Die ` Kulti – Künster ` Liste

April 3, 2018 | Author: Anonymous | Category: N/A
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Die

' Kulti – Künster '

Liste

Künstler und Partner – Namen und Statements (zusammengetragen vom Musiker , Sänger ,Reinhard Fissler, Namen und Äußerungen wurden per E-Mail, auf dem Postweg oder fernmündlich übermittelt, mit dem Einverständnis der Genannten zur Veröffentlichung )

Die im Folgenden genannten Künstler und Partner der Künste äussern ihren Unmut und ihre Enttäuschung über den vom Dresdner Stadtrat am 03. 07. 2008 gefassten Beschluss über den Umbau des Kulturpalastes Dresden in einen Konzertsaal der Philharmonie. Der Grund dafür ist in der Hauptsache , die Sorge um den Erhalt der Multifunktionalität des Kultupalalastes oder eines umgebauten Konzerthauses der Philharmonie und damit verbunden: Die Sorge um den Erhalt eines angemessenen Stellenwertes der vielfältigen Unterhaltungskunst entsprechend der Potentiale von Künstlern und den Bedürfnissen des Publikums . 1 Thomas Putensen, Wendorf / Horst – Sänger, Pianist, Entertainer, band-leader „Ich hatte das grosse Glück, im Februar 2008 mit meinem Ensemble und Günther Fischer als Gast ein Konzert im Kulturpalast gegeben zu haben. Es war ein besonderes Erlebnis, da sich dort tatsächlich eine Kombination aus Klassik und Jazz im ausverkauften Haus ergeben konnte. Das Publikum wusste dieses mit sehr viel Beifall zu würdigen und es besteht der dringende Wunsch, für alle dieses Verhältnis zwischen Publikum und Künstler zu bewahren und auszubauen. Dieses wird nur durch den Erhalt des Kulturpalastes gewährleistet!!!“ Thomas Putensen auch im Namen von 2 Günther Fischer, 3 Wolfgang „Zicke“ Schneider, 4 Georgie Gogow u.v.a. 5 Karl Härtwig, Meissen – Gewerbetreibender, Musikliebhaber 6 Lutz Winkler, 'reggae-play', Magdeburg – Musiker, band-leader, Gewerbetreibender 7 Alexander Procop, 'Stern-unplugged', Stolzenhagen – Bassist, Musik-Pädagoge 8 Reinhard Mann, Rahnsdorf ( b.Dresden ) – Künstleragentur : „...Ich weiss ja, dass die Dresdner anders ticken, komme selbst von da. Warum sollen wir unsere Kulturhäuser schliessen? Wie kann sich sowas durchsetzen? – Die gehören abgewählt! Am Ende findet sich alles au?er die Hochkultur in alten Fabrikhallen wieder. Gratulation! Ihr habt jedenfalls auch meine unbedeutende Protest-Stimme.“ 9 'Hans die Geige' Wintoch, Straussberg – Rockmusiker, Violinvirtuose, Komponist, Entertainer 10 Peter Pabst, Köpenick – Gitarrist u. Sänger, band-leader, Kulturmanager 11 Gonda Streibig, Berlin – Sängerin „ . . . Ich erfahre nun zum ersten Mal durch Deine Mail von den Plänen zum Umbau des Kulturpalastes. Dies würde ich als Unterhaltungskünstlerin sehr bedauern und schliesse mich Deinem Aufruf zur Erhaltung des Palastes in der derzeitigen Form an und hoffe, dass viele

