die BIS bietet eine Ausbildung, die international anerkannt, „mobil“ und englischsprachig ist, von der Vorschule bis zur zwölften Klasse im Ganztagesbetrieb. Neben Englisch lernen alle Kinder auch Deutsch. Alle Jahrgangsstufen werden nach dem Internationalen Baccalaureate Curriculum unterrichtet. Das IB-Abschlusszeugnis ermöglicht weltweit den Zugang zu Universitäten und ist von der Kultusministerkonferenz als Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland anerkannt. BISAbsolventen besuchen Harvard, Yale, MIT, Carnegie Mellon, Oxford, King’s College London und andere hochangesehene Universitäten.

Rund 750 Kinder aus 60 Nationen besuchen die Schule. Nach einer von McKinsey & Co. durchgeführten Bedarfsstudie werden in den nächsten fünf Jahren 200 zusätzliche Schulplätze gebraucht, um den wachsenden Bedarf bedienen zu können. Der moderne Schulcampus in der ehemaligen Amerikanischen Siedlung im Bonner Süden besteht aus zwei Gebäuden mit 70 modern ausgestatteten Klassen- und Fachräumen, einem Medienzentrum, IT-Räumen, zwei Turnhallen, einer Cafeteria, Verwaltungs- und Seminarräumen. Zurzeit arbeitet die BIS an einem wichtigen Projekt: Die Renovierung des ehemaligen „Amerikanischen Clubs“. Das denkmalgeschützte Gebäude wird eine Schulaula,

Von der Vorschule bis zur zwölften Klasse - rund 750 Kinder aus 60 Nationen besuchen die Bonn International School.

Eckpunkte zur Bonn International School e.V. (eingetragener, gemeinnütziger Elternverein):  anerkannte internationale Ergänzungsschule unter der Aufsicht des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW  finanziert ausschließlich von Elternbeiträgen  erhält keine öffentlichen Mittel zum laufenden Schulbetrieb  28 Schüler erhalten im Schuljahr 2012-2013 entweder ein Teil- oder Vollstipendium

Martin-Luther-King-Str. 14 53175 Bonn

Mehr zur Schule unter www.bonn-is.de

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Räume für Musik und Theater sowie eine Mensa im Schulcampus integrieren. Seit August 2012 ist Dr. Chris Müller neuer Direktor an der BIS. Nach langjähriger Erfahrung in Afrika, USA und Europa hat er die BIS als „seine Schule“ ausgesucht. Er sagt: „Sowohl der hervorragende Ruf dieser Schule als auch die große Internationalität unter den Schülern haben mich überzeugt, nach Bonn zu kommen. Ich bin glücklich in einer bedeutenden Schule zu arbeiten und die Zukunft vieler Kinder und dieser Region mitzugestalten.“ Chris Müller und die weiteren 145 Lehrer/Innen und Mitarbeiter der Bonn International School e.V. sind stolz auf 15 Jahre Bildungsarbeit und ihre Funktion als Partner internationaler Familien und Arbeitgeber in der Region. Für viele dieser Familien ist die Schule das Herzstück ihrer neuen Heimat, sozialer Treffpunkt und Informationsbörse für alle Fragen des täglichen Lebens. Natalie Niklas

Szenen aus dem Schulalltag am Campus in Bonn. Visualisierung des geplanten Theaters im ehemaligen „Amerikanischen Club“.

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Über 40 Jahre lang galt der „Amerikanische Club - der American Embassy Club” als die Adresse für das internationale Sozialleben in der B un d e s h aup t s t adt . Dr. Chris Müller Adenauer, Kennedy, Direktor der alle waren da, haben Bonn International School gegessen, diskutiert, Tennis gespielt und gefeiert. Doch seit dem Regierungsumzug nach Berlin im Jahr 1999 steht das Denkmal leer und verfällt. Wir haben nun Pläne für das Gebäude entwickelt, wie wir das Denkmal in unseren Campus sinnvoll integrieren können und so einen neuen internationalen Treffpunkt schaffen. Wir arbeiten zur Zeit an der Finanzierung dieses Projekts. Dabei sind wir auf private und öffentliche Spenden angewiesen.

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REPORTAGE

Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT

„Wir wollen Vorurteile abbauen.“ Der Arbeitskreis SCHULE WIRTSCHAFT der IHK Bonn/RheinSieg will das Übergangsmanagement von der Schule in den Beruf verbessern. Vorsitzende ist Dr. Susanne Nowak. Sie hat 17 Jahre lang in der Wirtschaft gearbeitet, u.a. für den Arbeitgeberverband Hessen, bevor sie in den Schuldienst ging. Heute ist die Gymnasiallehrerin für Deutsch und Sport an der CJD Christophorusschule Königswinter tätig.

Was ist das erste Ziel des AK SCHULEWIRTSCHAFT? Wir wollen Vorurteile abbauen, auf beiden Seiten. Die Wirtschaft sieht oft nicht, wie engagiert Lehrer sind. Umgekehrt kennen Lehrer nur selten Menschen, die ausbilden. Wir möchten, dass die Arbeitswelt für Lehrer offener wird, damit sie die Betriebe kennen lernen und wissen, was dort geschieht. Letztlich kommt es den Schülern zugute, wenn Lehrer als Multiplikatoren wirken und bei der Berufsorientierung beraten können. Wie bringen Sie Schule und Wirtschaft zusammen? Viermal im Jahr laden wir Lehrer zu Betriebserkundungen ein. So waren wir zuletzt beim Siegwerk Druckfarben in Siegburg, D beim General-Anzeiger in b Bonn und bei GKN Driveline International in Lohmar. Die Lehrer kommen freiwillig, sie müssen diese fre Fortbildungen nicht besuchen. Fo o Zu meinem Bedauern halten Z

Gymnasiallehrer sich sehr zurück. Viele machen sich nicht bewusst, dass Schüler nach dem Abitur nicht unbedingt studieren wollen.

Welche Kontakte entwickeln sich aus den Besuchen in den Betrieben? Oft helfen wir ganz praktisch. So lernt beispielsweise ein Lehrer den Ausbildungsleiter eines Verlages kennen und verbringt dort mit seinen Schülern einen Projekttag. Oder das Unternehmen sponsert etwas für die Schule. Wir öffnen die Türen. Was die Beteiligten dann daraus machen, liegt ganz in ihrem Ermessen.

Der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Bonn hat das Ziel, das Übergangsmanagement von der Schule über die Ausbildung ins Erwerbsleben zu verbessern. Ihr Ansprechpartner: Dario Thomas Telefon 0228 2284-148 E-Mail: [email protected]

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Lehrerin Gabriele Kalender-Hennes (u.) und die Schüler der Klasse 9a der Karl-Simrock-Schule in Bonn-Endenich informierten sich im OBI-Markt Bonn-Nord bei Johann Polich (l.) über Praktika und Ausbildungsplätze. die Besuche eine Gelegenheit, um mögliche Praktikanten oder sogar Auszubildende kennen zu lernen.

IWin-winSituation Projekttag zwischen Blumen und Bohrmaschinen „Sind die Leute in den OBI Werbespots Schauspieler oder arbeiten die wirklich hier?“. „Welchen Schulabschluss braucht man, um hier eine Ausbildung zu machen?“ und „Wofür stehen die Buchstaben O B I?“ Die Schüler der Klasse 9a der Karl-SimrockSchule in Bonn-Endenich haben sich einen ganzen Fragenkatalog überlegt. Zu einem Projekttag sind sie in den OBI-Markt Bonn-Nord gekommen und löchern in einem Besprechungsraum Johann Polich, den stellvertretenden Marktleiter. Er antwortet: „In den Werbespots treten Schauspieler auf. Wir hatten allerdings einmal einen Gabelstaplerfahrer, der den Filmleuten so positiv auffiel, dass auch mit ihm gedreht wurde. Schauspieler haben ja keinen Gabelstapler-Führerschein.“ Es ist bereits die dritte Schulklasse, die in diesem Monat den OBI-Markt besucht. Lehrerin Gabriele Kalender-Hennes baut die Inhalte sowohl in den Deutsch- als auch in den Wirtschaftslehreunterricht ein. So bereitet sie die Jugendlichen auf ihr späteres Berufsleben vor. Für den OBI-Markt sind

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„Die Kooperation von Schule und Wirtschaft kommt beiden Seiten zugute“, sagt Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Bonn/ Rhein-Sieg. „Deshalb fördert die Kammer viele Projekte, bei denen Ausbildungsbetriebe den Kontakt zu Schulen knüpfen können.“ So bestehen in der Region bereits 111 Partnerschaften zwischen Schulen und Betrieben über das Projekt KURS (Kooperationsnetze Unternehmen der Region und Schulen). Ziel des Projektes ist, Wirtschaftsthemen in den Schulen zu vermitteln. Unternehmer und Ausbilder gehen in den Unterricht, Schülerinnen und Schüler kommen zu Projekttagen in die Unternehmen. Auch der Arbeitskreis SchuleWirtschaft der IHK Bonn/Rhein-Sieg fördert die Zusammenarbeit (siehe Interview). Ausbilder, die sich um die Zukunft junger Menschen besonders verdient machen, werden von der Kammer zu Ausbildungsbotschaftern ernannt. „32 dieser Botschafter gibt es bereits im Kammerbezirk“, sagt Jürgen Hindenberg. „Zum Tag des Ehrenamtes im Herbst sollen weitere ernannt werden.“

für IArbeit Hand und Kopf

Die Schüler der Klasse 9a haben ihren Rundgang durch den OBI Markt begonnen. Johann Polich führt sie über beide Etagen. Er weiß mit den Jugendlichen umzugehen: „Das sehen wir hier nicht gern, junge Dame“, sagt er freundlich, aber bestimmt, als eines der Mädchen sich in der Teppichausstellung auf einen Teppich setzt. Ihr Mitschüler Vladislav Kiranov nimmt den Besuch ernster. In der Pflanzenabteilung schaut er sich interessiert um, das könnte ein späteres Berufsfeld sein. „Im Herbst habe ich ein Praktikum bei einem Garten- und Landschaftsbauer gemacht“, erzählt er. Es hat ihm Spaß gemacht, Pflanzen einzusetzen, einen Teich zu reinigen und Laub zu fegen. „Ich möchte später etwas mit den Händen machen. Aber der Kopf soll auch mitarbeiten“, erzählt er. Auch aus Sicht von Johann Polich ist das Praktikum ein guter Weg, damit Ausbildungskandidaten und Unternehmen sich kennen lernen. „Die Bewerber, die als Auszubildende in die enge Wahl kommen, werden von uns zu einer Woche Probearbeit eingeladen“, sagt er. „Es ist wichtig, dass Bewerber und Betrieb ausprobieren, ob sie zueinander passen.“ Ursula Katthöfer, freie Journalistin, Bonn

VERLAG-SPEZIAL

DAS GESUNDE BÜRO

AUS DEM INHALT Gesundheitsmanagement geht jeden an Was ist betriebliche Gesundheitsförderung? Gesunde Mitarbeiter = Gesundes Unternehmen Machen Sie Ihren Rücken fit! So is(s)t Deutschland! Return On Invest und gesund essen – wie passt das zusammen? Empfehlungen für gesunde Ernährung am Arbeitsplatz

Verlag-Spezial online lesen

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VERLAG-SPEZIAL: DAS GESUNDE BÜRO

Grußwort von Heiko Oberlies: Gesundheit geht jeden an Hauptsache gesund und das bis ins hohe Alter. Das sind oft ausgesprochene Wünsche im privaten Bereich und viele Menschen tun heute eine Menge für die Erhaltung der eigenen Gesundheit. Erst kürzlich wurde gemeldet, dass sich der Umsatz der deutschen Fitnessbranche verdoppelt hat und fast jeder zehnte Deutsche im Fitnessstudio an sich arbeitet. Also alles in Ordnung oder auf einem guten Weg könnte man denken. Mitnichten, denn die Gesunderhaltung der Bevölkerung ist nicht nur eine rein persönliche, sondern auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und somit auch eine Aufgabe der Wirtschaft. Der Arbeitsplatz ist einer der Orte, an dem man sich einen Großteil des Tages und des Lebens aufhält. Arbeit sollte daher schon aus Prinzip nicht krank machen und der Arbeitsplatz entsprechend gestaltet sein. Schließlich sind aufgrund des demographischen Wandels, der daraus resultierenden längeren Lebensarbeitszeit und der fehlenden Fachkräfte in manchen Branchen gesunde Mitarbeiter ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Auch wenn wir seit 1980 z.B. in der Schwerindustrie einen beständigen Rückgang des gesamtdeutschen Krankenstandes erleben, darf dies nicht darüber hinweg täuschen, dass die Gesundheitsprobleme deutscher Arbeitnehmer in anderen Branchen, z.B. den Dienstleistungssektor, nach wie vor vorhanden sind oder sich dorthin verlagert haben. Dabei spielen heute oftmals Erkrankungen des Skelettapparates aufgrund von Haltungsschäden und einseitigen Belastungen sowie psychische Erkrankungen wegen einer stressbedingten Erschöpfungsdepression in den Krankenstatistiken eine Rolle.

FACHFORUM BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT Dienstag, 24. September 2013 Uhrzeit: 16.00 - 20.30 Uhr Kurzbeschreibung: •

Impulsevorträge zu Themen rund um das betriebliche Gesundheitsmanagement



Hochrangig aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft besetztes Podium zur Diskussion der Zukunft des betrieblichen Gesundheitsmanagements in Deutschland



Gesundheits-Parcours mit 4 bis 5 Test- und Mess-Stationen



Begleitende Fachausstellung



Vorstellung von Best-Practice-Unternehmen

Gemeinsame Veranstaltung IHK Köln und IHK Bonn/Rhein-Sieg

mit freundlicher Unterstützung der Firma Vogginger Kommunikation.

Veranstaltungsort: IHK Köln Unter Sachsenhausen 10-26, 50667 Köln Anmeldung:

Heiko Oberlies, Tel. 0228 2284-138 E-Mail: [email protected] Dr. Simon Hennchen, Tel. 0221 1640-506 E-Mail: [email protected]

Teilnahme:

kostenfrei

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

Motivation und Spaß trotz hoher Arbeitsbelastung

Viele Unternehmen erkennen mittlerweile, wie wichtig es ist, hier frühzeitig mit dem Management der Mitarbeitergesundheit im Unternehmen zu beginnen und darin zu investieren. Schließlich kann der längere Ausfall eines Mitarbeiters hohe Kosten und bei einem schlecht ersetzbaren Spezialisten möglicherweise sogar Produktionsausfall bedeuten. Ein wirkungsvolles Gesundheitsmanagement sollte dabei durch einen mit entsprechendem Know how ausgestatteten Mitarbeiter gesteuert werden. Diese Aufgabe ist dabei kein lästiger zusätzlicher Verwaltungsakt und Kostenfaktor, sondern sollte von der Firmenleitung mitgetragen werden. Eine Gesundheitsmanagementstrategie ist dabei ein wichtiger Teil der eigenen Firmenphilosophie. In der Auswahl der Maßnahmen sollte das Gesundheitsmanagement neben einer entsprechenden ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung, die einzelne Person, sein Lebensalter, seine Vorerkrankungen, sein persönliches Umfeld sowie die individuelle berufliche Belastungssituation berücksichtigen. Eine altersgerechte Arbeitsplatzgestaltung kann hierbei schon ein Schlüsselfaktor zur Reduzierung des Krankenstandes älterer Mitarbeiter sein. Natürlich muss die Eigenverantwortung von Mitarbeitern nach wie vor gefordert werden, aber Betriebe sind im Sinne einer ganzheitlichen und nachhaltigen Betrachtungsweise dazu aufgefordert, Motivation für dieses eigenverantwortliche Handeln zu fördern und Freiräume für die Teilnahme an Maßnahmen zu schaffen. Hierbei können auch solche scheinbar unwichtigen Dinge wie z.B. der Erwartungsdruck im Umgang mit modernen digitalen Kommunikationsmitteln oder die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf eine Rolle für die Mitarbeitergesundheit spielen. Der wichtigste Punkt in diesem Thema ist aber erst einmal überhaupt anzufangen und das haben Sie mit dem Interesse an diesem Thema gerade getan. Ich wünsche Ihnen daher für die Lektüre dieser Verlag Spezial Ausgabe zum Thema Gesundheitsmanagement viel Vergnügen und gute Anregungen.

Heiko Oberlies Referent Gesundheitswirtschaft IHK Bonn/Rhein-Sieg

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VERLAG-SPEZIAL: DAS GESUNDE BÜRO

Was ist betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)? Wie auch in anderen Industrieländern befindet sich die Arbeitswelt in Deutschland in einem tiefgreifenden sozialen und wirtschaftlichen Umbruch. Der Wettbewerb verschärft sich; verstärkte Dienstleistungsorientierung und Personalabbau setzen sich ebenso durch wie neue Informationstechnologien und neue Beschäftigungsverhältnisse (z.B. Teilzeit- und Telearbeit). Der Anteil älterer Arbeitnehmer steigt. Die Entwicklung hat enorme Konsequenzen für Betriebe, noch mehr aber für deren Beschäftigte. Von ihnen werden mehr Tempo, mehr Flexibilität, mehr Qualität und permanente Lernbereitschaft erwartet. Nur mit motivierten, gut qualifizierten und vor allem gesunden Arbeitnehmern können Unternehmen darum die wirtschaftlichen Herausforderungen von heute erfolgreich bewältigen und ihre Chancen von morgen nutzen. Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ist eine moderne Unternehmensstrategie zur Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz. Sie umfasst die Optimierung der Arbeitsorganisation und Arbeitsumgebung, die Förderung aktiver Teilnahme aller Beteiligten sowie die Unterstützung der Personalentwicklung bei der Realisierung dieser Ziele. BGF zielt sowohl auf eine gesundheitliche Gestaltung der Arbeitsabläufe als auch auf Anreize für ein gesundheitsbewusstes Verhalten der Beschäftigten. Alle Gesundheitspotentiale in Unternehmen und Organisationen werden so gestärkt.

