Das gibt dem Garten Pfiff
March 20, 2018 | Author: Anonymous | Category: N/A
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ge s ta lt e t e s grün Pavillons aus Holz
Das gibt dem Garten Pfiff Von alters her ist der romantische Gartenpavillon oder das versteckte Gartenhaus das Markenzeichen anspruchsvoller Gartengestaltungen. Die Bautischler der Vergangenheit schufen verspielte Kunstwerke und nutzten oft Holz als Baumaterial. Neuinterpretationen der hier vorgestellten Bauwerke geben den Gärten Ihrer Kunden den letzten Pfiff.
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er Pavillon als Anlaufstelle im Garten eignet sich zugleich für Einsamkeit, Zweisamkeit oder Gemeinsamkeit, für das Treffen mit Freunden und Bekannten. Er befindet sich in der Regel an exponierter Stelle, zum Beispiel dort, wo man weite Teile des Gartens oder der umgebenden Landschaft überblicken kann. Aber es gibt auch Pavillons, die versteckt gebaut wurden, um den Nutzern Ruhe und Entspannung zu bieten. Außerdem schützt der überdachte Ort vor starker Sonneneinstrahlung, vor Regen, Wind oder dem unliebsamen Blicken der Nachbarn und Passanten.
Damit wird er zur Schutzhütte der Neuzeit, zur Behausung und zum Wohnraum auf Zeit. Darüber hinaus ist er Ausdruck des Lebensstils seiner Besitzer und nicht ihrer finanziellen Mittel. Gut platziert unterstreicht er den Charakter des Ortes.
In der Regel genehmigungsfrei Der klassische Pavillon ist ein Bauwerk aus Holz. Die Ausführung erfolgte je nach Epoche in mehr oder weniger kunstvoller Art und Weise, sei es mit Schwüngen, filigranen Details oder reich verzierten Orna-
Blickfang Gartenhaus
Antike Gartenhäuser Geo Vidal und Günther Schmitz aus München haben sich mit einer besonderen Idee selbstständig gemacht: Die beiden bieten bundesweit Gartenhäuser aus historischen Baumaterialien an. Das Holzständerbauwerk aus aufgearbeiteten Balken und BacksteinAusfachung hat in der Regel die Grundmaße von 2 × 3 m und eine Höhe von circa 2,50. Die Abmessungen können individuell verändert werden. Je nach Ausführung lässt sich das Haus mit alten Biberschwanzziegeln eingedecken. Neben recycelten Ziegeln und einer sanierten Eingangstür, werden für das Gebäude etwa 100 lfm 16er-Balken benötigt. Das Fachwerk wird vormontiert angeliefert. „Blickfang Gartenhaus“ betont, dass eine Baugenehmigung in der Regel nicht notwendig ist, solange eine Nutzfläche von 20 m² nicht überschritten wird. Ohne Streifenfundament kostet das Gartenhaus etwa 16 500 e. Blickfang Gartenhaus, Telefon 089/69 39 76 47, www. blickfang-gartenhaus.de
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menten. Pavillons waren ein Privileg der Oberschicht und ein Symbol für Luxus. In erster Linie kam Kiefer und Lärche zum Einsatz. Alle Verbindungen wurden gezapft, Sonderbauteile wie zum Beispiel Ornamente, Zapfen, gebogene Traghölzer waren schon früh schichtverleimt. Die Verbindung von Eisenteilen erfolgte durch Klammern, Nieten, Bolzen und Schrauben. Der Bau von Pavillons wird über die Landesbauordnungen geregelt. Er ist in den meisten Bundesländern genehmigungsfrei, wobei man bei der Errichtung von Pavillons in der Nähe der Grundstücksgrenze trotzdem im Sinne einer guten Nachbarschaft die Anwohner um ihre Zustimmung bitten sollte.
Historische Beispiele geben Anregung Natürlich lassen sich die Pavillons ganz unterschiedlicher Entstehungszeit, Bauart und Nutzung nicht 1 : 1 nachbauen. Oft verbietet das schon teure Handarbeit, die für das Bauwerk notwendig würde. Aber die Beispiele geben Anregungen für den Bau von stilechten Gartenhäusern und zeigen, wie sich einzelne Gestaltungselemente (zum Beispiel Holzgitter) einsetzen lassen. Marko Schurig, Jena, und Tjards Wendebourg Bilder: Robert Kick, Landshut (9) und Förderverein Garten- und Baukultur Heilbronn (1)
Buchtipps Für den Bau von Gartenpavillons lagen den Handwerkern schon zum Ende des vorletzten Jahrhunderts hervorragende Musterbücher vor. Leider wird davon nur noch das Standardwerk „Das Zimmermannsbuch“ von 1895 (Theodor Krauth/Franz Sales Meyer, Verlag Th. Schäfer, ISBN 3-88746004-9) als Reprint vertrieben. Ein weiterer Klassiker Ist „Wolf‘s Gartenlauben, Verandas und Giebelverzierungen“ von 1906 (Reprint 2003, Verlag Th. Schäfer), der nur noch über das Antiquariat zu beziehen ist. Ebenfalls vergriffen ist mit „Gartenhaus, Laube, Pergola. Der geschützte Platz im Garten“ das einzig relevante Buch jüngeren Datum (Niederstrasser, Spalink-Sievers, Weddige, Callwey Verlag 1991).
1. Leichte Laube mit reicher Holzschnitzerei und Brüstung in Greifswald 2. Gartenhaus an der Grundstücksgrenze eines Villengartens in Dresden 3. Pfortenhaus im Eingangsbereich einer Villa in Dresden (beide Ende 19. Jahrhundert) 4. Sanierungsbedürftiger 8-eckiger Holzpavillon mit Blechdach in Karlsbad/CZ, Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert 5. 8-eckiger Holzpavillon im hessischen Johannisberg. Der obere und untere Bereich war früher mit Holzgitterwerk (Treillagen) verkleidet 6. Giebel eines Gründerzeit Gartenhauses im Botanischen Obstgarten Heilbronn 7. 8-eckiger Holzpavillon (1880/90) mit Holzgitterwerk und Blattsägearbeiten und aufgesetzter „Laterne“ in Schärding/A 8. 8-eckiger Holzpavillon im Rosarium Sangerhausen 9. Quadratisches Gartenhaus in Leipzig mit ausgefachtem Fachwerk und Laterne 10. Rundpavillon mit Holzsäulen und Holzgittern auf Steinsockel in Tutzing
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