Kollegen und andere Personen sich ebenfalls dem Aufruf anschließen. Mit freundschaftlichen und kollegialen Grüssen“ 12 Christian Georgie, Berlin – Musiker, Arrangeur, band-leader 13 Jörg Hindemith, Ingersleben – Sänger, Entertainer, Produzent 14 Karola Köllmer-Plinke, Gräfenroda – Sängerin, Gesangspädagogin 15 Eva Kyselka, Berlin – Sängerin, Mitbegründerin Rockradio Berlin 16 Gisbert Piatkowski, 'Modern-Soul', 'Renft', Berlin – Gitarrist: „ . . . Ich bin enttäuscht über den beschlossenen Umbau des Kulturpalastes Dresden. Ich finde es sehr schade, dass Musik nicht als genreübergreifende, globale Sprache verstanden wird. Es gibt viel zu tun. Freundliche Grüsse, Gisbert Piatkowski.“ 17 Reinhard Fissler, Berlin – Sänger, Musiker, Songschreiber: „ . . .Es genügt mir nicht meinen Unmut und meine Enttäuschung über den gefassten StadtratsBeschluss zu äußern.Meine Hauptsorge richtet sich auf den drohenden Verlust des Stellenwertes der vielseitigen Unterhaltungskunst in Dresden , wenn die Multifunktionalität einer Kulturstätte wie die des Kulturpalastes verloren geht. Als gestandener „Ossi-Rockmusiker“ habe ich während meiner 'Sturm- und Krankzeit' nicht nur unserer Musik aus den Osten gefröhnt, sondern hatte wie viele Menschen und Künstler im Osten internationale und besonders deutschsprachige Musik aus dem Westen z.B. von Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, 'BAB', Ulla Meinecke, 'Spliff’ , 'Ideal' usw. mit tiefer Verehrung im Herzen, verbunden mit einer grossen Hoffnung... auf kulturelle Öffnung. Es wäre äußerst verachtend wenn ich die Inklaven dieser Künstler, also die alte Szenen-Kultur von Liverpool, Hamburg, Bochum, Köln usw. verleugnen würde. Die Zerstörung einer bewährter Veranstaltungsstruktur durch den Umbau des Kulturpalastes – also die gravierende Beschneidung der Unterhaltungskunst in Dresden – kann ich nur als Verachtung eigener Kultur ansehen, womit den Menschen in Sachsen und Künstlern ein Stück Identität aus dem Herzen gerissen wird!“ 18 Annekathrin Bürger, Berlin – Schauspielerin, Sängerin 19 Axel Reitel, Berlin – Buch-Autor, Sänger 20 Jürgen Balitzki, Berlin – Rundfunk-Produzent, Redakteur, Buch-Autor 21 Bernd Fiedler, Meissen – Bassist, freier Medien-Berater 22 Elmar Werner, Berlin – 'Conzertico'- Entertainment Management 23 Volker Scheinichen, Potsdam – Künstleragentur: „...ich bin enttäuscht über den Umbau des Kulturpalastes“ LIVE Schein Agentur 24 Olaf Böhme, Dresden – Schauspieler, Kabarettist, Autor, Regisseur: „. . . Ich finde es nicht nur bedauerlich, dass der Kulturpalast in seiner bisherigen und bewährten Funktion verschwinden würde ; ich finde es auch skandalös, das Verschwinden dieser Kultureinrichtung zu beschliessen, ohne gleichzeitig einen angemessenen „Ersatz“ zu beschliessen. Also, ich biete an, bei Aktionen in Sachen „Pro Kulti!“ dabei zu sein. Werde auch meine Kollegen aus der „Kleinkunstszene“ diesbezüglich anfragen.