Luxemburger Deklaration zur Betrieblichen Gesundheitsförderung, 2007 „Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) umfasst alle gemeinsamen Maßnahmen von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Gesellschaft zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Dies kann durch eine Verknüpfung folgender Ansätze erreicht werden: • Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Arbeitsbedingungen • Förderung einer aktiven Mitarbeiterbeteiligung • Stärkung persönlicher Kompetenzen.“

Deutsches Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung, www.dnbgf.de

Was macht das betriebliche Setting für Gesundheitsförderungsmaßnahmen so attraktiv und effektiv? Die Aspekte, die das betriebliche Setting für Gesundheitsförderungsmaßnahmen besonders attraktiv und effektiv machen, sind verschieden:

Interaktive Vorträge Workshop Wissenszirkel für Besser-Esser

erlebnisorientiert

fit

motivierend zielgerichtet

interaktiv

Jour-fixe Betriebliche Ernährungssprechstunde

konzentriert

• Programme sind effektiver, wenn diese mehr als einen Risikofaktor berücksichtigen. Damit beziehen sie ein, dass eine Reihe von Belastungen und Beschwerden multifaktoriell sind. • Das Programm sollte auch niedrigschwellige Angebote enthalten. Deren erfolgreicher Abschluss erhöht die Motivation auch andere Verhaltensweisen zu ändern. • Ein Aspekt für die Wirksamkeit umfassender betrieblicher Gesundheitsförderungsprogramme ist in einer regelmäßigen, anhaltenden und individuellen Beratung von Beschäftigten mit besonders hohem Gesundheitsrisiko zu sehen. • Zusätzlich zu den intensiven Kontakten ist die Dauer der Intervention wichtig. Um eine Reduktion des Gesundheitsrisikos zu bewirken, muss das Programm mindestens drei bis sechs Monate dauern. Für eine Demonstration der Kosteneffektivität liegt die Dauer bei drei bis fünf Jahren. • Die Einbeziehung der Beschäftigten in die Vorbereitung und Durchführung der Maßnahmen kann die Teilnehmerquote erhöhen. • Die Anwendung von validierten sozialwissenschaftlichen Modellen der Verhaltensänderung erscheint als eine viel versprechende Möglichkeit, die Effektivität von Maßnahmen zu erhöhen. Pronova BKK, www.pronovabkk.de

Motto-Aktionsstand mit Probieraktion

clever

Vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Bewertungen sind für die Planung und Durchführung betrieblicher Gesundheitsförderungsprogramme folgenden Empfehlungen zu beachten:

Einsteigerpaket mit ausgewählten Check-ups

erfrischend leicht praktisch gesund präventiv

Empfehlungen für erfolgreiche betriebliche Gesundheitsförderung

Gesundheit kommunizieren – mit cleveren Initiativen Vorsprung sichern

aktiv

• Betriebliche Maßnahmen können bei geringen Kosten eine große Zahl von Personen erreichen, darunter insbesondere auch solche, die nicht von sich selbst aus professionelle Hilfe aufsuchen würden. • Betriebe bieten einen leichten Zugang zu Personen, zum einen wegen der gegebenen geographischen Konzentration, zum anderen, weil vorhandene Kommunikationskanäle genutzt werden können. • Das betriebliche Umfeld erhöht die Effektivität von Programmen, z.B. durch soziale Unterstützung durch Kollegen, die Schaffung von rauchfreien Zonen, verbessertes Kantinenessen etc. • Durch die Reduzierung von krankheitsbedingten Abwesenheiten oder Einschränkungen in der Produktivität können sich Programme direkt für das Unternehmen wieder auszahlen. • Die Möglichkeit langfristiger Follow-ups von Maßnahmen ist besser, damit kann eine aussagekräftige Evaluation der Maßnahmen stattfinden. Pronova BKK, www.pronovabkk.de

mit Freude und Genuss – einfach tun

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VERLAG-SPEZIAL: DAS GESUNDE BÜRO

Gesundheit als Managementaufgabe Die Ziele des Gesundheitsmanagements können effektiv und nachhaltig erreicht werden, wenn Gesundheitsmanagement nach den Prinzipien Partizipation, Integration, Projektmanagement und Ganzheitlichkeit gestaltet wird: 1. Alle Mitarbeiter werden am Prozess der Gesundheitsförderung beteiligt, wodurch nicht nur das spezielle betriebsinterne Wissen der Beschäftigten als „Experten/-innen in eigener Sache“ aktiv genutzt wird. „Betroffene zu Beteiligten“ zu machen, bedeutet auch, die Eigenverantwortlichkeit der Beschäftigten zu fördern und letztlich die Akzeptanz für die gute Sache zu erhöhen (Partizipation). 2. Die Förderung von Gesundheit wird in allen wichtigen Entscheidungen und in allen Bereichen des Unternehmens systematisch und zielorientiert berücksichtigt (Integration). 3. Alle Maßnahmen und Programme zur Förderung der Gesundheit sind auf die spezifischen Bedürfnisse der Mitarbeiter zugeschnitten, wobei der Gesundheitsmanagementprozess wie die -ergebnisse einer kontinuierlichen, erfolgssichernden Kontrolle und Bewertung unterliegen (Projektmanagement). 4. Wer Gesundheit fördern will, muss sowohl bei den Personen (Verhalten) als auch bei den Arbeitsbedingungen (Verhältnissen) ansetzen (Ganzheitlichkeit).

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) als Prozess Das betriebliche Gesundheitsmanagement folgt einem Regelkreis, der planvolles und zielgerichtetes Handeln möglich macht. Die Schritte zum Ziel sind als Lernzyklus angelegt, der eine Bedarfsanalyse und Zieldefinition, die Planung und Ausführung geeigneter Maßnahmen sowie die kontinuierliche Kontrolle und Bewertung der Ergebnisse umfasst. 1. Bedarfsanalyse – Wo stehen wir? Systematische Erfassung gesundheitliche Situation des Unternehmens mit seinen Beschäftigten (Ursachen und Einflussgrößen auf die Gesundheit sowie vorhandene Ressourcen und Infrastrukturen) 2. Planung – Wo wollen wir hin? Prioritäten erkennen und Ziele setzen, Maßnahmen ableiten und planen.

3. Intervention – Was muss getan werden? Systematische Durchführung und Steuerung von ziel- und bedarfsorientierte Maßnahmen, kontinuierliche Plan- und Zielkontrolle 4. Evaluation – Haben wir das gesetzte Ziel erreicht? Gesundheitsförderung dokumentieren und bewerten, Hindernisse erkennen und überwinden

4. Evaluation

3. Intervention

Arbeitskreis Gesundheit 1. Bedarfsanalyse

2. Planung

Pronova BKK, www.pronovabkk.de

Advertorial

Gesunde Mitarbeiter = Gesundes Unternehmen Erfolgreiche Gesundheitsförderung im Unternehmen

Vor dem Hintergrund verdichteter Arbeitsprozesse, des demographischen Wandels und des höheren Durchschnittsalters der Belegschaft, wird Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) zur strategischen und erfolgsentscheidenden Managementaufgabe. Ein Expertenteam der pronova BKK unterstützt Unternehmen jeder Größenordnung in der Region bei dieser Herausforderung. Die pronova BKK ist als Betriebskrankenkasse seit 1815 traditionell der Gesundheitspartner vieler großer deutscher Unternehmen. In der Region Köln/Bonn/Leverkusen gehören neben vielen kleineren und mittelständischen Firmen auch Konzerne wie Bayer, Ford und LANXESS zu den betreuten Unternehmen der pronova BKK. Je nach Aufgabenstellung in den Betrieben, werden diese bei sehr unterschiedlichen Projekten des Betrieblichen Gesundheitsmanagements unterstützt. Ziel ist es, die Gesundheit der Mitarbeitenden zu fördern und zu erhalten – wodurch für Unternehmen und Beschäftigte eine Win-Win-Situation entsteht. Die Berater der pronova BKK arbeiten dabei eng mit den Werksärzten, Betriebsräten, Geschäfts-, Werks- und Standortleitungen zusammen. In sogenannten Gesundheitszirkeln werden gemeinsam Ziele definiert und mögliche Maßnahmen abgeleitet, mit deren Hilfe beispielsweise Arbeitsunfähigkeiten analysiert werden. Zum Einstieg wird von der pronova BKK ein Gesundheitsbericht erstellt und bewertet. Auf Grundlage der Erkenntnisse befragt der Gesundheitszirkel dann Mitarbeitende und Führungskräfte zu möglichen Ursachen. Oftmals ergeben sich bereits hier Anhaltspunkte für die Gründe krankheitsbedingter Ausfälle. Durch die aktive Beteiligung der Mitarbeitenden lässt sich zudem erreichen, dass die Belegschaft in die Maßnahmenplanung eingebunden wird, die spätere Umsetzung mit trägt oder im Vorfeld Verbesserungsvorschläge einfließen können. So wurde zum Beispiel in einem Workshop mit Mitarbeitenden eines Logistikdienstleisters der Vorschlag entwickelt, dass der Umbau einer Schalterhalle den Stresspegel und damit die Belastung deutlich senken konnte. In anderen Unternehmensbereichen unterstützt

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die pronova BKK mit ihren Beraterinnen und Beratern frühzeitig Auszubildende mit Angeboten zum Thema Gesundheit und führt grundlegende gesundheitsfördernde Maßnahmen wie unter anderem Grippeschutzaktionen vor Ort im Unternehmen durch. Ein weiteres, aktuell viel diskutiertes Thema beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement ist das so genannte gesundheitsmotivierende Führungsverhalten. Zahlreiche Untersuchungen und Gesundheitsstatistiken haben gezeigt, dass gerade psychische Erkrankungen durch sensibilisierte und geschulte Führungskräfte vermindert werden können. Hintergründe und praktische Tipps für Unternehmen zu diesem und vielen weiteren Themen hat die pronova BKK unter www.pronova.bkk-bgm.de zusammengestellt. Entscheidend für den Erfolg der betrieblichen Gesundheitsförderung ist der Wille aller Beteiligten, das vorhandene (Arbeits-)Umfeld mit seinen Verhältnissen und das persönliche Verhalten zu verbessern. Über den Autor: Ulrich Rosendahl (1965): Der Krankenkassenbetriebswirt ist als Ressortleiter Markt bei der pronova BKK verantwortlich für die Unternehmenskommunikation, Marketing, Gesundheitsförderung und Gesundheitspolitik.

„Mitarbeiter gesund, Unternehmen gesund. So läuft das.” Gesundheit am Arbeitsplatz zählt zu den wichtigsten Faktoren, um Ihr Unternehmen dauerhaft erfolgreich und wettbewerbsfähig zu machen. Die pronova BKK kann Sie dabei unterstützen. Einen ersten Eindruck davon, wie wir denken und arbeiten, bekommen Sie auf www.pronova.bkk-bgm.de.

Wenn Sie das Wissen und die Erfahrung des pronova-Teams für betriebliches Gesundheitsmanagement nutzen möchten, melden Sie sich bei uns. Herr Cliff Sartorius freut sich über Ihren Anruf (Telefon 0221 65059-3015) oder Ihre E-mail ([email protected]).

Versichert bei der pronova BKK. Erfahren Sie mehr: www.pronovabkk.de.

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VERLAG-SPEZIAL: DAS GESUNDE BÜRO

Machen Sie Ihren Rücken fit! Rückenschmerzen gelten als Volkskrankheit Nummer eins, mehr als zwei Drittel der Deutschen leiden früher oder später darunter. Oft treten die Schmerzen nur vorübergehend auf, bei vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sind sie jedoch ein Dauerzustand. Das Kreuz mit dem Kreuz hat direkte Auswirkungen auf das Arbeitsleben: Etwa jeder zehnte Krankheitstag in Deutschland geht auf das Konto „Rückenleiden“. Betroffene fallen meist plötzlich aus, ihre Behandlung ist oft langwierig – im schlimmsten Fall müssen sie ihren Beruf vorzeitig aufgeben. Hätten Sie’s gewusst? Nicht die Wirbelsäule, sondern die Rückenmuskulatur ist für mehr als 90 Prozent aller Rückenschmerzen verantwortlich. Probleme entstehen sowohl durch Überlastung als auch durch zu wenig Beanspruchung. Sowohl mangelnde Bewegung als auch körperliche Belastungen bei der Arbeit, die oft auch mit Stress oder anderen psychischen Belastungen einhergehen, können sich negativ auf die Rückengesundheit auswirken. Ganz gleich, ob die Muskulatur durch Arbeit überlastet wird oder zu wenig Bewegung für eine Schwächung des Rückens sorgt: Das Ergebnis ist immer schmerzhaft. Die Rückenmuskulatur darf weder über- noch unterfordert werden. Zu hohe Belastungen können den Rücken überstrapazieren, langes Sitzen und passiver Lebensstil schwächen die Muskeln. Daher empfiehlt sich eine Doppelstrategie: Vermeiden Sie einerseits zu hohe Belastungen bei der Arbeit, halten Sie zum anderen Ihren Rücken kräftig und

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beweglich. Wer sich am Schreibtisch zwischendurch lockert und bewegt, arbeitet nicht nur entspannter, sondern beugt damit auch Beschwerden und Erkrankungen des Muskel-Skelett-Apparates vor. Dr. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin im Fachbereich Ergonomie des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) sagt: „Besonders wichtig ist es, die Übungen regelmäßig durchzuführen – am besten macht man sie zu einem täglichen ‚Ritual‘, das in den Arbeitsalltag integriert und zur ‚guten‘ Gewohnheit wird. Im Büro könnten zum Beispiel bei häufig auftretenden Verspannungen schon zehn Minuten Ausgleichsübungen, wie lockerere Kreiselbewegungen der Schultern oder Dehnung der Nackenmuskulatur durch Kopfneigung in der Mittagspause Linderung bringen, beziehungsweise wirksame Vorbeugung bedeuten.“ www.deinruecken.de

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Die Präventionskampagne für einen gesunden Rücken

„Denk an mich. Dein Rücken“ Prävention lohnt sich – auch finanziell. Das zeigt eine Studie der gesetzlichen Unfallversicherung, für die 300 Unternehmen aus 15 Ländern befragt wurden. Ergebnis: Ein Unternehmen, das einen Euro pro beschäftigter Person und Jahr in betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz investiert, kann mit einem potenziellen ökonomischen Erfolg („Return on Prevention“) in Höhe von 2,20 Euro rechnen. Besonders deutlich wird der Nutzen betrieblicher Prävention beim Thema Rückenbeschwerden. Sie gelten als Volkskrankheit Nummer eins und sind für die Unternehmen mit einer Vielzahl von Folgekosten verbunden. Zum Beispiel durch Arbeitsausfall: Fast 25 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage eines Jahres entfallen auf MuskelSkelett-Erkrankungen. Rund 26.000 Menschen müssen deshalb ihre Erwerbstätigkeit vorzeitig aufgeben. Es gehen Fachkräfte mit wertvoller Berufserfahrung verloren. Als Ersatz muss kurzfristig Nachwuchs gewonnen und ausgebildet werden. Aber auch Beschäftigte, die trotz wiederkehrenden Rückenschmerzes zur Arbeit gehen, sind

für Unternehmen kein Gewinn. Denn Schmerzen und Unwohlsein schmälern die Qualität der Arbeit. Fazit: Rund 16 Milliarden Euro betrug allein 2010 der Ausfall an Bruttowertschöpfung durch Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und Bindegewebes. Was können Unternehmer und Unternehmerinnen tun, um diesen Kosten vorzubeugen? Hier bieten Berufsgenossenschaften und Unfallkassen gemeinsam mit ihren Partnern konkrete Unterstützung an: Seit Januar läuft die neue Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“. Sie wendet sich unmittelbar an Arbeitsschutzverantwortliche in Unternehmen, die dazu beitragen können, arbeitsbedingte Rückenbelastungen zu reduzieren. So vielfältig die Ursachen der Rückenbeschwerden sind, so unterschiedlich sind auch die Möglichkeiten der Vorbeugung. Die Prävention kann ebenso in einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen liegen wie in der Unterstützung eines gesundheitsförderlichen Verhaltens der Beschäftigten. Denn ein gesunder

Rücken will weder unter- noch überfordert werden. Eine Gefährdungsbeurteilung hilft dabei, Risiken im Betrieb aufzudecken und Belastungsschwerpunkte zu erkennen. 78 Prozent der europäischen Arbeitgeber betrachten Muskel-Skelett-Erkrankungen als wichtiges Gesundheitsproblem. Höchste Zeit, die Initiative zu ergreifen. Die Kampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ vermittelt das nötige Wissen für einen gesunden Rücken. Sie gibt Tipps und Ratschläge zu Präventionsmöglichkeiten in Betrieben. Weitere Informationen für Unternehmerinnen und Unternehmer unter: www.deinruecken.de

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So is(s)t Deutschland Die Deutschen entwickeln sich zu „Mobile Eatern“ Immer mobiler, immer flexibler, immer spontaner – wenn es ums Essen geht, dann entwickeln sich die Deutschen zunehmend zu einem Volk der „Mobile Eater“: Essen außer Haus, Snacks zwischendurch oder gar als Ersatz für eine Hauptmahlzeit – all dies gehört für immer mehr Deutsche zur Lebensrealität. Doch wenn es darum geht, was sich zwei von drei Deutschen beim Essen wirklich wünschen, dann ist es vor allem dieses: Zeit und Ruhe. Nur jeder zweite Deutsche nimmt sich noch Zeit zum Essen Im Alltag wird eine ausgewogene und gesunde Ernährung zunehmend zu einer Herausforderung, denn immer mehr Menschen essen aus Frust und Stress. Nach Zeit und Ruhe wünschen sich die Befragten der Nestlé Studie „So is(s)t Deutschland 2011“ Abwechslung, Frische oder Gemeinsamkeit. Hauptgrund für die besondere Bedeutung, die die Deutschen dem Wunsch nach Zeit und Ruhe beim Essen beimessen, ist der Studie zufolge der immer flexiblere und mobilere Alltag vieler Bundesbürger. Demnach hat jeder Dritte ständig oder teilweise einen unregelmäßigen Tagesablauf, Tendenz steigend. Mit entsprechenden Konsequenzen bei der Ernährung: Nur jeder Zweite (53 Prozent) von Ihnen nimmt sich bewusst Zeit, um in Ruhe essen zu können. 45 Prozent fehlt die Zeit, um sich so zu ernähren, wie sie gerne möchten. Quelle: Nestlé Studie 2011 „So i(s)st Deutschland 2011“, www.nestle.de

Die Deutschen essen zu viele ungesunde Snacks Die meisten von uns kennen Situationen, in denen wir nach einem süßen oder salzigen Snack greifen, um einen langen Tag im Büro zu überstehen oder mit einer schwierigen Aufgabe bei der Arbeit zurechtzukommen. Und viele von uns erinnern sich an Gelegenheiten, bei denen wir das Frühstück ausfallen ließen, mitten am Vormittag ein Croissant oder einen Muffin aßen, beim Mittagessen weiter auf den Bildschirm starrten und uns zum Abendessen Fast Food gönnten. Wer ein Büroangestellter des 21. Jahrhunderts ist, wird sicher schon ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Aber wie viele von uns haben je ernsthaft darüber nachgedacht, inwiefern sich unsere Essgewohnheiten auf unsere Arbeitsleistung auswirken? Was, wo und wie wir essen, wirkt sich direkt auf unser Gewicht und unsere Gesundheit aus, doch unsere Nahrungsaufnahme und das Essverhalten beeinflussen auch unsere Produktivität am Arbeitsplatz. Der Druck des modernen Alltags erhöht auch das individuelle Stressgefühl und kann sich auf das Essverhalten auswirken. Arbeitnehmer müssen sowohl Überstunden im Büro machen, als auch für kleine Kinder oder ältere Verwandte sorgen und haben nur noch begrenzten Spielraum für die Zubereitung nahrhafter Mahlzeiten zu Hause, die sie vor, während oder nach dem Arbeitstag zu sich nehmen können. Gleichzeitig haben die Arbeitnehmer von heute sofortigen Zugriff auf ungesunde Lebensmittel – reich an Kalorien, Fetten, Zucker und künstlichen Zusatzstoffen, jedoch arm an Nährwert – über Verkaufsautomaten, Bürokantinen und Kioske. Sie können problemlos nach einem Schokoriegel, einer Tüte Chips oder einem Stück Kuchen greifen, wenn die Energie nachlässt oder wenn ihnen einfach nur langweilig ist und sie Lust auf etwas Süßes bekommen. Die globale Nahrungsmittelindustrie hat das Marktpotenzial für „Essen unterwegs“ erkannt und produziert immer mehr Snacks, sowohl in ungesunder als auch in gesunder Form. Viele Ernährungswissenschaftler empfehlen, kleinere Portionen über den Tag verteilt zu essen, an Stelle von drei großen Mahlzeiten, damit das Blutzuckerniveau stabil bleibt. Viele Menschen halten sich auch daran, reduzieren dagegen aber nicht die Menge der Hauptmahlzeiten und nehmen so insgesamt mehr Kalorien auf. Bei der Arbeit nach Fast Food und ungesunden Snacks zu greifen, statt nahrhafte Mahlzeiten vorzubereiten und zu essen, scheint häufig für Zeitersparnis und Energieschübe zu sorgen, doch tatsächlich geht die Produktivität bei einer schlechten Lebensmittelauswahl, die sich auf den Blutzucker, die Stimmung, die Konzentration und das Wohlbefinden insgesamt auswirkt, zurück. Durch eine adäquate Ernährung könnte das Produktivitätslevel nach den Daten, die die WHO 2003 veröffentlicht hat, um 20% angehoben werden.* (*Quelle: http://www.christopherwanjek.com/Site/Food_at_Work.html)

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Quelle: Herba Life Studie „Stress und Zwischenmahlzeiten, 2012“

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Return On Invest und gesund essen – wie passt das zusammen? Produktivitätsfaktor Gesundheit So wenig wie man fachliche Kompetenz und allgemeine Schlüsselqualifikationen von Mitarbeitern als selbstverständlich voraussetzen kann, so wenig kann man davon ausgehen, dass Gesundheit bei den Mitarbeitern zu jeder Zeit und über einen jahrzehntelangen Zeitraum des Erwerbslebens permanent verfügbar ist. Leistungsfähigkeit und -bereitschaft als Schlüsselqualifikation der Mitarbeiter setzt gesundheitliches Wohlbefinden voraus und ist Grundbedingung für gute Produktivität. Wer Leistung fordert, muss Gesundheit fördern.

Gesundheitsförderung – rechnet sich das? Zahlreiche Studien belegen, dass Gesundheitsmaßnahmen geeignet sind, Fehlzeiten zu reduzieren und die individuelle Leistungsfähigkeit zu steigern. Das reduziert Kosten in signifikanter Höhe. Auswertungen von betrieblicher Prävention belegen auch eine bessere Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen und berichten über einen positiven Einfluss auf die Mitarbeiterzufriedenheit. Der ROI (Return On Investment) für betriebliche Gesundheitsförderung wird in internationalen Studien mit dem Verhältnis 1:3 beziffert, andere Quellen geben Werte von bis zu 1:6 an, ein Benefit, der sich auszahlt. Health Philosophy ist damit auch stützender Faktor in der betriebswirtschaftlichen Bewertung eines Unternehmens. Gesunde Ernährung als Katalysator Gesunde Ernährung zu kommunizieren heißt, Essen und Trinken am Arbeitsplatz und entsprechende Angebote und Rahmenbedingungen unter die Lupe zu nehmen. Das sorgt innerhalb der Belegschaft für anregende Diskussionen und schaff t Verbesserungsvorschläge, die der gesamten unternehmerischen Produktivität nutzen. Gesundheitsaktionen zur Optimierung des Ernährungs- und Essverhaltens geben Informationen, vermitteln Impulse zur Umsetzung im Alltag und schaffen mehr Bewusstsein für geeignetes Handeln. Stolpersteine und Hürden im Ess-Alltag Die alltäglichen Versorgungs- und Beschaffungsprobleme der Mitarbeiter sind vielfältig: Musste die Mittagspause wegen Termindrucks mal wieder ausfallen? Vielleicht musste ja ein kleiner, notdürftiger Snack als Lückenbüßer für eine richtige Mahlzeit herhalten, abends kann dann ja das Essen nachgeholt werden? Oder wird die kurz vorher besorgte Fastfood-Mahlzeit mal eben während der notwendigen PC-Arbeit verzehrt? Es herrscht Zeitdruck in den Büroetagen und Produktionsräumen; die vielfach erwartete permanente Erreichbarkeit ist an der Tagesordnung und beeinflusst den Essalltag der Beschäftigten maßgeblich. Insbesondere Vielreisende und Außendienstler stehen immer wieder vor einer grundlegenden Beschaffungsproblematik des „Außer-HausVerzehrs“. Dass das über die Jahre und Jahrzehnte der Erwerbstätigkeit nicht ohne Folgen bleibt, liegt auf der Hand. Leistungsdruck und Stress tun ihr übriges und sabotieren viele positive Ansätze für ein gesundes Essverhalten. Die Ernährungssituation von Berufstätigen ist häufig geprägt von zu vielen Kalorien, fettreichen und süßen Speiseangeboten. Dazu kommt, dass oft auch der Nahrungsbedarf im Verhältnis zur körperlichen Aktivität überschätzt wird, sodass es bei überwiegend sitzender Bürotätigkeit und wenig sportlicher Aktivität schnell zur Gewichtszunahme kommt.

her-Essen dazu bei, dass die mentale und körperliche Leistungskraft beeinträchtigt wird. Zudem machen schweres und schnelles Essen schlapp und müde. Konzentration und Kreativität und selbst die Stressresistenz lassen nach. Wer kennt nicht das mittägliche „Suppenkoma“ als Leistungstief nach dem Essen? Ein Überfluss an Nahrungsenergie ist häufig mit einem Mangel an Vitalstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen gekoppelt. „Mangel im Überfluss“ ist ein bekanntes Phänomen, welches nicht nur zu Übergewicht führen kann. Häufige Infekte, Kopfschmerzen, Verstopfung bis hin zu Schlafstörungen sind typische Beispiele dafür. Bei langjähriger Überernährung gesellt sich Übergewicht und Fettleibigkeit dazu, mit Stoffwechselerkrankungen, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes oder auch Bluthochdruck. Doch wie kommt man aus dem Rad der falschen EssGewohnheiten und Alltagsroutine heraus? Boxenstopp – schauen was ist Das Thema gesunde Ernährung ist längst nicht mehr auf Volkshochschule oder Familienbildungsstätte beschränkt. Es stellt einen hohen Anspruch an die Ebene der Führungskräfte, die dazu auch ihre Vorbildfunktion ernst nehmen müssen. Darüber hinaus geht es um die Verbesserung der Vereinbarung von Beruf und Familie, also um ein gelungenes Alltagsmanagement. Da bietet sich ein Boxenstopp als probates Mittel an, um den Blick für Veränderungen und Optimierungsprozesse im Sinne eines gelungenen Selfmanagements frei zu haben. Gute Ernährungskompetenz bedeutet nicht nur, es zu wissen, sondern auch die Fähigkeit und letztendlich das geeignete Handeln, es in den Alltagsprozess einzubauen. Bewährte Veranstaltungsformate Immer mehr Großbetriebe haben den Wert erkannt und bieten gezielt Gesundheitsmaßnahmen an. Die Corporate HealthConvention 2013, die im April dieses Jahres in Stuttgart stattfand, dokumentierte dies eindrucksvoll und zeigte eine gelungene Bandbreite an Präventionsmaßnahmen. Die Maßnahmen in den Betrieben sind vielfältig: Von kompletten Gesundheitstagen, über Gruppenworkshops mit bis zu 20 Teilnehmern oder individuelles Ernährungscoaching in regelmäßigen Ernährungssprechstunden vor Ort. Auch Vortragsveranstaltungen und Verkostungsaktionen wie z.B. „Gesundheit kann man essen“ und „Mit Brainfood aktiv – vital – konzentriert unterwegs“ sind geeignet, um die Mitarbeiter für das Thema zu interessieren und aktiv Impulse zu setzen – genussvoll und mit Kopf, Herz und Hand.

Mangel im Überfluss Das überall verfügbare Nahrungsangebot in Fastfood-Restaurants, Imbissen oder Bäckereien ist verführerisch. Zusätzlich tragen die größer werdenden Portionen – auch beim Getränkeangebot – und das Neben-

Diplom-Oecotrophologin Gisela Ruhrmann-Adolph, inpuncto essen, www.inpuncto-essen.de

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

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VERLAG-SPEZIAL: DAS GESUNDE BÜRO

Bunt und knackig, so präsentiert sich die Vielfalt von Obst und Gemüse, die bei uns über das ganze Jahr erhältlich ist.

Der Mensch im Mittelpunkt

Integration und Rehabilitation

Leben und Wohnen in Alter und Krankheit

Caritasverband für die Stadt Bonn e.V.

Der Mensch kann längere Zeit ohne feste Nahrung auskommen, aber nur wenige Tage ohne Wasser überleben. Denn Wasser erfüllt viele wichtige Funktionen im Körper.

Empfehlungen für gesunde Ernährung am Arbeitsplatz •

Schaffen Sie eine unternehmensweite Gesundheitskultur, beginnend auf der obersten Etage. Informieren Sie die Mitarbeiter – über Ankündigungen, E-Mails, schwarze Bretter usw. – darüber, dass das persönliche Wohlbefinden Vorrang hat vor Produktivität und Zielsetzungen. Verbreiten Sie Botschaften, die Mitarbeiter dazu anregen, Pausen zu machen, spazieren zu gehen, Sport zu treiben, laufen zu gehen, statt einen Snack zu verzehren.



Schärfen Sie das Bewusstsein und fördern Sie die Einbeziehung von Mitarbeitern in das Thema gesundes Essen und die Risiken von Stress, schlechtem Schlaf und Naschen für die Gesundheit und Arbeitsleistung durch Schulungen, Workshops etc.



Reduzieren Sie das Angebot an ungesunden Lebensmitteln und Snacks am Arbeitsplatz (keine Softdrink- und Snack-Automaten). Experten sagen, dass Arbeitnehmer häufig zu ungesunden Snacks greifen, wenn sie die Wahl haben. Arbeiten Sie daran, diese Wahl zu beschränken.



Denken Sie darüber nach, frisches Obst kostenlos oder zu günstigen Preisen während des gesamten Arbeitstages zur Verfügung zu stellen.



Setzen Sie eine unternehmensweite Richtlinie um, die die Einhaltung der Mittagspause vorgibt. Fordern Sie Mitarbeiter dazu auf, ihre Mittagspause voll zu nutzen und das Büro zu verlassen.



Stellen Sie sicher, dass es einladende Räume gibt, in denen Mitarbeiter ihr vorbereitetes Essen zu sich nehmen können: Kantinen, Pausenräume. Dort sollten ausreichend Küchengeräte zur Verfügung stehen, um Mahlzeiten vorzubereiten und zu erwärmen.



Führen Sie regelmäßige Tests und Überwachungen von Schlüsselgesundheitsindikatoren ein, z.B. Cholesterin, um das Bewusstsein der Belegschaft für Gesundheitsrisiken zu schärfen.



Gestatten Sie Mitarbeitern die Abstimmung über jährliche Veränderungen am StandardKantinenangebot, um Mitarbeiter dazu zu motivieren, sich ihr Essen selbst auszusuchen. Stellen Sie sicher, dass Ernährungsschulungen Teil dieses Vorgangs sind.



Bringen Sie Angaben zu Kalorien, Fett-, Salz- und Zuckergehalt an allen Lebensmitteln an, die in der Kantine und in Automaten verkauft werden.



Sorgen Sie dafür, dass jährliche Prüfungen zur Bewertung von Stress, Beteiligung und Langeweile unter den Mitarbeitern durchgeführt werden. Setzen Sie Richtlinien um, die sicherstellen, dass Mitarbeiter Stellen besetzen, die zu ihren Stärken passen und sie motivieren. Quelle: Herba Life Studie „Stress und Zwischenmahlzeiten, 2012“ (Auszug)

Verlag Spezial, Ausgabe September 2013 Erneuerbare Energien & Energieeffizienz

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

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REPORTAGE

Wirtschaftslagebericht der IHK Bonn/Rhein-Sieg Frühsommer 2013

Aufschwung lässt auf sich warten der hohen Unsicherheit bleibt die Investitionsbereitschaft der Unternehmen aber noch verhalten. Gegenüber der letzten Umfrage zum Jahresbeginn hat sich die Stimmungslage in den Unternehmen kaum verändert. Der IHK-Geschäftsklimaindikator liegt nahezu unverändert bei 110,7 Punkten. Jedes dritte Unternehmen beurteilt die derzeitige Geschäftslage als „gut“, jedes zweite Unternehmen als „befriedigend“. Lediglich 15,9 Prozent bezeichnen ihre Situation als „schlecht“. Für die kommenden Monate überwiegt der Optimismus. Gegenüber der letzten Umfrage ist der IHKErwartungsindikator nochmals leicht um einen Punkt auf +4,5 Punkte gestiegen. Die Umfragewerte zeugen von einer stabilen Entwicklung. Die erhoffte konjunkturelle Belebung lässt aber auf sich warten. Setzt diese in der zweiten Jahreshälfte ein, kann im IHK-Bezirk für 2013 ein reales Wirtschaftswachstum von bis zu einem Prozent erwartet werden.

Im ersten Quartal 2013 war wieder eine leichte Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität im IHK Bezirk Bonn/Rhein-Sieg zu verzeichnen. Die Talsohle scheint damit zwar durchschritten, eine spürbare konjunkturelle Belebung ist jedoch noch nicht eingetreten. Die Situation in Zypern und das damit verbundene europäische Krisenmanagement verunsichert die Märkte noch immer. Wichtige südeuropäische Handelspartner stecken nach wie vor tief in der Rezession. Grund zur Besorgnis gibt auch die aktuelle Lage in Frankreich. Zu einer Stabilisierung des Exportgeschäfts der heimischen Unternehmen trug eine gute Nachfrage aus Asien und eine leichte konjunkturelle Belebung in den Vereinigten Staaten bei. Eine konjunkturelle Stütze ist derzeit die extrem expansiv ausgerichtete Geldpolitik der EZB und das damit verbundene niedrige Zinsniveau. Aufgrund

Konjunkturklimaindikator für alle Branchen

Derzeitige Geschäftslage

140 gut

131,3 130

123,4

15,9%

befriedigend

33,1%

schlecht

120

51,0%

110 110,7 100

Zukünftige Erwartungen 90 besser

80

16,6%

21,1%

gleichbleibend 70

72,1

schlechter

II/1 3

I/1 3

III / 12

II/1 2

I/1 2

III / 11

II/1 1

I/1 1

III / 10

II/1 0

I/1 0

09

9 II / 0

III /

9 I/0

08 III /

II / 0

8

60 62,3%

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

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REPORTAGE

Dienstleistungen In der Dienstleistungsbranche ist die Stimmungslage weiterhin gut. Der IHK-Geschäftsklimaindex liegt mit 122,9 Punkten auf einem hohen Niveau. 90 Prozent der Unternehmen bewerten die aktuelle Geschäftslage als „gut“ oder zumindest „befriedigend“. Besonders gut ist die Stimmung bei Wirtschafts- und Unternehmensberatern. Etwas eingetrübt hat sich hingegen das Geschäftsklima bei den personenbezogenen Dienstleistern. Der Blick in die Zukunft fällt nicht mehr ganz so optimistisch aus. Entsprechend kann die im Vorjahr herrschende sehr hohe Bereitschaft neue Arbeitsplätze zu schaffen nicht im gleichen Ausmaß aufrechterhalten werden.

Industrie

Der komplette Wirtschaftslagebericht kann als Pdf-Datei von den Seiten der IHK Bonn/Rhein-Sieg (www.ihk-bonn.de) im Bereich Standortpolitik | Konjunktur herunter geladen werden.

Für die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes in Bonn/Rhein-Sieg hat sich im Frühjahr der Konjunkturhimmel aufgehellt. Im Vergleich zur Vorumfrage ist der IHK-Geschäftsklimaindex deutlich um 12,4 auf 116,5 Punkte gestiegen. Diese Entwicklung ist auf eine spürbare Verbesserung der Geschäftslage zurückzuführen. Aktuell bewerten 45,6 Prozent der Industriebetriebe ihre Situation als „gut“, lediglich 12,3 Prozent als „schlecht“. Die Kapazitätsauslastung ist wieder gestiegen. Bei mehr als jedem zweiten Industriebetrieb liegt sie derzeit bei über 85 Prozent.