25 Ingo Paul, Rockband „Four Roses“ Leipzig „ . . . Wir, die Rockband „Four Roses“ aus Leipzig, unterstützen den Aufruf von Reinhard Fissler ausdrücklich!Es ist wahrscheinlich auch in Dresden leider so: die sogenannte Hochkultur wird mit Millionen subventioniert und die vielen Künstler in anderen Genres werden allein gelassen und müssen sich „am Markt“ behaupten. In Leipzig kämpft die freie Kulturszene auch um öffentliche Mittel. Ingo Paul“ 26 Wolf-Dietrich Fruck, Berlin – Musikproduzent: „...volle Unterstützung meinerseits!“ Random House Audio 27 Tina Rogers, Kranichfeld – Sängerin, Autorin, Regisseurin, Gesangspädagogin: (am Telefon – sinngemäße Mitteilung) „. . . Der Kulturpalast war doch nicht nur eine große Konzerthalle für Sachsen, er war auch immer bedeutend für die großen Anlässe deutschlandweit, wie z.B.Schlager- und Jazzfestivals und andere mit großer Live-Übertragung!“ 28 Prof. Bernd Wefelmeyer , Potsdam – Professor für Filmmusik an der Hochschule für Film u. Fernsehen Potsdam-Babelsberg: ,,...Ich unterstütze die Forderung nach einer multifunktionalen Spielstätte in Gestalt des Kulturpalastes Dresden in jeder Form. Warum der Ausschließlichkeitsanspruch für die Philharmonie? Es geht nicht gegen diese Orchester aber das Vorhaben ist im Zuge der Globalisierung, auch der Kunst, nicht zeitgemäß und provinziell gedacht. Als Arrangeur eines Konzertes mit Queen-Titeln für das Opernorchester in Leipzig konnte ich mich bei einem Konzert dieses Orchesters im Kulturpalast mit diesem Programm, vor großem Publikum, von dessen hervorragender Technik und seinen Möglichkeiten bestens überzeugen.“ 29 Thomas Natschinski, Berlin – Rockmusiker, Komponist, Produzent: „ . . . danke für Deine Mail. Ich finde es toll, wie Du Dich für den Kulturpalast engagierst und unterstütze Dein Anliegen gern: Der Kulturpalast Dresden war für uns Rockmusiker, Interpreten und alle Künstler der Unterhaltungbranche immer ein Ort , an dem wir gerne aufgetreten sind: ein wunderbares Publikum, beste technische Bedingungen und ein kreatives Umfeld bei den Veranstaltungen. So sehr ich auch die klassische Musik liebe, finde ich es doch bedauerlich, dass die Unterhaltungsmusik anscheinend künftig nicht mehr den Stellernwert erfahren wird wie bisher. Das Haus war und ist prädestiniert für multikulturelle Veranstaltungen und ich hoffe, dass das auch in Zukunft so sein wird.Was ich dazu beitragen kann, will ich gerne tun.“ 30 Thomas Kurzhals, Erkner b. Berlin – Musiker, Komponist, Arrangeur, Musikproduzent: „Lieber Reinhard, ich unterstütze Deinen Aufruf zur Rettung des Dresdener Kulturpalastes. Gerade in den siebziger Jahren standen wir beide auf der Bühne des Kulturplastes zusammen mit der Stern-Combo-Meissen in der Veranstaltungsreihe „Die Orgel von Bach bis Beat“. Damals waren Rock, POP- und Klassik noch nicht so fest vereint wie heute. Den Kulturpalast Dresden in Zukunft nur noch einseitig zu nutzen, ist für mich ein totaler Rückschritt . Kleiner Tipp – nicht am Rande – in der Berliner Philharmonie werden u.a. erfolgreich Jazzkonzerte gegeben!“