Einzelhandel Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte sind zuletzt zwar gestiegen, diese Zuwächse scheinen im Einzelhandel des IHK-Bezirks bislang aber nicht angekommen zu sein. 39,5 Prozent der Einzelhändler in der Region beklagen eine negative Um-

Ihr Ansprechpartner: Michael Schmaus Telefon 0228 2284-140 E-Mail: [email protected]

satzentwicklung in den letzten Monaten. Entsprechend schlecht ist die Stimmung im Einzelhandel. Gegenüber der Umfrage zu Jahresbeginn sank der IHK-Geschäftsklimaindex um 13,3 auf 93,4 Punkte. Dies ist der niedrigste Wert seit vier Jahren.

Großhandel Der Großhandel im IHK-Bezirk Bonn/Rhein-Sieg ist derzeit starken Stimmungsschwankungen unterworfen. Nachdem die Unternehmen zum Jahresbeginn mehrheitlich noch in guter Stimmung waren, zeigt sich die Branche nun wieder in einer weniger euphorischen Verfassung. Der IHK-Geschäftsklimaindex ist gegenüber der letzten Umfrage um knapp 20 Punkte gefallen. Lediglich 16,7 Prozent der Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftssituation als „gut“. Zum Vergleich: Am Jahresanfang waren es noch 40,6 Prozent.

Gastgewerbe Im Gastgewerbe ist der Auslastungsgrad im Durchschnitt gesunken. Gestiegene Lohnkosten, höhere Aufwendungen für Energie und steigende Einkaufspreise für Lebensmittel haben sich zudem negativ auf die Ertragssituation ausgewirkt. Dennoch hat sich die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage nicht weiter verschlechtert. Vielmehr gab es wieder mehr Unternehmen, die gute Geschäftsergebnisse erzielen konnten. Aus Sicht der Hoteliers und Gastronomen scheint die Talsohle durchschritten zu sein.

Information und Kommunikation In unverändert positiver Stimmung zeigt sich die Informations- und Kommunikationswirtschaft. Der IHK-Geschäftsklimaindex liegt mit 133,6 Punkten auf einem hohen Niveau. Mehr als jedes zweite Unternehmen beurteilt die derzeitige Geschäftslage als „gut“, lediglich 5,3 Prozent als „schlecht“. Insgesamt entwickelten sich Auftragssituation und Umsätze in der Branche weiterhin positiv. Für die nächsten Monate erwarten rund 95 Prozent der Unternehmen gleichbleibende oder bessere Geschäftsergebnisse.

Die Erwartungen der Branchen zum Jahresbeginn 2013

gut | besser | zunehmend befriedigend | gleichbleibend schlecht | schlechter | abnehmend

Dienstleistung

30,0

Industrie

19,3

Einzelhandel

18,4

55,0 63,2

15,0 17,5

57,9

23,7

Veränderung des Saldos zur Vorumfrage … ... um mehr als 15 Punkte ... zwischen 15 und 7,5 Punkte

Großhandel

16,7

Gastgewerbe

13,0

Information und Kommunikation

73,3

10,0

74,0 26,3

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

13,0 68,4

5,3

... zwischen 7,5 und - 7,5 Punkte ... zwischen - 7,5 und - 15 Punkte ... um mehr als - 15 Punkte

UNSERE REGION Schaab PR

zum Siegburger IDVD Stadtjubiläum produziert Die Vorbereitungen für das 950-jährige Stadtjubiläum Siegburgs im kommenden Jahr laufen schon auf Hochtouren. Bereits diesen Herbst erscheint eine neue DVD mit einem aktuellen, 45-minütigen Filmporträt der Kreisstadt. „Anlässlich des Jubiläums werden wir bekannte, aber auch viele unbekannte Seiten Siegburgs zeigen“, so Patrick Schaab von der Kommunikationsagentur Schaab PR, die den Film im Auftrag der Stadt produziert. Die DVD soll im Herbst mit einer Auflage von mindestens 10.000 Exemplaren erscheinen, einen ersten Trailer gibt es bereits unter www.siegburg-950.de zu sehen. Unternehmen können den Film als Sponsor unterstützen, nähere Informationen stehen ebenfalls auf der Siegburger Homepage. www.schaab-pr.de

Handelsagentur Michael Schmitz / Plastipol-Scheu GmbH & Co. KG

I

Fahrzeugeinrichtungen 2013: neuesDesign

Die nächste Generation von Fahrzeugeinrichtungen ist verfügbar: Ergonomisches Design und geringeres Gewicht bei gleicher Stabilität sind laut Michael Schmitz die Eckpunkte der Neuentwicklung. Er vertreibt als Regionalverkaufsleiter im Bereich Fahrzeugeinrichtungen, Global Sales, die mehr als 3000 Produkte und Zubehörteile des Fahrzeugeinrichters in der Region Bonn/Rhein-Sieg. Schmitz bietet einen „Rundum-sorglos-Service“ an: Die Montage der Einrichtung wird durch mobile Einbauteams vor Ort erledigt, wodurch längere Ausfallzeiten und Transportwege vermieden werden können. Falls gewünscht lässt sich das Gewicht der neuen Einrichtungslinie, die in Deutschland produziert wird, durch Aluminiumschubladen und -wannen reduzieren. Die Fahrzeugeinrichtungen sind Crash-getestet. www.plastipol-scheu.de

Wilfried Pilhatsch (Architekt), Hubertus Barein (Geschäftsführer BLS), Barbara Lambrecht-Schadeberg (Eigentümerin BLS), Jürgen Nimptsch (OB) und Dr. Uwe Lüdemann (Geschäftsführer Nova Vita) (v. l.) freuen sich über den Neubau.

Care Management Deutschland GmbH

in der IRichtfest Noeggerathstrasse

Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus der Nova Vita Residenz in der Bonner Innenstadt verläuft planmäßig. Bereits zum Jahreswechsel sollen die Seniorenwohnungen und Arztpraxen bezugsbereit sein. Zum Aufziehen des Richtkranzes hatte die Bauherrin BLS Immobilien GmbH & Co. KG neben den Bauleuten auch Bewohner und Nachbarn der Residenz geladen. Auf dem zuvor brachliegenden Areal in der Innenstadt lässt die BLS Immobilien derzeit Praxisräume mit einer Gesamtfläche fast 800 m2 errichten. Diese werden an die Nova Vita Residenz Bonn GmbH verpachtet, die nördlich an das Baugrundstück grenzt und zurzeit 85 Residenzwohnungen und 19 vollstationäre Pflegeplätze beherbergt. Im Rahmen der Bauarbeiten wird die Residenz um 17 Seniorenwohnungen erweitert. Beim Bauprojekt werden die Pläne des Bonner Architekturbüros Pilhatsch.Löwnau Partner verwirklicht. www.novavita.com

Textwiese

I

Kino im Kopf des Kunden

Zwei Journalistinnen und eine Mediengestalterin haben in Bonn die „Textwiese“ gegründet: Gemeinsam wolle man als Agentur für mehr „Frische in die PR und Öffentlichkeitsarbeit“ sorgen. „Es klingt in einem Pressetext viel besser, einen ‚Baum zu pflanzen‘, als eine ‚Begrünungsmaßnahme durchzuführen‘“, macht Inhaberin Ursula Katthöfer deutlich. Sie hat viele Jahre

als Journalistin für die Zeitungsgruppe WAZ sowie den WDR gearbeitet und weiß, dass sich Unternehmen häufig wenig konkret oder zu trocken präsentieren. Bei Webseiten, Flyern und Broschüren lege man daher neben einer ansprechenden Gestaltung Wert auf bildhafte Sprache und starke Verben, so Katthöfer. „Denn die Leser sollen selbst bei schwierigen Themen ein gutes Gefühl haben.“ www.textwiese.com

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

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UNSERE REGION

KURZ NOTIERT... ofischer communication

Google-Platzierung ITop für Ärzte & Anwälte Viele Praxen und Kanzleien bekommen nicht das verdiente SuchmaschinenRanking. Das will ofischer communication nun mit einer Suchmaschinenoptimierung speziell für diese Zielgruppe ändern. www.ofischer.com

7x7finanz GmbH

Der neue Kunstrasenplatz in Aarhus bringt Freude am Fußballspielen.

Trofil Sportbodensysteme GmbH & Co. KG

zwei Jahren ISeit auf Erfolgskurs

Die in Hennef ansässige Trofil Sportbodensysteme GmbH & Co. KG konnte in den letzten zwei Jahren einen deutlichen Auftragsanstieg verzeichnen. „Wir haben unsere Ziele erreicht", erklärt Geschäftsführer Eike Wedell. Einer der Gründe für den Erfolg sei die Erweiterung der Produktpalette: Neben Sportbodensystemen und der seit kurzem angebotenen optischen Aufwertung von Möbeln für den Wohnbereich habe Trofil eigens für Spielplätze ein Kunstrasen-Fallschutzsystem kreiert, das Stürze abfedere und so für mehr Sicherheit sorge. Dank der positiven Auftragslage im In- und Ausland befinde sich das Unternehmen deutlich auf Wachstumskurs. Eike Wedell blickt zuversichtlich in die Zukunft und freut sich, dass die „hohe Qualität der in Hennef hergestellten Kunstrasenprodukte" großen Anklang findet. www.trofil-sport.de

Englisch nach Maß GmbH

I

Sprachreisen: Wichtige Steuer-Neuerungen

Kosten für Sprachreisen ins Ausland sowie die damit verbundenen Reise- und Unterkunftskosten können einem neuen Gerichtsurteil zufolge unter bestimmten Voraussetzungen bei der Einkommensgeltend ssteuererklärung gemacht werden. Allerdings g wird dies von den Finanzw ämtern je nach Bundesland äm unterschiedlich gehandSteuern sparen bei Sprachreisen habt. Eine PDF mit Informationen zur steuerlichen Absetzbarkeit dieser Ausgaben kann auf der Website der Englisch nach Maß GmbH heruntergeladen werden. www.englisch-nach-mass.de

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

Brunel GmbH

Einstellungen für I70Köln/Bonn geplant Ingenieur- und Entwicklungsdienstleistungen sind in Deutschland gefragt wie selten zuvor, so die Brunel GmbH, nach eigener Angabe einer der führenden deutschen Ingenieurdienstleister mit Niederlassung auch in Bonn. Der Jahresbilanz für 2012 zufolge steigerte der Ingenieurdienstleister im Vergleich zum Vorjahr seinen Umsatz in Deutschland um 21 Prozent auf 183 Millionen Euro und konnte im vergangenen Jahr fünf neue Niederlassungen eröffnen. Bis Jahresende will das zum fünften Mal in Folge zum „Top Arbeitgeber Ingenieure“ gekürte Unternehmen bundesweit rund 1.500 Mitarbeiter einstellen, davon 70 in der Region Köln/Bonn. www.brunel.de

Geld“: Start I„Grünes in den Messefrühling Die Finanzkrise und ein wachsendes Bewusstsein für Umweltthemen haben zu einer steigenden Nachfrage nachhaltiger Geldanlagen geführt. Das Team der 7x7finanz GmbH wird auf den nächsten „Grünes Geld“-Messen in Stuttgart und Köln nachhaltige Geldanlage-Produkte vorstellen. http://7x7.de

Larissa-Life

in IEröffnung Sankt Augustin Mitte Mai hat das Zentrum für Gesundheit, Wellness und Beauty „Larissa-life“ in Sankt Augustin eröffnet. Neben Entspannungsmassagen, Gesichtspflege und Regeneration bietet Inhaberin Larissa Vilhelem Themenabende sowie Seminare rund um die Gesundheit an. www.larissa-life.de

Gegenbauer Location Management & Services GmbH in der Rhein-Sieg-Halle

Internetpräsenz INeue der Rhein-Sieg-Halle Die Rhein-Sieg-Halle in Siegburg hat eine neue Website. Zum Relaunch gehört u.a. ein Layout, das sich an Smartphones oder Tablets anpasst sowie die Einbindung von Google Maps für die optimale Routenplanung zur Spielstätte. www.rhein-sieg-halle.de

UNSERE REGION

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KURZ NOTIERT... Congenii Consulting Group

für Erfolgreiches ITipps Kundenmanagement Zur opimalen Steuerung von Marketingmaßnahmen ist wichtig, unterschiedlich werthaltige Kundengruppen differenzieren zu können. Unter dem Stichwort „Erfolgreiches Kundenmanagement" informiert congenii auf der Homepage über Kundenwertmanagement. www.congenii.com

SCL Strategy Communication Lötters

mit IZusammenarbeit Vertec GmbH vereinbart Der Bonner Dienstleister SCL wird künftig für die Hamburger Tochter des Schweizer Unternehmens Vertec GmbH die Pressearbeit und Marktaufklärung übernehmen. Die Zusammenarbeit ist auf einen längeren Zeitraum angelegt. „Imageaufbau und Steigerung des Bekanntheitsgrades lassen sich nur langfristig erfolgreich realisieren", so SCLInhaberin Dr. Christine Lötters. www.sc-loetters.de

SEVERINE KURZ REAL ESTATE Professionals

Vermittlung IErfolgreiche in Bonn-Castell

Knapp 450 m2 Bürofläche neu vermietet.

Eine Fonds Holding AG aus Baden-Württemberg hat ein Bürogebäude in Bonn-Castell an einen weltweit führenden Anbieter von Kommunikations- und Informationslösungen im Hochsicherheitsbereich vermietet. Die Gewerbeimmobilie umfasst vier Etagen mit einer Bürofläche von ca. 443 m2 sowie fünf Stellplätze. Vermittelt wurde der Mietvertrag durch SEVERINE KURZ REAL ESTATE Professionals. www.wltbe.com

Rheintaler e.V.

Deutsche Telekom AG

I

Technik aus der Cloud für Brandschutz

T-Systems und das Ingenieurbüro hhpberlin, Spezialist in Sachen Brandschutz, stellen weltweit skalierbare Rechenkapazitäten für komplexe Brandsimulationen und -auswertungen via Internetbrowser bereit. Die T-SystemsTochter Multimedia Solutions (MMS) hat eine Lösung auf Basis von Microsoft Windows Azure aufgebaut und betreibt sie für das Ingenieurbüro. hhpberlin bringt eigenes Know-how in den CloudService ein und bietet ihn künftig anderen Brandschutzfirmen an. Diese müssen nicht mehr in eigene, teure Hochleistungsrechner investieren. www.telekom.com/medien

I

Die Währung am Rhein

Der Rhein hat seine eigene Währung, die immer besser angenommen wird. Der Rheintaler mit mittlerweile 51 Motiven und 170 Partnern zwischen Duisburg und Speyer ist das Kind von Martin Vreden, Vorsitzender Rheintal e.V. aus Bad Honnef: „Wir wachsen ständig und sind jetzt das größte Netzwerk am Rhein. Neue Partner sind das LEGOLAND Discovery-Center in Oberhausen und das Sealife in Speyer." Und auch die Motive 52 und 53 sind schon in Auftrag. Zwei Rheintaler zieren dann „Ludwig Wolker" für den DJK und das Motiv "Oscar Huber" für das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in Duisburg. Die Oscar Huber ist der letzte Seitenradschlepper auf dem Rhein und steht als Museumsschiff in Duisburg. Dank der unterschiedlichen Rheintaler werden

viele Attraktionen rechts und links der 400 Rheinkilometer für Ausflügler zu besonders günstigen Konditionen angeboten. Dabei muss der Rheintaler an den 170 Akzeptanzstellen nicht cht abgegeben, sondern lediglich vorgezeigt werden. Er ist zeitlich unbegrenzt einsetzbar. Damit gibt es verbilligten Eintritt in Museen oder FreizeiteinrichAuch tungen, Hotels bieten Ludwig van Beethoven ist auf Abschläge bei Übereinem Rheintaler nachtungen und auch verewigt. die Rheinfahrt mit KD oder BPS wird günstiger. „Und bei der Drachenburg gibt es einen Preisnachlaß von 40 Prozent", sagt Vreden. www.rheintaler.net

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

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UNSERE REGION

KURZ NOTIERT... artegic AG

Media beim ISocial E-Mail-Marketing Die Studie „Social Media Integration im E-Mail Marketing von E-Commerce Anbietern" der artegic AG untersucht, welche Maßnahmen deutsche E-Commerce Anbieter einsetzen, um E-MailMarketing und Social Media zu integrieren. Sie kann auf der Website kostenfrei heruntergeladen werden. www.artegic.de

AoN Agentur ohne Namen GmbH

Tiefstapeln ins IMit Karriere-Abseits

DORFKRUG Sankt Augustin

Biergarten-Saison 2013 IDie ist eröffnet ... In einer ruhigen Seitenstraße von Sankt Augustin haben Leni und Ute Körner, Betreiberinnen der Gaststätte Dorfkrug, die kürzlich ihr 30jähriges Bestehen feiern konnte, Tische und Stühle heraus gestellt: die Biergarten-Saison ist eröffnet, der Sommer kann kommen …

true fruits GmbH

I

Kunst im Kühlregal: limited edition no. 4

Für seine neue limited edition hat sich der Bonner Saftladen true fruits den angesagten Jungdesigner Magomed Dovjenko ins Boot geholt. Gleich zwei der beliebten Smoothies tragen die Handschrift des 19-jährigen Kölners. true fruits mag Underdogs wie Magomed Dovjenko. 1994 kam er mit seinen Eltern als Flüchtling aus Tschetschenien nach Deutschland. Er bringt sich selbst Photoshop bei und entwirft mit 14

Jahren seine ersten Illustrationen. Große Firmen und Künstler, wie Nike, Diesel, Adidas, Reebok und Jay-Z/Live Nation werden auf den Jungdesigner aus Köln aufmerksam und er ergattert seine ersten Aufträge. Insgesamt werden nur 44.444 dieser besonderen Designflaschen ab Mitte Mai im Handel erhältlich sein. Es ist die erste Kooperation zwischen true fruits und Mago. www.true-fruits.com Die limited edition no. 4 designed by Mago Dovjenko

Ihr Ford-Partner im Rhein-Sieg-Kreis!

Feel the difference

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

Junge Frauen kennen den eigenen Wert oft nicht. Das ergab eine aktuelle Umfrage „Student Survey 2013" der AoN - AGENTUR ohne NAMEN GmbH, Veranstalterin der Messe „womanandwork“ unter bundesweit 400 Studierenden u.a. zu Gehaltsvorstellungen. www.agenturohnenamen.de

Schwyzer Poschti - Oldtimerbusfahrten im Rheinland

IKooperationsprojekt: „Die Bergische Tour“

Schwyzer Poschti und der TouristikVerein Bergischer Rhein-Sieg-Kreis e.V. stellen mit "Die Bergische Tour" ein neues Kooperationsprojekt vor: Von Mai bis Oktober gibt es vier verschiedene Fahrten zu Sehenswürdigkeiten der Region. www.schwyzer-poschti.de

UNSERE REGION

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KURZ NOTIERT... infas geodaten GmbH

Herbrand erweiIGeorg tert Geschäftsführung Im Rahmen der Wachstumsstrategie der Schober Holding International GmbH hat die infas geodaten GmbH neben Thomas Brutschin seit Mitte April mit Dipl. Wirtschafts-Ingenieur Georg Herbrand einen neuen operativen Geschäftsführer, der 20 Jahre Expertise im Geomarketing mitbringt. Alle Gesellschaften der Holding werden künftig von zwei Geschäftsführern geleitet. www.infas-geodaten.de

Symbolische Grundsteinlegung mit Hammerschlag: Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski, Sr. Mediatrix Nies (Vorsitzende der MariaTheresia Bonzel-Stiftung), Sr. Magdalena Krol (Generaloberin der Olper Franziskanerinnen), Pfarrer Peter Orth, Architekt Holger Beckmann und GFO-Geschäftsführer Markus Feldmann (v. l.).

Kanani Consulting

neue PerspektiILaufend ven: Wander-Coaching in Troisdorf: Seniorenzentrum IGrundsteinlegung St. Franziskus soll 2013 bezugsfertig sein Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH (GFO)

Wer die Natur liebt und ein Coaching Anliegen hat, kann ab sofort in den Genuss eines Wander-Coachings kommen. Beim Wandern kommen neue Ideen sowie die nötige Distanz zum beruflichen und privaten Alltag, so Business Coach Maral Kanani. Durch Wander-Coachings im grünen Ambiente des Margarethenhofs in Königswinter könne man sich laufend neue Perspektiven erschließen. www.kanani-consulting.de

Mitte Mai fand die Grundsteinlegung für das neue GFO-Seniorenzentrum mit angegliedertem Kindergarten in Troisdorf statt. Auf dem 4.870 m2 großen Grundstück schafft die GFO rund 5.800 m2 Wohnfläche, wovon 4.000 m2 allein auf die Seniorenpflege entfallen Dieses Angebot erweitert die regionalen Leistungen des karitativen Trägers, der ebenfalls das St. Josef Hospital und das St. Johannes Krankenhaus in Troisdorf betreibt. Die 80 Pflegeplätze im Seniorenzentrum können voraussichtlich ab Dezember 2013 genutzt werden, die 11 Seniorenwohnungen sind ab Januar 2014 bezugsfertig. Der Kindergarten, der ebenfalls ab 2014 eröffnet wird, bietet Plätze für Kinder unter 3 Jahren an. www.gfo-online.de

Commerzbank AG

Ingenieurbüro Miebach - Holzbau & Holzbrückenbau

I

Aggerbogenbrücke fertig gestellt

Anfang Mai wurde die neue Aggerbogenbrücke für Fußgänger und Radfahrer an der Naturschule in Lohmar-Wahlscheid fertig gestellt. Um der besonderen Lage gerecht zu werden, wurde auf den Naturbaustoff Holz zurückgegriffen. Wesentliches Gestaltungsmerkmal der neuen Pylonbrücke ist die im Grundriss S-förmig gebogene Anordnung des Brückenkörpers - in Anspielung an den Verlauf des Flusses. So füge sich die Brücke harmonisch in die Landschaft, erklärte Planer und Projektleiter Frank Miebach. www.ib-miebach.de

I

Geschäftsjahr 2012: Bonner Bereich gewachsen

Die Commerzbank hat nach eigener Angabe das Jahr 2012 in Bonn erfolgreich abgeschlossen. Sowohl in den Bereichen Privatkunden, Wealth Management als auch in der Mittelstandsbank habe das Unternehmen seine Marktposition vor Ort weiter ausbauen können. Im Privatkundenbereich sei man gut ins Jahr 2013 gestartet und habe bisher durchschnittlich 300 Kunden pro Monat hinzugewinnen können, so so Eldach Herfeldt, verantwortlich für das Privatkundengeschäft in Bonn. Mehr als 50 Mio. Euro Neugeschäft bei Immobilienfinanzierungen in Bonn bewiesen, dass die unabhängige Beratung von den Kunden - auch über eine neue Immobilienplattform im Internet - gut angenommen werde. Die Kundeneinlagen

seien um 8 Prozent auf 385 Mio. Euro gestiegen. Auch im Wealth Management ist in 2012 laut Jörg Sørensen, verantwortlich für das Geschäft mit vermögenden Kunden, das „Euro Assets under Management“-Bestandsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent auf 765 Mio sowie um rund 80 neue Kundenverbindungen gewachsen. Positiv sei auch das Firmenkundengeschäft verlaufen, das in der Mittelstandsbank der Commerzbank zusammengefasst wird. Das Kreditvolumen sei 2012 um zwölf Prozent gewachsen, die Nachfrage insbesondere im mittelfristigen Kreditgeschäft angestiegen - hier habe man durch nachhaltige Planungssicherheit Mittelständlern ein wichtiges Signal geben können, resümierte Jürgen Bester, Mitglied der Geschäftsleitung Bonn. www.firmenkunden.commerzbank.de

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

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UNSERE REGION

Jörg Rossen und Andreas Domschke (v.l.).

Creditreform Bonn Domschke & Rossen KG

I

Wechsel: Jörg Rossen ist neuer Inhaber

Fast 25 Jahre war Creditreform Bonn fest mit dem Namen „Andreas Domschke" verbunden. Seit Januar 2013 ist nun im Zuge

einer zeitigen Nachfolgeregelung Jörg Rossen persönlich haftender Gesellschafter der Creditreform Bonn Domschke & Rossen KG. Der Diplom-Agrarökonom und -Bankbetriebswirt bekleidete unterschiedliche Positionen in Banken und Finanzdienstleistungsunternehmen, bevor er 1998 zum Verband der Vereine Creditreform in Neuss wechselte. Dort war er Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortete die Bereiche Key Account Management und Produktmanagement Wirtschaftsinformationen. In den kommenden Jahren wird vor allem die Beratung regionaler Unternehmen in allen Fragen des Liquiditätsmanagements und der Finanzkommunikation sein Tätigkeitsschwerpunkt sein. Dabei wird Rossen auch künftig von Andreas Domschke begleitet. Domschke, der vielen Unternehmern neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer von Creditreform Bonn durch sein Engagement in der IHK-Vollversammlung und als Vorstand des Mittelstandsnetzwerkes BonnSoir bekannt ist, wird auch in den kommenden Jahren als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. www.bonn.creditreform.de

PANTHEON Theater GmbH

Schafroth ist Prix Pantheon-Jurypreisträger IMaxi 2013 in der Kategorie „Frühreif und verdorben“ Der deutsche Kabarett-, Comedy- und Satirepreis - PRIX PANTHEON 2013, dotiert in vier Kategorien mit insgesamt 15.000 Euro, - wurde in einer regelrechten "Kleinkunst-Olympiade" zwischen 12 geladenen Kabarettisten, (Musik-)Komikern, Solokünstlern und Duos Ende April im Bonner Pantheon ausgetragen. Der Preis in der Kategorie „Frühreif und Verdorben"-Jurypreis- (dotiert mit 3000 Euro) ging an den 1985 im Allgäu geborenen Maxi Schafroth. Zusammen mit seinem Gitarristen Markus Schalk (1982 ebenfalls im Allgäu geboren) überzeugte der Kabarettist und Schauspieler die Jury des renommierten Prix Pantheon mit einem Ausschnitt aus seinem ersten Soloprogramm „Faszination Allgäu" welches er parallel zu seiner Tätigkeit als Bankangestellter entwickelte. Das Bonner Kleinkunsttheater Pantheon vergibt den Prix Pantheon seit 1995. www.pantheon.de

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

KURZ NOTIERT... CebiCon GmbH

MicroIGold-Zertifikat soft-Kompetenzpartner Bereits zum 5. Mal konnte sich die CebiCon GmbH, Entwickler des mypackagePortals, als Microsoft-Kompetenz-Partner rezertifizieren. Neben dem Bereich „Management and Virtualization“ erhielt das auf Client- und Server-Management spezialisierte Unternehmen die GoldZertifizierung nun auch für den Bereich „Collaboration and Content“. www.cebicon.de

cambio Bonn

CarSharingIFünfte Station eröffnet Anfang Mai eröffnete cambio Bonn mit STADTHAUS eine fünfte Station in der Nordstadt, weitere Stationen sind geplant. An der gut an den öffentlichen Nahverkehr angebundenen Station stehen je ein Ford Fiesta ecoNetic und ein Ford Focus Kombi bereit. Die reservierten Parkplätze werden von der Bonner City Parkraum GmbH (bcp) vermietet. cambio Bonn bietet an 5 Stationen 14 Fahrzeuge, Kunden können die nahegelegenen 350 Kölner cambioAutos an 57 Stationen ebenfalls nutzen. www.cambio-carsharing.de

DHPG

IInsolvenzverfahren Deutsche Mechatronics Das Amtsgericht Bonn hat dem Antrag der Geschäftsführung der Deutschen Mechatronics GmbH auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens entsprochen und eine vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Die Produktion und Lieferung an die Kunden laufen während des Verfahrens unverändert weiter. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Rechtsanwalt Dirk Obermüller von der Bonner Kanzlei DHPG bestellt. www.dhpg.de Maxi Schafroth und Markus Schalk (v.l.).

UNSERE REGION

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KURZ NOTIERT... Linus GmbH

IProduktionskapazitäten erweitert Die Linus GmbH verdreifacht ihre Produktionskapazitäten. Ende April konnte das Richtfest der neuen Produktionshalle gefeiert werden. Mit einem patentierten Sprühverfahren ist das u.a. auf die Lohnmahl-Anforderungen von Pulver-Produkten für Pharmazie, Nahrungsmittel- und Kosmetik-Industrie spezialisierte Unternehmen international so erfolgreich, dass eine Ausweitung der Produktionskapazitäten erforderlich wurde. www.linus-gmbh.de

Fuhrmann GmbH

zu ICDU-Politiker Besuch im Unternehmen Anfang Mai besuchte die Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker gemeinsam mit der Mucher CDUOrtsvorsitzenden Notburga Kunert und deren Stellvertreterin Jutta Manstein den Medizinproduktehersteller Fuhrman GmbH. Sie diskutierten mit Geschäftsführer Arndt Fuhrmann und seinem Führungsteam über Beschäftigungspolitik, Standortqualität und Ausbildungsplätze. www.fuhrmann.de

Dr. Kristine Mörchen (Geschäftsführerin), Dr. Walter Mörchen (Firmengründer), Michael Bläsing (Vors. des Gesamtbetriebsrates) (v. l.).

TERTIA Berufsförderung GmbH & Co. KG

in IGenerationenwechsel der Geschäftsführung

Dr. Kristine Mörchen ist neue Geschäftsführerin der TERTIA-Gruppe in Alfter. Sie tritt die Nachfolge ihres Vaters - Unternehmensgründer und Mehrheitsgesellschafter Dr. Walter Mörchen - an und verstärkt das Führungsteam des seit 40 Jahren bestehenden Familienunternehmens. Zuvor war sie drei Jahre in anderer Funktion bei dem Dienstleister für Personalmarketing und -entwicklung tätig. Zur TERTIA-Gruppe gehören vier Unternehmen, die an 100 Standorten in 14 Bundesländern vertreten sind. www.tertia.de

Formel D

an der ITeilnahme „Auto Shanghai 2013“ Die Formel D Group - laut eigener Angabe Premium-Dienstleister der Automobil- und Zulieferindustrie - expandiert auch 2013. Das inzwischen mit 2.500 Mitarbeitern an 64 Standorten weltweit agierende Unternehmen zeigte Ende April bei der „Auto Shanghai“ die strategische Ausrichtung auf den asiatischen Raum. Geplant sind Investitionen in den Standorten Beijing, Shanghai, Shenyang, Changchun, Chengdu und Chongqing sowie die Erschließung neuer Standorte. www.formeld.com

intention Werbeagentur GmbH

in Silber IFilmpreis auf ITB Berlin gewonnen Mit dem Film „Heimkehle" für den Harzer Tourismusverband gewann die Bonner Werbeagentur intention auf der ITB in Berlin Anfang März Silber beim Tourismus Media Award und damit den ersten Filmpreis. Die Agentur hatte sich zum ersten Mal überhaupt für einen Filmwettbewerb beworben. „Unsere Agentur hat im letzten Jahr einen großen Sprung gemacht. Vor allem im in den Bereichen Onlinemarketing und Film haben wir stark zugelegt. Allein im vergangenen Jahr haben wir mehr als 50 Filme realisiert", so Inhaber und Geschäftsführer Steffen Schneider. www.intention.de

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

56

UNSERE REGION

KURZ NOTIERT... Interhyp AG

Niederlassung INeue in Bonn eröffnet Die Interhyp AG, ein Spezialist für private Baufinanzierung, hat in Bonn auf der Bornheimer Straße eine neue Niederlassung eröffnet. Bauherren, Immobilienkäufer und Eigenheimbesitzer mit Finanzierungsbedarf können sich von Niederlassungsleiter Olaf Weithe und seinem Team fachkundig beraten lassen. www.interhyp.de

Primus Service GmbH

Die Referenten und der Moderator: Prof. Dr. Uwe Hansen, Prof. Dr. Thomas Mühlencoert, Jürgen Weber, Mark Benecke, Prof . Dr. Thomas Krupp, Thomas Hirschauer, Jürgen Sonsalla, Volker Reiser, Dr. Ulrich Franke (v. l.).

LOG GmbH

der Logistik: ITag Erstmals auch in Bonn Zum ersten Mal hat der „Tag der Logistik" auch in Bonn stattgefunden: Die LOG GmbH veranstaltete anlässlich des von der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) bereits zum sechsten Mal initiierten bundesweiten Aktionstages zwei hochkarätig besetzte Fachforen zum Thema „Sicherheit in der Logistik am Beispiel von RFID- und Supply Chain Management-Lösungen". Aufgrund des großen Erfolges beabsichtigt das Bonner Unternehmen mit dem Beratungsschwerpunkt Logistik auch im kommenden Jahr zum „Tag der Logistik“ am 10. April eine entsprechende Veranstaltung zu organisieren. www.logmbh.de

inspirierte IUnfallkreuz zur Firmengründung

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

Geschäftsführer Wolfgang Möthrath ist zufrieden: Die Primus Service GmbH hat das Audit zur Rezertifizierung erfolgreich abgeschlossen. Den geprüften Betrieben des Unternehmens in Bonn, Duisburg, Dortmund und Flensburg wurden hohe Hygienestandards bescheinigt. www.primus-service.de

Rhein-Voreifel Touristik e.V.

GastgeberverINeues zeichnis erschienen Rhein-Voreifel Touristik e.V. hat sein Gastgeberverzeichnis „Ihre Gastgeber“ rundherum erneuert. Die 63-seitige Broschüre erscheint in einer Auflage von 5.000 Stück und ist in der Geschäftsstelle oder im Internetshop erhältlich. www.rhein-voreifel-touristik.de

VONDAUER

Der witterungsbedingte schnelle Verfall eines Unfallkreuzes inspirierte Dirk Kochale zur Gründung seines Unternehmes für Grabzubehör. Der Produkt-Designer stieß durch Zufall in einem Fachmagazin für Forstwirtschaft auf ein innovatives Material: sehr witterungsbeständiges heimisches Kiefern-Holz, das bis in den Kern mit Wachs getränkt ist. Anders als bekannte Hölzer überdauert es nach Angabe Kochales unbeschadet alle Witterungs- oder Schädlingseinflüsse. Der Gründer möchte auf diese Weise allen Menschen ermöglichen, künftig dauerhafte Kreuze auf dem Friedhof oder am Rande von Verkehrswegen zur Kennzeichnung eines Unfallortes aufstellen zu können. www.vondauer.de

für UmweltINachweis bewusstsein & Qualität

Rentenberatung Bonn

und IAltersteilzeit dann in Rente? Rund 400.000 versicherungspflichtige Arbeitnehmer haben einen Vertrag über Altersteilzeit abgeschlossen. Aber nur wenige wissen, was nach Ende der Altersteilzeit zu beachten ist. Alfons Seyock von Rentenberatung Bonn empfiehlt, sich vorher durch unabhängige Stellen beraten zu lassen. www.rentenberatung-bonn.de Grabkreuze sollen von Dauer sein ...

57

UNSERE REGION

Wissenschaft vor Ort IUBH-Campusstudium

School of BusiIJetzt ness and Management

Freuen sich über den Start des EXIST-Gründerstipendiums: Rüdiger Mull (Universität Bonn), Dr. Andreas Schäfer, Dr. André Bergholz & Hannes Korte (Implisense), Prof. Dr. Stefan Wrobel (Fraunhofer IAIS/Universität Bonn( (v. l.). (c) Foto: Fraunhofer IAIS

Das Präsenzstudium der Internationalen Hochschule Bad Honnef- Bonn (IUBH) führt jetzt den Titel „IUBH School of Business and Management”. Die IUBH-Gruppe umfasst künftig drei unabhängige Hochschulbereiche: Campusstudium, Fernstudium und Duales Studium. „Das IUBH-Präsenzstudium zeichnet sich durch auf den globalen Markt ausgerichtete Studienprogramme sowie überdurchschnittlich viele internationale Dozenten und Studierende aus”, so Prof. Dr. Peter Thuy, Rektor der IUBH. Für die akademische Leitung ist Prof. Dr. Kurt Jeschke verantwortlich. Mehr Informationen unter www.iubh.de.