31 PASEMANN Cultur&WerbeCompany, Leipzig: ,,...Als Leipziger habe ich immer sehr neidvoll auf Dresden und seinen Kulturpalast geschaut. Lange Zeit hatten wir nur die viel zu kleine Kongresshalle am ZOO. Ich verstehe nicht, wie man ohne Not, den Dresdner Kulturpalast platt macht. Wenn dann der Umbau erfolgt ist, wird man erst merken was man zerstört hat. Und dann wird man mit noch mehr Geld (neue Schulden der Stadt lassen grüßen) wieder ein multifunktionales Haus bauen. Das ist wahrscheinlich ein Schildbürgerstreich der Dresdner Stadträte (die Leipziger sind übrigens nicht viel anders), vielleicht wird Dresden demnächst in Schilda umbenannt. Kommt zur Besinnung liebe Dresdner!“ 32 Norbert Jäger, ’Stern-Combo Meissen’ – Musiker, Musik-Pädagoge 33 Ralf Streicher, Chemnitz – Kultur-Manager 34 Aurora Lacasa, Sängerin, Jürgen Krajewski, Kultur-Manager, Berlin: „. . . Deiner Einschätzung und der Veröffentlichung in der Presse können wir nur zustimmen. Wir möchten aber nicht nur unseren Unmut äußern , sondern unseren Protest laut werden lassen. Ansonsten autorisieren wir Dich die Namen, Aurora Lacasa und Jürgen Krajewski, unter den formulierten Text: „Ich bin enttäuscht über den beschlossenen Umbau des Kultupalalastes Dresden!“ zu setzen.“ 35 Jürgen , Barbara und Stefan Kerth, Erfurt – Musiker, band-leader: ,,...Ein Land ohne Kultur- bzw. mit Abbau von Kulturstätten ist unserer Meinung nach ein armes Land. Viele Musiker hatten schon unter der „Kultur“ der DDR zu leiden, mit Auftrittsverboten usw. Die großen Hallen werden meist nur genutzt für die angeblichen „Stars“ der westdeutschen Kultur und für Volksmusikfeste. Unsere Jugend will auch „ihre“ Stars sehen, mit denen sie groß geworden sind und die ihnen halfen manch schlimme Situation in der DDR zu überstehen bzw. viele gute Stunden mit ihrer Musik zu erleben. Wir sehen auch hier in Thüringen, wie viele gute Kulturstätten geschlossen werden. Wir unterstützen den Aufruf von Reinhard Fissler gegen die Schließung des Kulturpalastes Dresden, verbunden mit guten Wünschen für ihn.“ 36 Klaus Schmidt, Berlin – Tonmeister, Musik-Produzent: 37 Andy Krause, Berlin – Geschäftsführer (Musikgeschäft), Musikschule, Betreiber (Veranstaltungsservice) 38 Dagmar Tabbert, Müggelheim – Tänzerin, Veranstalterin, Betreiberin Musik-Gaststätte 39 Andreas Gemeinhard, Plauen – Musiker, Musik-Pädagoge, band-leader 40 Kirsten Kühnert, Berlin – Zeitungsredakteurin 41 Holger Biege, Sänger, Pianist, Komponist, Arrangeur: „ . . . Der leidenschaftliche Aufruf Reinhard Fisslers gegen die geplante Aufhebung der multikulturellen Funktion des Dresdner Kulturpalastes findet meine volle Unterstützung. Der Palast gehört seit 1969 zu den wichtigsten Kultureinrichtungen Ostdeutschlands, gerade wegen seines multikulturellen Charakters. Eine diesbezügliche Veränderung hätte gravierende Auswirkungen für das regionale Kulturleben. Wie viele meiner Kollegen bitte ich daher eindringlich um ein Überdenken der gefassten Entscheidung.“ 42 Werther Lohse 'Lift', Berlin – Sänger, Song-Schreiber, band-leader: (am Telefon – sinngemäße Mitteilung) „. . .Was war das damals für eine Veranstaltung im Palast? – ach ja, „die Orgel von Bach bis