Universität Bonn und Fraunhofer IAIS

Sinn im Vertrieb – „Implisense“ startet ISechster intelligente Markt- und Wettbewerbsbeobachtung Welche Unternehmen sind potenzielle Kunden für meine Dienstleistung? Wie stark ist die Konkurrenz für mein Angebot? Welche Firmen expandieren aktuell und suchen neues Personal? Diese Fragen wird das Gründer-Team „Implisense“ künftig mithilfe automatisch gefilterter Informationen aus mehreren hunderttausend Firmenwebseiten beantworten können. Zum 1. April startete das „EXISTGründerstipendium“ für Implisense an der Universität Bonn im Bereich Wissensentdeckung und Maschinelles Lernen und in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS. Derzeit wenden Entscheider im B2BBereich täglich rund zwei Stunden Internet-Recherchezeit auf, um sich über Veränderungen bei Kunden, Zulieferern und Wettbewerbern zu informieren. Die Erfassung der vielen Quellen wird immer aufwändiger - das Wissen über Markt, Wettbewerb und Kunden ist jedoch für diese Unternehmen wichtig, um die eigenen Angebote optimal an den Bedarf anpassen zu können. Hier setzen die EXIST-Stipendiaten und ehemaligen Fraunhofer-Wissenschaftler Dr. André

Bergholz, Hannes Korte und Dr. Andreas Schäfer auf Know-how im Bereich semantischer Textanalyseverfahren, das sie am Fraunhofer IAIS u.a. im Forschungsprogramm THESEUS erarbeitet haben. Die Verfahren sind – anders als stichwortbasierte Suchverfahren – in der Lage, die inhaltliche Bedeutung von Wörtern und Dokumenten in ihrem Zusammenhang zu erfassen. So können Millionen Firmenwebpräsenzen, Tausende Registerbekanntmachungen und Zehntausende Presse- und Medieninformationen ausgewertet werden. Die generierten Fakten fließen in den Implisense-Firmenatlas ein, mit dessen Hilfe sich bislang unbekannte Zusammenhänge aufdecken lassen. Kunden erhalten diese exklusiven Informationen als Dossiers und Benachrichtigungen. Das EXIST-Gründerstipendium ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und ermöglicht Stipendiaten den Markteintritt ihres Produkts vorzubereiten. Die Universität Bonn und das Fraunhofer IAIS betreuen das Vorhaben in technischfachlicher Hinsicht. Weitere Informationen unter www.implisense.com.

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DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

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UNSERE REGION

Simon-Kucher & Partners

I

Städte-Börsenliga: Bonn fliegt aus den Top 5

München ist wieder Deutschlands wertvollste Stadt, gefolgt von Walldorf, Leverkusen, Düsseldorf und Wolfsburg. Das ergibt die Börsenliga der globalen Strategieberatung Simon-Kucher & Partners: Hierbei werden Börsenwerte der im DAX30, MDax und TecDax notierten Unternehmen jährlich an einem Stichtag erhoben und den Städten der Firmensitze zugeordnet. „Verlierer” in diesem Jahr ist Bonn: Die Bundesstadt fliegt zum ersten Mal in der Geschichte der Börsenliga aus den Top 5 und ist auf Rang 7 zu finden. „Das liegt aber nicht etwa an absolut schlechten Ergebnissen von Telekom und Post. Andere haben sich in diesem Jahr besser entwickelt und sind im Ranking hochgerutscht“, so Dr. Georg Tacke, CEO von Simon-Kucher. Große Städte wie Köln und Berlin liegen nur auf Rang 19 und 24. www.simon-kucher.com

DLGI mbH

I

Solide IT-Kenntnisse werden immer wichtiger

Solide IT-Kenntnisse sind für gute Zukunftschancen von Jugendlichen unverzichtbar, und sichern zudem nachhaltig den Technikstandort Deutschland. Darüber hinaus werden Kenntnisse über Datenschutz und Datensicherheit immer wichtiger. Darin waren sich der Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber und der Geschäftsführer der Dienstleistungsgesellschaft für Informatik mbH (DLGI) Thomas Michel bei einem Unternehmergespräch einig. „Weil niemand die digitale Revolution umkehren wird, müssen Schule und Weiterbildung noch stärker als bisher auf IT- und Medienkompetenz hinarbeiten", so Ulrich Kelber. Es gehe in den kommenden Jahren um die Frage, wie die Vielfalt der Möglichkeiten, die Laptops, Smartphones und Tablet- Computer bieten, in den Unterrichtsalltag integriert und genutzt werden könnten. www.dlgi.de

Bankhaus Lampe KG

IJahresergebnis erneut gesteigert Bankhaus Lampe, mit Niederlassung auch in Bonn, weist 2012 nach Stärkung der stillen Reserven einen Jahresüberschuss in Höhe von 21 Millionen (Vorjahr 18 Millionen) Euro aus. In Vorbereitung auf Basel III wurde die Eigenkapitalquote gestärkt. Auf der diesjährigen Gesellschafterversammlung beschlossen die Eigentümer, den Gewinn in Höhe von 21 Millionen Euro in vollem Umfang im Unternehmen zu behalten. Die Kernkapitalquote stieg damit auf über 13 Prozent. Die Assets under Management, sowohl aus dem Geschäft mit Privatkunden als auch mit Institutionellen Investoren, sind im Börsenjahr 2012 auf 16 Milliarden Euro gestiegen. Die bisher getrennt geführten Bereiche des Privatkunden- und Firmenkundengeschäfts wurden in einem neuen Geschäftsbereich Privatkunden & Unternehmen zusammengeführt. www.bankhaus-lampe.de

Arbeitsjubiläen 25 Jahre Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG, Alfter Juliane Viernich Dr. Starck & Co. Gesellschaft für Wärme- und Kältetechnik mbH, Siegburg Orazio Zocco Evonik Industries AG, Niederkassel Heinz Witt Joerg Karger Fuhrmann GmbH, Much Heike Baumgardt GEHE Pharma Handel GmbH, Troisdorf Martin Weeber GKN Sinter Metals Components GmbH, Bonn Sabine Guden Hans Blatzheim Bauunternehmung GmbH & Co. KG, Bonn Hans-Erich Beutling Haribo GmbH & Co. KG, Bonn Oliver Winter Kornelia Düren Ibrahim-Halil Yücedag Holger Perschke

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

Ingo Perschke Bernd Krüger Hennecke GmbH, Sankt Augustin Michael Sieberz-Rohde Kentenich Industriebedarf GmbH, Bonn Anna Czurlok Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA, Siegburg Herbert Gerhards VR-Bank Rhein-Sieg eG, Siegburg Sabine Waloßek WECO Pyrotechnische Fabrik GmbH, Eitorf/Sieg Ute Thiele

30 Jahre Kessko Kessler & Comp GmbH & Co. KG, Bonn Jörg von der Mark

Kessko Kessler & Comp GmbH & Co. KG, Bonn Beate Gurzinski

40 Jahre Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG, Alfter Abdurrahman Sahin Evonik Industries AG, Niederkassel Klaus-Dieter Sobolewski Haribo GmbH & Co. KG, Bonn Hans-Joachim Schmitz Naima Boukhedhir Jose Rua-Rodriguez Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA, Siegburg Ulrike Bertram Peter Liell VR-Bank Rhein-Sieg eG, Siegburg Sylvia Ostermann

35 Jahre GEHE Pharma Handel GmbH, Troisdorf Birgit Jauernig

Die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg gratuliert allen Jubilaren.

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NEUES AUS BERLIN UND BRÜSSEL

im Visier von IVermögen SPD und Grünen

Dr. Reinhold Festge, Vorsitzender der Lateinamerika Initiative, S.E. Rafael Correa, Staatspräsident der Republik Ecuador, Dr. Eric Schweitzer, DIHK-Präsident (v.l.).

macht es ILateinamerika Unternehmen nicht leicht „Wir beobachten auf dem Kontinent stellenweise den Aufbau von Handelsbarrieren in Form von Zöllen, Importsteuern oder verpflichtenden lokalen Produktionsanteilen.” DIHK-Präsident Eric Schweitzer hob auf der 13. Lateinamerika-Konferenz der Deutschen Wirtschaft in Berlin zwar die großen wirtschaftlichen Potenziale hervor, reklamierte aber auch politischen Handlungsbedarf: Viele Chancen warteten darauf, genutzt zu werden. „Aber Lateinamerika macht es der deutschen Wirtschaft nicht immer leicht“, mahnte der DIHK-Präsident. Unterstützung bekämen die Unternehmen vor Ort u.a. von 14 Auslandshandelskammern. An der Veranstaltung nahm Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) ebenso teil wie der Präsident der Republik Ecuador, Rafael Correa.

im Streit um IEtappensieg Emissionshandel Das Europäische Parlament hat die temporäre Verknappung von CO2 -Zertifikaten zur künstlichen Verteuerung („Backloading“) vorerst abgelehnt. Es ist damit dem Appell des DIHK gefolgt, der EU-Kommissare, Minister und Europaabgeordnete davor gewarnt hatte, die Regeln des marktwirtschaftlich organisierten Emissionshandels auszuhebeln. Den Unternehmen ginge so jede Planungs- und Rechtssicherheit verloren, Investitionen – besonders im Klimaschutz – würden gehemmt. In der

Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) e.V. Breite Straße 29, 10178 Berlin Telefon 030 20308-0 Fax 030 20308-1000 E-Mail: [email protected]

Wirtschaftskrise das völlig falsche Signal, unterstrich DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben: „Bleibt zu hoffen, dass alle Eingriffe in den CO2 -Markt nach erneuter Prüfung im Parlament und Votum im Rat endgültig ad acta gelegt werden.”

JugendarbeitsIGegen losigkeit in der EU Für praxisnähere Berufsausbildung warb DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben im EU-Parlament. Die niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland sei der dualen Berufsausbildung zu verdanken, durch den von der IHK-Organisation initiierten „Nationalen Ausbildungspakt“ würden tausende Ausbildungsplätze geschaffen. „Wir teilen unser Wissen gern mit anderen Ländern“, erklärte Wansleben auf dem Treffen „Youth employment and rethinking education”. Eine Kooperation mit den Kammern in Spanien, Italien und Griechenland bestehe bereits.

Die SPD möchte die Vermögensteuer wieder einführen, die Bündnisgrünen legten einen Gesetzentwurf zur Einführung einer Vermögensabgabe vor. Kritik gibt es dafür vom DIHK. Präsident Eric Schweitzer: „Die geplante Vermögensabgabe stellt eine weitere Belastung für tausende mittelständische Unternehmen dar”. Er warnte, dass viele Personenunternehmen trotz Freibetrags eine Abgabe zahlen müssten – zusätzlich zur Einkommen- sowie Gewerbesteuer. Dies würde die finanzielle Belastung der Betriebe steigern und ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährden. Bei den Plänen der Grünen zur Vermögensabgabe werde übersehen, dass Unternehmensvermögen insbesondere in Grundstücken, Gebäuden, Maschinen oder Fahrzeugen gebunden seien, so Schweitzer. Eine Vermögensabgabe gehe „bei rund 50.000 Unternehmen in Deutschland mit über elf Millionen Beschäftigten zu Lasten von Investitionen und damit der Beschäftigten”. Letztlich schade dies auch kleinen Zulieferern, die keine Abgabe zahlen müssten. Rund 450.000 Arbeitsplätze wären allein durch die Vermögensabgabe gefährdet.

DIHK-VermögenINeu: steuerrechner Der DIHK hat einen Rechner entwickelt, der die Folgen der Vermögenbesteuerung fürs eigene Unternehmen ermittelt. Er ist auf der DIHK-Website www.dihk.de zu finden.

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DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

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STANDORTPOLITIK

 Wirtschaftsstatistik Verbraucherpreisindex für Deutschland Der Verbraucherpreisindex für Deutschland misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Single-Haushalte sind ebenso berücksichtigt wie Rentnerehepaare oder Großfamilien. Der Verbraucherpreisindex liefert ein Gesamtbild der Teuerung in Deutschland, bei dem alle Haushaltstypen, alle Regionen von Deutschland und sämtliche dort nachgefragten Waren und Dienstleistungen einbezogen sind – Mieten, Nahrungsmittel, Bekleidung ebenso wie etwa Kraftfahrzeuge oder Dienstleistungen wie Friseur, Reinigung oder Reparaturen. Auf den Internetseiten des Statistischen Bundesamtes findet man unter www.destatis.de Rubrik Preis mehr Informationen und langfristige Tabellen zum Verbraucherpreisindex.

Verbraucherpreisindex für Deutschland Basisjahr 2010 = 100

April 2013

Anteil am Gesamtindex

April 2013

März 2013

Vergleich April 2012

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke

10,4 %

110,1

109,9

+3,7 %

Alkoholische Getränke, Tabakwaren

3,9 %

106,0

105,7

+1,2 %

Bekleidung und Schuhe

4,9 %

106,7

107,1

+1,1 %

Wohnung, Wasser, Strom, Gas u.a. Brennstoffe

30,8 %

107,2

107,2

+2,0 %

Einrichtungsgegenstände, deren Instandhaltung, und Anderes für den Haushalt

5,6 %

102,1

102,0

+0,9 %

Gesundheitspflege

4,0 %

99,2

99,0

-3,8 %

Verkehr

13,2 %

107,7

107,0

-0,9 %

Nachrichtenübermittlung

3,1 %

93,9

93,9

-1,4 %

Freizeit, Unterhaltung, Kultur

11,6 %

98,3

103,5

+0,4 %

Bildungswesen

0,7 %

96,0

95,9

+3,4 %

Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen

4,4 %

105,5

105,3

+2,4 %

Andere Waren und Dienstleistungen

7,4 %

104,1

104,0

+1,7 %

Gesamt

100 %

105,1

105,6

+1,2 %

Infos: Michael Schmaus, Tel.: 0228 2284 -140, E-Mail: [email protected]

 Verkehr „mobil-im-Rheinland“ bietet Plattform für die Koordination von Großbaustellen in der Region Die Vielzahl der anstehenden Großbaumaßnahmen in der Region Köln/Bonn in den kommenden Jahren stellt die Planungsträger in den Bereichen Baustellenkoordination und -kommunikation vor neue Herausforderungen. Um massive betriebs- und volkswirtschaftliche Nachteile - Staus durch Parallelbaustellen und Schädigungen des Straßennetzes durch nicht koordinierte Ausweichverkehre - zu vermeiden, ist im Planungsstadium einer Baumaßnahme die Abstimmung und gegenseitige Information aller beteiligten Kommunen und Bauträger erforderlich. Grundlage soll ein mit allen Beteiligten erarbeiteter, räumlich und zeitlich abgestimmter Baustellenablaufplan mit Planungsund Bauzeiten sein. Da das beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg beheimatete

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

Projekt „mobil-im-rheinland“ bereits über ein geeignetes webbasiertes Verkehrsmodul verfügt, in dem Störungsdaten (Baustellen, Veranstaltungen etc.) von den einzelnen Kommunen eingepflegt werden können, übernimmt „m-i-r“ im Auftrag der Bezirksregierung Köln die Koordinationsfunktion. „mobilim-rheinland (m-i-r)“ arbeitet seit Anfang 2012 gemeinsam mit den Kreisen und Kommunen der Region sowie externen Partnern an einer verbesserten Information für die Nutzer aller Verkehrsarten. Das Projekt wird durch Landesmittel finanziert, das Personal stellen die Stadt Köln, der Rhein-Sieg-Kreis und der Rhein-Erft-Kreis. Für die Planungsträger wird zukünftig durch das „m-i-r“-Verkehrsmodul ein Koordinations- und Informationsportal zur Verfügung stehen,

„www.mobil-im-Rheinland.de“ informiert über aktuelle Verkehrsstörungen und soll die Baustellenkoordination erleichtern. mit dem auch ein Abgleich von Zeitraum, Ausmaß und Art der Großbaustellen in der Region möglich sein wird. Die Planungshoheit obliegt weiterhin den zuständigen Fachkräften in den Kommunen, die Zuständigkeiten des kommunalen Pla-

nungssystems bleiben daher unberührt; vielmehr steht eine verbesserte Zusammenarbeit und Kommunikation der verschiedenen Bauträger untereinander im Vordergrund. Mehr Informationen unter www.mobil-im-rheinland.de

AUS- UND WEITERBILDUNG

 Berufsbildung In 2013: Neue Ausbildungsberufe Jedes Jahr entstehen neue Ausbildungsberufe. Bestehende Berufe werden neu geordnet und so den Anforderungen der Wirtschaft angepasst. Zum 1. August 2013 treten neue bzw. modernisierte Berufe im gewerblich-technischen Bereich und hier vor allem in der Berufsgruppe Metall in Kraft. Der neue zweijährige Ausbildungsberuf Fachkraft für Metalltechnik löst elf veraltete Berufsbilder ab, z.B. Teilezurichter, Drahtzieher oder Gerätezusammensetzer. Die Ausbildung wird im zweiten Ausbildungsjahr in einer der vier Fachrichtungen Montagetechnik, Konstruktionstechnik, Zerspanungstechnik und Drahtund Umformtechnik vertieft. Die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung kann in einem dreioder dreieinhalbjährigen Metallberuf fortgesetzt werden. Der Fertigungsmechaniker wird auf Grund der veränderten betrieblichen Anforde-

rungen überarbeitet und künftig stärker prozessorientiert ausgebildet. Die Prüfungsstruktur wird angepasst (gestreckte Abschlussprüfung/Variantenmodell). Neu geschaffen wird der Stanz- und Umformungsmechaniker. Der neue dreijährige Ausbildungsberuf ermöglicht vor allem den Unternehmen der blechverarbeitenden Industrie eine bessere prozessorientierte Ausbildung als der Werkzeugmechaniker. Im Bereich der Kfz-Berufe läuft die Erprobungsverordnung des zweijährigen Kfz-Servicemechanikers aus. Wegen des mangelnden Bedarfs der Unternehmen wird es keinen Ersatzberuf geben. Zeitgleich tritt aber eine Novellierung des KfzMechatronikers in Kraft. Grundlegende Änderungen wird es auch beim Werkstoffprüfer geben. Vier Fachrichtungen und unterschiedliche Einsatzgebiete ermöglichen eine bessere Anpassung an die jeweiligen Bedarfe der Unternehmen. Im Zuge der Neuordnung der Flugzeuggerätemechaniker und Fluggeräteelekt-

Ihr Ansprechpartner Jürgen Hindenberg Telefon 0228 2284-146 E-Mail: [email protected]

61 Wir bilden

aus... … weil wir einen Mangel an engagierten Fachkräften in unserem Berufszweig haben. Durch die intensive Zusammenarbeit in unserem Familienbetrieb formen wir unsere Auszubildenden nicht nur im fachlichen Bereich, sondern fördern insbesondere die persönliche Entwicklung. Ziel ist die Integration eines qualifizierten sowie selbständig arbeitenden Mitarbeiters in unseren Betrieb, um so traditionelle Werte und spezielle Fachkenntnisse in der modernen Gesellschaft zu erhalten.

roniker wird die Berufsgruppe „Luftfahrttechnische Berufe“ mit gemeinsamen Ausbildungsinhalten geschaffen. Ferner tritt zum 1. August 2013 eine Teilnovellierung des Mediengestalters Digital und Print in Kraft. Ansprechpartner bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg ist Gerd Lux, Telefon: 0228 2284 153, [email protected].