Beat“, war eine wichtige Zeit damals, auch später noch, . . . hatten tolle Konzerte dort – . . . Ich finde es gut, dass Du Dich für den Palast einsetzt, Du kannst mich da ruhig mit einschreiben!“ 43 Martin Schreier 'Stern-Combo Meissen', Musiker, Produzent, band-leader: (am Telefon – sinngemäße Mitteilung) „. . . Das ist ne tolle Sache mit dem Kulturpalast, was Du da machst – na klar, mach ich da mit!“ 44 Walther Cikan, Berlin – Musikproduzent, Musiktherapeut: 45 Luise Mirsch, Wernsdorf – Rundfunk-Produzentin, Musikerin: „Wir haben im Kulturpalast unter besten technischen und akustischen Voraussetzungen die ersten Rundfunkaufnahmen bei den Schlagerfestivals und der Talenteschmiede 'Goldener Rathausmann' gemacht. Diese Talenteschmiede war übrigens der Einstieg vieler Musiker in den professionelle Status. Damals präsentierten sich bekannte Künstler wie Cesl'av Niemen oder Gruppen wie '2 pus 1', 'Lokomotive GT' und andere. Auch 'Electra' und 'Lift' waren ziemlich von Anfang an dabei, 'Stern-Combo Meissen' kam erst etwas später . Der Palast richtete unzählige Konzerte aus, und ist seit seinem Bestehen eine bedeutende und vielfältige Stätte für Veranstaltungen Sachsens und Deutschland weit. Die Künstler, die Mitarbeiter aller Gewerke und die Gäste schätzen gleichermaßen den Kulturpalast, der eine wesentlich bessere und repräsentativere Aura bietet, als jede Messehalle. Es wäre ein großer Verlust für die Kulturstadt Dresdens, falls bei einem Umbau kein äquivalenter Veranstaltungsort entstehen sollte.“ 46 Heike Jack, Agentur Kulturperlen, Dresdner Comedy & Theater Club: „Ich bin unbedingt für eine vielfältige Nutzung des Kulturpalastes.“ 47 Wolf R. Raschke, 'Karussel', Nauenhof – Musiker, band-leader: „… Der Kulturpalast war aus unsrer Sicht immer eine bewährte Talente-Schmiede für angehende Profi – Künstler. Wir denken da an den 'goldenen Rathausmann'. Der Palast galt immer als ein bedeutendes Haus der sächsischen Kultur. Wir haben dort viele erfolgreiche Konzerte gegeben. Es wär ein großer Verlust, wenn bei einem Umbau kein Äquivalent entsteht.“ 48 Ernst Hirsch, Regiekameramann und Dresden-Chronist: „Meine Stimme gegen den Umbau des Kulturpalastes Dresden bewirkt sicher wenig, aber jede Stimme zählt. Ich bin zwar kein Unterhaltungskünstler, aber als Filmemacher denke ich gern an die Filmvorführungen im Kulturpalast mit damals modernster Technik (70 mm Filme) und an viele unterschiedliche Konzerte, Auftritte usw. die ich dort erlebte. Dresden sollte froh sein, soein Haus zu haben! In den Neubau hatte man damals sogar eine klassische Orgel von Jehmlich eingebaut, obwohl ja in der DDR eine Orgel eigentlich ein „kirchliches“ Instrument war. Es gibt genügend Vorschläge den Kulturpalast akustisch zu verbessern und so umzubauen, dass eine vielfältige Nutzung weiterhin möglich ist.“ 49 Prof. Klaus-Georg "Jockel" Eulitz, Blue Wonder Jazzband: „Auch die Blue Wonder Jazzband schließt sich dem Protest gegen den Total-Umbau des Kulturpalastes an und gibt ihre Meinung für eine Veröffentlichung frei. Seit über 33 Jahren genießt die Blue Wonder Jazzband die Möglichkeiten dieses Hauses, hat sie seit 1990 aus dem nun treffbaren Vergleich um so mehr schätzen gelernt. Dresden verliert einen großen Veranstaltungs-Saal, auf den die Stadt eigentlich deutschlandweit stolz sein sollte. Das

Kongresszentrum kann mit seiner Nüchternheit und ungeeigneten räumlichen Gestaltung kein Ersatz werden, vor allem nicht für das Publikum. Mit dem geplanten Wegfall des Studiotheaters fehlt Dresden die schönste, stimmigste Kleinkunstbühne der Stadt. Die Annahme, dass ein umgebauter, nur noch rund 1100 Zuschauer fassender Saal auch weiterhin von der "U"-Kunst genutzt werden kann, ist falsch. Das rechnet sich nicht. Das nach dem Umbau dann über 40 Jahre stattfindende Dixieland-Festival wird sich ganz bestimmt einen anderen Veranstaltungsort suchen müssen. Aber welchen?“ 50 Dirk Michaelis, Berlin – Sänger, Entertainer, Songschreiber, band-leader: „Nach der Auflösung der Gruppe Karussell, war es auch der Kulturpalast, der mir, meiner neuen Band und den neuen Liedern ein Podium gab. Ausverkaufte Konzerte machten Mut und stimmten zuversichtlich. Ich würde es sehr bedauern, nicht mehr in diesem, mir vertrautem Hause und mit den von mir sehr geschätzten Ton- und Lichttechnikern, arbeiten zu dürfen, nur weil ich noch kein Klassiker bin.“ 51 Andre Pawelski, Gitarrist, Komponist, Arrangeur 52 Michael Behm, 'Stern unplugged' – Musiker, Sänger, Pädagoge, band-leader 53 Karl – Heinz Drechsel, Moderator: ( Es gibt ein Statement in einem Seiten füllenden Anhang ) 54 Detlef Seidel, Stern-Combo Meissen: „ . . . Wir haben früher sehr oft im Kulturpalast Konzerte gegeben, es wäre sehr schade wenn der Palast in seiner Funktion und Vielseitigkeit verloren geht!“ 55 Dirk Zöllner, Berlin – Sänger, Song-Schreiber, band-leader: „ . . . also meine Unterschrift hast Du und Du kannst meinen Namen gern einsetzen , um den Protest zu unterstreichen!“ 56 Peter Meier, die 'Pudhys', Berlin – Musiker, band-leader: „ . . . grüß Dich, 'Amundsen' . . . Wir haben zu vielen Anlässen im Kulturpalast gespielt, zu Puhdys-Konzerten, zum Weihnachtsfest, versüßt mit 'Puhdy - Zucker' - Rock und zu mancher großen Gala . . . volles Haus, treue Fans, prima Mitarbeiter des Palastes. . . . Wenn es den Kulturpalast mit seinen vielen Gestaltungsmöglichkeiten nicht mehr geben wird, muss man sich wohl echt Gedanken machen, was aus dem großen Unterhaltungskunst-Angebot in der Kulturstadt Dresden in Zukunft werden soll und wie es sich präsentieren kann. Wir haben immer sehr gern und mit grossem Erfolg in Dresden und seinem Palast gerockt. Es wär sehr schade drum . . . Die 'Puhdys '“ 57 Bernd Lindow, Greifswald – Kultur-Manager: „mein Name ist Bernd Lindow, ich bin 60 Jahre alt und arbeite seit über 30 Jahren in der „Kultur“, erst als Klubhausleiter, dann in der Konzert- und Gastspieldirektion Rostock und heute im Kulturamt der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Hier wirke ich erfolgreich daran mit das breite Veranstaltungsangebot in der Stadt zu organisieren, um Greifswald u.a. als lebenswerten Standort darzustellen aber auch weiter zu entwickeln. Dazu braucht man natürlich auch geeignete Räume und Plätze um Kultur zu präsentieren. Gut ist der dran der solche Räume und Plätze sein Eigen nennen kann. Dresden besitzt mit dem Kulturpalast eine multifunktionelle