Beitrag zur Fachkräftesicherung: Teilzeitausbildung Die Bundesregierung und die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft wollen sich als Partner im „Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftesi-

Masiar Vazirian Geschäftsführer

Vazirian Orientteppiche

cherung“ für die duale Teilzeitausbildung stark machen. Für die Unternehmen ist die Teilzeitausbildung ein Gewinn: Sie können sich die Potenziale von meist hoch motivierten jungen Eltern erschließen und ihren Fachkräftenachwuchs sichern. Laut Ausbildungsberater der IHK Bonn/Rhein-Sieg wissen viele junge Eltern nicht, wie sie bei Teilzeitausbildung ihren Lebensunterhalt sichern können. Die IHK hat den neuen „Leitfaden zu Finanzierungsmöglichkeiten für die Ausbildung in Teilzeit“ mit Links zu allen wichtigen Förderinstitutionen erstellt. Zum Leitfaden: www. ihk-bonn.de | Webcode 1688

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DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

62

AUS- UND WEITERBILDUNG

DIE WEITERBILDUNG Lehrgänge und Seminare - Juni bis September 2013 ZEIT

DATUM

THEMA/KURZINFORMATIONEN

EURO

24.06.2013 bis 31.10.2014

Mo., 18:00-21:15 Uhr Sa., 8:00-14:45 Uhr

Berufspädagoge (IHK)

4.860,00

27.06.2013 bis 13.03.2015

Di. u. Do., 18:00-21:15 Uhr

Handelsfachwirt/in (IHK)

2.800,00

27.06.2013

Do., 9:00-16:30 Uhr

ATLAS-Ausfuhrverfahren IAA plus und Exportkontrolle

28.06. bis 29.06.2013

Fr. ab 14:00 Uhr Sa. bis 13:30 Uhr

Management/Unternehmensführung: Innovation braucht freie Köpfe

1.890,00

01.07.2013

Mo., 9:00-16:30 Uhr

Zeit- und Prioritätenmanagement: Den Büroalltag gelassen meistern

240,00

02.07.2013 bis 15.04.2015

Di. u. Do., 18:00-21:15 Uhr

IT-Projektleiter/in (IHK) -Certified IT-Business-Manager-

09.07.2013

Mo. bis Fr., 8:00-16:30 Uhr

Der Gebäude-Energiepass - die Energieeinsparverordnung (EnEV)

220,00

10.07.2013

Mi., 9:00-16:30 Uhr

Marketing für den Hausverwalter und Makler

220,00

15.07. bis 26.07.2013

Mo.-Fr., 9:00-16:15 Uhr

Ausbilderlehrgang nach AEVO -Vollzeit-

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Ausbilderlehrgang nach AEVO -Teilzeit-

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RECHT UND STEUERN

 Recht Belegschaftsfotos: nur mit Einwilligung! Hat ein Arbeitnehmer die Einwilligung zur Verwendung eines Fotos durch den Arbeitgeber erteilt, das nur allgemeiner Unternehmensdarstellung dient und keine Person herausstellt, kann eine weitere Verwendung auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses gerechtfertigt sein. Das entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz im Fall eines Anlagenmonteurs, dessen Arbeitgeber nach Beschäftigungsende ein Belegschaftsfoto auf der Internetseite verwandte. Der ehemalige Mitarbeiter widerrief sein Einverständnis und verlangte die Entfernung des Fotos binnen Wochenfrist, der Arbeitgeber kam der Aufforderung ca. 6 Wochen später nach. Laut Gericht reiche die erteilte Einwilligung zur Verwendung eines Belegschaftsfotos über das Ende der Beschäftigung hinaus, wenn das Bild nur der allgemeinen Illustration diene und den Arbeitnehmer nicht herausstelle. Zwar könne dieser die Einwilligung widerrufen, allerdings seien Arbeitgeberinteressen wie Kosten oder Aufwand ebenfalls zu berücksichtigen. In Anbetracht des mit der Herstellung eines aktualisierten Gruppenfotos verbundenen Aufwands könne daher eine Frist von sechs Wochen für die Rücksichtnahmepflicht als angemessen gelten. LAG Rheinland-Pfalz v. 30.11.2012, Az.: 6 Sa 271/12

 Wettbewerbsrecht Fernabsatz: Wert der einzelnen bestellten Waren für Anwendung der 40-Euro-Klausel entscheidend Für die Erstattung der Rücksendekosten n ist i. R. d. Anwendung der 40-Euro-Klau-sel der einzelne Warenwert und nicht der er addierte Gesamtwert der bestellten Waren aren ausschlaggebend. So entschied das AG Augsburg (Urteil v. 14.12.2012, Az. 17 C 4362/12). Ein Kunde hatte eine Hose für 29,95 Euro und Schuhe für 12,90 Euro bestellt, machte jedoch von seinem Widerrufsrecht Gebrauch und schickte die bestellten Waren zurück. Als der Händler sich weigerte die Rücksendekosten i. H. v. 6,90 Euro zu erstatten, klagte er. Das AG Augsburg teilte die Auffassung des Händlers: entscheidend sei nicht der Gesamtwert der bestellten Waren, sondern jeweils deren einzelner Warenwert. Aus diesem Grund habe sich der Händler auf die 40-Euro-Klausel berufen können. Quelle: dr-bahr.com v. 27.03.2013

 Steuern Keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen 1-Prozent-Regelung bei Dienstwagenbesteuerung Mit dem Urteil vom 13. Dezember 2012 hat der Bundesfinanzhof (BFH) bestätigt, dass keine verfassungsrechtliche Bedenken gegen die 1 Prozent-Regelung bestehen (Az.: VI R 51/11). Der Vorteil aus der privaten Nutzung eines Dienstwagens ist entweder mit den durch die private Nutzung verursachten Kosten des Fahrzeugs (Fahrtenbuchmethode) oder wenn ein Fahrtenbuch nicht geführt wird,

Ihre Ansprechpartner Detlev Langer Telefon 0228 2284-134 E-Mail: [email protected] E

Nadine Catherina Breuer Telefon 0228 2284-183 E-Mail: [email protected]

mit 1 Prozent des Bruttolistenneupreises zu bewerten (sog. 1 Prozent-Regelung). Der Kläger hatte sich einen Gebrauchtwagen angeschafft, den er sowohl im Unternehmen als auch privat nutzte. Da der Gebrauchtwagenpreis erheblich unter dem Bruttolistenpreis lag, wandte der Kläger den günstigeren Preis bei der 1-Prozent-Regelung als Bemessungsgrundlage an. Dem widersprachen sowohl das Finanzamt als auch das Finanzgericht. Der BFH bestätigte die Finanzverwaltung und hielt an der Rechtsprechung fest, dass die 1-Prozent-Regelung als grundsätzlich zwingende, stark typisierende und pauschalierende Bewertungsregelung individuelle Besonderheiten in Bezug auf die Art und die Nutzung des Dienstwagens grundsätzlich unberücksichtigt lasse. Die Annahme des Bruttolistenpreises als Bemessungsgrundlage für die 1 Prozent-Regelung hält der BFH somit für gerechtfertigt. Quelle: DIHK

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INNOVATION UND UMWELT

 Gesundheit

 Umweltschutz

Europäisches Gesundheitsportal gestartet

Neuer Förderschwerpunkt „Materialeffizienz in der Produktion“ - Einreichung von Projektskizzen bis zum 30.09.2013

Seit Ende März 2013 informiert das Webportal www. HorizonHealth.eu über EU-geförderte Forschungsprojekte im Gesundheitsbereich. Neben Artikeln zu neuen Entwicklungen im Medizinbereich bietet das Portal den Besucher/innen die Möglichkeit, sich über Projektprofile ein Bild davon zu machen, zu welchen Gesundheitsthemen mit EU-Mitteln geforscht wird Quelle: Kooperation -International

 Multimedia E-Commerce: Umsatz stieg um 15 Prozent

Stahlhallenbau und

Besondere Konstruktionen

33 Milliarden Euro wurden 2012 in Deutschland im Online-Handel umgesetzt, die Hälfte davon mit Mode und Consumer Electronics. Damit ist das Marktvolumen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 15 Prozent gewachsen – so aktuelle Zahlen des neuen IFH-Branchenreports Online-Handel. Auch für das laufende Jahr gehen die IFHExperten weiterhin von einem steigenden Marktvolumen aus, allerdings mit einer leicht geringer ausfallenden Wachs-

Daten sammeln nach dem Eichhörnchen-Prinzip Die Menschheit ist mit einem weltweiten Datenvolumen von über 2 Zettabyte (das ist eine 2 mit 21 Nullen oder zwei Trilliarden Byte) ins Jahr 2013 gestartet – und steht doch erst am Anfang beim Sammeln unvorstellbar großer Datenmengen, erklärte der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco auf seinem Jahreskongress 2013 in Köln. „Durch die Eichhörnchen-artige Sammelwut der Menschen, potenziert durch die allgegenwärtige Digitalisierung, wird sich die weltweite Datenmenge alle zwei Jahre verdoppeln und dadurch Datenberge in Fantastilliardenhöhe erzeugen“, sagt Dr. Béla Waldhauser, Leiter der Kompetenzgruppe Datacenter Infrastruktur im eco Verband, zum Trend „Big Data. Quelle: eco — Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. tums-prognose. Die Analyse nach Vertriebsformen zeigt: Stärkste Kraft im OnlineMarkt sind nach wie vor die sogenannten Internet Pure Player – ihr Anteil wird für 2013 auf insgesamt 36,6 Prozent prognostiziert. Ein Blick auf die Einzelhandelsanteile

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DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

zeigt die Relevanz , die der E-Commerce in Deutschland zwischenzeitlich erlangt hat. Lag der Anteil des OnlineHandels 2007 noch bei drei Prozent, ist dieser 2012 auf 7,7 Prozent gewachsen. Ohne die so genannten Fast Moving Consumer Goods (FMCG) wie beispielsweise Nahrungsmittel und Körperpflegeprodukte, machte der Online-Handel 2012 bereits 14,2 Prozent des gesamten Einzelhandels aus – und auch diese Anteile werden zukünftig weiter steigen. „Der Einzelhandel funktioniert nur noch mit dem Internet, nicht dagegen. Gleichzeitig bringt die neue Mobilität des Internets durch Smartphones und Tablets die Online- und Offline-Shopping-Welten näher zusammen. Quelle: IFH Institut für Handelsforschung GmbH

Das Bundesumweltministerium (BMU) setzt auf mehr „Materialeffizienz in der Produktion“. Ein entsprechender Schwerpunkt wurde im Umweltinnovationsprogr amm verankert. Gefördert werden innovative Projekte, die materialeffiziente Produktionsprozesse umsetzen, materialintensive Herstellungsverfahren substituieren sowie Rest- und Abfallstoffe als Sekundärrohstoffe einsetzen. Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe können sich um die Förderung bewerben. Dazu muss bis zum 30. September 2013 eine Projektskizze bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau eingereicht werden. Das Formular für die Projektskizze, Arbeitshilfen und weiterführende Informationen sind via Internet unter www. umweltinnovationsprogramm. de verfügbar. Quelle: DIHK

Die Umsetzung der IEDRichtlinie tritt in Kraft Am 12. April 2013 ist das Gesetzespaket zur Umsetzung der Richtlinie über Industrieemissionen (IED) im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Die wesentlichen Änderungen für Anlagenbetreiber von Industrieanlagen treten am zwanzigsten Tag nach der Veröffentlichung in Kraft. Das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie über Industrieemissionen in der aktuellen Ausgabe des Bundesgesetzblattes finden Sie unter www. bgbl.de. Die Veröffentlichung der beiden Verordnungspakete zur IED-Umsetzung steht noch aus. Quelle: DIHK

INNOVATION UND UMWELT

 Innovation Wirtschaft fordert Runden Tisch: Schäden in Milliardenhöhe durch Produktpiraterie Zum „Tag des geistigen Eigentums“ am 26. April luden der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und weitere Verbände in das Haus der Deutschen Wirtschaft zu ei-

zen den Schaden für die deutsche Wirtschaft auf insge-

Fälschung

Original ner hochrangigen Veranstaltung ein. Zu diesem Anlass erklärte der Hauptgeschäftsführer des DIHK, Martin Wansleben mit Blick auf die Produktpiraterie „Wir schät-

samt über 50 Milliarden Euro im Jahr.“ Zwei Drittel aller Fälschungen kämen aus China und Hongkong, berichtete der DIHK-Hauptgeschäftsführer. Zwar sei der Anteil damit etwas gesunken, China bleibe aber nach wie vor Fälschungsland Nummer eins. Ohnehin gebe es aus Sicht der deutschen Wirtschaft keinen Grund zur Entwarnung, „denn das schlechte Vorbild macht

leider Schule“. So kämen etwa über Singapurr immer mehr gefälschte Waren nach Deutschland. Auch die Entwicklung in n Indien bereite den deuteutschen Unternehhmen Sorge, so o Wansleben. „Die Regierung g muss das Thema a Markenund d P atent s c hut z bei internationalen Verhandlungen immer wieder auf die Agenda enda setzen“, forderte rte Wansleben. „Der DIHK HK hält es zudem für sinnvoll, voll, den runden n Tisch zwischen n Bundesregierung und Wirtschaft wieder aufleben zu lassen, um gemeinsam über aktuelle Ent-

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wicklungen und Lösungsmöglichkeiten zu beraten.“ Quelle: DIHK

Investitionszuschuss Wagniskapital Der im Mai gestartete Investitionszuschuss Wagniskapital hat zum Ziel, die Finanzierungsbedingungen junger, innovativer Unternehmen zu verbessern. Für private Investoren - insbesondere Business Angels - sollen Anreize geschaffen werden, solchen Unternehmen privates Wagniskapital zur Verfügung zu stellen.

Danach erhalten Investoren vom Bund einen Zuschuss von 20 Prozent ihres Investitionsbetrages. Insgesamt stellt das BMWi bis 2016 insgesamt 150 Millionen Euro bereit. Weitere Informationen finden sich unter dem Stichwort „Investitionszuschuss Wagniskapital“ auf der Website www.bafa.de Quelle: BMWi

Ihre Ansprechpartner Innovation/Umweltschutz Dr. Rainer Neuerbourg Telefon 0228 2284-164 E-Mail: [email protected] Multimedia Heiko Oberlies Telefon 0228 2284-138 E-Mail: [email protected] Energie/Umweltschutz Ingrid Heider Telefon 0228 2284-193 E-Mail: [email protected]

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INTERNATIONAL

 EU-Info

zumindest in der bisherigen Form mit dem EU–Recht nicht vereinbar sind. Da dieses Urteil des EUGH vom 19.12.2012 unmittelbar anwendbar ist, müssen sich Selbständige, die zeitweilig in Belgien Dienstleistungen erbringen wollen, derzeit nicht bei den belgischen Behörden anmelden. Auch muss der belgische Kunde momentan nicht prüfen, ob der Selbständige seinen Meldepflichten nachkommt. Darüber hinaus darf für eine fehlende Meldung keine Strafe ausgesprochen werden. Die Meldepflichten für entsendete Arbeitnehmer gelten aber weiterhin unverändert. Dies wird sich aufgrund des Königlichen Erlasses zum 1. Juli 2013 wieder ändern: Selbständige und Arbeitnehmer, die vorübergehend in Belgien arbeiten, müssen sich immer noch/wieder bei den belgischen Behörden melden. Insgesamt sind aber weniger Daten zu übermitteln. Deshalb fällt die vereinfachte Prozedur weg. Mehr Informationen gibt es auf Anfrage bei den Außenwirtschaftsexperten der IHK Bonn/ Rhein-Sieg.

Außenwirtschaftsverordnung Deutschland: Neuerungen im Meldewesen Ab Mitte des Jahres wird es Neuerungen bei den Meldevorschriften geben, über die man sich rechtzeitig informieren sollte. Grundsätzlich ist es Pflicht, alle wirtschaftlichen Transaktionen zwischen „Gebietsansässigen“ und „Gebietsfremden“ zu melden. Konnte man bisher Meldungen entweder auf den amtlichen Vordrucken in Papierform oder über elektronische Meldeportale („Extranet“) einreichen, so ist ab Juli das Einreichen der Meldungen nur noch auf elektronischem Wege möglich. Auch der Meldeteil beim „Zahlungsauftrag im Außenwirtschaftsverkehr“ (Anlage Z 1 zur AWV) entfällt. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Bundesbank auf dem allgemeinen Meldeportal Statistik (AMS) unter „www.bundesbank.de/ Service/Meldewesen“ an. Wesentliche Änderungen ergeben sich auch im Transithandel. Einzelheiten können telefonisch bei der IHK erfragt werden.

 Aussenwirtschaft Schweiz: Änderung im Meldeverfahren bei Entsendung von Mitarbeitern

Belgien: Update zur Limosa – Erklärung Am 1. Juli tritt der Königliche Erlass vom 19.03.2013 als Antwort auf das Urteil des EUGH vom 19.12.2012 (Az.: C-577/10) in Kraft. In seinem Urteil stellte der EUGH fest, dass die „Limosa – Erklärung“ für Selbständige, die zeitweilig in Belgien Dienstleistungen erbringen wollen,

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V.R.China: Energieeffizienzkennzeichnungspflicht für Desktop-PC und Notebook In der kürzlich erschienen Bekanntmachung 39 der chinesischen Behörden NDRC, AQSIQ und CNCA wurde der zehnte überarbeitete Produktkatalog für die Energieeffizienzkennzeichnung veröffentlicht. Wichtigste Neuerung stellt die Aufnahme von Desktop-PCs und Notebooks dar. Die entsprechende Richtlinie für die Energieeffizienzkennzeichnung von Mikrocomputern trat bereits am 1. Februar in Kraft. Weitere Informationen zur Energieeffizienzkennzeichnung in China sind bei der Cisema GmbH, Telefon 089 4161 7389-0, erhältlich.

Usbekistan: Forderung nach abgestempelten Ausfuhrdokumenten beim Import Gemäß einem Erlass des usbekischen Präsidenten müssen bei der Einfuhrabfertigung in Usbekistan vom deutschen Zoll abgestempelte Ausfuhrpapiere mit Preisangaben vorgelegt werden. Da in der EU die Ausfuhren nur elektronisch angemeldet werden und auf den Ausfuhrbegleitdokumenten keine Warenwerte genannt sind, ist diese Forderung in der Praxis nicht umsetzbar. Neben der EU sind auch Importe

aus Korea, Japan und den USA betroffen. Am 1. Mai hat der EU-Delegierte in Usbekistan offiziell Beschwerde gegen den Erlass eingelegt. In seinem Schreiben wies er darauf hin, wie eine Ausfuhrabfertigung in der EU abgewickelt wird und dass die Forderung Usbekistans für die Wirtschaftsbeteiligten nicht erfüllbar sind. In diesem Zusammenhang wurde der umgehende Verzicht auf abgestempelte Ausfuhrpapiere gefordert.

Ihre Ansprechpartner Rainer Ludwig Telefon 0228 2284-167 E-Mail: [email protected] Alina Paczkowski Telefon 0228 2284-144 E-Mail: [email protected]

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405,00

Service-Center, Tel.: 0228 2284-100 E-Mail: [email protected]

6491509

Nadine Odenthal, Tel.: 0228 2284-169 6491520 E-Mail: [email protected] Service-Center, Tel.: 0228 2284-100 E-Mail: [email protected]

649880

CSR-Praxisseminar für KMU Unternehmenserfolg durch Nach- IHK Bonn/Rhein-Sieg haltigkeit und Verantwortung

Michael Pieck, Tel.: 0228 2284-130 E-Mail: [email protected]

6491502

Freiberufsentdecker Wofür „brenne“ ich?

Gerlinde Waering, Tel.: 0228 2284-131 E-Mail: [email protected]

6491548

IHK Bonn/Rhein-Sieg

50,00

Eine ausführliche Veranstaltungsbeschreibung finden Sie auf der Internetseite der IHK Bonn/Rhein-Sieg unter www.ihk-bonn.de. Dort geben Sie bitte den entsprechenden Webcode ein.

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IHK-INTERN

Die IHK-Vollversammlung - das Parlament der Wirtschaft

Über 1.200 Unternehmerinnen und Unternehmer engagieren sich in der IHK Bonn/Rhein-Sieg. Dieses breite ehrenamtliche Engagement stellen wir hier, aber auch auf eigenen Seiten im Internet (http://ehrenamt.ihk-bonn.de) dar.

der Aus Arbeit des Ehrenamtes

Forum Kommunikation zur Zukunft von Print „Nur tote Fische schwimmen im Strom“ Print wird an Bedeutung verlieren, aber seine Relevanz für Verlage, Druckunternehmen, PresseGrossisten sowie im Mix der Werbemittel in der digitalen Gesellschaft nicht einbüßen. In dieser Zukunftseinschätzung stimmten Repräsentanten von Branchen in der Region, deren Geschäftsmodell traditionell auf dem Faktor Papier beruht, sowie aus der Wissenschaft bei einer Podiumsdiskussion der IHK Bonn-Rhein-Sieg überein. Unter der Moderation von Ralf Siepmann (Indikativ GmbH, Bonn) diskutierten Martin Kirschner (Presse-Grosso Bonn-Rhein-Sieg, Troisdorf), Ralph Voggenreiter (Voggenreiter Verlag GmbH, Bonn), Dieter Brandenburg (Köllen Druck & Verlag GmbH, Bonn), Holger Baum (Media Company – Agentur für Kommunikation, Büro Bonn) sowie der Journalistik-Professor Andreas Schümchen (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, St. Augustin). Die Transformation dieser Wirtschaftszweige verlange – so die Ansicht der Diskutanten – insbesondere Innovationsbereitschaft, Kreativität und nicht zuletzt unternehmerischen Mut. „Nur tote Fische schwimmen im Strom“, betonte Kirschner. So gesehen, sei der Pressevertrieb „immer offen für Veränderung“.

Luis Puig (r.), Vizepräsident der IHK Barcelona (Cambra de Comers de Barcelona), und Wolfgang Grießl, Präsident der IHK Bonn/Rhein-Sieg Spanier großes Interesse bei einer Informationsveranstaltung am Montag in Barcelona gezeigt hätten, eine Ausbildung in Deutschland zu beginnen. Puig stellte fest, dass das größte Hemmnis jedoch die Sprachkenntnisse der Jugendlichen seien. Wolfgang Grießl freute sich, das sich zehn Unternehmen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis an diesem Pilotprojekt beteiligen möchten. Die IHK Bonn/Rhein-Sieg wird die Jugendlichen als nächstes zu Vorstellungsgesprächen nach Bonn einladen. Ansprechpartner: Jürgen Hindenberg, Telefon 0228/2284-146, E-Mail [email protected].

Spanische Auszubildende für Bonn/Rhein-Sieg Pilotprojekt der IHKs geht in die nächste Runde Luis Puig, Vizepräsident der IHK Barcelona (Cambra de Comers de Barcelona), und Wolfgang Grießl, Präsident der IHK Bonn/Rhein-Sieg, haben sich in Bonn über das gemeinsame Projekt Fachkräftesicherung für die Region ausgetauscht. Nachdem es in den vergangenen Jahren nie gelungen ist, alle Ausbildungsplätze im Hotel- und Gaststättenbereich in der Region Bonn/Rhein-Sieg zu besetzen, unterstützt die IHK Barcelona die IHK Bonn/Rhein-Sieg bei der gezielten Anwerbung von Auszubildenden für diese Branche. Der Vizepräsident der Kammer Barcelona wusste zu berichten, das 120 junge Spanierinnen und

Die IHK runner (Christel Engelhard, Karin Gensch, Dionysis Kotzias, Ludwig Martin Simon, Peter Walter und Michael Pieck) sagen Danke für die Unterstützung beim Bonn Marathon - herzlichen Dank auch dem netten Team von www.textildruck-bonn.de - bis zum nächsten Mal ...

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IHK von A-Z

Kurzbeschreibungen aller IHKAufgaben finden Sie auch auf unserer Internetseite www. ihk-bonn.de unter IHK von A-Z (Webcode: 140)

IHK-INTERN

Gesetze

Gemeindehaushalte

Die Kammer unterrichtet ihre Mitglieder fortlaufend über aktuelle wirtschaftsrelevante Vorschriften und Gesetze. Aber auch schon im Gesetzgebungsverfahren bringt sie gemeinsam mit den Schwesterkammern durch Stellungnahmen gegenüber der Bundes- oder Landesregierung das gesamtwirtschaftliche Interesse der Wirtschaft zum Ausdruck.

Die Kammer analysiert jedes Jahr die Haushalte der Kommunen ihres Bezirks. Dabei prüft sie insbesondere die jährlich festzusetzenden Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer und tritt in Verhandlungen mit den Gemeinden dafür ein, dass die gewerbliche Wirtschaft nicht stärker als notwendig mit Steuern und Abgaben belastet wird.

IT-Recht

Rechtsform/Gesellschaftsform

Moderne Technologien und ihre technischen Möglichkeiten bedürfen gesetzlicher Regelungen, um die Grenzen der persönlichen d Freiheit zu wahren und den Wettbewerb zu gewährleisten. Rechtliche Auskünfte zu ITrrechtliche Fragestellungen erhalten Sei bei der IHK.

Bei der Suche nach der geeigneten Rechtsform gibt die Kammer Hinweise auf die Gestaltungsmöglichkeiten, welche Rechts- oder Gesellsellschaftsform die Zweckmäßigste te ist, ob und in welchem Umfang g Familienangehörige, Mitarbeiterr und Dritte an dem Unternehmen beteiligt werden können.

Detlev Langer Telefon 0228 2284-134 [email protected]

Nadine Catherina Breuer Telefon 0228 2284-183 [email protected]

Wussten Sie schon ... ... dass der 1. Bonner Ideenmarkt am Donnerstag, 29. August, im Bonner Kunstverein von 16 bis 20 Uhr stattfindet? Bei diesem 1. Bonner Ideenmarkt werden ca. 30 ausgewählte Kreative aus unterschiedlichen Bereichen, Branchen und Kulturen ihre Ideen und Innovationen vorstellen. Dabei werden sie vor ca. 300 Gästen und einer Fachjury ihre Ideen, ihre Produkte, ihre Dienstleistungen überzeugend, ohne große Hilfsmittel präsentieren.

IMPRESSUM Herausgeber: Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, Bonner Talweg 17, 53113 Bonn, Telefon 0228 2284-0, Fax 0228 2284-170, E-Mail: [email protected], Internet: www.ihk-bonn.de

hofer IAIS., DIHK (Jens Schicke), Vazirian, Wikicommons (Hernán De Angelis Campephilus), Aktion Plagiarius e.V. (2). Verlag-Spezial: pronova BKK (2), Techniker Krankenkasse, DGUV, Barmer GEK, Fotolia_RTimages, 5 am Tag, iStockphoto/Forum Trinkwasser e.V.

Verantwortlich für den Inhalt: Friedhelm Wallnisch Redaktion und Gestaltung: Friedhelm Wallnisch, Telefon 0228 2284-132, E-Mail: [email protected] Michael Pieck, Telefon 0228 2284-130, E-Mail: [email protected] Sabine Blome, Telefon 0228 2284-136, E-Mail: [email protected] Redaktion-Fax: 0228 2284-124

Die mit Namen oder Initialen gekennzeichneten Beiträge geben die Meinung des Autors, jedoch nicht unbedingt die Ansicht der Kammer wieder.

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Ursula Katthöfer, Bernhard Lindgens Ausgabe: Juni 2013/ Erscheinungsdatum: 17. Juni 2013 ISSN 0176-9162 Titelbild: Michael Marasson, Telefon 02241 332142, Fax: 02241 336006 / VEDES AG Cartoon: Ralf Butschkow Fotos: Trowista (Torsten Trojan), Udo Schumpe (2), Katthöfer (12), Rhein-Sieg-Kreis, Coppeneur, BonnVisio (2), IHK (12), Dörte Moll, Adpic, Oliver Hoecker (2), Haus und Grund Bonn|Rhein-Sieg, Landtag NRW, Flugplatz Hangelar, ADAC HEMS (7), BMZ (2), Fotolia (2), Bonn International School (6), Pixelio, SeniorExpertenService (2), Nova Vita, Trofil, SEVERINE KURZ REAL ESTATE Professionals, Rheintaler e.V., Dorfkrug Sankt Augustin, true fruits GmbH, GFO mbH, Creditreform Bonn Domschke & Rossen KG, PANTHEON Theater GmbH, TERTIA GmbH & Co. KG, intention GmbH (Marcus Gloge), LOG GmbH, VONDAUER, Fraun-

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

Nachdruck nur mit Quellenangabe. Für den Nachdruck signierter Beiträge ist die Genehmigung des Verfassers erforderlich. Vervielfältigungen für den innerbetrieblichen Gebrauch sind gestattet. Die Zeitschrift ist das offizielle Organ der IHK Bonn/Rhein-Sieg und wird an kammerzugehörige Unternehmen im Rahmen der Mitgliedschaft ohne Erhebung einer besonderen Bezugsgebühr abgegeben. Hinweis: Bei Fremdbeilagen/-beiheftern und Anzeigen handelt es sich um werbliche Informationen von Anzeigenkunden. Inhalte, Aussagen und Gestaltung von Beilagen/-heftern liegen allein in der Verantwortlichkeit des Kunden. Verlag, Anzeigen und Druck: JF. Carthaus GmbH & Co. KG Stiftsgasse 11, 53111 Bonn Telefon 0228 7260-20, Fax 0228 7260-260, E-Mail: [email protected], Internet: www.carthaus.de Geschäftsleitung: Dirk-Olaf Stroessel / Vertriebsleitung: Ulrich Gabbe zur Zeit gültig: Anzeigenpreisliste vom 1. Dezember 2010 Abonnement: Bezugspreis: 18,- Euro jährlich

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FRAGEN AN JÜRGEN SPEER Welche Eigenschaften zeichnen einen erfolgreichen Unternehmer aus? Was treibt Sie an? Ihr Lebensmotto? An welchen Erfolg erinnern Sie sich gerne? An welchen Mißerfolg erinnern Sie sich nicht so gern? Welche Vorbilder haben Sie im privaten und/oder geschäftlichem Leben? Was wünschen Sie sich für die nächsten zwölf Monate? Der Wirtschaft geht es gut, wenn ... Die soziale Marktwirtschaft ist ... Wie schätzen Sie den Standort Bonn/Rhein-Sieg ein? Was sollte für den Standort getan werden? Was würden Sie an Ihrem ersten Arbeitstag als Wirtschaftsminister anpacken? Ihr Freizeittipp in der Region Bonn/Rhein-Sieg Ich wünsche mir von meiner IHK, dass ...

Innovativ, positive Grundeinstellung und Vorbildfunktion, gerne mit Menschen arbeiten und den Mut für die Selbständigkeit. Die Verantwortung für die Mitarbeiter zu übernehmen, die Freude an erreichten Zielen sowie das Familienunternehmen weiter zu entwickeln. Arbeit und Leben miteinander verbinden. Nach dem Motto: Miteinander statt übereinander reden. Den Aufbau des Familienunternehmens von 13 auf heute 500 Mitarbeiter. Zweimalige Erweiterung des Logistikzentrums durch Neubauten und diese Erfolge mit den Mitarbeitern teilen. Die ersten zwei Jahre der Selbständigkeit geprägt durch hohe Fluktuation, da der eigene Nachwuchs noch fehlte. Geschäftlich: ein GC-Kollege im Süden, der ein ähnliches Unternehmen auch sehr erfolgreich aufgebaut hat. Privat: meine Eltern. Dass es der jetzigen und der nächsten Regierung gelingt, die Finanzkrise zu überstehen und Deutschland weiter erfolgreich zu gestalten. ... die Kapitalkraft nicht durch Vermögenssteuern oder Erbschaftssteuern geschmälert wird. Gerade der Mittelstand schafft Arbeitsplätze. ... die Übernahme von Verantwortung für alle Mitarbeiter und Mitbürger in unserer praktizierten Wirtschaftsform. Ein Standort, der auch zukünftig an Attraktivität gewinnt und den Bonn-Berlin-Umzug hervorragend meistert. Die gute Entwicklung im Bereich Bildung weiter fortsetzen, damit Standortabsicherung betreiben und gleichzeitig bezahlbaren Wohnungsbestand erhalten bzw. aufbauen. Nach Möglichkeit eine Mithaftung der Vorstands- und Aufsichtsratspositionen in Großunternehmen erreichen. Erhaltung der kulturellen Möglichkeiten und Ausbau der Freizeitgestaltung für jüngere Menschen. ... sie Unternehmen fördert, die intensiv ausbilden und z.B. Konzepte für junge arbeitslose Ausländer (Sprachförderung, bezahlbarer Wohnraum) zwecks Meisterung des demografischen Wandels mit entwickelt bzw. unterstützt.

Jürgen Speer ... ... gelernter Kaufmann im Großhandel für Gebäudetechnik, stieg 1983 in die damalige Firma Hartmut Neugart Nachf. KG ein und vergrößerte das heutige Unternehmen NEUGART KG von 13 auf über 500 Mitarbeiter. Der Vater von zwei Söhnen baute zudem eine private Firmengruppe im Bereich Gebäudetechnik-Großhandel mit 17 Tochterunternehmen und rund 1.700 Mitarbeitern auf. www.neugart-kg.de

Foto oben: Jürgen Speer mit Sohn Tobias Speer, der nächsten Generation im Familienunternehmen NEUGART. (Boris Loehrer)

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Vorschau Juli/August 2013

(erscheint am 31.07.2013)

Weiterbildung Wichtig bis sehr wichtig - so beurteilen 88 Prozent der Unternehmen in Deutschland die regelmäßige Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. „Die Wirtschaft“ stellt daher aktuelle Trends vor. Vom Lern-App bis zum passgenauen Weiterbildungskonzept für einzelne Unternehmen.

„Entscheider im Mittelstand“ Mit einer Anzeige in den Magazinen der Industrie- und Handelskammern erreichen Sie 43,4 Prozent der Entscheider im deutschen Mittelstand. Quelle: TNS Emnid 2012

Ihr Ansprechpartner für „Die Wirtschaft“:

Existenzgründung: Unternehmergeist entfachen Der Schritt in die Selbstständigkeit in Deutschland mit einer Vielzahl öffentlicher Finanzierungshilfen und Beratungsangeboten unterstützt. In einer kleinen Serie in den nächsten drei Ausgaben zeigen wir, wann welche Maßnahme sinnvoll ist.

JF. Carthaus GmbH & Co. KG Stiftsgasse 11, 53111 Bonn Telefon: 0228 7260-20 [email protected]

Erfolgsbeispiele für zukünftige Titelgeschichten gesucht: Unsere Autoren recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, können aber natürlich nicht alle Unternehmen berücksichtigen. Melden Sie sich per E-Mail bei [email protected] oder [email protected], wenn Sie der Ansicht sind, dass Sie zur unten angegebenen Titelgeschichte ein innovatives und erfolgreiches Konzept unseren Autoren vorstellen können. Titelthema Oktober 2013:

DIE WIRTSCHAFT JUNI 2013

„Kongresse und Tagungen“

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