Spielstätte, die sich in der Vergangenheit als Kulturstätte bewährt hat. Warum sollte das nicht auch zukünftig möglich sein? Natürlich ist es wichtig aktuelle Trends zu berücksichtigen, aber auch Traditionelles verdient es Bestand zu haben. Und im Bewusstsein der Dresdner ist der Kulturpalast fest verankert als Stätte der Unterhaltungskunst. Ich weiß davon durch eigenes Erleben in Dresden und durch Gespräche mit vielen Künstlern aus Dresden, die auch hier in Greifswald gern gesehen sind. Und ich weiß auch was es bedeutet eine geeignete Spielstätte zu haben, die vielen Künsten Raum und Gelegenheit gibt zur Präsentation. Unsere Stadthalle hier in Greifswald ist seit fast 20 Jahren nicht nutzbar gewesen. Sie fehlte uns als Spielstätte. Heute wird sie nun endlich saniert und für eine vielfältigen Nutzung hergerichtet. Die Greifswalder freuen sich auf die Neubelebung. Natürlich kann man auch über neue Veranstaltungsformen nachdenken, neue Veranstaltungsstätten entwickeln (z.Zt. ist die Nutzung von Industriegelände in Mode gekommen), aber eine optimale Spielstätte, die Vielen und für Vieles offen ist, die als Spielstätte anerkannt ist, hat eindeutig Vorteile. Nicht zuletzt auch aus dem Grund, dass Open Air Spielstätten innerstädtisch aus Emissionsgründen problematisch sind. Warum sollen nur die klassischen Musikdarbietungen, Ballett oder Schauspiel in ausgezeichneter Qualität und unter besten Bedingungen das Publikum erreichen dürfen? Ich denke, auch die Unterhaltungskünstler brauchen gute Bedingungen, um ihre Kunst, die von den meisten ebenso ernsthaft betrieben wird, der Jury Publikum vorzustellen. Sie wollen in Ihrer Stadt eine etablierte Stätte der Unterhaltungskunst umbauen. Die Zukunft könnte sein: keine Unterhaltungskunst mehr im Palast. Deshalb teile ich die Bedenken vieler Kollegen, Künstler, Musiker und Freunde, die bei einem Umbau des Kulturpalastes befürchten, dass die Unterhaltungskunst zu kurz kommt und erhebe meine Stimme für den Erhalt des Dresdner Kulturpalastes als multifunktionelles Veranstaltungszentrum. Mit freundlichen Grüßen Bernd Lindow“ 58 Reyk Zöllner, Berlin – Musikverlag & Musikmanagement, Musik-Produzent: „ . . . bezüglich Deiner Aktivitäten und Aktionen, gegen den Umbau des Kulturpalastes Dresden mit ausschließlichem Zweck einer anschließenden philharmonischen Nutzung, möchte und kann ich mich nur anschließen. Ich finde es immer schade, wenn eindimensional gedacht und gehandelt wird und somit eine Multifunktionalität verloren geht . . . . Meines Wissens nach ist die Betreibergesellschaft des Kulturpalastes eine 100%ige städtische GmbH. Die enormen aufzubringenden monetären Mittel eines Umbaus sollten demnach auch allen kulturliebenden und -schaffenden Menschen zugute kommen, nicht nur wieder der sogenannten Hochkultur, welche ohnehin schon hoch subventioniert ist. Mit Semperoper als Nachbar des Kulturpalastes und Staatsoperette (hier ist ein Neubau in der Innenstadt geplant) stehen den Dresdnern bereits sehr lukrative Lokalitäten für klassische Aufführungen zur Verfügung. Von daher ist es umso bedauerlicher, wenn Künstlern und Publikum der "leichten Muse" diese zentrale Spielstätte verloren ginge. Ich verbleibe mit der Hoffnung auf einen Sieg des Verstandes und des Weitblicks mit besten Grüßen, Reyk .“ 59 Zappi Zapf, Berlin – Musiker: „… Ich protestiere gegen den geplanten Umbau des Kulturpalastes in einen reinen Konzertsaal der Philharmonie, zu Lasten der Multifunktionalität des vorhandenen Saales! Wir Berliner Musiker, und die des ganzen Landes, haben seit den neunziger Jahren ein grausames, zum Teil von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommenes Kultursterben miterlebt, und möchten uns nun für den Erhalt kultureller und multifunktioneller Kulturstätten aussprechen.

Geben Sie der Zukunft und der Vernunft ein Gesicht und ihre Stimme und verhindern Sie diesen unsinnigen Beschluss!“ 60 Christoph Theusner – BAYON, Weimar Musiker, band-leader, Komponist u. Arrangeur: „ . . . Lieber Reinhard, hiermit unterstütze ich Deine Initiative zur Rettung des Dresdener Kulturpalastes. Auch leise Töne waren dort zu hören – BAYON war fünfmal im Kulturpalast zu Gast; immer war Dresden eine zweite Heimat für die Gruppe. Vielleicht sollte man ein Autohaus daraus machen… Diese Idee stammt aus der Inszenierung „Das Ballhaus“ (Deutsches Nationaltheater Weimar, 1994). Regisseur Herbert Olschok und ich, damals Schauspielkapellmeister, suchten nach einem Ende des Stückes. Die Geschichte endete für uns im Jahr 1990: Das Ballhaus wird umfunktioniert – in Möbellager, Fitnesscenter, Autohaus u. v. mehr… Weil es zu viele Vorschläge gab, einigten wir uns auf einen letzten Tanz nach dem Titel „Go West“, die Lichter gingen aus, die Tanzpaare verschwanden …und wurden nie mehr gesehen. Damit im Dresdener Kulturpalast nicht auch die Lichter ausgehen, hast Du für Deine Kampagne auch die Stimmen von BAYON. „

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